»Bei strahlender Sonne und klirrendem Frost auf den Flohmarkt gegangen.«Manfred Krug war ein unermüdlicher Sammler. Stets auf der Jagd nach Kleinodien, Erkenntnissen und Anekdoten. Dieser Band enthält die schönsten Fundstücke und Geistesblitze aus seinem Nachlass, illustriert mit den Radierungen von Moritz Götze.Als leidenschaftlicher Flohmarktgänger trug Manfred Krug ganz besondere Artefakte und Kuriositäten zusammen. Mit großer Anteilnahme las er Zeitung, sah fern oder den Menschen aufs Maul. Tollkühne Tiere, zünftiges Essen und kleine Kinder liebte er besonders, Handwerker nicht immer. Besonders interessierte ihn der Gang der Zeit, in den Uhren wie im Universum.Das vorliegende Sammelsurium ist ein überaus amüsantes Zeugnis seines Stöberns, seiner Neugier, seiner Leidenschaft für alles Geschmackvolle. Der gefeierte Maler und Grafiker Moritz Götze, der schon die Krugschen Gedichte illustrierte, bebildert dieses Geschenkbuch mit seinen Radierungen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Klaus
5/5
10.03.2024
eBook (ePUB 3)
Gedankensammlung
Ich mag Manfred Krug als Schauspieler sehr, bin mit vielen seiner Rollen quasi aufgewachsen. Meine erste Erinnerung an ihn ist wohl sicher "König Drosselbart", später natürlich jede Folge von "Auf Achse" und legendär, sein Auftritt als singender Tatort Kommissar. Im Klappentext des Buches wird seine große Sammelleidenschaft angesprochen, seine Flohmarktliebe und so trägt das Buch auch die Bezeichnung Sammelsurium.
Sammelsurium ist dann auch tatsächlich die treffendste Beschreibung für das liebevolle Durcheinander, das den Leser auf den knapp 100 Seiten erwartet. Da finden sich die präzisen Aufstellungen über gemachte Flohmarktfunde, inklusive Anzahl, Preis und Zustand der Teile, neben niedergeschriebenen Gedanken zu den verschiedensten Themengebieten. Tiere waren wohl ein Steckenpferd des Künstlers, über ihre Kuriositäten lässt er sich gern aus, aber auch Politik thematisiert er, zu Persönlichkeiten und Staatsmännern sagt er seine ungeschönte Meinung. Mir fällt gerade ein trifft es dabei auf den Punkt, jeder dieser Gedankenschnippsel wirkt wie gerade eben eingefallen und zu Papier gebracht um nicht vergessen zu werden.
Die Vielzahl der Themen und die ungeschönte Sprache machen den Schauspieler menschlich, dieses Reden wie einem der Schnabel gewachsen ist ist einfach mega sympathisch, lässt aber auch erahnen, dass der Umgang mit der Person Manfred Krug manchmal auch schwierig gewesen sein kann.
Ein nettes Buch für Fans, das den Menschen hinter der öffentlichen Fassade erlebbar macht.
MaWiOr
aus Halle
5/5
16.04.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Schauspieler und Sänger…
Der Schauspieler und Sänger Manfred Krug war nicht nur ein fleißiger Tagebuchschreiber; stets notierte er auch Gedankenblitze, Tagesbeobachtungen, Weisheiten oder kurze Urteile zu Nachrichten, Fernsehsendungen oder Filmen. Die Lektorin Krista Maria Schädlich hat mit „Mir fällt gerade ein …“ ein wunderbares Sammelsurium dieser Notizen, Geschichtchen und Anekdoten von „Manne“ Krug zusammengestellt. Es ist erstaunlich, was Krug alles bewegt und für aufschreibenswert hielt – von der Einladung zu einem Essen über lästige Autogrammsammler, die neue Anti-Fett-Pille, den Kauf von zwei bunten Porzellankatzen oder einen Boxkampf im Fernsehen bis hin zum Gemüsekisten-Tag oder die Bratkartoffeln mit Sülze. Dazwischen immer wieder erstaunliches Wissenswertes aus aller Welt, das er in Zeitungen oder Lexika aufgeschnappt hat. Als passionierter Flohmarkt-Besucher (selbst bei klirrendem Frost oder strömendem Regen) notiert er natürlich stets seine neuen Errungenschaften von einer alten Kamera bis zum bleischweren Lederkoffer. Ergänzt wird das Sammelsurium durch einige kurze Korrespondenzen mit seinem langjährigen Freund Jurek Becker. Der bekannte hallesche Künstler Moritz Götze, der schon Krug’s Lyrikband „66 Gedichte – Was soll das?“ (1999) mit Buntstiftzeichnungen illustrierte, hat dieses Mal extra Radierungen angefertigt, die das Büchlein zu einem bibliophilen Kleinod machen. Ein Muss für alle Fans von Manfred Krug und Moritz Götze.
MissRose1989
aus Dresden
4/5
22.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Blick durchs Schlüsselloch....
Ein Sammelsurium voller Geistesblitze, Notizen und der Kunst von Moritz Götze.
Manchmal findet ein Buch auf ganz besonderem Weg zu einem. Dieses Exemplar von »Mir fällt gerade ein...« habe ich von einer beeindruckenden Lesung mitgebracht, die Manfred Krugs Sohn gestaltet hat.
Was ist eigentlich ein „Sammelsurium“?
Passend zum Titel ist dieses Buch ein echtes Sammelsurium. Aber was bedeutet das eigentlich? Ursprünglich bezeichnete der Begriff eine bunte Mischung aus Resten. Heute nutzen wir ihn für eine Sammlung von Notizen, Fundstücken oder Gedanken, die vielleicht keine klassische Ordnung haben, aber gerade deshalb so faszinierend sind.
Genau das erwartet euch hier: Es ist kein „vollständiges“ Werk, sondern eine Schatzkiste aus Tagebucheinträgen, spontanen Einfällen und Notizen, die Manfred Krug uns hinterlassen hat.
Kurzweilig, ehrlich und künstlerisch brillant
Das Lesen ist herrlich kurzweilig. Es fühlt sich an, als würde man Krug über die Schulter schauen – humorvoll, direkt und ungeschönt. Man hört seine markante Stimme förmlich aus den Zeilen heraus.
Ein absolutes Highlight sind die Illustrationen von Moritz Götze. Seine Radierungen sind weit mehr als nur schmückendes Beiwerk; sie fangen den Geist der Texte perfekt ein und machen das Buch zu einem kleinen Gesamtkunstwerk. Die Symbiose aus Krugs Wortwitz und Götzes markantem künstlerischen Stil ist einfach meisterhaft umgesetzt.
Mein Fazit
Wer Manfred Krug mag, wird dieses Buch lieben. Es ist kein klassischer Roman, sondern ein intimes Dokument eines großen Künstlers, das durch die Verbindung von Text und Kunst besticht. Dass ich es mit der Erinnerung an die Lesung seines Sohnes verbinde, macht es für mich persönlich noch wertvoller.
Meine Bewertung:
Ein charmantes und optisch wunderschönes Werk, das in keinem Fan-Regal fehlen sollte.
4 von 5 Rosen
MissRose1989
Thalia Book Circle Community
4/5
22.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Blick durchs Schlüsselloch...
Ein Sammelsurium voller Geistesblitze, Notizen und der Kunst von Moritz Götze.
Manchmal findet ein Buch auf ganz besonderem Weg zu einem. Dieses Exemplar von »Mir fällt gerade ein…« habe ich von einer beeindruckenden Lesung mitgebracht, die Manfred Krugs Sohn gestaltet hat.
Was ist eigentlich ein „Sammelsurium“?
Passend zum Titel ist dieses Buch ein echtes Sammelsurium. Aber was bedeutet das eigentlich? Ursprünglich bezeichnete der Begriff eine bunte Mischung aus Resten. Heute nutzen wir ihn für eine Sammlung von Notizen, Fundstücken oder Gedanken, die vielleicht keine klassische Ordnung haben, aber gerade deshalb so faszinierend sind.
Genau das erwartet euch hier: Es ist kein „vollständiges“ Werk, sondern eine Schatzkiste aus Tagebucheinträgen, spontanen Einfällen und Notizen, die Manfred Krug uns hinterlassen hat.
Kurzweilig, ehrlich und künstlerisch brillant
Das Lesen ist herrlich kurzweilig. Es fühlt sich an, als würde man Krug über die Schulter schauen – humorvoll, direkt und ungeschönt. Man hört seine markante Stimme förmlich aus den Zeilen heraus.
Ein absolutes Highlight sind die Illustrationen von Moritz Götze. Seine Radierungen sind weit mehr als nur schmückendes Beiwerk; sie fangen den Geist der Texte perfekt ein und machen das Buch zu einem kleinen Gesamtkunstwerk. Die Symbiose aus Krugs Wortwitz und Götzes markantem künstlerischen Stil ist einfach meisterhaft umgesetzt.
Mein Fazit
Wer Manfred Krug mag, wird dieses Buch lieben. Es ist kein klassischer Roman, sondern ein intimes Dokument eines großen Künstlers, das durch die Verbindung von Text und Kunst besticht. Dass ich es mit der Erinnerung an die Lesung seines Sohnes verbinde, macht es für mich persönlich noch wertvoller.
Meine Bewertung:
Ein charmantes und optisch wunderschönes Werk, das in keinem Fan-Regal fehlen sollte.
4 von 5 Rosen
Svanvithe
4/5
04.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mir fällt gerade ein ...
An diesen zum Teil verblüffenden Einsichten dürfen wir teilhaben, wenn wir das Büchlein „Mir fällt gerade ein …“ zur Hand nehmen. Bemerkenswert an diesem von Lektorin Krista Maria Schädlich zusammengestellten wundersamen Sammelsurium ist die Vielfalt des Interesses von Manfred Krug.
Mit einer Neugier und Leidenschaft auf die (Um)Welt betrachtet er Menschen und Tiere, Zeitungen und Nachrichten, Fernsehsendungen, Filme und Dreharbeiten, speichert erstaunt und begeistert Wissenswertes, führt haargenaue Auflistungen von Flohmarktfunden, äußert seine unverblümten Auffassungen und Meinungen zu Politikern, Künstlern und Handwerkern und vermittelt mit diesen im Kern eventuell unwichtigen, im Inhalt indes unentbehrlichen Dingen manch verblüffende Sichten hinter die Fassade eines selbstbewussten Mannes und Menschen.
"Im Dresdener Zoo gibt es eine Riesenschildkröte 'Arnoldi', die eines der 18 letzten Exemplare ist. Das Tier, ein Männchen, stammt von den Galapagos-Inseln und ist 140 Jahre alt. Es hat damit die Hälfte seiner Lebenserwartung hinter sich und soll jetzt auf die Inseln zurückkehren, die Art retten helfen."
Seine Ergänzung findet das Büchlein durch die Radierungen des Malers und Grafikers Moritz Götze, der bereits den Krugschen Lyrikband „66 Gedichte – Was soll das?“ illustriert hat.
Das Sammelsurium, dieses amüsante und liebenswürdige Durcheinander, ermöglicht es, dem Menschen Krug nahe zu kommen und seine Begeisterung für Absurditäten und das Ausgefallene sowie seinen speziellen nachdenklichen Blick auf das Leben in zwei deutschen Staaten und die Welt kennenzulernen, auch wenn vielleicht der Hintergrund der ein oder anderen Anmerkung verborgen bleiben wird.
4,5 Sterne
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