Produktbild: »Menschen die noch hätten leben können«

»Menschen die noch hätten leben können« Opfer nationalsozialistischer Verbrechen in der Sammlung Prinzhorn

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

22.11.2023

Herausgeber

Maike Rotzoll + weitere

Verlag

Das Wunderhorn

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

26,9/20,8/1,8 cm

Gewicht

903 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-88423-706-9

Beschreibung

Portrait

Psychiaterin und Medizinhistorikerin. 2014 Habilitation zum Thema „Gefährdetes Leben. Anstaltspatient*innen und ihre Geschichte bis zu Ermordung in der nationalsozialistischen
„Euthanasie“-Aktion „T4“. Seit 2022 Professorin am Institut für Geschichte der Pharmazie und Medizin der Philipps-Universität Marburg. Forschungsinteressen: Medizin der Frühen Neuzeit, Psychiatriegeschichte, Medizin im Nationalsozialismus, Kunst aus psychiatrischem Kontext in historischer Perspektive..
geboren 1962, ist seit November 2002 Leiter der Sammlung Prinzhorn der Psychiatrischen
Universitätsklinik Heidelberg. Er hat Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Psychologie
in Hamburg studiert und wurde 1991 mit einer Arbeit über Hans Prinzhorn promoviert.

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Paperback

Erscheinungsdatum

22.11.2023

Herausgeber

Verlag

Das Wunderhorn

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

26,9/20,8/1,8 cm

Gewicht

903 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-88423-706-9

Herstelleradresse

Wunderhorn
Rohrbacher Straße 18
69115 Heidelberg
DE

Email: [email protected]

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Sehr emotional

Bewertung am 24.10.2025

Bewertungsnummer: 2634824

Bewertet: Buch (Paperback)

Mein Fazit: Die in diesem literarischen Werk gezeigten Arbeiten und Einzelschicksale zeigen das ganze Ausmaß des Krieges. Künstler, die nicht nur Juden waren, sondern auch Roma und andere Nationalitäten, Menschen mit geistiger und körperlicher Einschränkung … Menschen, die unschuldige Opfer des grausamen Vernichtungsapparates der Nazis wurden. Viele " Künstler" aus diesem Buch erlebten das Kriegsende nicht, so wie Hanna Hellmann, die aus einer Heilanstalt nach Sobibor deportiert wurde und dort starb. Sie hinterließ mehr als 1800 Blumenpastelle. Oder Maria Puth, die in einer Heilanstalt lebte und p8für mich eher abstrakte Kunst malte. Ein Einzelschicksal, das sehr betroffen macht. Die aufgrund " Seelischer Depression“ in die Anstalt geschickt wurde und ihr ganzes Leid in ihren Gemälden widerspiegelte. Oder Otto Stuß. Ein weiteres Schicksal in diesem Werk, das berührt. Als " Erbkranker" deklariert, in die Heilanstalt abgeschoben und dort belassen. In seinen Werken erkennt man die " geistige Umnachtung“ und speziell seine seelischen Ausfälle. Viele der Betroffenen wurden der Zwangssterilisation unterzogen, damit kein krankes Erbgut weitervererbt wurde. Patienten, die an Schizophrenie, Epilepsie, Demenz, Enzephalitis und anderen chronischen psychiatrischen oder neurologischen Störungen litten, oder geistesgestörte Straftäter wurden in die Tötungsstätten gebracht und meist vergast. Unter dem Deckmantel der Reinigung des " Deutschen Erbgutes". Ich bin kein Kunstkenner, aber diese Zeichnungen machen betroffen. Was ging in diesen Menschen vor? Was für Gefühle wollten sie mit ihren Bildern ausdrücken, oder der Nachwelt hinterlassen? Ich finde diese Lebensgeschichten sehr tragisch und sie gingen mir sehr nahe. Denn 1939 bis 1945 wurden ⁹0schätzungsweise 300.000 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen im Nationalsozialismus unter dem Deckmantel der „Euthanasie“ ermordet. Diese Zahlen erzählen auf tragische Weise ,wie psychisch und körperlich behinderte Menschen im Nationalsozialismus beseitigt wurden.

Sehr emotional

Bewertung am 24.10.2025
Bewertungsnummer: 2634824
Bewertet: Buch (Paperback)

Mein Fazit: Die in diesem literarischen Werk gezeigten Arbeiten und Einzelschicksale zeigen das ganze Ausmaß des Krieges. Künstler, die nicht nur Juden waren, sondern auch Roma und andere Nationalitäten, Menschen mit geistiger und körperlicher Einschränkung … Menschen, die unschuldige Opfer des grausamen Vernichtungsapparates der Nazis wurden. Viele " Künstler" aus diesem Buch erlebten das Kriegsende nicht, so wie Hanna Hellmann, die aus einer Heilanstalt nach Sobibor deportiert wurde und dort starb. Sie hinterließ mehr als 1800 Blumenpastelle. Oder Maria Puth, die in einer Heilanstalt lebte und p8für mich eher abstrakte Kunst malte. Ein Einzelschicksal, das sehr betroffen macht. Die aufgrund " Seelischer Depression“ in die Anstalt geschickt wurde und ihr ganzes Leid in ihren Gemälden widerspiegelte. Oder Otto Stuß. Ein weiteres Schicksal in diesem Werk, das berührt. Als " Erbkranker" deklariert, in die Heilanstalt abgeschoben und dort belassen. In seinen Werken erkennt man die " geistige Umnachtung“ und speziell seine seelischen Ausfälle. Viele der Betroffenen wurden der Zwangssterilisation unterzogen, damit kein krankes Erbgut weitervererbt wurde. Patienten, die an Schizophrenie, Epilepsie, Demenz, Enzephalitis und anderen chronischen psychiatrischen oder neurologischen Störungen litten, oder geistesgestörte Straftäter wurden in die Tötungsstätten gebracht und meist vergast. Unter dem Deckmantel der Reinigung des " Deutschen Erbgutes". Ich bin kein Kunstkenner, aber diese Zeichnungen machen betroffen. Was ging in diesen Menschen vor? Was für Gefühle wollten sie mit ihren Bildern ausdrücken, oder der Nachwelt hinterlassen? Ich finde diese Lebensgeschichten sehr tragisch und sie gingen mir sehr nahe. Denn 1939 bis 1945 wurden ⁹0schätzungsweise 300.000 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen im Nationalsozialismus unter dem Deckmantel der „Euthanasie“ ermordet. Diese Zahlen erzählen auf tragische Weise ,wie psychisch und körperlich behinderte Menschen im Nationalsozialismus beseitigt wurden.

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