Produktbild: Ein Sommerabend

Ein Sommerabend Ein Roman

10

21,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.05.2024

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19/12,1/2,2 cm

Gewicht

258 g

Farbe

Seidengrau / Mandarine

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Un simple dîner

Übersetzt von

Norma Cassau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-5033-4

Beschreibung

Rezension

»Sehr unterhaltend zu lesen!« Elke Heidenreich, WDR4, 11.8.2024 ("WDR 4")
»Wie die französische Autorin die vier Figuren, mit ihren aufgesetzten Masken und ihren eigenen Problemen beschäftigt, aufeinandertreffen lässt, liest sich äusserst vergnüglich. In poetischer Sprache und feinen Bildern zeichnet sie die Szenerie. Bis diese wie ein Kartenhaus nach und nach in sich zusammenfällt und schliesslich alle Figuren ihr wahres Gesicht zeigen« Chantal Herger, Coopzeitung, 30.07.2024 ("Coopzeitung")
»Ein intensives Kammerspiel, ziemlich böse, sehr unterhaltsam...auf jeden Fall lesenswert!« Klaus Sturm, SWR 3, 20.07.2024 ("SWR 3")
»Wir haben ordentlich Spaß beim Lesen… klein, schön und frech erzählt.« Elke Heidenreich, Spiegel Kultur 'Mehr lesen', 16.06.2024 ("SPIEGEL Online")
»Ein tolles Debüt … mit einer guten Portion Humor seziert Cécile Tlili dieses komplexe Beziehungsdurcheinander.« Verena Knümann, arte Twist, 16.06.2024 ("ARTE")
»Eine kluge, mitreißende Analyse der menschlichen Abgründe, verpackt in einen fesselnden Roman.« Lore Kleinert, BÜCHERmagazin, 24.05.2024 ("BÜCHERmagazin")
»Cécile Tlili weiß, wie sie die Schrauben drehen muss, um ihre Leser:innen in den Bann zu ziehen (...) Mit scharfsinniger Beobachtungsgabe seziert Autorin Cécile Tlili die vier Menschen; ihre Beziehungen zu sich selbst und zueinander und macht damit deutlich, dass nichts so ist, wie es scheint« Isabell Stiller, Für Sie, 20.05.2024 ("Für Sie")
»In ihrem menschenklugen Kammerstück schafft Cécile Tlili vielschichtige Charaktere und unerwartete Wendungen: Am Ende dieses Sommerabends sind einige Lebenslügen erschüttert. Eine atemlose Lektüre.« Martina Läubli, NZZ Bücher am Sonntag, 29.06.2025 ("NZZ Bücher am Sonntag")
»Ein Buch, das unterhaltsam wie eindrücklich beschreibt, wie äußerer Schein, Verlogenheit und Ängste zwischenmenschliche Beziehungen zerstören können.« Ellen Förster, Weinheimer Nachrichten & Odenwälder Zeitung, 28.11.2024 ("Weinheimer Nachrichten")
»Eine sehr dichte Atmosphäre (...) Ein originelles, manchmal etwas spöttisches und durchaus böses, dabei sehr unterhaltsames Buch.« Andreas Stork, Stadtgespräch, 24.10.2024 ("Stadtgespräch")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.05.2024

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19/12,1/2,2 cm

Gewicht

258 g

Farbe

Seidengrau / Mandarine

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Un simple dîner

Übersetzt von

Norma Cassau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-5033-4

EU-Ansprechpartner

Kein & Aber Verlag
Württembergallee 12
14052 Berlin
DE
berlin@keinundaber.de

Herstelleradresse

Kein & Aber AG
Bäckerstrasse 52
8004 Zürich
CH
berlin@keinundaber.de

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  • Bewertung

    5/5

    24.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Sommerabend mit unerwarteten Wendungen

    Ein heißer Sommerabend in Paris. Claudia und Étienne laden ihr befreundetes Paar, Johar und Rémi, zum Abendessen ein. Was sie nicht ahnen konnten, ist das dieser Abend nicht wie geplant endet. Stattdessen kommen Affären, bislang versteckte Gedanken und die Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen ans Licht. Ein kurzes, aber dennoch unglaublich ausdrucksstarkes Buch!

  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    5/5

    16.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lauer Sommerabend in Paris und endet anders als erwartet

    “So ist es mit den Dilettanten, am Ende werden sie entlarvt.” (S. 77) Wer „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza mochte, wird auch dieses ähnliche Setting hier mögen. Denn in Cécile Tlili „Ein Sommerabend“ gibt es auch wieder zwei Paare, ein Abendessen und Katastropen. Sehr Französisch, kurz und prägnant und verdammt unterhaltsam mit Tiefe! „Dass er überall Schwierigkeiten sieht, muss wohl aus Langeweile sein, weil er aus der Eintönigkeit eines Lebens ausbrechen will, in dem alles vorgezeichnet ist.“ (S. 154) Cécile Tlili schreibt gekonnt und so auf den Punkt wie ich es gerne lese. Humorvoll, etwas bissig und im Grunde nichts als die Wahrheit. Wir sitzen an einem heißen Sommerabend im August am Esstisch von Etienne und Claudia. Étienne, ein privilegierter Pariser Anwalt, ein gutaussehender Mann, der in traditionellen Mustern verhaftet ist und sich seiner bereits superioren Situation nicht recht bewusst ist und Anspruch auf mehr erhebt. Er wird nie hart fallen. Seine introvertierte und schüchterne Partnerin Claudia, die Physiotherapeutin ist und noch dazu sehr hübsch, wird von ihm unmenschlich und schrecklich arrogant und grob behandelt. Eine Trophäe die er gerne präsentiert, aber nicht schätzt. Zu Gast sind Rémi und Johar. Johar mit marokkanischem Migrationshintergrund hat sich über Jahre sehr sehr hart in einem großen Unternehmen hochgearbeitet und steht davor CEO zu werden. Rémi ist Lehrer, sieht sich nicht mehr von Johar geliebt und gesehen und tröstet sich gerne mit gutem Essen und anderweitig. Ein Abend der es in sich hat und vieles verändern wird. Ein perfektes Buch für laue Sommerabende auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Ein MEGA tolles Buch. Eine absolute Leseempfehlung.

  • nessabo

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    14.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein geladenes, kurzweiliges Kammerspiel

    Ich finde Kammerspiele, insofern sie auf Figurenebene interessant geschrieben sind, wirklich toll. In Cécile Tlilis Werk musste ich anfangs erst etwas reinkommen, danach hat es sich aber rasant gelesen. Vor allem strukturell habe ich Kritikpunkte, denn die Perspektiven wechseln nicht nur zwischen den Kapiteln, sondern auch mittendrin. Ich brauche für eine entspannte Lektüre deutlich mehr Klarheit, daher hat mich dies eine ganze Weile lang irritiert. Das hat mir auch die Verortung der Figuren erschwert, doch als ich sie dann alle etwas besser kannte, hatte ich beim Lesen viel Spaß. Tlili spitzt die Situation zu und ich mag besonders, für welchen Ausgang sie sich schlussendlich entscheidet. Es gibt sicherlich andere Geschichten dieser Art, die mehr oder anders eskalieren, aber ich fand die Erzählung rund und bestärkend. Die einzelnen Figuren blieben mir bis zum Ende etwas fremd, da hätte ich gern mehr emotionalen Bezug gehabt. Auf so wenigen Seiten ist das sicherlich eine Herausforderung, aber auch nicht unmöglich. Wer Freude an Geschichten à la „Der Gott des Gemetzels“ oder „Der Rosenkrieg“ hat, kann unbesorgt auch zu diesem Roman greifen, der äußerst kurzweilig und vor allem in Bezug auf die Entwicklung der Frauenfiguren klug geschrieben ist.

  • Bewertung

    4/5

    18.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ist das wirklich das Leben, was du willst?

    „Sie erfüllt alle Kriterien.“ An einem heißen Sommerabend in Paris treffen sich zwei Paare zum Abendessen. Alle vier Personen haben nur Blick für sich, da sie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind. Schnell wird klar, dass der Abend nicht so enden wird, wie man sich einen entspannten Sommerabend vorstellt. Gastgeber Étienne versucht bei Johar, die Frau seines Freundes Rémi - der seine Frau betrügt - , eine Zusammenarbeit zu erwirken, da sein Geschäft gerade gar nicht gut läuft. Johar hat darauf wenig Lust, hat für ihren Job in den letzten Jahren alles getan und merkt, wie leer sie eigentlich ist. Und nun muss sie heute entscheiden ob sie das neue Jobangebot als CEO annimmt. Die Frau von Étienne, Claudia, ist eine Person, die noch nie sichtbar war. Sie sieht sich selbst nicht, ist froh um die Beziehung und Aufmerksamkeit von Étienne, aber leidet gleichzeitig darunter sehr stark. Und jetzt ist sie schwanger. Wie wird dieser Abend wohl ausgehen? „Was sie so oft gehört hatte, würde sie jetzt gerne geschehen lassen. Verblassen, verschwinden.“ Ein recht kurzweiliges Buch mit verdammt viel Inhalt. Wie man in der Beschreibung lesen kann, kommt an diesem Sommerabend sehr viel hoch. Das Buch ist voller Gefühle. Verletzung, Wut, Hass, Stärke, Liebe, Scham, Demut, Angst, Mut. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, da es gut zu lesen war. Mir waren es fast ein wenig zu viele Themen in der Kürze der Seiten, aber es zeigt deutlich, wie oft Menschen ein Leben leben, in dem sie weder zufrieden noch glücklich sind. Oft ist man froh, dass man nicht alleine ist, strebt nach irgendwelchen Träumen, die einem vorgelebt worden anstelle das Leben zu führen, was man selbst wirklich möchte. An diesem einen Sommerabend bricht für jede der Personen etwas weg und sie sind gezwungen auf sich zu schauen - was sie wirklich wollen und wer sie sind. „Es klingt vielleicht banal, aber ich habe das Gefühl, mich selbst aus dem Blick verloren zu haben.“

  • Sandra von Siebenthal

    Book Circle Community

    4/5

    04.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was hält Menschen zusammen?

    «Zwei Jahre zuvor hatte Claudia sich an Étiennes Liebesversprechen geklammert wie eine Schiffbrüchige an das rettende Boot, an das sie nicht mehr geglaubt hatte. Seither hat sie sich Stück für Stück von der Strömung in das kalte graue Meer der Einsamkeit ziehen lassen.» Zwei Paare treffen sich an einem Abend zum Essen. Ein Abend, der die Trostlosigkeit der eingeschlagenen Lebensentwürfe an den Tag bringt. Nicht Liebe, Freundschaft oder Verbundenheit sind die Werte, die zählen, sondern Erfolg. Etienne hat sich in Claudia eine fügsame Partnerin gesucht, die ihm nicht gefährlich ist, während diese, geplagt von Selbstzweifeln, versucht, sich in ihre Rolle zu fügen. Johar lebt für ihren Job, ihr Mann Remy fühlt sich als Lehrer minderwertig und ungesehen, so dass er sich in eine Affäre flüchtet. Es ist offensichtlich, dass es so nicht weitergehen kann – nur: auszubrechen erfordert Mut. „Sie mustert sich im Badezimmerspiegel, und sie sieht sich, wie Étiennes Freunde sie sehen werden: eine fade und unbeholfene Frau, eine Frau, die nichts zu sagen hat, eine Frau, die er wahrscheinlich wegen ihrer Hausfrauenqualitäten gewählt hat, keine, die ihn in den Schatten stellen könnte. Gewissenhaft und dumm hat sie alles dafür gegeben, dieser Karikatur zu entsprechen.“ Ich gleite lesend in einen Abend, der von Anfang an wenig freudvoll zu werden verspricht. Étienne hat ihn organisiert, weil er sich für seine berufliche Karriere etwas von Johar verspricht. Claudia fühlt sich im Kreis von Étiennes Freunden unwohl, muss sich aber als Gastgeberin benehmen. Johar hat auf den ganzen Abend keine Lust und ihr Mann Rémi wäre lieber bei seiner Geliebten als bei dem Essen. Immer wieder steht bei mir das grosse Fragezeichen: Wieso tun die sich das an? Wieso bleibt man in solchen Beziehungen, pflegt man solche Freundschaften, die den Namen nicht verdienen? «Sie möchte sich unsichtbar machen, und doch trägt sie es allen nach, die sie nicht sehen.» Claudia hoffte auf Liebe. Sie hoffte, aus ihrer kleinen Welt in eine grössere zu kommen, in der sie endlich gesehen würde. Und merkte bald, dass sie sich noch kleiner fühlt als vorher schon. Auch, weil sie kleingehalten, klein gemacht wird von Étienne, der sich nur für sie entschied, um seine Grösse demonstrieren zu können. Auch die anderen hatten ihre Träume und Wünsche. Und sind irgendwann gestrandet – auf dem Boden einer Realität, die wenig freudvoll ist. «Ihr wisst noch nichts von den Kompromissen, die man schliessen muss, um als Paar gegen die Zeit zu bestehen. Ihr seid noch nicht wie Artisten auf dem Seil eurer Liebesgeschichte, immer Gefahr laufend, in die Freundschaft, die Gleichgültigkeit oder den Hass abzurutschen.» Vielleicht leben viele Menschen in solchen Konstrukten. Irgendwann hat man sich für einen Weg entschieden, ihn eingeschlagen und sich darin eingerichtet. Anfangs merkte man nicht, dass er sich mehr und mehr veränderte, nicht mehr dem entspricht, was man sich einmal erhofft und erträumt hat. Und dann ist es zu spät. Und man bleibt. Vielleicht hilft diese Geschichte, hinzuschauen, das eigene Leben zu hinterfragen. Vielleicht hilft es, wenn man selbst in einem solchen Leben steckt und es einem beim Lesen bewusst wird. Ich weiss es nicht. Was ich weiss, ist, dass ich hier in eine Geschichte getaucht bin, in welcher mir keine der Figuren wirklich sympathisch wurde. Sie blieben merkwürdig fremd, undurchschaubar, blass. Die Geschichte selbst kann kaum eine solche genannt werden, auch Roman greift zu weit. Es ist höchstens eine Erzählung, eine Momentaufnahme. Zurück bleibt ein undefinierbares Gefühl.

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