Produktbild: Stumme Zeit

Stumme Zeit Roman

6

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.02.2024

Verlag

Dörlemann

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

19,6/12,7/3 cm

Gewicht

476 g

Farbe

Mauve

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03820-137-3

Beschreibung

Rezension

»Ein passenderes Buch über die Insel als Silke von Bremens
Stumme Zeit
dürfte es derzeit kaum geben.«
DER SPIEGEL

»Mit ihrem Debütroman
Stumme Zeit
entführt die Sylter Gästeführerin Silke von Bremen Leser*innen in die dunkle Vergangenheit einer Insel, die sehr viele Gemeinsamkeiten mit Sylt hat.«
Isabelle Sester / lebensart 

»Der Roman handelt vom großen Schweigen, von Familien-Geheimnissen und führt in das dunkle Kapitel der Inselgeschichte ...«
Barbara Glosemeyer / Sylter Rundschau 

»Das Besondere ist der kompetente Umgang mit historischen Informationen. Silke von Bremen weiß, wovon sie schreibt.«
Sven Bohde / Schleswig-Holsteinische Landeszeitung 

»Silke von Bremens Buch
Stumme Zeit
(Dörlemann) führt die Leserinnen und Leser in die jüngere Vergangenheit der Insel, die Vergangenheit einer Familie und ihres Umfeldes, ungelüftete Geheimnisse und eine Mauer des Schweigens.«
BuchMarkt

»Ein beeindruckender und packender ›Heimat‹-Roman.«

Am Meer


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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.02.2024

Verlag

Dörlemann

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

19,6/12,7/3 cm

Gewicht

476 g

Farbe

Mauve

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03820-137-3

Herstelleradresse

Verlegerdienst München
Gutenbergstraße 1
82205 Gilching
DE

Email: webmaster@verlegerdienst.de

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Für mich ein Highlight!

hamburg.lesequeen aus Bargfeld-Stegen am 30.03.2024

Bewertungsnummer: 2166181

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch konnte mich als Nordlicht mit seinem allerersten Satz begeistern: „Der Himmel hatte seit Tagen das undefinierbare Grau eines alten Feudels. Aber am Morgen frischte der Wind auf, zerriss den himmlischen Putzlappen und jagte bald darauf große, kompakte Wolken über die Insel.“ (S. 7) STUMME ZEIT Silke von Bremen 1975: "Sönnich Petersen war ein schweres Gewitter auf zwei Beinen, das sich in einer gewaltigen Explosion entlud.“ (S. 16) Er war ein Nazi; brutal und ungerecht, doch jetzt war er tot. Seine Tochter Helma trauert ihm nicht nach: zu oft hat er sie vor versammelter Mannschaft bloßgestellt. Jetzt kann Helma ihr Leben leben, doch was ist ihr Leben schon? Ihre Mutter starb im Wochenbett. Sie blieb alleine mit ihrem lieblosen Vater, der sie nie beachtete, auf einer Insel in der Bauernkate mit Reetdach zurück. Wenn es die Flüchtlingsfrau Alwine, die bei ihnen damals zwangseinquartiert wurde und die Nachbarin Lena nicht gegeben hätte, wäre ihr Leben trostlos verlaufen. Doch auch Lena verschwand ganz plötzlich. Nun hatte sie nur noch Alwine und diese blieb auf dem Hof nur für Helma. Sönnich und sie konnten sich nicht ausstehen; sie gingen einander aus dem Weg. Bei Alwine konnte sich die kleine Helma anschmiegen. Sie war es, die ihr Lieder sang und Geschichten aus der Heimat erzählte. „Alwine musste sich nun doch räuspern. Ihr Gehirn schickte Bilder von roten Sprenkeln im Schnee, zerrissenen Körpern und brennenden Menschen, deren Schreie mit ihr geflohen waren. Alles, was ihr Leben erfüllt hatte, war zurückgeblieben in Wiesenthal, aber das, worauf sie gerne verzichtet hätte, klebte an ihr wie das Harz von frisch geschlagenen Tannen.“ (S. 70) Und heute? Kein Mann und keine Kinder - das ist die traurige Bilanz. Doch sie musste ja immer ihrem Vater helfen. Wie hätte sie da ein eigenes Leben aufbauen sollen? Und den einen, den sie mochte, hatte ihr Vater vom Hof gejagt. Helma beschließt es den anderen Insulanern gleichzutun: Sie wird ihre Zimmer an die Touristen, die seit neuesten die Insel im Sommer belagern, vermieten. Während des Umbaus findet sie im Schrank ihres Vaters ein Poesiealbum, das ihrer Mutter gehörte. Darin liest sie ganz fürchterliche Dinge … Was für ein tolles Buch! Silke von Bremen hat mich mit ihrem feinen Schreibstil verzaubert. Diese kühle Distanziertheit, das seichte Eintröpfeln des Plattdeutschen, verwoben mit wunderschönen Beschreibungen der Insel. Einfach gelungen! Für mich war das Buch ein wahrer Pageturner und ein Highlight und deshalb möchte ich allen, die Waterkant und Familienromane lieben, dieses Buch ans Herz legen. 5/ 5

Für mich ein Highlight!

hamburg.lesequeen aus Bargfeld-Stegen am 30.03.2024
Bewertungsnummer: 2166181
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch konnte mich als Nordlicht mit seinem allerersten Satz begeistern: „Der Himmel hatte seit Tagen das undefinierbare Grau eines alten Feudels. Aber am Morgen frischte der Wind auf, zerriss den himmlischen Putzlappen und jagte bald darauf große, kompakte Wolken über die Insel.“ (S. 7) STUMME ZEIT Silke von Bremen 1975: "Sönnich Petersen war ein schweres Gewitter auf zwei Beinen, das sich in einer gewaltigen Explosion entlud.“ (S. 16) Er war ein Nazi; brutal und ungerecht, doch jetzt war er tot. Seine Tochter Helma trauert ihm nicht nach: zu oft hat er sie vor versammelter Mannschaft bloßgestellt. Jetzt kann Helma ihr Leben leben, doch was ist ihr Leben schon? Ihre Mutter starb im Wochenbett. Sie blieb alleine mit ihrem lieblosen Vater, der sie nie beachtete, auf einer Insel in der Bauernkate mit Reetdach zurück. Wenn es die Flüchtlingsfrau Alwine, die bei ihnen damals zwangseinquartiert wurde und die Nachbarin Lena nicht gegeben hätte, wäre ihr Leben trostlos verlaufen. Doch auch Lena verschwand ganz plötzlich. Nun hatte sie nur noch Alwine und diese blieb auf dem Hof nur für Helma. Sönnich und sie konnten sich nicht ausstehen; sie gingen einander aus dem Weg. Bei Alwine konnte sich die kleine Helma anschmiegen. Sie war es, die ihr Lieder sang und Geschichten aus der Heimat erzählte. „Alwine musste sich nun doch räuspern. Ihr Gehirn schickte Bilder von roten Sprenkeln im Schnee, zerrissenen Körpern und brennenden Menschen, deren Schreie mit ihr geflohen waren. Alles, was ihr Leben erfüllt hatte, war zurückgeblieben in Wiesenthal, aber das, worauf sie gerne verzichtet hätte, klebte an ihr wie das Harz von frisch geschlagenen Tannen.“ (S. 70) Und heute? Kein Mann und keine Kinder - das ist die traurige Bilanz. Doch sie musste ja immer ihrem Vater helfen. Wie hätte sie da ein eigenes Leben aufbauen sollen? Und den einen, den sie mochte, hatte ihr Vater vom Hof gejagt. Helma beschließt es den anderen Insulanern gleichzutun: Sie wird ihre Zimmer an die Touristen, die seit neuesten die Insel im Sommer belagern, vermieten. Während des Umbaus findet sie im Schrank ihres Vaters ein Poesiealbum, das ihrer Mutter gehörte. Darin liest sie ganz fürchterliche Dinge … Was für ein tolles Buch! Silke von Bremen hat mich mit ihrem feinen Schreibstil verzaubert. Diese kühle Distanziertheit, das seichte Eintröpfeln des Plattdeutschen, verwoben mit wunderschönen Beschreibungen der Insel. Einfach gelungen! Für mich war das Buch ein wahrer Pageturner und ein Highlight und deshalb möchte ich allen, die Waterkant und Familienromane lieben, dieses Buch ans Herz legen. 5/ 5

Wunderschön: Große Heimatliebe und Sprachlosigkeit in dunklen Zeiten

moneslesecouch am 06.03.2024

Bewertungsnummer: 2147492

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In ihrem Debütroman nimmt uns die Heimatforscherin Silke von Bremen mit auf „ihre“ Insel, wo wir die Familie Petersen kennenlernen, deren Tochter Helma nach und nach die Zusammenhänge ihrer Familiengeschichte aufdeckt. Ihr cholerischer und gefühlskalter Vater und Familienoberhaupt Sönnich, die zu früh verstorbene Mutter Karen und ihre Großmutter Gondel. Alles ist verwoben und vieles entspringt einer dunklen Zeit während des Krieges und danach. Erzählt wird hauptsächlich aus Helmas Sicht, aber auch ihre frühen Freunde Rudi, dessen Mutter zu während des Krieges „mitgenommen“ wurde und Dietrich, der Flüchtling und ihre große Liebe kommen zu Wort. Der Titel zieht sich hier durch den Roman, es war eine Zeit, in der über vieles nicht geredet werden durfte aber auch eine Zeit, in der innerhalb Familie und Freunden keine Worte gefunden wurden und die Sprachlosigkeit auf den Seelen lag. Es ist ein ganz wunderbarer Roman, der mich sehr stimmungsvoll in ein Sylt des Auf- und Umbruchs mitgenommen, der mich zum Nachdenken und Nachklingen lassen angeregt hat und der Mut macht, sich unter vielen Jahren und Jahrzehnten der Sprachlosigkeit vergrabenen Traumata zu stellen. Ein Buch, das ganz ruhig daherkommt, stimmungsvoll und voller Empathie die Gegend und die Menschen zeichnet und das viel Hoffnung macht. Ich finde, dass hier die großes Verbundenheit der Autorin mit der Insel, der Pflege und dem Erhalt der Natur, der Bräuche und der Häuser mitschwingt. Ich empfehle es allen, die gerne große Familienromane mit geschichtlichem Hintergrund und viel Lokalkolorit lesen. Wer gerne „Marschlande“ von Jarka Kubsova oder „Als wir an Wunder glaubten“ von Helga Bürster gelesen hat, der wird auch diesen Roman gerne lesen.

Wunderschön: Große Heimatliebe und Sprachlosigkeit in dunklen Zeiten

moneslesecouch am 06.03.2024
Bewertungsnummer: 2147492
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In ihrem Debütroman nimmt uns die Heimatforscherin Silke von Bremen mit auf „ihre“ Insel, wo wir die Familie Petersen kennenlernen, deren Tochter Helma nach und nach die Zusammenhänge ihrer Familiengeschichte aufdeckt. Ihr cholerischer und gefühlskalter Vater und Familienoberhaupt Sönnich, die zu früh verstorbene Mutter Karen und ihre Großmutter Gondel. Alles ist verwoben und vieles entspringt einer dunklen Zeit während des Krieges und danach. Erzählt wird hauptsächlich aus Helmas Sicht, aber auch ihre frühen Freunde Rudi, dessen Mutter zu während des Krieges „mitgenommen“ wurde und Dietrich, der Flüchtling und ihre große Liebe kommen zu Wort. Der Titel zieht sich hier durch den Roman, es war eine Zeit, in der über vieles nicht geredet werden durfte aber auch eine Zeit, in der innerhalb Familie und Freunden keine Worte gefunden wurden und die Sprachlosigkeit auf den Seelen lag. Es ist ein ganz wunderbarer Roman, der mich sehr stimmungsvoll in ein Sylt des Auf- und Umbruchs mitgenommen, der mich zum Nachdenken und Nachklingen lassen angeregt hat und der Mut macht, sich unter vielen Jahren und Jahrzehnten der Sprachlosigkeit vergrabenen Traumata zu stellen. Ein Buch, das ganz ruhig daherkommt, stimmungsvoll und voller Empathie die Gegend und die Menschen zeichnet und das viel Hoffnung macht. Ich finde, dass hier die großes Verbundenheit der Autorin mit der Insel, der Pflege und dem Erhalt der Natur, der Bräuche und der Häuser mitschwingt. Ich empfehle es allen, die gerne große Familienromane mit geschichtlichem Hintergrund und viel Lokalkolorit lesen. Wer gerne „Marschlande“ von Jarka Kubsova oder „Als wir an Wunder glaubten“ von Helga Bürster gelesen hat, der wird auch diesen Roman gerne lesen.

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Stumme Zeit

von Silke Bremen

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