Produktbild: Trophäe

Trophäe Roman

Aus der Reihe Kleine Reihe Hanser
162

13,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

1658

Erscheinungsdatum

19.02.2024

Verlag

Paul Zsolnay Verlag

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

1626 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Trofee

Übersetzt von

Lisa Mensing

Sprache

Deutsch

EAN

9783552074088

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

1658

Erscheinungsdatum

19.02.2024

Verlag

Paul Zsolnay Verlag

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

1626 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Trofee

Übersetzt von

Lisa Mensing

Sprache

Deutsch

EAN

9783552074088

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  • Bewertung

    5/5

    27.08.2025

    eBook (ePUB)

    Ich habs geliebt - so unterrated das Buch!

    Ich mochte alles an dem Buch: die Idee, den Schreibstil, die Charaktere und die behandelten Themen. Post-Kolonalismus, Artenschutz, Wertekonflikte - wer darf jagen und wer wird gejagt. I loved it.

  • Micha_W

    5/5

    21.04.2025

    eBook (ePUB)

    Begeisternd und verstörend zugleich

    Halten Sie sich für moralisch gefestigt? Ihr ethisches Wertesystem ist unerschütterlich? Ok, dann sollten Sie Trophäe unbedingt lesen. Aber bitte gut anschnallen. Ein steinreicher amerikanischer Geschäftsmann und passionierter Großwildjäger sieht Afrika als seine ganz eigene Spielwiese an. Für Geld ist auch hier alles zu haben, vor allem die Lizenz zum Töten, vor allem für den weißen Jäger – Nomen est Omen – Hunter White. Vom Big Business zum Erlegen der Big Five, wovon ihm nur noch das aggressive Rhino, das gewaltige Nashorn, fehlt. Wilderer kommen ihm bei der auserkorenen und bereits bezahlten Beute jedoch zuvor, Frustration staut sich auf, bis ihn sein Jagdmanager und Freund auf eine zunächst völlig abwegige Idee bringt – es gibt unter Insidern ja auch noch die Big Six. Er spricht dies mit diesem gewissen Unterton aus, während sie gemeinsam einheimische Jungen beobachten, wie sie elegant wie Leoparden, kräftig wie Löwen und wachsam wie Savannenhunde mit Pfeil und Bogen ihre Jagd auf Antilopen machen.  Spätestens in diesem Augenblick stockt nicht nur Hunter White, sondern auch jedem Leser der Atem. Das darf doch wohl nicht wahr sein. Das kann es doch wohl nicht geben. So etwas darf man sich doch eigentlich nicht mal als literarische Fiktion ausmalen. Doch halt, nicht so schnell … Da hat man sich bei der Entscheidung für diesen Roman farbenprächtige Bilder der afrikanischen Savanne und Steppe erhofft und auch zuhauf bekommen. Jenseits von Afrika-Klischees inklusive. Schön und gut. Dafür hat man über lange Anfangspassagen aber eine ganze Menge an Machismo-Kult wegstecken müssen. Ist die Jagd-Leidenschaft nicht prädestiniert für die Ansammlung hemingwayesker Zweibeiner mit toxischer Männlichkeit? Wie kann sich ein Roman entgegen jedem woken Zeitgeist so sehr die Argumentation von Menschen zueigen machen, denen das Testosteron aus jeder Pore quillt und von denen man als doch um so viel besserer, humanistisch geprägter Gutmensch weiß, dass es all den lonesome Cowboys doch nur um die pure Lust am Töten geht? Mit viel kritischer Abneigung nimmt man im Verlauf schwerlich und murrend hin, dass die Vergabe der Lizenzen auch eine Art Kontrolle des Wildbestandes ist, dass damit Wildhüter und Wildererbekämpfung finanziert werden und dass die Fährtenleser mit ihrem Lohn ein Stück weit ihren Stamm in Zeiten der Trockenheit und des Hungers am Leben halten. Das ist argumentativ noch sehr schwach, aber der Roman nimmt einen extrem geschickt und fast unmerklich mit in einen inneren Disput. Immer öfter wird der Leser bei seinen eigenen Konflikten abgeholt. Ist das alles eine Regression auf einen puren maskulinen Animalismus, geschönt und verbrämt durch machistische Floskeln, oder muss man diese Jäger-Ethik doch differenzierter sehen? Gibt es nur die ganz schlechten oder auch noch die ein bisschen guten? Können wir die Lebensumstände in diesem Umfeld überhaupt vollumfänglich und korrekt beurteilen und würdigen, die wir uns in unserer westlichen Zivilisation schon lange vom Töten eines oder vieler Tiere abgekoppelt haben und uns in der Mehrheit nicht scheuen, die Produkte des anonymen Tötungsaktes als Nahrung zu verzehren? Diese ersten Beispiele sind fast schon zu plump und zu plakativ im Vergleich dazu, wie das Buch einen in immer ausgefeiltere moralische Zwickmühlen hineinzieht. Mehr und mehr ist man gezwungen, eigene Meinungsstereotypien in Frage zu stellen oder gar zu verlassen. Und das nicht in einem Pro-und-Kontra-Sachbuch, sondern in einem absolut spannenden und schließlich extrem fesselnden Roman, dessen Handlung einen zwingt, weiter und weiter zu lesen. Ein Finale furioso. Extrem gut gemacht. Ganz oft fragt man sich beim Lesen ab Beginn, was denn nun die Meinung des Autors zur Jagd an sich und all den brutalen Details ist. Schreibt da ein selbstherrlicher, mordlustiger Macho ohne Gewissen? Oder ist da doch jemand, bei dem Bedenken oder gar Skrupel dominieren? Das sollte man beim Lesen am besten selbst entscheiden. Nur so viel: Gaea Schoeters ist eine Frau.

  • Bewertung

    5/5

    04.05.2024

    eBook (ePUB)

    Abstoßend, mit wahnsinniger Sogwirkung

    Ich habe den Roman verschlungen. Bereits nach wenigen Seiten hat mich eine Sogwirkung gepackt, welche es mir kaum ermöglicht hat das Buch zur Seite zu legen. Beim Lesen wurde ich von so vielen widersprüchlichen Gefühlen erfasst, dass ich mehrmals ratlos innehalten musste. Ich wurde immer wieder mit moralischen Dilemmata konfrontiert. Was ist ein Leben wert? Aber auch was passiert, wenn das Gleichgewicht zwischen Jägern und Beute gestört wird? Gibt es Gründe welches das Verhalten rechtfertigen? Und dann wieder: So verblendet kann doch niemand sein? Welche Ignoranz treibt einen zu so einem Verhalten und dies obwohl man die Natur durchaus schätzt und sich dem zerstörerischen Verhalten der Menschheit durchaus bewusst ist. All dies ist in eine wunderbare prägnante Sprache, welche pointiert unangenehme Themen anspricht. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung abgeben, ein Roman welcher nachwirkt.

  • Buchbliss

    aus München

    5/5

    15.04.2024

    eBook (ePUB)

    Abscheulich faszinierend

    Abscheulich, faszinierend und eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe – so würde ich „Trophäe“ von Gaea Schoeters (Ü: Lisa Mensing) beschreiben. Schon lange nicht mehr bin ich in so einen Lese-Sog geraten, zugleich angewidert und begeistert von einer Geschichte. Diese dreht sich um US-Amerikaner Hunter White, der Name ist Programm: Der Protagonist ist ein klischeehafter, weißer Wall-Street-Wolf und Trophäenjäger, der nach Afrika reist, um mit dem Spitzmaulnashorn endlich die berühmten Big Five vollzumachen – und damit ist natürlich keineswegs Safari gemeint. Hunter will sie alle vor die Linse bekommen, koste es, was es wolle. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn für seine Jagdabenteuer im Vergnügungspark Natur blättert er sechsstellige Summen hin. Hauptsache töten. Nein, Hauptsache beweisen, an der Spitze der Nahrungskette zu stehen. Ekelerregend? Hunter sieht die Jagd ganz euphemistisch sogar als Dienst für den Artenschutz. Denn die kontrollierte Jagd schützt die Tiere vor Wilderern. Aufgrund ihres wertvollen Horns sind Rhinos bei ihnen besonders begehrt. Der Handel mit Lizenzen ermöglicht nicht nur eine kontrollierte Jagd, sondern auch finanzielle Mittel für den Schutz der Tiere und Reservate. Wildtiere töten, um sie zu schützen – so falsch das auch klingt, ein klein wenig bekommt man beim Lesen das Gefühl, dass es sich hierbei vielleicht tatsächlich um das geringere Übel handelt. „Trophäe“ nimmt uns hier mit auf ein Gedankenexperiment: Lässt sich diese Parabel auch auf Menschen anwenden? Wo beginnt der Mensch, wo endet das Tier? Ist der Mensch nicht eigentlich nur das gefährlichste Tier, das je gelebt hat? Wer ist der Jäger und wer ist die Beute? Diese und viele weitere Fragen wirft der Roman auf. „Trophäe“ ist eines der Bücher, in denen man sich nicht nur viele Sätze unterstreichen möchte, sondern die sich auch in die Synapsen einbrennen. Für mich ist der Roman ein echtes Highlight, das mich auch sprachlich überzeugt hat (sicher auch dank der großartigen Übersetzung) und wohl noch eine ganze Weile nachhallt.

  • BabsyZ

    5/5

    06.04.2024

    eBook (ePUB)

    Brillant erzählter Roman über Macht und Moral

    Hunter White, ein reicher amerikanischer Geschäftsmann, hat eine große Leidenschaft: die Großwildjagd oder Trophäenjagd. Schon von Kindesbeinen an ist er den Umgang mit dem Gewehr gewohnt und die Jagd ist in seinen Augen eine ehrenvolle Angelegenheit. In Afrika will er nun ein Spitzmaulnashorn jagen, um so seine Big Five voll zu machen. Dich Wilderer vereiteln sein Jagdglück. Hunter ist geknickt, fühlt sich um seinen Lohn betrogen und so will er nicht abreisen, ohne eine Trophäe für seine Frau. Da macht im sein Jagdleiter einen unvorstellbaren Vorschlag. Hunter soll die Big Five vergessen, sich statt dessen auf die Big Six konzentrieren. Was grotesk und unvorstellbar erscheint wird wahr und Hunter jagt einen Menschen. Ein Roman über die Großwildjagd. Lange habe ich gezögert, ob ich dieses Buch wirklich lesen will. Und wurde dann von der ersten Seite durch die plastische und brillante Schreibweise der Autorin in Bann gezogen. Vor dem geistigen Auge entsteht die Landschaft Afrikas, man kann die Erwartung, die Erregung des Jägers mitempfinden, ebenso wie die Angst, den Zweifel, der bei diesem ungleichen Kampf zwangsläufig aufkommt. Und immer wieder wurde ich zum Nachdenken gezwungen. Nachdenken über grenzenlose Selbstüberschätzung, über verlogene Rechtfertigungsversuche des Jägers, der viel Geld für eine Jagdlizenz gezahlt hat, was ja schließlich dem ansässigen Stamm und dem Naturschutz zugutekommt. Und die vollkommen ungerechtfertigte Überheblichkeit unserer weißen westlichen Welt und des Menschen über die Tiere. Trophäe ist ein Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, der aber auch schwer zu verdauen ist. Mein Fazit: Brillant geschriebener Roman über Postkolonialismus und Macht und Moral

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