Produktbild: Der König und der Uhrmacher
Band 1

Der König und der Uhrmacher Buch des Jahres 2024 - von der Histo-Couch prämiert: "Ein perfektes Zusammenspiel von Fiktion und Geschichte"

28

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

12835

Erscheinungsdatum

31.05.2024

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

365 (Printausgabe)

Dateigröße

2078 KB

Auflage

1. Auflage 2024

Originaltitel

Sigurverkid

Übersetzt von

Freyja Melsted

Sprache

Deutsch

EAN

9783751755696

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Produktdetails

Format

ePUB

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Verkaufsrang

12835

Erscheinungsdatum

31.05.2024

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

365 (Printausgabe)

Dateigröße

2078 KB

Auflage

1. Auflage 2024

Originaltitel

Sigurverkid

Übersetzt von

Freyja Melsted

Sprache

Deutsch

EAN

9783751755696

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  • dracoma

    aus LANDAU

    5/5

    31.05.2024

    eBook (ePUB)

    Jeder Schritt nach vorne ist…

    Jeder Schritt nach vorne ist ein Schritt in die Vergangenheit Islands erfolgreichster Krimi-Autor legt einen historischen Roman vor: das macht neugierig. Dienen historische Fakten vielleicht nur als Hintergrundfolie für einen Kriminalfall? Um es gleich vorwegzunehmen: nein, das tun sie nicht. Indridason hat hervorragend recherchiert und verbindet zwei historische Epochen miteinander, indem er Gemeinsamkeiten herausstellt und zugleich Kontrapunkte setzt. Ein spannendes Unterfangen, in dessen Mittelpunkt das Phänomen der Zeit steht. Indridason versetzt seine Leser ins ausgehende 18. Jahrhundert. Im Kopenhagener Schloss befindet sich eine der berühmten astronomischen Uhren des Schweizer Uhrenbauers Habrecht; und tatsächlich befindet sich eine dieser Zimmeruhren noch heute in den königlichen Sammlungen. Im Roman ist sie in einem desolaten Zustand, sodass sich der Isländer Jon dieser Uhr annimmt. Er nimmt sie auseinander, ersetzt fehlende Teile und setzt wieder zusammen. Dabei beobachtet ihn immer wieder der dänische König Christian VII., und da Island zur dänischen Krone gehört, lässt er sich von Jon die Geschichte seiner Familie erzählen. Und Jon erzählt. Sein Vater und seine geliebte Pflegemutter waren Opfer des Storidomur aus dem 16. Jhdt geworden, einer vom dänischen König bewilligten Gesetzessammlung, die auf Unzucht im weitesten Sinn strengste Strafen verhängte. König Christian ist geistesgestört, aber er hat seine hellen Momente, und je weiter Jon die Uhr und zugleich seine Familiengeschichte zusammensetzt, umso klarer erkennt der König erschreckende Parallelen zu seiner eigenen Biografie und zu seiner eigenen Familiengeschichte. Vergangenes und Vergessenes wird wieder in die Gegenwart hochgeholt, und die Spiegelungen verstören ihn zutiefst. Die Handlung läuft auf zwei Erzähl- und Zeitebenen ab, und im Mittelpunkt steht die kunstvolle Uhr. Die Parallelität der Ereignisse wird sehr sinnfällig durch das Glockenspiel betont, dem Jon seine eigene Melodie gibt: die eines Psalms über Recht und Unrecht der Mächtigen. Mit diesem Motiv werden nicht nur die Personen und Handlungsstränge, sondern auch die erzählten Zeiten miteinander verbunden. Fazit: ein intelligent komponierter Roman über die Zeit und über die Relativität von Recht und Unrecht.

  • Redcappy

    aus Kelkheim

    4/5

    07.06.2024

    eBook (ePUB)

    Historischer Roman mit viel Geschichtsbezug

    "Der König und der Uhrmacher" ist der erste historische Roman von Arnaldur Indriðason und doch gleichzeitig wieder ein Krimi. Der Uhrmacher Jon Sivertsen macht es sich zur Aufgabe eine historische Uhr vom berühmten Uhrmachermeister Isaak Habrecht wieder zum laufen zu bringen. Es stellt sich heraus, dass dies eine ziemliche Herausforderung wird. Während er an der Uhr arbeitet, bekommt er Besuch vom dänischen König, Christian VII. . Der König und der Uhrmacher kommen ins Gespräch über Island, die ursprüngliche Heimat von Jon und über Jons Familie und was der Vater des Königs mit dem Tod von Jons Vater zu tun hat. Die Geschichte wird in Abschnitten erzählt, abwechselnd in der Gegenwart in Dänemark und in der Vergangenheit in Island. Der dänische König wird durch die Erzählungen des Uhrmachers sehr aufgewühlt und doch fordert er immer wieder, dessen Geschichte weiter zu hören. Obwohl man quasi fast von Beginn an zumindest einen Teil des Endes der Geschichte kennt, ist sie dennoch so spannend erzählt, dass es schwer fällt, das Buch zur Seite zu legen. Soweit Arnaldur Indriðason auf historische Vorbilder zurückgreift (insbesondere den König) schafft er es, die Figuren nah an der (soweit) bekannten Realität zu zeichnen. So war König Christian VII. "geisteskrank" und dies kommt auch deutlich bei den Lesenden an, ohne dass man genau weiß, welcher Art diese "Geisteskrankheit" war. Die zwei Erzählstränge scheinen eigentlich nichts miteinander zu tun zu haben und doch gehören sie zusammen und der eine ist ohne den anderen nicht wirklich denkbar und deutlich weniger spannend. Ich war von Anfang bis Ende von der Geschichte gefesselt und hoffte immer noch auf eine Wende. Mehr möchte ich hier nicht preisgeben. Lesen sollten dieses Buch Geschichtsinteressierte, Skandinavienfans und alle die Arnaldur Indriðason mögen.

  • Bewertung

    4/5

    03.06.2024

    eBook (ePUB)

    Ausflug in die isländische Geschichte

    Der historische Roman DER KÖNIG UND DER UHRMACHER von Arnaldur Indridason ist das erste historische Werk des Krimiautors. Den Namen des Autors Indridason kannte ich bisher nur von spannenden Island-Krimis, die ich gerne gelesen habe. Daher war ich sehr neugierig auf dieses historische Buch……Und wurde nicht enttäuscht. Auch hier schafft es der Autor mit seinem guten Schreibstil die Leserschaft mit auf die Reise zu nehmen. Und die Reise führt im 18. Jahrhundert nach Kopenhagen ins Schloss Christiansborg, wo sich eine 200 Jahre alte Uhr von Isaak Habrechts befindet, die den isländischen Uhrmacher Jon Sivertsen in ihren Bann zieht und die er restaurieren darf – ein Lebenstraum für ihn. Während den Arbeiten kommt ihn immer wieder König Christian VII besuchen und sie unterhalten sich sowohl über die Uhr als auch über Jons Geschichten aus Island – über seine Familienverhältnisse, Ungerechtigkeiten und die Beziehung zum weit entfernten König in Dänemark. Die Geschichten wühlen den König auf und mehr als einmal kommt es zu heiklen Situationen, deren Ursache sich im Laufe des Buches klären. Ein interessantes Buch über eine faszinierende Uhr, einen spannenden Austausch zwischen König und Uhrmacher und nachvollziehbare Beschreibungen zu den Geschehnissen der damaligen Zeit.

  • Philiene

    aus Süsel

    4/5

    01.06.2024

    eBook (ePUB)

    Ein Uhrmacher erzählt

    Auf den ersten Blick haben ein König und ein Uhrmacher ja nicht viel gemeinsam und im Achtzehnten Jahrhundert in dem die Geschichte spielt waren die Standesunterschiede noch gewaltig. Und doch lässt sich König Christian VII sich von einem einfachen Uhrmacher die Geschichte von dessen Vater erzählen, der einst auf Befehl vom Vater des Königs hingerichtet worden ist. In einem großen Bogen wird jetzt eine Geschichte erzählt von der kaum zu glauben ist das sie in einer Hinrichtung endet. Gleichzeitig erfahren wir Leser wie hart das Leben in Island war und von Jòns Liebe zu alten Uhren. Aber auch von den Gegebenheiten am Hof. Arnaldur Indridason ist ein großartiger Erzâhler. Seine Geschichte hat mich von der ersten Seite ab mitgerissen und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Gerade die Geschichte von Jòns Vater war für mich so greifbar und realistisch als wäre ich life dabei. Das besondere an diesem Buch ist für mich das es ohne große Helden auskommt, es erzählt die Geschichte von ganz normalen Menschen , die ihr Leben leben. Und auch der König kommt sehr menschlich rüber., auch wenn er sich natürlich seiner Position bewusst ist. Eine lohnenswerte Geschichte.

  • Bewertung

    5/5

    21.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Historisch, spannend und intensiv

    Der Autor legt hier mit seinem ersten historischen Roman eine sehr gut in die isländische und dänische Geschichte eingebettete und recherchierte Erzählung in zwei zeitlich und örtlich unterschiedlichen Handlungssträngen vor. Der eine verläuft zurzeit König Christians VII. (1749 – 1808) in Kopenhagen im Schloss Christiansborg und der Stadt ab, der andere spielt einige Jahre zuvor auf Island in den Westfjorden. Der isländische Uhrmacher Jón Sivertsen lebt seit seiner Lehre in Kopenhagen und betreibt dort ein Uhrmachergeschäft. Eines Tages bringt er eine für das Schloss reparierte Uhr zurück und geht auf dem Rückweg durch das Gebäude aus Neugierde in einen Lagerraum, in dem sich eine weltberühmte Uhr des Uhrmachermeisters Habrecht befinden soll, die aber schon lange nicht mehr läuft. Er findet sie und fängt an sie mit Duldung der Wachen zu reparieren. Eines Tages entdeckt ihn König Christian VII. dabei und die beiden kommen vorsichtig ins Gespräch. Daraus entwickelt sich eine eher seltsam anmutende Art der Freundschaft, in deren Verlauf Jón dem König die Geschichte seines Vaters in den isländischen Westfjorden erzählt. Dieser wurde aufgrund eines Kuckuckskindes, das er als seines ausgegeben und angenommen hatte, wegen der dort damals herrschenden Gesetze zusammen mit seiner zweiten Frau hingerichtet, auf Geheiß des Vaters von König Christian VII. Auch der König erzählt Jón ein Stück seiner Geschichte. Der Autor hat mich sofort durch seinen Schreibstil in seine Erzählung hineingezogen, obwohl alles sehr ruhig fließend ohne viel Action erzählt wird. Ich konnte nur schwer mit Lesen aufhören und wollte gerne wissen, wie es zu Jóns Vaters Zeiten in Island weitergeht, als auch mit der Uhr, dem Uhrmachermeister und dem König - was für eine traurige Gestalt! Der Autor hat sich intensiv mit der Geschichte seines Heimatlandes zu dieser Zeit als auch der Dänemarks, das Island besetzt hielt, auseinandergesetzt. Die historischen Personen und Abläufe als auch die Uhr, die man heutzutage auf Schloss Rosenborg bewundern kann, sind sehr gut in die Erzählung um Jón herum eingepasst. Fast wirkt er selbst wie eine historische Figur dieser Epoche. Den isländischen Namen Jón Sigurdsson trug aber etliche Jahre später ein isländischer Politiker, Historiker und Philologe, der ein Vorkämpfer für die Selbstständigkeit Islands war. Vielleicht hat der Autor den Namen von ihm entlehnt, denn auch Jón und sein Vater vertraten für die damalige Zeit moderne (politische) Ansichten. Gut gefallen hat mir auch, dass der Autor philosophische Fragen in seine Handlung, in die Gespräche von Jon und dem König einbaut. Sprachlich und geschichtlich ist dieses Buch ein Genuss! Auch das passende Bild des Schlosses auf dem Cover, das zeitgenössische Innenbild aus Island und das Lesebändchen machen dieses Buch auch optisch sehr ansprechend. Wer den Autoren von seinen Kriminalromanen her kennt, weiß nun: Indridason kann auch historische Romane wunderbar schreiben!

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