Auf "Moon Soul" von Nathaniel Luscombe bin ich über Bookstagram aufmerksam geworden, und was von ich froh, dass das passiert ist. Denn diese Novelle ist ein wunderschönes, melancholisches, berührendes SciFi-Kleinod.
August ist halb Mensch, halb Spyren, und wächst auf ihrem Heimatmond auf. Von Mutter und Vater verlassen, verliert sie sich immer mehr in ihrem Job, Erinnerungen aus dem Sand des Mondes für die Menschen erlebbar zu machen - ein Erbe ihrer Spyren-Mutter. Um wieder zu sich selbst zu finden, legt sie ihren Job nieder und sucht neues Glück in Gärtnern und bei neuen Freunden.
Mit gerade einmal 160 Seiten ist "Moon Soul" in der Länge überschaubar, in den Emotionen jedoch ganz groß. Die Verlorenheit der Protagonistin August, ihre Einsamkeit und Verzweiflung dringt auf den ersten Seiten aus jeder Zeile und lässt einen mitfühlen. Ebenso nah ist man bei ihr, wenn sie sich Stück für Stück aus ihrem Tief arbeitet, neue Freude findet, neue Freunde, und die Gelegenheit bekommt, mit den Wunden ihrer Vergangenheit abzuschließen.
In der emotionalen Dichte und der Art, wie "Moon Soul" einen packt, erinnert es mich sehr an Lena Richter Sci-Fi-Novelle "Dies ist mein letztes Lied", von der ich ähnlich begeistert und ergriffen war. Wer Lust auf ein ruhiges, charakterzentriertes SciFi-Highlight hat, sollte unbedingt zugreifen.
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