Wie ein Sprengsatz liegt der Goldschatz von Kaiser Maximilian im Tresor der Bank in Barro City: er weckt mörderische Begehrlichkeiten. In dieser fiebrigen Atmosphäre kommt ein Zauberkünstler mit seiner schönen Assistentin in die Stadt und heizt die Gemüter zusätzlich auf. Indessen treffen den Bouncer harte Schicksalsschläge: der Saloon Infierno bekommt scharfe Konkurrenz durch das Pink Lady, dann wird er sogar angezündet, es gibt Tote – ein infernalischer Showdown!
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comic-welt-news
5/5
14.07.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Rau und dreckig, aber stilvoll !
Das Kreativteam erzählt hier äußerst stilgerecht eine konventionelle Western-Geschichte, die schon auf den ersten Seiten mit atmosphärischer Dichte überzeugt und mittels enthemmter Wortwahl, Tabubrüchen, sowie überaus erbarmungslosen Momenten klarmacht: So geht Western.
Diese Message hält Jodorowsky dem Leser sehr geschickt mit seiner einfach gestrickten, aber dennoch unterhaltend zynistisch geprägten Story entgegen, die ihren Fokus ähnlich wie "The Equalizer" oder "Django" auf Selbstjustiz und Rache richtet, mit dem Unterschied, dass die Charaktere viel abgefuckter sind und der Titel an sich viel härter.
Atmosphärisch akzentuiert wird das Dramaturgische natürlich von François Boucq's schludrigem Artwork, welches mit Feinheiten, wie einer aufwendigen Positur hinsichtlich des einarmigen Protagonisten hohe Qualität aufweist, aber auch mittels minutiös visualisierten Landschaften einen Style erzeugt, der stellenweise tatsächlich einem Moebius gleicht.
Comic-Leser, die sich des öfteren, gerne knallhartem Bilderbuchstoff widmen und sich in einer Suhle aus vulgär gepfefferter Schreibe, sowie anstößigen Bildern wohlfühlen, werden auch Jodorowsy's "Bouncer" in ihr schwarzes Herz schließen. Davon bin ich überzeugt !
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