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Produktbild: Kosakenberg

Kosakenberg Roman

92

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

222

Maße (L/B/H)

21,7/13,1/2,4 cm

Gewicht

323 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03969-1

Beschreibung

Rezension

»Sabine Rennefanz gelingt es in ihrem Roman eindrücklich und in klarer Sprache, die Probleme der ostdeutschen Provinz in der Nachwendezeit zu veranschaulichen« ("Elbe-Jeetzel-Zeitung")
»Mit eindrücklichen Bildern und voller Melancholie schreibt Sabine Rennefanz von einem inneren Konflikt, den wohl viele Menschen kennen...« ("SR Kultur")
»Auch in diesem Buch besticht die Autorin mit ihrem selbstkritischen Blick.« ("EMMA")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

222

Maße (L/B/H)

21,7/13,1/2,4 cm

Gewicht

323 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03969-1

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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Das Gestern und das Heute

Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 05.01.2025

Bewertungsnummer: 2379053

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sabine Rennefanz wirft hier einen Blick auf den Osten, einen Blick auf die verlassenen Landschaften, diese Landschaften, die erblühen sollten. So wurde die Wende so Manchem von uns beschrieben. Manches blüht ja auch. Aber an manchen Stellen ist das Blühen verklungen. Kosakenberg. Ein Dorf in der brandenburgischen Provinz. Flach ist das Land. Weit und breit ist kein Berg zu sehen. Ein Hügel hat diesen Namen erhalten und der Name ist geblieben. So bergig wie blühend ist das Land in Kosakenberg. Kathleen stammt von hier. Aber sie lebt nicht mehr in Kosakenberg. Sie hat es nach London geschafft. Sie ist Grafikerin und sie ist erfolgreich. Rückwärts schaut sie nur mit traurigen und auch verächtlichen Augen. Sie möchte nicht mehr zurück, kommt nur ab und zu und auch da recht widerwillig. Denn dieses Damals hat nichts mehr mit ihrem Jetzt zu tun. Doch ist dies wirklich so? Die versprochenen blühenden Landschaften waren kurz nach der Wende nicht wirklich blühend. Betriebe und LPG´s verschwanden und mit ihr verschwand der Beruf und der Erwerb. Viele Menschen wurden für sie plötzlich von etwas überrascht, was sie nicht kommen sahen. Und mussten sich umentscheiden. Die Wendigen im Kopf taten dies und viele verschwanden zu Lohn und Brot. Sie verstreuten sich. Doch ihre Geschichte nahmen sie mit. Und so finden sich die Erinnerungen an die Kosakenbergs im Osten an vielen Stellen der Erde wieder.  Auffallend viele Frauen sind gegangen. An manchen Stellen im Osten bis zu einem Drittel. Und dies macht etwas mit den Zurückgebliebenen, mental, aber auch politisch. Wie man heute mit Befremden feststellt! Kathleen besucht ihre Ursprünge. Sie schaut bei ihren Besuchen umher und wundert sich. Sie schaut auf ihre Vergangenheit, auf die zurückgebliebenen Menschen und bemerkt, dass ihre Vergangenheit immer noch da ist, in ihrem Herz, in ihrem Kopf. Doch warum soll sie auch verschwinden?  Viele der Verschwundenen triggert ihre einstige Heimat. Doch warum ist das so? Wie viel Gefühl für die alten Wurzeln ist denn noch da? Genügend! Denn unsere Wurzeln verlassen uns nicht. Wir haben diese Kosakenbergs in uns. Wir, und damit meine ich alle die, die ihre Heimat verlassen haben, verlassen mussten, wie ich selbst auch.  Warum ist unsere Heimat so verbohrt geworden? Warum denken die Menschen jetzt so zerstörerisch? Selbst wenn ich das Gefühl habe, betrogen worden zu sein, rechtfertigt dies in meinen Augen nicht, den Hass zu wählen, den Hass in mein Herz zu lassen. Den einstigen Betrug als Grund für die eigene Veränderung zu nehmen ist doch etwas dürftig, wie ich finde. Denn auch wenn der Betrug über mich kommt, mir vieles wegnimmt, muss ich ja nicht tatenlos verharren. Manche konnten nicht reagieren, manche wollten nicht reagieren. Aber dies darf man nicht vergessen. Die eigenen Entscheidungen. Allerdings kann ja auch nicht das erklärte Ziel der damaligen Übernahme das Entvölkern der blühenden Landschaften gewesen sein. Nur leider lief es vielerorts genau so ab. Der Großteil der Betriebe, viele der LPG´s machten zu und die Menschen standen da.  Manche reagierten in der Aktion und manche im Stillstand. Kann man das bewerten? Heute. Wenn man die Folgen sieht. Wenn man die Enttäuschung sieht. Denn nicht nur die Strukturen brachen zusammen. Auch die Familien zerfielen und spalteten sich in die Aktionsfähigen und die Zurückbleibenden. Demzufolge machte der Zerfall der Struktur und auch der Zerfall der Familie den Menschen zu schaffen. Nun kann man sagen, dass dies in strukturschwachen Regionen in vielen Teilen Deutschlands so passiert. Klar. Aber nicht plötzlich und überall. Denn diesen Zerfall in der Struktur und in der Familie traf einen ganzen Landesteil im selben Moment, sprich, diese negativen Geschichten hörst du plötzlich überall. Die meisten Menschen sind dazu gemacht sich das Negative besser zu merken. Leider! Und genau das taten sie. Sie weinten den Gegangenen hinterher und beweinten sich selbst. Wer in so einer Umgebung positiv bleibt, ist zu bewundern! „Kosakenberg“ ist ein kluges Buch über ein Geschehen, dem sich so manch einer nicht bewusst ist und es ist wunderbar, dass genau dieses Geschehen sichtbar gemacht wird. Denn dieses Geschehen ist eine Ursache für dieses unsägliche Jetzt. Lesen!!! 

Das Gestern und das Heute

Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 05.01.2025
Bewertungsnummer: 2379053
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sabine Rennefanz wirft hier einen Blick auf den Osten, einen Blick auf die verlassenen Landschaften, diese Landschaften, die erblühen sollten. So wurde die Wende so Manchem von uns beschrieben. Manches blüht ja auch. Aber an manchen Stellen ist das Blühen verklungen. Kosakenberg. Ein Dorf in der brandenburgischen Provinz. Flach ist das Land. Weit und breit ist kein Berg zu sehen. Ein Hügel hat diesen Namen erhalten und der Name ist geblieben. So bergig wie blühend ist das Land in Kosakenberg. Kathleen stammt von hier. Aber sie lebt nicht mehr in Kosakenberg. Sie hat es nach London geschafft. Sie ist Grafikerin und sie ist erfolgreich. Rückwärts schaut sie nur mit traurigen und auch verächtlichen Augen. Sie möchte nicht mehr zurück, kommt nur ab und zu und auch da recht widerwillig. Denn dieses Damals hat nichts mehr mit ihrem Jetzt zu tun. Doch ist dies wirklich so? Die versprochenen blühenden Landschaften waren kurz nach der Wende nicht wirklich blühend. Betriebe und LPG´s verschwanden und mit ihr verschwand der Beruf und der Erwerb. Viele Menschen wurden für sie plötzlich von etwas überrascht, was sie nicht kommen sahen. Und mussten sich umentscheiden. Die Wendigen im Kopf taten dies und viele verschwanden zu Lohn und Brot. Sie verstreuten sich. Doch ihre Geschichte nahmen sie mit. Und so finden sich die Erinnerungen an die Kosakenbergs im Osten an vielen Stellen der Erde wieder.  Auffallend viele Frauen sind gegangen. An manchen Stellen im Osten bis zu einem Drittel. Und dies macht etwas mit den Zurückgebliebenen, mental, aber auch politisch. Wie man heute mit Befremden feststellt! Kathleen besucht ihre Ursprünge. Sie schaut bei ihren Besuchen umher und wundert sich. Sie schaut auf ihre Vergangenheit, auf die zurückgebliebenen Menschen und bemerkt, dass ihre Vergangenheit immer noch da ist, in ihrem Herz, in ihrem Kopf. Doch warum soll sie auch verschwinden?  Viele der Verschwundenen triggert ihre einstige Heimat. Doch warum ist das so? Wie viel Gefühl für die alten Wurzeln ist denn noch da? Genügend! Denn unsere Wurzeln verlassen uns nicht. Wir haben diese Kosakenbergs in uns. Wir, und damit meine ich alle die, die ihre Heimat verlassen haben, verlassen mussten, wie ich selbst auch.  Warum ist unsere Heimat so verbohrt geworden? Warum denken die Menschen jetzt so zerstörerisch? Selbst wenn ich das Gefühl habe, betrogen worden zu sein, rechtfertigt dies in meinen Augen nicht, den Hass zu wählen, den Hass in mein Herz zu lassen. Den einstigen Betrug als Grund für die eigene Veränderung zu nehmen ist doch etwas dürftig, wie ich finde. Denn auch wenn der Betrug über mich kommt, mir vieles wegnimmt, muss ich ja nicht tatenlos verharren. Manche konnten nicht reagieren, manche wollten nicht reagieren. Aber dies darf man nicht vergessen. Die eigenen Entscheidungen. Allerdings kann ja auch nicht das erklärte Ziel der damaligen Übernahme das Entvölkern der blühenden Landschaften gewesen sein. Nur leider lief es vielerorts genau so ab. Der Großteil der Betriebe, viele der LPG´s machten zu und die Menschen standen da.  Manche reagierten in der Aktion und manche im Stillstand. Kann man das bewerten? Heute. Wenn man die Folgen sieht. Wenn man die Enttäuschung sieht. Denn nicht nur die Strukturen brachen zusammen. Auch die Familien zerfielen und spalteten sich in die Aktionsfähigen und die Zurückbleibenden. Demzufolge machte der Zerfall der Struktur und auch der Zerfall der Familie den Menschen zu schaffen. Nun kann man sagen, dass dies in strukturschwachen Regionen in vielen Teilen Deutschlands so passiert. Klar. Aber nicht plötzlich und überall. Denn diesen Zerfall in der Struktur und in der Familie traf einen ganzen Landesteil im selben Moment, sprich, diese negativen Geschichten hörst du plötzlich überall. Die meisten Menschen sind dazu gemacht sich das Negative besser zu merken. Leider! Und genau das taten sie. Sie weinten den Gegangenen hinterher und beweinten sich selbst. Wer in so einer Umgebung positiv bleibt, ist zu bewundern! „Kosakenberg“ ist ein kluges Buch über ein Geschehen, dem sich so manch einer nicht bewusst ist und es ist wunderbar, dass genau dieses Geschehen sichtbar gemacht wird. Denn dieses Geschehen ist eine Ursache für dieses unsägliche Jetzt. Lesen!!! 

Das Gestern und das Heute…

kaffeeelse aus D am 05.01.2025

Bewertungsnummer: 2922030

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Gestern und das Heute Sabine Rennefanz wirft hier einen Blick auf den Osten, einen Blick auf die verlassenen Landschaften, diese Landschaften, die erblühen sollten. So wurde die Wende so Manchem von uns beschrieben. Manches blüht ja auch. Aber an manchen Stellen ist das Blühen verklungen. Kosakenberg. Ein Dorf in der brandenburgischen Provinz. Flach ist das Land. Weit und breit ist kein Berg zu sehen. Ein Hügel hat diesen Namen erhalten und der Name ist geblieben. So bergig wie blühend ist das Land in Kosakenberg. Kathleen stammt von hier. Aber sie lebt nicht mehr in Kosakenberg. Sie hat es nach London geschafft. Sie ist Grafikerin und sie ist erfolgreich. Rückwärts schaut sie nur mit traurigen und auch verächtlichen Augen. Sie möchte nicht mehr zurück, kommt nur ab und zu und auch da recht widerwillig. Denn dieses Damals hat nichts mehr mit ihrem Jetzt zu tun. Doch ist dies wirklich so? Die versprochenen blühenden Landschaften waren kurz nach der Wende nicht wirklich blühend. Betriebe und LPG´s verschwanden und mit ihr verschwand der Beruf und der Erwerb. Viele Menschen wurden für sie plötzlich von etwas überrascht, was sie nicht kommen sahen. Und mussten sich umentscheiden. Die Wendigen im Kopf taten dies und viele verschwanden zu Lohn und Brot. Sie verstreuten sich. Doch ihre Geschichte nahmen sie mit. Und so finden sich die Erinnerungen an die Kosakenbergs im Osten an vielen Stellen der Erde wieder. Auffallend viele Frauen sind gegangen. An manchen Stellen im Osten bis zu einem Drittel. Und dies macht etwas mit den Zurückgebliebenen, mental, aber auch politisch. Wie man heute mit Befremden feststellt! Kathleen besucht ihre Ursprünge. Sie schaut bei ihren Besuchen umher und wundert sich. Sie schaut auf ihre Vergangenheit, auf die zurückgebliebenen Menschen und bemerkt, dass ihre Vergangenheit immer noch da ist, in ihrem Herz, in ihrem Kopf. Doch warum soll sie auch verschwinden? Viele der Verschwundenen triggert ihre einstige Heimat. Doch warum ist das so? Wie viel Gefühl für die alten Wurzeln ist denn noch da? Genügend! Denn unsere Wurzeln verlassen uns nicht. Wir haben diese Kosakenbergs in uns. Wir, und damit meine ich alle die, die ihre Heimat verlassen haben, verlassen mussten, wie ich selbst auch. Warum ist unsere Heimat so verbohrt geworden? Warum denken die Menschen jetzt so zerstörerisch? Selbst wenn ich das Gefühl habe, betrogen worden zu sein, rechtfertigt dies in meinen Augen nicht, den Hass zu wählen, den Hass in mein Herz zu lassen. Den einstigen Betrug als Grund für die eigene Veränderung zu nehmen ist doch etwas dürftig, wie ich finde. Denn auch wenn der Betrug über mich kommt, mir vieles wegnimmt, muss ich ja nicht tatenlos verharren. Manche konnten nicht reagieren, manche wollten nicht reagieren. Aber dies darf man nicht vergessen. Die eigenen Entscheidungen. Allerdings kann ja auch nicht das erklärte Ziel der damaligen Übernahme das Entvölkern der blühenden Landschaften gewesen sein. Nur leider lief es vielerorts genau so ab. Der Großteil der Betriebe, viele der LPG´s machten zu und die Menschen standen da. Manche reagierten in der Aktion und manche im Stillstand. Kann man das bewerten? Heute. Wenn man die Folgen sieht. Wenn man die Enttäuschung sieht. Denn nicht nur die Strukturen brachen zusammen. Auch die Familien zerfielen und spalteten sich in die Aktionsfähigen und die Zurückbleibenden. Demzufolge machte der Zerfall der Struktur und auch der Zerfall der Familie den Menschen zu schaffen. Nun kann man sagen, dass dies in strukturschwachen Regionen in vielen Teilen Deutschlands so passiert. Klar. Aber nicht plötzlich und überall. Denn diesen Zerfall in der Struktur und in der Familie traf einen ganzen Landesteil im selben Moment, sprich, diese negativen Geschichten hörst du plötzlich überall. Die meisten Menschen sind dazu gemacht sich das Negative besser zu merken. Leider! Und genau das taten sie. Sie weinten den Gegangenen hinterher und beweinten sich selbst. Wer in so einer Umgebung positiv bleibt, ist zu bewundern! „Kosakenberg“ ist ein kluges Buch über ein Geschehen, dem sich so manch einer nicht bewusst ist und es ist wunderbar, dass genau dieses Geschehen sichtbar gemacht wird. Denn dieses Geschehen ist eine Ursache für dieses unsägliche Jetzt. Lesen!!!

Das Gestern und das Heute…

kaffeeelse aus D am 05.01.2025
Bewertungsnummer: 2922030
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Gestern und das Heute Sabine Rennefanz wirft hier einen Blick auf den Osten, einen Blick auf die verlassenen Landschaften, diese Landschaften, die erblühen sollten. So wurde die Wende so Manchem von uns beschrieben. Manches blüht ja auch. Aber an manchen Stellen ist das Blühen verklungen. Kosakenberg. Ein Dorf in der brandenburgischen Provinz. Flach ist das Land. Weit und breit ist kein Berg zu sehen. Ein Hügel hat diesen Namen erhalten und der Name ist geblieben. So bergig wie blühend ist das Land in Kosakenberg. Kathleen stammt von hier. Aber sie lebt nicht mehr in Kosakenberg. Sie hat es nach London geschafft. Sie ist Grafikerin und sie ist erfolgreich. Rückwärts schaut sie nur mit traurigen und auch verächtlichen Augen. Sie möchte nicht mehr zurück, kommt nur ab und zu und auch da recht widerwillig. Denn dieses Damals hat nichts mehr mit ihrem Jetzt zu tun. Doch ist dies wirklich so? Die versprochenen blühenden Landschaften waren kurz nach der Wende nicht wirklich blühend. Betriebe und LPG´s verschwanden und mit ihr verschwand der Beruf und der Erwerb. Viele Menschen wurden für sie plötzlich von etwas überrascht, was sie nicht kommen sahen. Und mussten sich umentscheiden. Die Wendigen im Kopf taten dies und viele verschwanden zu Lohn und Brot. Sie verstreuten sich. Doch ihre Geschichte nahmen sie mit. Und so finden sich die Erinnerungen an die Kosakenbergs im Osten an vielen Stellen der Erde wieder. Auffallend viele Frauen sind gegangen. An manchen Stellen im Osten bis zu einem Drittel. Und dies macht etwas mit den Zurückgebliebenen, mental, aber auch politisch. Wie man heute mit Befremden feststellt! Kathleen besucht ihre Ursprünge. Sie schaut bei ihren Besuchen umher und wundert sich. Sie schaut auf ihre Vergangenheit, auf die zurückgebliebenen Menschen und bemerkt, dass ihre Vergangenheit immer noch da ist, in ihrem Herz, in ihrem Kopf. Doch warum soll sie auch verschwinden? Viele der Verschwundenen triggert ihre einstige Heimat. Doch warum ist das so? Wie viel Gefühl für die alten Wurzeln ist denn noch da? Genügend! Denn unsere Wurzeln verlassen uns nicht. Wir haben diese Kosakenbergs in uns. Wir, und damit meine ich alle die, die ihre Heimat verlassen haben, verlassen mussten, wie ich selbst auch. Warum ist unsere Heimat so verbohrt geworden? Warum denken die Menschen jetzt so zerstörerisch? Selbst wenn ich das Gefühl habe, betrogen worden zu sein, rechtfertigt dies in meinen Augen nicht, den Hass zu wählen, den Hass in mein Herz zu lassen. Den einstigen Betrug als Grund für die eigene Veränderung zu nehmen ist doch etwas dürftig, wie ich finde. Denn auch wenn der Betrug über mich kommt, mir vieles wegnimmt, muss ich ja nicht tatenlos verharren. Manche konnten nicht reagieren, manche wollten nicht reagieren. Aber dies darf man nicht vergessen. Die eigenen Entscheidungen. Allerdings kann ja auch nicht das erklärte Ziel der damaligen Übernahme das Entvölkern der blühenden Landschaften gewesen sein. Nur leider lief es vielerorts genau so ab. Der Großteil der Betriebe, viele der LPG´s machten zu und die Menschen standen da. Manche reagierten in der Aktion und manche im Stillstand. Kann man das bewerten? Heute. Wenn man die Folgen sieht. Wenn man die Enttäuschung sieht. Denn nicht nur die Strukturen brachen zusammen. Auch die Familien zerfielen und spalteten sich in die Aktionsfähigen und die Zurückbleibenden. Demzufolge machte der Zerfall der Struktur und auch der Zerfall der Familie den Menschen zu schaffen. Nun kann man sagen, dass dies in strukturschwachen Regionen in vielen Teilen Deutschlands so passiert. Klar. Aber nicht plötzlich und überall. Denn diesen Zerfall in der Struktur und in der Familie traf einen ganzen Landesteil im selben Moment, sprich, diese negativen Geschichten hörst du plötzlich überall. Die meisten Menschen sind dazu gemacht sich das Negative besser zu merken. Leider! Und genau das taten sie. Sie weinten den Gegangenen hinterher und beweinten sich selbst. Wer in so einer Umgebung positiv bleibt, ist zu bewundern! „Kosakenberg“ ist ein kluges Buch über ein Geschehen, dem sich so manch einer nicht bewusst ist und es ist wunderbar, dass genau dieses Geschehen sichtbar gemacht wird. Denn dieses Geschehen ist eine Ursache für dieses unsägliche Jetzt. Lesen!!!

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