»Ich habe dich vermisst. Ich vermisse dich. Ich werde dich vermissen. Und wenn du das nicht glaubst, bist du eine langohrige Eule und Eselin.« Auf einer Dinnerparty 1922 lernt die Schriftstellerin Virginia Woolf die Autorin und gefeierte Aristokratin Vita Sackville-West kennen. Es ist der Beginn einer verzehrenden Leidenschaft und einer tiefen Freundschaft, die das literarische Schaffen beider inspiriert; eine Verbindung, die der Zeit trotzt, in der beide Frauen einander finden und erfinden und die Liebe in Kopf und Herz erforschen. Erzählt in ausgewählten Briefen und Tagebucheinträgen, ist die Geschichte von Vita und Virginia Zeugnis einer großen Liebe und des außergewöhnlichen Lebens zweier auf je eigene Weise bedeutender Frauen der Moderne.
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Thalia Book Circle Community
5/5
14.12.2025
eBook (ePUB 3)
Virginia Woolf und Vita Sackville West
Nach der Lektüre des vorherigen Buches ist der Griff zu „Love Letters“ von Alison Bechdel einfach folgerichtig. Wurde ich im vorherigen Buch neugierig gemacht auf diese so mutigen Frauen, erscheint hier in den Briefen und Tagebucheinträgen ein deutlich tieferer und intimer Blick auf Virginia Woolf und Vita Sackville West.
Beide waren verheiratet mit ihren jeweiligen Männern, begegneten sich und berührten sich. In den Briefen und Tagebucheinträgen kommt dies deutlich zum Tragen. Ich bin richtig neugierig auf diese beiden Frauen.
Ich bin neugierig, wann ich es wohl schaffen werde „Mrs. Dalloway“ und „Orlando“ zu lesen. Denn dass ich diese beiden Bücher lesen will, lesen muss, nach dieser eindringlichen Lektüre hier, ist ja wohl klar.
Es sind nicht nur die Einblicke in das persönliche Leben der beiden Frauen, die mich hier immens bewegen.
Vor allem bewegt mich hier diese poetische Sprache, diese Intensität in den Worten, diese Tiefe, dieses Miteinander, manchmal das Geplänkel, dann das Lachen, dieser innige Humor, diese immense Sehnsucht, die in den Worten liegt, dann wieder ein Wandel in eine gewisse Distanz, dann wieder mehr Nähe, dann eine Eifersucht, dann wieder mehr Entfernung zwischen Ihnen. Hin und Her und her und hin. Bis zum erschreckenden Ende.
Wichtig ist in diesen Love Letters auch das Dazwischen, dass, was zwischen den Einträgen und Briefen passiert, die Vermutungen, die man hierzu hat, die Bilder, die hier kommen.
Was wäre aus den beiden Frauen in der heutigen Zeit geworden, mit den Möglichkeiten von heute? Nicht nur in der Liebe, sondern auch in der psychiatrischen Medizin, in den psychologischen Möglichkeiten. Eine Frage, die nichts bringt, ich weiß. Aber vielleicht wäre der Freitod von Virginia Woolf dann nicht passiert. Vielleicht. Ich weiß!
Dieses Buch ist ein wunderschöner Tanz umeinander, mal aus und in der Nähe, mal weiter weg, aber immer ist diese Sehnsucht spürbar, ja fast greifbar, einfach wunderschööön! Und die Sprache. Zucker!
Unbedingt Lesen!
Juno
4/5
27.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Liebe und Schreiben: Der Briefwechsel von Sackville-West und Woolf
Die Auswahl von Briefen und Tagebucheinträgen von Vita Sackville-West und Virginia Woolf gewährt Einblick in eine unwahrscheinliche und wunderbare Liebe zwischen ungleichen Menschen. Über die Jahre entwickelt und verändert sich ihre Liebe. Neben der Liebe ist aber auch die (literarische) Arbeit beider immer wieder Thema im Briefwechsel. Besonders für Virginias Roman Orlando ergeben sich viele interessante Kontexte.
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aus Wuppertal
4/5
30.05.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Love
Love Letters - Virginia Woolf
Diese Sammlung von Liebesbriefen, die zwischen Virginia Woolf und Vita Sackville-West ausgetauscht wurden, ist eine herausragende Aufzeichnung ihrer außergewöhnlichen Beziehung. Diese beiden mutigen Frauen stellten den Sexismus ihrer Zeit sowie die Vorurteile gegenüber Lesben in Frage. Ihre Briefe sind wunderschön geschrieben.
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