Ein gut recherchierter und romantischer historischer Liebesroman von Suzanne Woods Fisher. Inspiriert von der wahren Geschichte der Cora Wilson Stewart, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrer „Moonlight School” den analphabetischen Bergbewohnern von Kentucky eine Möglichkeit gab, lesen und schreiben zu lernen.
Als die 19-jährige Lucy Wilson auf der Flucht vor einer persönlichen Tragödie 1911 nach Kentucky reist, um ihre Cousine Cora zu unterstützen, lernt sie die Bewohner des Appalachen-Gebirges kennen. Lucy ist entsetzt über die primitiven Bedingungen und die nicht vorhandene Bildung der Bergbewohner.
Schulleiterin Cora Wilson Stewart glaubt, dass der beste Weg zur Bekämpfung der Armut die Beseitigung des Analphabetismus ist. Als Cora Lucy und einen guten Freund um Unterstützung bittet, die Schulhäuser in Mondscheinnächten für Erwachsene zu öffnen, tritt Lucy aus ihrem Schattendasein heraus. Sie findet dabei nicht nur eine Aufgabe, sondern auch etwas anderes, womit sie nicht gerechnet hat: Liebe.
Aber werden die Bergbewohner das ungewöhnliche Angebot auch annehmen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Holzwickede
5/5
02.02.2025
Buch (Taschenbuch)
wunderschön und berührend - ganz klare Leseempfehlung ♥
„Und … hast du das so erlebt? Hat dir alles, was geschehen ist, zum Guten gedient?“
„Über meine kühnsten Träume hinaus.“
Seite 209
1911 Kentucky: Lucy Wilson reist, verfolgt von einer familiären Tragödie zu ihrer Cousine Cora, die Schulinspektorin im Appalachen-Gebirge ist. Lucy ist entsetzt über die primitiven Zustände, die hier herrschen, auch die mangelnde Bildung, kann sie nicht verstehen. Doch nach und nach findet sie sich in den Bergen zurecht und auch die Bewohner wachsen ihr ans Herz. Doch was kann man tun, gegen den Analphabetismus und die Übervorteilung der Menschen durch Forstunternehmen? Gemeinsam mit Cora und Bruder Wyatt, fasst Lucy einen Plan – die Mondscheinschule, in der Erwachsene das Lesen lernen sollen. Aber haben die Menschen überhaupt Interesse daran?
Der Klappentext klang einfach so verlockend, ich hatte das Buch schon länger auf der Wunschliste und konnte es jetzt endlich lesen! Lucy ist eine so liebenswerte Figur und ihr geschieht als Kind etwas wirklich Schlimmes, was sie verfolgt und in ihrer Entwicklung ziemlich einschränkt. Die Zeit bei ihrer Cousine, ist ein kleiner Neuanfang und Cora ist wirklich besorgt und versucht Lucy zu helfen.
Im Klappentext steht, dass sie erst 19 ist, ich habe sie etwas älter empfunden. Sie macht eine wirklich schöne Charakterentwicklung durch im Laufe der Geschichte und ich habe sehr sehr gerne aus ihrer Perspektive gelesen!
Es gab mehrere Charaktere, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, darunter die Heranwachsenden Fin und Angie, Fin der sie Hals über Kopf in Miss Lucy verliebt und Angie, die das ganz und gar nicht gutheißt ^^ Bruder Wyatt ist einfach nur ein wunderschöner Charakter, so warm und liebevoll, ich würde ihn unheimlich gern im echten Leben kennen ♥ Die christliche Botschaft ist wunderschön in die Handlung eingewoben und zeigt ganz schlicht, wie wertvoll Gottvertrauen ist und wie sehr man bei Gott Ruhe finden darf. Hat mir so gut gefallen!
Dieses Buch basiert auf wahren historischen Elementen, was ihn noch viel bewegender macht ♥ Ich fand es super gut recherchiert und in eine Geschichte gefasst. Es wird nicht übertrieben romantisiert, hat aber durchaus schöne Elemente, so dass es ein wirklich gut zu lesenden Buch ist, mit bewegender Handlung und liebenswerten Charakteren.
Bewertung
5/5
30.08.2024
Buch (Taschenbuch)
manchmal schreibt das Leben die beeindruckendsten Geschichten
Zunächst möchte ich sagen, dass ich dieses Buch von Anfang bis Ende wunderschön zu lesen fand & die Geschichte so unfassbar wertvoll ist – damals wie heute.
Zu Beginn des Lesens ist es mir schwer gefallen in die Geschichte hinein zu finden, da der Schreibstil für mich etwas ungewohnt war und auch die Einschübe der primitiveren Sprache der Bergbewohner war zunächst gewöhnungsbedürftig. Doch schlussendlich hab ich mich nach den ersten etwas holprigeren Seiten eingelesen gehabt und fand ich sprachlich wie literarische Umsetzung gelungen.
Beeindruckt hat mich auch von Anfang an das Verflechten der realen Vergangenheit mit einer fiktiven, doch Suzanne Woods Fischer findet die passenden Worte. Sie zeigt uns das Leben in den Bergen, geprägt voll Tradition und Aberglaube, der den Menschen Kraft und Mut gibt, aber beschreibt auch Sehnsüchte, Hoffnungen, Träume und Wünsche der Menschen nach einem Mehr. Dieser Balanceakt auf dem Drahtseil zwischen Veränderung und Tradition war für mich beim Lesen so greifbar, erleb- und erfahrbar.
Nora, Lucy, Wyatt, Angie Cooper und Finley James sind mir so ans Herz gewachsen & es war mir fast als würde ich selbst mit ihnen durch die Wälder streifen… als würde ich selbst die Mondscheinschulen erleben, die es ja wirklich gegeben hat. Auch die fiktiven Nebenschauplätze und -geschichten waren der Geschichte stets zuträglich und halfen dabei die Bergbewohner so viel besser zu verstehen.
Ein gelungener Roman einer wahren Geschichte.
Bewertung
5/5
16.07.2024
Buch (Taschenbuch)
So viel mehr als der Klappentext vermuten lässt
Der Roman hat mich absolut begeistert und überrascht. Vom Klappentext her hatte ich vermutet, dass es hauptsächlich um die Mondscheinschulen geht, die in Kentucky entstanden sind und vielen Erwachsenen mehr Selbstständigkeit ermöglicht haben. Allein das macht das Buch schon wertvoll, aber es war so viel mehr Inhalt, sodass es sich wirklich lohnt dieses Buch zu lesen. Auch der Glaube spielt eine große Rolle. Es geht darum, dass Gott eine Bestimmung für jeden Menschen hat und wir ihm Vertrauen können, dass sein Plan gut für uns ist. Die einzelnen Charaktere des Buches sind toll ausgearbeitet und vor allem Lucy entwickelt sich toll weiter. Sie und andere Personen erleben einige persönliche Krisen, wie zum Beispiel Armut oder der Tod von Angehörigen, und gehen sehr unterschiedlich damit um. Doch am Ende wird deutlich, dass es sich lohnt, sein Vertrauen in Gott zu setzen. Die Liebesgeschichte steht eher im Hintergrund, aber das passt sehr gut zur ganzen Handlung. Für mich ist das Buch definitiv ein Jahreshighlight und ich empfehle es gerne weiter.
Bewertung
aus Bargteheide
5/5
10.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Eine bewegende und lehrreiche Geschichte wird großartig erzählt. Klare Leseempfehlung!
Das neue Buch „Miss Wilson und die Schule im Mondschein“ der Autorin Suzanne Woods Fisher ist ein Roman nach einer wahren Begebenheit.
Die Geschichte führt zurück in das Jahr 1911, dort trifft der Leser/die Leserin Lucy Wilson, die auf den Weg zu Cora Wilson Stewart, der Lieblingscousine ihres Vaters, ist. In Morehead im Rowan County, Kentucky, soll sie als Stenografin Coras Arbeit als Schulinspektorin unterstützen. Doch Cora hat noch ganz andere Pläne, bei der sie von dem sympathischen Bruder Wyatt unterstützt wird. Schneller als Lucy es sich vorgestellt hat, wird sie in das Leben der Bergbewohner hineingezogen und sie muss bald erkennen, dass das Unternehmen ihres Vaters an den Schwierigkeiten der Bergbauern seinen Anteil hat. Denn der gewiefte Vertreter ihres Vaters vor Ort nutzt die Analphabetisierung der Bewohner gnadenlos aus. Doch er hat nicht mit Lucy und Cora gerechnet, die an diesen Umständen rütteln. Wie wird sich die Zukunft der Bergbewohner ändern?
Dieses Buch ist ein Roman wie ich sie liebe. Eine wahre historische Begebenheit wird von der Autorin gekonnt in ihrer Geschichte umgesetzt. Die Historie der Mondscheinschulen und das Leben der Cora Wilson Stewart wurde von Suzanne Woods Fisher hervorragend recherchiert. In dieser Romanform wird sie auch spannend und romantisch erzählt. Während Cora eine Frau ist, die weiß, was sie will und erreichen kann, ist die junge Lucy noch sehr lebensunsicher. Die Erzählung zeigt, wie man im Vertrauen auf Gott seinen Weg in jeder Beziehung finden kann. So bietet der Roman zahlreiche christliche Glaubensaspekte, die mich begeistert haben. Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und flüssig und der Spannungsbogen der Geschichte wird gut aufgebaut. Beeindruckt hat mich auch wie gelungen und liebevoll Suzanne Woods Fisher die Charaktere ihrer Protagonisten aufgebaut und wie bildhaft sie die Settings der Erzählung beschrieben hat. Unabhängig von den vielen guten christlichen Gedanken hat die Autorin auch sehr gut erfasst und umgesetzt, wie lebenswichtig die Alphabetisierung der Menschen ist.
Insgesamt gesehen ein wunderbarer Roman wie man sich ihn nur wünschen kann, wenn man nicht nur am (Liebes-)Leben der Hauptpersonen interessiert ist, sondern auch an der historischen Geschichte zum Thema. Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter und hoffe noch weitere Romane der Autorin dieser Qualität lesen zu können.
gerdys_buecher.reich
5/5
07.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Der Kampf gegen Analphabetismus
Lucy Wilson ist schüchtern und verschlossen, als es sie 1911 zu ihrer Cousine Cora Wilson Stewart in die Appalachen verschlägt. Und seit einem Vorfall von vor 12 Jahren, lebt sie mit einer großen Schuld auf ihrer Seele.
Ihrer Cousine soll sie als Stenografin aushelfen, doch was sie im Rowan County dann erwartet, hätte sie sich niemals vorstellen können. Sie und ihr Leben werden gehörig durcheinandergewirbelt.
Basierend auf der wahren Geschichte von Cora Wilson Stewart, die die sogenannten „Mondscheinschulen“ für Erwachsene Bergbewohner eingeführt hat, spinnt Suzanne Woods Fisher eine unglaublich berührende, sanft die Seele umschmeichelnde, Geschichte.
In diesem historischen Liebesroman begegnet man einigen Personen. Die meisten sind sehr sympathisch, manche gar herzallerliebst und andere möchte man packen und aus der Geschichte werfen. Doch alle tragen dazu bei, dass das Buch so gut wird, wie es am Ende dann ist.
Gleich zu Beginn wurde ich gepackt und in die Geschichte hineingezogen. Es war ein richtig klasse Einstieg, der die Neugierde geweckt hat und mich das Buch hat kaum aus der Hand legen lassen.
Lucy ist in der Stadt aufgewachsen und die Annehmlichkeiten der modernen Welt des beginnenden 20. Jahrhunderts gewohnt. Allzu groß ist dann der Kontrast, der sie in der Welt der Bergbewohner empfängt. Ich habe es genossen sie bei ihren Ausritten und Unternehmungen zu begleiten. Der Einblick in das Leben der armen Bevölkerung, besonders in die sozialen Nachteile, die sie vor allem dadurch erlebten, da sie weder des Lesens, Rechnens noch des Schreibens mächtig waren, hat mich manches Mal erschüttert. Gerade weil es die Gebildeten waren, die sich als Schurken erwiesen; immer nur auf den eigenen Profit bedacht, keinen Gedanken an die anderen Menschen verschwendend.
Finley James und Angie Cooper – diese zwei Teenager mochte ich wirklich sehr gerne und von mir aus könnte es gerne noch ein Buch über den weiteren Lebensweg dieser zwei geben. Denn die Chemie stimmt einfach, wenn es auch oftmals explosiv war.
Fin konnte sich nicht für die Schule begeistern und mit 15 Jahren war seine schulische Laufbahn eigentlich auch so gut wie beendet, doch dann kam Lucy und mit der richtigen Motivation konnte er innerhalb von kürzester Zeit alles lernen, was er benötigte, um selbst als Lehrer arbeiten zu können – und über Gefühle hat er nebenbei auch einiges gelernt.
Die Autorin vermag es in der Geschichte den Glauben und Aberglauben der Bergbewohner, ihre Lebensweise und das Lebensgefühl zu vermitteln. Beeindruckt hat mich, wie die Personen mit wenigem zufrieden und dankbar für dieses waren. Auch Lucy musste diese Haltung erstmal erlernen.
Ich habe es genossen Lucy in ihrer Entwicklung zu begleiten und wie sie den Glauben entdeckte. Bruder Wyatt, der durch Bildung zwar eine gehobenere Stellung gewinnen konnte, im Herzen aber immer noch ein einfacher Bergbewohner und somit auf Augenhöhe mit den anderen geblieben ist, hat sich ganz heimlich, still und leise in mein Herz geschlichen.
Die Liebesgeschichte hat mir besonders gut gefallen. Da die wahre Liebe nicht immer pompös und laut sein muss. Vielmehr drückt sie sich in der Treue und Hingabe aus, die nach dem Besten für den anderen trachtet. Lucy auf dem Weg zu dieser Erkenntnis zu begleiten war mir ein reines Vergnügen.
Diese Geschichte, um die ich lange einen Bogen gemacht habe, da ich dachte sie wäre nichts für mich, hat es geschafft mich zu überraschen. Nicht auf die stürmische Art und Weise, sondern ganz sanft hat sie mich umgarnt und in ihren Bann gezogen und sich als ein Herzensbuch entpuppt.
Dieses Buch kann ich nur wärmstens weiterempfehlen, denn durch die Rubrik „Fakt und Fiktion“, am Ende des Buches, kann man auch noch etwas Lernen.
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