Produktbild: Der Ketzer von Konstanz

Der Ketzer von Konstanz Ein Roman über Jan Hus

11

15,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.01.2024

Verlag

Hänssler

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

3218 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783775176323

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Format

ePUB

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

15.01.2024

Verlag

Hänssler

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

3218 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783775176323

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  • Hopeandlive

    5/5

    03.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Meine Seele gehört Jesus Christus

    Wir befinden uns in Konstanz, im 15. Jahrhundert. Die geistliche Welt ist fest in katholischer Hand, so denkt sie. Doch da gibt es einen gewissen Jan Hus, Theologieprofessor und Geistlicher, der ganz andere Vorstellungen von Vergebung, Gnade, Wahrheit und Gerechtigkeit hat wie der Klerus. Er ist der festen Überzeugung, dass Jesus nicht in einem bestimmten Gebäude zu finden ist und Vergebung nicht erkauft werden kann. Seine Überzeugungen tut er laut kund in Prag an der Hochschule und in der Bethlehemkappelle in Prag, die von mehr und mehr Menschen besucht wird, denn er predigt nicht in Latein, sondern in tschechisch, damit es auch die einfachen Menschen verstehen. Damit zieht er sich den Unmut der mächtigen Kardinäle, Päpste, Bischöfe und Könige zu, die alle Anstrengungen unternehmen, diesen von ihnen betitelten Ketzer ruhigzustellen, doch Jan gibt nicht auf, kein Bann, keine Exkommunizierung kann ihn davon abhalten für Wahrheit und Gerechtigkeit einzutreten. Sein Glaube und der seiner Mitstreiter wird auf das Allerhöchste geprüft und nicht alle halten der Folter der Inquisition stand. Jan gibt nicht auf und hofft auf dem Konzil von Konstanz seine Thesen darzulegen und in eine offene Diskussion mit den Kirchenvertretern zu gehen um wirklich eine tiefe, von innen kommende Veränderung der Kirche zu begehen. Doch er ist schon mittendrin in den tiefen politischen Machtverstrickungen von Kirche und Staat und jeder der ein Pöstchen oder eine gewisse Stellung hat, versucht diese zu festigen mittlels Intrigen, die dem Leser oft den Atem rauben und Parallelen zu heute erkennen lässt. Die Autorin Corinna Wolf nimmt uns in dieser Geschichte mit in die letzten beiden Jahre, die Jan Hus in Konstanz im Kerker verbrachte. Sie recherchierte intensiv und verstand es historische Fakten und Personen mit fiktiven Romanfiguren zu verknüpfen und allen Beteiligten einen unverwechselbaren Charakter zu geben. Die dazu passende Übersicht findet der Leser am Anfang des Romans und nachdem ich einiges historische Fakten über Jan Hus gelesen und auch den passenden Film über ihn gesehen habe, fand ich diesen Roman sehr außergewöhnlich, denn er nimmt uns mit in die innere Glaubenswelt von Jan Hus, seine Glaubenskämpfe, seine Zweifel und den tieferen inneren Frieden, den er fand um seinen vor ihm liegenden schweren Weg zu gehen. Dazu bekommen wir von der Autorin einen Blick in die unsichtbare Welt der Engel und Dämonen, die dem einen oder dem anderen zur Seite stehen, je nachdem wie sich derjenige entscheidet, wem sich der- oder diejenige hingibt und wem er wirklich die Ehre gibt. Auch da konnte ich während des Lesens durchaus Parallelen zu heute erkennen. Diese Begegnungen wurden sehr eindrücklich geschildert und haben mich sehr getröstet, ich hätte Jan Hus sofort aus diesem Kerkerloch befreit, doch Gott hatte mehr mit ihm vor und ich glaube, er wird nun auf der Wolke der Zeugen sitzen und schauen, was es an Veränderung wirklich gegeben hat Auch wenn es eine Szene gab, mit der ich nicht konform ging, der Leser wird es von alleine während des Lesens feststellen, finde ich diese Geschichte sehr tiefgehend, zeigt sie doch was es heißt für seinen Glauben, für Wahrheit und Gerechtigkeit wirklich einzustehen und notfalls auch dafür sein Leben zu geben. Das kennen wir satten und trägen Christen des Westen nur von unseren verfolgten Geschwistern in anderen Ländern, doch die Machtstrukturen in unserem Land verändern sich so schnell, dass wir vielleicht auch in solche eine Situation wie Jan Hus kommen können und da hoffe und bete ich ebenso für Wahrheit und Gerechtigkeit einstehen zu können. Absolut lesenswert!

  • Bewertung

    aus Magdeburg

    5/5

    16.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Glaube, Berufung und Hingabe - spannend erzählt

    Jan Hus kämpft im 15. Jahrhundert für seine Glaubensüberzeugungen, die im Widerspruch zur katholischen Kirche stehen. Er reist nach Konstanz zum Konzil, um dort seine Botschaft vorzutragen und mit den Kirchenoberen zu diskutieren, doch er gerät unter die Räder der Machtbestrebungen des Päpste, Kardinäle und dem deutschen König. Corinna Wolf hat einen ungewöhnlichen und tiefgründigen Roman geschrieben. Hier kämpfen die Menschen nicht allein, ihnen zur Seite stehen die hellen und dunklen Mächte. Ihre Beschreibung, ihr Handeln und Wirken sind in die Geschichte wie selbstverständlich eingewoben. Der Schreibstil der Autorin lässt sämtliche Szenerien wie Bilder entstehen. Jan Hus' Visionen vermitteln nicht nur ihm das Gefühl, niemals allein zu sein. Hus' Überlegungen, seine Kämpfe, seine Ängste und die Versuchung, vielleicht doch zu widerrufen, stehen im Mittelpunkt dieses Romans. Hus ist sehr überzeugend, wovon nicht nur die Gemeinschaft in Prag, sondern auch die neu aufgebaute in Konstanz berichten können. An einer Stelle muss ich Hus' sonst so gut durchdachten Überlegungen jedoch widersprechen, denn ich habe diese Bibelstelle anders gelesen und interpretiert. Anschaulich und nachvollziehbar sind die Machtkämpfe in der Kirche beschrieben, wobei nicht immer nur der Wille zur Macht eine Rolle spielen, sondern auch rein menschliche Beweggründe, wie z.B. Neid und Missgunst. Ein Personenverzeichnis, dankenswerter Weise zu Beginn des Romans ist sehr hilfreich. Da ich nur wenig über Jan Hus weiß, hätte ich mir in einem kurzen Nachwort Informationen zu historisch nachweisbaren Fakten gewünscht. Dies auch insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Autorin einer Gruppe Christen dankt, die sich mit Jan Hus und seinem Erbe in Konstanz auseinandergesetzt hat. Das Cover passt in Gestaltung und Farbe perfekt zum Inhalt. Fazit: ein tiefgründiger Roman über den Glauben, über Hingabe und Mut

  • Bewertung

    5/5

    15.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichtlicher Roman mit Einblicken in die unsichtbare, geistliche Welt

    Rund 100 Jahre vor Martin Luther lebte Jan Hus und versuchte, die geistliche und weltliche Elite zu überzeugen, dass sich etwas ändern musste. Er kam durch viel Bibelstudium unter anderem zu der Erkenntnis, dass die Kirche Jesu kein Gebäude ist, sondern Gemeinschaft der Gläubigen und prangerte den Ablasshandel und das ausschweifende Leben der Mächtigen an. Und so kam es, dass der König Jan nach Konstanz zum Konzil einlud, um über theologische Fragen zu diskutieren und eine Einigung zu finden. Leider kam es nicht so weit, denn Jan wurde der Ketzerei angeklagt und verhaftet. Und so wird nicht nur sein Glaube, sondern auch der seiner Freunde auf die Probe gestellt. Bei dem Buch handelt es sich nicht um eine Biografie, sondern um einen fiktiven Roman, der allerdings viele geschichtliche Details enthält. Zu Beginn des Buches findet sich ein sehr hilfreiches Personenregister, in dem alle wichtigen Charaktere aufgelistet sind und deutlich gemacht wurde, welche Personen historisch belegt sind. Allerdings hätte ich mir noch gewünscht, dass am Schluss kurz erläutert wird, was Fiktion war und was geschichtlich belegt ist. Das wirklich Besondere im Roman ist die geistliche Ebene. Die Autorin Corinna Wolf gibt einen Einblick in die unsichtbare Welt der Engel und Dämonen. So treten immer wieder, manchmal für die Menschen sichtbar, manchmal auch nicht, Engel und Dämonen auf und agieren mit den Menschen. Dieser Aspekt gibt dem Buch eine zusätzliche Spannung und Tiefe, die ich nicht erwartet hatte. Es war toll, bildlich vor Augen gemalt zu bekommen, wie Gott Engel einsetzt um seine Gläubigen zu schützen. Das Buch ermutigt, sich ganz auf Gottes Plan für sein eigenes Leben einzulassen und Gott treu zu bleiben, egal was kommt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter!

  • Schneiderlein

    5/5

    15.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hingabe, Mut und Berufung

    Im Mittelpunkt des Romans „Der Ketzer von Konstanz“ steht der tschechische Reformator Jan Hus, der von 1369 – 1415 gelebt hat. Der Roman spielt Anfang des 15. Jahrhunderts zuerst in Prag und dann in Konstanz und schildert das letzte Lebensjahr von Jan Hus, bevor er wegen „Ketzerei“ auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde. In Tschechien findet Hus mit seinen Predigten großen Anklang. Doch seine von Wycliff inspirierten neuen Gedanken von einer Kirche Jesu, die nicht in einem Gebäude zu finden ist, von Vergebung, die nicht gekauft werden kann und von persönlichem Bibellesen stoßen bei der damaligen Kirche auf großen Widerstand. Jan Hus macht sich auf den Weg nach Konstanz und hofft dort auf Diskussionen mit den Päpsten, Kardinälen und Bischöfen. König Sigismund sichert ihm freies Geleit zu und sendet zu seinem Schutz zwei Ritter, die ihn auf der Reise nach Konstanz begleiten. In Konstanz angekommen wird dann alles anders, als Hus es erwartet hat und sein Glaube wird dort sehr auf die Probe gestellt - er wird inhaftiert und soll seine Schriften und Predigten widerrufen. Mir gefällt der Roman sehr gut. Die Autorin erzählt gut recherchiert die historischen Begebenheiten nach. Unterschiedliche Begegnungen auch mit fiktiven Personen (ist ja ein Roman) machen das Leben des Reformators sehr lebendig und anschaulich. Auch wenn Jan Hus die Darlegung seiner Ansichten vor dem Konzil verwehrt bleibt, so kann er zumindest im Roman doch im kleineren Kreis darüber reden. Und so kommt z. B. der Pater Stephanus sehr ins Nachdenken über seinen Glauben und die Kirche im Allgemeinen: „Als könnte es tatsächlich eine Kirche, einen Glauben geben, für den es sich zu leben lohnt. Für den es sich vielleicht sogar zu sterben lohnt. Sollte ich selbst verantwortlich sein für mein Leben vor Gott, für jede Entscheidung, die ich treffe…“ Sehr gut gelungen ist der Autorin auch die Verknüpfung von historischer Wirklichkeit und den Einblicken in die Welt der Engel und Dämonen. „Wieviel bist du bereit für deinen Glauben zu geben?“ so steht auf der Rückseite dieses Romans zu lesen. Mit dem Buch „Der Ketzer von Konstanz“ ist der Autorin Corinna Wolf tatsächlich ein sehr spannender, historischer Roman gelungen, der den Leser wirklich persönlich herausfordert über sein eigenes Glaubensleben nachzudenken.

  • Bewertung

    aus Glauchau

    5/5

    31.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannender historischer Roman

    „….Aber in einem hatte er von Anfang an recht gehabt: Es ging um Macht. Nur hatte er erst in den letzten Monaten verstanden, dass es nicht seine eigentliche Aufgabe gewesen war, diejenigen, die dies Macht innehatten, auf ihre Sünden hinzuweisen...“ Dies Zeilen aus dem Prolog zeigen die geistige Entwicklung, die Jan Hus seit seiner Reise nach Konstanz durchgemacht hatte. Die Autorin hat einen fesselnden und sehr gut recherchierten historischen Roman geschrieben. Allerdings spielt das Buch nicht nur im Hier und Jetzt des 15. Jahrhunderts, sondern auch in der unsichtbaren Welt. Der Schriftstil ist sehr fein ausgearbeitet. Die Geschichte beginnt Juni 1454 in Prag. Heimlich besucht er die Bethlehemskapelle in Prag. Dort sind an der Wand Ausschnitte aus seinen Schriften zu lesen. „...Glaubt an Christus, um Erlösung zu finden und Vergebung von den Sünden. Niemand kommt zum Vater als durch ihn...“ Anwesend sind auch Jan von Chlum und Wenzel von Duba, zwei Ritter des Königs Sigismund von Luxemburg. In dessen Auftrag laden sie Jan Hus zum Konzil nach Konstanz ein und versprechen ihm einen Geleitbrief des König. Zuvor hat Hus zu den Gläubigen gesprochen. „...Nur Gott kann Sünden vergeben, nur durch die Gnade wird mir das Opfer des Christus zuteil. Und nur durch seinen Geist, der zu meinem Geist spricht, findet meine Seele Frieden...“ Die Reise nach Konstanz wird gut beschrieben. In Konstanz findet Jan Hus Unterkunft und Menschen, die ihm zuhören. „...Jan war ein Mensch, der Geselligkeit und Gespräche brauchte wie die Luft zum Atmen...“ Noch hofft Jan, dass er die Chance bekommt, seine Erkenntnisse in wissenschaftlichen Gespräch vertreten und darlegen zu dürfen. Daran aber ist niemand gelegen. Seine Meinung bedroht das Gefüge der Kirche und deren Mächtige. Zu den Höhepunkten der Geschichte gehören die inneren Kämpfe des Jan Hus. Dabei geht es um die Überwindung von Angst, um Mut und Hingabe, um die Frage nach dem Auftrag. Diese sind gekoppelt mit Visionen. Hier hätte ich gern gewusst, ob es für diese Bilder Belege in seine Schriften gibt. Auf der anderen Seite stehen Papst, König und Kardinäle und ihre Machtspielchen. Untertanen sind nur Mittel zum Zweck. Die Folgen seines Verrats ahnt der König nicht. Er opfert Jan für seine zukünftige Kaiserkrone. Ungewöhnlich fand ich das Auftreten der Engel in der Geschichte. Sie geben ihr eine zusätzliche Dimension und dabei eine besondere Tiefe. Gerade die Äußerungen des dunklen Engels gegenüber dem König zeigen, wie geschmeidig er auf die Taten der Menschen reagiert. Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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