Dass auch heute noch oft ausschließlich Männer die "wichtigen" Bereiche der Gemeinde leiten, ist durchaus fragwürdig. In diesem einfühlsamen, aber auch provokanten Liebesbrief an die Gemeinde lädt Sarah Bessey dazu ein, die von Menschen aufgestellten Hindernisse abzubauen - und zuzulassen, dass Frauen mit ihren gottgegebenen Gaben wertvolle Beiträge leisten können. Sie betrachtet, wie Jesus Frauen integriert hat, und beschreibt, wie das Reich Gottes aussehen könnte, wenn jede und jeder mit seinen Gaben an dessen Bau beteiligt ist. Ein theologisch fundiertes Buch, das prägnant die Not vieler Frauen aufgreift und auf einladende Weise Auswege aus dem Dilemma aufzeigt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
abbi
5/5
24.06.2024
Buch (Taschenbuch)
überraschend
Das vorliegende Buch hat mich sehr angenehm überrascht, erwartet hatte ich doch etwas ganz anderes..irgendwas in Richtung Meinungsverschiedenheit und so aber dem ist nicht so.
Für mich entpuppte sich das Buch als ein nachdenkliches Gespräch darüber Frauen in ihrem Glauben zu ermutigen, um die Welt und die Kirche insgesamt zu verbessern. Die Autorin geht den unangenehmen Fragen nicht aus dem Weg, sie stellt sich diesen. Persönliche Geschichten findet der Leser an verschieden Ecken wieder. Ich empfinde die Perspektive und Authentizität der Autorin toll. Zusammengefasst in ein paar Sätze.. es ist ein zum Nachdenken anregendes Gespräch über die Rolle der Frau in unseren größeren Glaubensgemeinschaften. Bessey geht den unbequemen, schwierigen Fragen nicht aus, wie Frauen in der Kirche behandelt werden sollen bzw wird oder welche Rollen sie spielen sollten, aber sie versucht auch nicht, unnötige Meinungsverschiedenheiten zu stiften. Ihre Mission ist es, dass jede Frau ihre Rolle bewertet und weiß, wofür Gott sie einsetzen möchte.
Was mir am besten gefallen hat: Das Buch ist durchweg ermutigend. Die Leser werden sich beim Durcharbeiten der Kapitel gleichermaßen herausgefordert und ermutigt fühlen. Während sie Abschnitte finden, die ihre Emotionen wecken und sie begeistern, werden sie zusätzliche Abschnitte finden, in denen sie nach Bereichen gefragt werden, in denen sie sich weiterentwickeln können. Das war sicherlich nicht das, was ich erwartet hatte und ich war angenehm überrascht. Obwohl wir uns in einigen Bereichen vielleicht unterscheiden, scheint Bessey durch ihr Buch jemand zu sein, mit dem ich gerne mehr sitzen und reden würde. Ich möchte mehr von ihren Gedanken hören.
Für mich ist das Buch wie ein Plausch mit einer guten Freundin. Ich vergebe 5 Lesesternchen.
Bewertung
5/5
04.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Auf Augenhöhe
Ob Paulus wohl je ahnte was er mit seinem Satz: „Die Frau schweige in der Gemeinde“ (1Kor 14,34) auslöste?
Schon immer hat mich dieser Satz sehr beschäftigt! Warum soll die Frau schweigen?
Warum hält sich dieser Satz von Paulus auch nach 2000 Jahren so fest in den Köpfen unsere Gemeinden - obwohl er doch aus dem Kontext gerissen ist?
Sarah Bessy geht dieser Frage in ihrem Buch: „Und die Frau schweige nicht“ nach. Sie zitiert ziemlich zu Beginn folgenden Satz der Theologin Caroline Cast James, der mich sehr begeistert hat: Die Leitung in einer Gemeinde sollte nicht durch das Geschlecht bestimmt werden, sondern durch die Gaben und die Berufung und durch den Heiligen Geist und das Gott alle Gläubigen aufruft, sich einander unterzuordnen.
Ein wunderschöner Satz - Wenn’s denn mal so einfach wäre…
Im Laufe des Buches werden auch die Frauen aus der Bibel erwähnt, die nicht geschwiegen haben: Deborah, die Richterin und Prophetin. Lydia die schlaue Geschäftsfrau. Ruth, die Gott so sehr ehrte. Esther, die das Volk der Juden rettet.
Jesus, hatte viele Frauen, die er lehrte und die dann lehrten. Eine der Bekanntesten: Maria Magdalena die Frau, die ihn als Erste nach der Auferstehung sah. Mütter, Witwen, die blutende Frau, oft werden sie ohne Namen genannt, aber sie werden erwähnt. Die Bibel ist da sehr klar in ihrer Aussage. Jesus ist sehr klar zu Frauen: Sie sind ein geschöpft Gottes, genauso wie der Mann. Jesus möchte ein Reich ohne Neid und Bitterkeit und in Beziehung zueinander und miteinander. Es ist nur dieser eine Satz von Paulus, der immer dazwischen funkt…
Ob als Ehefrau, Mutter, oder als alleinstehende Frau, Gott möchte Gemeinde bauen und jeder seiner einzigartigen Geschöpfe gebrauchen!
Ein Zitat von Sarah Bessy dazu:
Als Jesus Feministin glaube ich, dass wir in unseren Kirchen, in unseren Häusern, in unseren Ehen, in unserer Elternschaft, in unseren Freundschaften und in unserem öffentlichen Leben Teil des Prozesses der Wiederherstellung von Frauen sind“
Wir Frauen sind großartig, dieses Buch feiert jede einzelne Frau in ihrer Einzigartigkeit und in ihrem Bestreben, Gott dienen zu wollen, genau da, wo er sie haben möchte.
Mir gefällt an diesem Buch sehr, dass die Autorin viel von ihre eigenen Lebensgeschichte einwebt. Sie erzählt von den Höhen und Tiefen ihres Lebens. Auch davon, dass sie mehrere Fehlgeburten hatte und schier daran zerbrochen wäre. Dass sie dachte, Gott hätte sie vergessen.
Dieses Buch hat mir ganz neu bewusst gemacht, was es heißt, Frau sein zu dürfen. Frauen tanzen und beten. Sie sprechen offen und respektvoll miteinander und unterstützen sich gegenseitig. Frauen gibt es in so viele Variationen und Unterschiedlichkeiten, dass genau macht uns doch aus. Damit bereichern wir. Wir sind alle in Gottes Liebe wunderbar gemacht. Das ist auch das wichtigste Argument von Sara Bessey in Gottes Liebe zu bleiben und danach zu handeln.
Gott hat uns einzigartig gemacht. Deshalb gibt es auch viele Wege, wie eine Frau zu sein hat und über Gott reden darf. Diese Vielfältigkeit macht jede Frau aus. In dieser Vielfältigkeit Gott zu lieben und ihm zu dienen und das Leben gemeinsam mit ihm zu gestalten, das ist es, was Gott sich von uns wünscht.
Dieses Buch hat mich ganz neu ermutigt und bestärkt, mich von Gott mit meiner Lebensgeschichte gebrauchen zu lassen, ganz Frau sein zu dürfen. Nicht zu schweigen, sondern von Gott zu erzählen!
Und die Frau schweige dann NICHT!
MeineKleineBuecherecke
3/5
06.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Interessant
Ein interessantes Buch, dass sich mit dem Thema Frauen im Dienst bzw. genauer genommen Frauen im Amt des Pastors / Lehrers beschäftigt. Für mich ein sehr wichtiges Thema, das mich sehr beschäftigt, da ich die Argumente beider "Camps" kenne. Also sowohl der Kritiker, als auch der Befürworter.
Wer denkt, am Ende des Buches eine klare Antwort auf diese Frage zu finden, wird allerdings enttäuscht werden, denn die Autorin entscheidet sich für einen "dritten Weg". Sie will weder ihre Überzeugungen (sie ist klar dafür, dass Frauen auch Pastoren / Leiter / Lehrer sein können) mit anderen diskutieren/ debattieren, noch sich für eine der beiden Gruppierungen mehr erwärmen, als für die andere. Stattdessen ermutigt sie dazu, dass wir den "Weg der Liebe" wählen sollen.
Jeder muss am Ende des Tages für sich selbst wissen und entscheiden, wie er zu dem viel diskutierten und teils hitzig debattiertem Thema steht, aber wir müssen alle - egal ob egalitär oder komplementär- in der Liebe und im Respekt füreinander bleiben.
Mein Fazit: Es war interessant dieses Buch und die Ansichten/ Gedanken der Autorin zu lesen, aber man ist am Ende des Buches nicht "gescheiter" als davor. Viel mehr soll es zum Nachdenken anregen und auch dazu, sein eigenes Herz zu überprüfen (ist es mir wichtiger, eine Diskussion zu diesem Thema zu gewinnen und andere von meinem Standpunkt zu überzeugen, oder ist es mein Fokus in Liebe zu wandeln, auch wenn mein Gegenüber eine komplett andere Ansicht vertritt?).
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.