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Produktbild: Der Prozess

Der Prozess Bereicherte Ausgabe. Verhaftet ohne Grund: kafkaeske Bürokratie, absurdes Justizsystem und existenzielle Angst in düsterer Moderne

42

0,49 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

11.12.2023

Verlag

DigiCat

Seitenzahl

199 (Printausgabe)

Dateigröße

991 KB

Sprache

Deutsch

EAN

8596547749769

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

11.12.2023

Verlag

DigiCat

Seitenzahl

199 (Printausgabe)

Dateigröße

991 KB

Sprache

Deutsch

EAN

8596547749769

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  • Bewertung

    5/5

    23.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Guter Klassiker

    „Der Prozess“ ist ein verstörender und gleichzeitig faszinierender Klassiker. Die Geschichte vermittelt ein Gefühl von Hilflosigkeit und Orientierungslosigkeit, das auch heute noch erstaunlich nachvollziehbar ist. Kafka zeigt eine undurchsichtige Welt, in der Regeln existieren, die niemand wirklich versteht. Gerade diese Absurdität macht das Buch so interessant. Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte.

  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    07.12.2023

    Buch (Taschenbuch)

    „Jemand musste Josef K.…

    „Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“ Ausgerechnet an seinem 30. Geburtstag. Mit dieser Ausgangssituation beginnt Franz Kafkas berühmter Roman „Der Prozess“. Josef K. arbeitet als angesehener Prokurist einer Bank. Die Stellung. Durch sein äußerst zurückgezogenes Privatleben sind seine menschlichen Kontakte stark reduziert. Die Umstände seiner Verhaftung sind grotesk, niemand kennt das Gesetz, und das mysteriöse Gericht bleibt stets anonym. Josef K. erfährt nicht, worin die Anklage besteht und welche Schuld ihm vorgeworfen wird. Je mehr er seine Unschuld beweisen will, umso tiefer sinkt er ins Gestrüpp undurchschaubarer Gesetze und menschlicher Verwirrungen. Josef K. und mit ihm die Leser*innen werden immer tiefer in ein rätselhaftes Geschehen hineingezogen. Da er mit seinem Verteidiger unzufrieden ist, übernimmt er schließlich seine Verteidigung selbst. Im letzten Kapitel des Romans wird Josef K. abends um neun Uhr von zwei Männern zu einem alten Steinbruch abgeführt und hingerichtet. Seine letzten Worte sind: „Wie ein Hund!“. Der Roman, der 1914/15 entstand, blieb jedoch ein Fragment und wurde 1925 posthum veröffentlicht. Er ist eine Kritik an einer verselbstständigten und unmenschlichen Bürokratie und am Fehlen bürgerlicher Freiheitsrechte. Bis heute wandeln sich immer wieder die Deutungen des Romans. Neben einer Zeittafel wird die Reclam-Ausgabe mit einer Nachbemerkung von Michael Müller ergänzt. Der Literaturwissenschaftler widmet sich darin der Entstehung des Manuskriptes und der posthumen Veröffentlichung durch Kafkas Freund, dem Schriftsteller Max Brod. Die Neuerscheinung, die anlässlich des bevorstehenden 100. Todestages von Franz Kafka (3. Juni 2024) erscheint, ist eine willkommene Gelegenheit, ein rätselhaftes Werk der Weltliteratur kennenzulernen.

  • Bewertung

    5/5

    13.12.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein grotesker Staatskrimi

    In seinem bekanntesten Werk „Der Prozess“ erzählt Kafka die Geschichte von Josef K. , der an seinem 30. Geburtstag ohne Vorwarnung und ohne Grund verhaftet und verhört wird. Das Gesetz, nach welchem er verurteilt werden soll, kennt niemand. Das Gericht bleibt anonym. Jeder Versuch K.s sich zu wehren oder Informationen einholen scheitert am undurchsichtigen Justiz-Apparat und bringt nur mehr Verwirrung und mehr „Verdächtigungen“ mit sich. Ein großartiges Werk, das Kritik am „System“ und der Existenz übt und sich dabei so spannend liest wie ein Krimi.

  • Polar

    aus Aachen

    5/5

    26.09.2008

    Buch (Taschenbuch)

    Von gutem Stoff

    Klassiker, die in Schulbüchern landen, haben es schwer, noch als Geschichte wahrgenommen zu werden. Wenn gar der Titel zu einem Bonmot angewachsen, jeder weiß, was damit gemeint ist, wirkt die Geschichte verstaubt, antiquiert, erscheint einem Kellers Sprache umständlich formuliert zu sein. Wer unbelasteter an die Novelle herangeht, erlebt einen Spaß, darf an dem Leben eines Hochstaplers teilnehmen, der geschickt mit der Vorstellung von Bürgerlichkeit, Spießertum jongliert. Der Schneider hätte sein Spiel sicher länger durchgehalten, wäre ihm die Liebe, die Moral nicht dazwischen gekommen. Kellers amüsante Novelle lediglich als Maß für Schulaufsätze, Folien für Philosophiebetrachtungen zu nehmen, raubt ihr jene Kraft, die sie auszeichnet, den schelmischen Blick zur Seite, den sprachlich ausgeschmückten Stil. Er hält seinen Lesern einen Spiegel hin. Wer hineinschauen mag, wird glänzend unterhalten und darf von sich behaupten, er sei ja nicht so.

  • Bories vom Berg

    aus München

    4/5

    10.01.2014

    Buch (Taschenbuch)

    Ein literarisches Labsal 24…

    Ein literarisches Labsal 24 Jahre vor seinem Opus magnum erschien 1906 Robert Musils Erstling «Die Verwirrungen des Zöglings Törleß», ein Bildungsroman der besonderen Art, denn anders als zum Beispiel in «Unterm Rad» von Hermann Hesse ist der Protagonist hier Täter und interessierter Beobachter, nicht Opfer. Schauplatz der Handlung ist ein österreichisches Konvikt zu Zeiten der Donau-Monarchie, von manchen Lesern als Kadettenanstalt gedeutet, was aber beides nicht so recht passt, denn weder sind Kirche und Religion hier Thema noch Militärisches, beides bildet auch nicht den Hintergrund der Erzählung. Was erstaunlich ist, denn Musils Erfolgsroman ist eine äußerst tief reichende, komplexe Beschreibung des Seelenlebens eines jungen Mannes in der Pubertät mit ihren entscheidenden geistig-seelische Umbrüchen, was ja durchaus eine religiöse Thematik darstellt. Auch Schulisches, das typische Leben von Pennälern im abgegrenzten Mikrokosmos eines Internats, ist hier nicht im Fokus, es geht um die Suche nach Identität, die bevorstehende Lösung vom Elternhaus, eine neue soziale Orientierung für den verwirrten Törleß. Denn was dieser Jüngling erlebt ist zutiefst verstörend für ihn. Der Mitschüler Basini wird beim Stehlen erwischt von zwei anderen, die ihn daraufhin erpressen, er würde nämlich bei Bekanntwerden seiner Tat unnachsichtig aus der Anstalt gewiesen. Sie quälen und demütigen den Wehrlosen, und Törleß ist ein neugieriger Zuschauer, der das Geschehen ganz unemotional als Studie über Macht und Unterwerfung begreift, dann aber erlebt, wie der devote Mitschüler sich auch ihm sexuell anbietet und er zu seinem Erstaunen darauf eingeht. Später distanziert er sich angewidert von den beiden Peinigern, die soweit gehen, ihr Opfer von der ganzen Klasse verhöhnen und verprügeln zu lassen. Von Törleß gewarnt stellt sich Basini der Schulleitung, bevor er noch schlimmeren Quälereien ausgesetzt wird. Gleichzeitig verlässt Törleß im Zustande völliger Desorientierung unerlaubt das Konvikt, versucht nach seiner Rückkehr vergebens, einer Kommission der Schule seine innere Haltung zu erklären, und kehrt schließlich in den Schoß der Familie zurück. Viele Abiturienten haben sich an diesem komplexen Roman schon abarbeiten müssen. Es gibt diverse Ansätze für seine Interpretation, zum Beispiel, dass hier offensichtlich Autobiografisches verarbeitet wurde vom Autor, auch die Dissertation von Musil wohl Pate stand, Törleß eine Vorfigur des Ulrich sei aus «Der Mann ohne Eigenschaften», geschichtlich folgende Ereignisse visionär vorgezeichnet wurden. Wahrlich verstörend ist die strikte Täterperspektive dieses Romans, für Törless ist Basini ein reines Forschungsobjekt zum Thema Macht und deren Anwendung, eine Haltung, die es dem nicht sadistischen Leser unmöglich machen dürfte, sich mit solch mitleidloser Romanfigur zu identifizieren. In dieser psychologischen Studie über die Faszination der Macht und die seelischen Untiefen des eigenen Seins ist deutliche Gesellschaftskritik enthalten, die zweifellos nicht nur für die k.u.k. Monarchie vergangener Zeiten gültig war, sondern auch heute noch vollinhaltlich berechtigt ist. Anspruchsvolle Romane, und dies ist zweifellos einer, sind oft schwer lesbar, erfordern volle Konzentration. Dank der schnörkellosen, klaren Sprache Musils ist dieser Roman trotzdem flüssig zu lesen, wozu insbesondere auch eine lineare Erzählweise ohne aberwitzige Zeitsprünge und permanente Perspektivwechsel beiträgt. Insoweit war die Lektüre für mich persönlich ein wahres Labsal nach diversen hochaktuellen Romanen mit ihren modischen sprachlichen Mätzchen, die wohl oft nur davon ablenken sollen, dass ihre Autoren uns wenig oder gar nichts zu sagen haben. Musil hingegen hat uns sehr viel zu sagen, auch nach über hundert Jahren noch.

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