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Die Leuchttürme der Stevensons Historischer Roman über den weltberühmten Autor von "Die Schatzinsel" und "Dr. Jekyll und Mr. Hyde"

29

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.08.2024

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21,5/13,7/3,4 cm

Gewicht

546 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage 2024

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7577-0030-0

Beschreibung

Rezension

"Faszinierende Zeitreise" Gießener Anzeiger, 30.9.2024 "Ein Muss für alle, die sich für historische Romane interessieren!" Mediennerd, 16.9.2024 "Interessant und ungewöhnlich." Carsten Jaehner, Histo-Couch, Dezember 2024

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.08.2024

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21,5/13,7/3,4 cm

Gewicht

546 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage 2024

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7577-0030-0

Herstelleradresse

Lübbe
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

Email: vertrieb@luebbe.de

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  • Bewertung

    5/5

    21.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Schottland, Leuchttürme und Geschichten

    In diesem historischen Roman wird die Kindheit des Schriftstellers Robert Louis Stevenson – Autor von „Die Schatzinsel“ und „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ – beschrieben. Als Kind eines Leuchtturmbauers in einer Leuchtturmbauerdynastie in Schottland sieht sein Weg vorherbestimmt aus und seine Eltern lassen auch keinen Zweifel daran aufkommen, dass Robert die Familientradition fortführen wird. Sein Vater erzieht ihn, vor allem da er merkt, dass Louis eigentlich andere Ambitionen hat, sehr streng. Er lässt ihn früh an den Aufgaben der Leuchtturmbauer teilhaben, bürdet ihm später trotz labiler Gesundheit Inspektionsreisen im rauen Klima Schottlands auf und überhäuft ihn neben dem Studium mit Arbeiten für die Firma, damit er ja nicht auf andere Gedanken kommt. Seine Mutter unterstützt seine „Schreibereien“ und seinen Hang zum Theater zwar anfänglich wie ein Hobby, weil sie merkt, dass es ihrem fantasievollen Einzelkind guttut. Aber auch sie zieht die Grenzen enger und mit ihrem Mann an einem Strang, als Robert anfängt das Studium und seine Büroarbeiten zu vernachlässigen. So lebt der junge Robert Louis Stevenson ständig in Anspannung zwischen den Ansprüchen und der Tradition seiner Familie und seinen eigenen Anlagen und Wünschen. Noch dazu ist er oft krank. Bis Robert sich traut und es schafft, seinem Vater zu sagen, dass er nicht Leuchtturmbauer werden wird, vergeht eine Menge Zeit, auch geht er dabei noch den Umweg über ein Jurastudium. Sabine Weiss erzählt die frühen Jahre des Autors fast wie in einem Tagebuch, aber nicht in Ich-Form. Ruhige Zeiten wechseln mit turbulenteren Phasen ab. Dabei arbeitet sie die Gefühlswelt des Hauptprotagonisten stets plastisch heraus, angefangen von den Ängsten des kranken Kindes über die Last des Studiums, das erste Verliebtsein, seine sehr gute Beobachtungsgabe und Menschenzugewandtheit bis hin zum Bruch mit der Familientradition. Die Leserin kann seine Gedanken und Entscheidungen meist gut nachvollziehen und mitfühlen, obwohl diese zum großen Teil aus den historischen Umständen in einem strenggläubigen Elternhaus heraus getroffen wurden und der heutigen LeserIn dadurch nicht immer ganz verständlich sind. Der Autorin gelingt es die historische Zeit gekonnt einzufangen und das Leben damals in Schottland in vielen Facetten darzustellen, von arm bis reich, von jung bis alt, Frau und Mann, usw. Dabei laufen die Lebensjahre und – erlebnisse des jungen Stevenson wie ein roter Faden hindurch. Sie beschreibt ihren Hauptprotagonisten, wie auch die anderen Charaktere sehr glaubwürdig. Der Epilog am Ende des Buches der einen kurzen Einblick in sein späteres Leben und Schaffen gibt, rundet den Roman gekonnt ab. Im ausführlichen Nachwort schildert die Autorin, wie sie zum Schreiben dieses Romans kam, was nach seinem Tod mit seinen Werken geschah, über Fakten und Fiktion in ihrer Geschichte, u. v. m. Dabei zeigt sich, dass Frau Weiss sehr genau recherchiert hat, und damit weckt sie die Neugier ihrer LeserInnen an, sich nun ebenfalls zu informieren (Fotos der Leuchttürme anzusehen, ist sehr zu empfehlen!). Als schöne Beigaben enthält das Buch im Einband vorne und hinten noch eine Karte der Leuchttürme, eine kurze Übersicht über die Stevenson-Ingenieure und ein Glossar zu schottischen Ausdrücken. Ein gelungener historischer Roman zum Leben eines Autors in seiner Zeit!

  • antiquariat_der_träume

    5/5

    20.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Auf den Spuren von Robert Louis Stevenson

    Dunkle Wogen, windgepeitscht, mein kleines Seelenschiffchen inmitten des schäumenden Kessels. So manches Wort hallt in meinem Herzen nach und ich betrachte nachdenklich das Buch – Die Leuchttürme der Stevensons, aus der Feder von Sabine Weiß, erschienen im Lübbe Verlag – das wunderschöne Cover, so schlicht gehalten wie ein altes Gemälde und auf seine ganz eigene Weise atmosphärisch. Wie gern hätte ich ihm gesagt was seine Geschichten für mich bedeuten. Die Schatzinsel, Der seltsame Fall des Dr. Jekill und Mr. Hyde, von denen viele schon mal gehört haben ohne so recht zu wissen wer sie eigentlich schrieb. Doch Sabine Weiß erschuf mit ihrem historischen Roman ein Werk, welches uns diesen besonderen Mann ein wenig näher bringt. Robert Louis Stevenson. Ich hatte es nicht schwer in die Geschichte hinein zu finden. Welch ungewöhnlicher Schreibstil, ganz verträumt mit all seinen wunderbar seltsamen Worten, beschreibend, belebend, ein bisschen fremd hier und da, dennoch oder vielleicht gerade deswegen, spannend und fesselnd. Ich habe mich gleich wohl gefühlt und folgte gebannt dem Geschehen, welches schon zu Beginn ganz schön Wind in den Segeln trägt. Schon der Prolog führt uns in ein wahrlich düsteres Kapitel. Louis Stevenson, zarte 6 Jahre alt, ist ein kränkliches Kind und erleidet nicht nur leidvolle Hustenanfälle, sondern auch fiebrige Albträume, die seine arme, kleine Seele, aber auch seine Eltern und seine Amme in Angst und Schrecken versetzen. Ich konnte als geneigte Leserin so mitfühlen, dass ich ganz erleichtert war, als auf der nächsten Seite die geschwungene 1 auf das erste Kapitel hinwies. Doch während dieses Kapitel, ich kann es nicht anders sagen, denn ich liebe das Meer, so sanft und gemütlich beginnt, schlagen auch hier bald die Wellen hoch und bringen mein Seelenschiffchen ganz schön ins trudeln. Louis Albträume scheinen wirklich sehr real gewesen zu sein und er tut mir ehrlich leid. So etwas wieder und wieder zu erleben muss schrecklich gewesen sein. Die Beschreibungen der Orte und Begebenheiten las ich gern – vielleicht weil ich derartige Bücher gewohnt bin und sie gern mag, sie wirkten auf mich sehr atmosphärisch und passend zu den Geschichten Stevensons selbst. Die Charaktere waren mir indes allesamt angenehm. Viele waren mir sympathisch und ich konnte ihr Handeln und Denken nachvollziehen. Louis als unser Hauptcharakter ließ mich besonders mitfühlen und mitfiebern. Seine kleinen Flegeleien und Albernheiten ließen ihn herrlich lebhaft wirken, er ließ sich durch seine Kränklichkeit und durch die Albträume nicht die Freude am Leben nehmen. Das finde ich sehr bewundernswert. Allein seine zögerliche Art ließen mich hier und da die Augen verdrehen. Er wirkte so... voller Tatendrang und doch tatenlos. Er schob vor sich her, schwänzte, scheute und sehnte sich doch nach so viel mehr. So lege ich das Buch mit einem angenehm nachdenklichen Gefühl in mein Regal. Inmitten all der Zwänge, der Einschränkungen und (zu hohen) Erwartungen versuchte ein junger Louis Stevenson sich selbst und seinen Weg zu finden. Geplagt von Selbstzweifeln und tiefen Schuldgefühlen (insbesondere seinen Eltern und seiner ersten großen Liebe gegenüber) führte ihn diese Suche immer wieder in ziemlich extreme Situationen. Immer wieder, während ich von Louis Gedanken las und seine innere Zerrissenheit in meinem Herzen spürte, dachte ich, wie gern hätte ich ihm gesagt, was seine Geschichten – vor allem Die Schatzinsel – für mich bedeuten. Ich habe das Gefühl, dass hier sehr gut recherchiert und ausgearbeitet wurde und durch den wirklich wundervollen Schreibstil wurden Charaktere, Orte, Zeit und Lebensgeschichte so wunderbar beschrieben, dass ich wirklich viel daraus mitnehmen, daraus lernen konnte. Von mir eine klare Leseempfehlung.

  • Gabi S

    aus Franken

    5/5

    07.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Berühmt, aber unbekannt

    Robert Louis Stevenson wurde nur 44 Jahre alt, war seit der Geburt kränklich (Lungenleiden) und soll als einziger Sohn die Firma seines Vaters weiterführen. Sein Großvater, sein Onkel waren Ingenieure und auch sein Vater, sie bauten vor der Küste Schottlands gewaltige Leuchttürme. Er soll nun in deren Fußstapfen treten, obwohl er ganz andere eigene Pläne und eine besondere Leidenschaft hat. Er möchte schreiben und seine Fantasie ausleben. Aber gleichzeitig möchte er auch seine Familie nicht enttäuschen, das Wissen und die Kenntnisse solche Projekte zu realisieren hat er sich angeeignet. Sabine Weiss hat die Jugend des Autoren von "Die Schatzinsel" und "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" sehr bildhaft und packend geschildert. Nicht nur die gewaltigen und mächtigen Leuchttürme, die herausfordernde See und die harte und gefährliche Arbeit, die damit verbunden war, schilderte sie so real, ebenso die innere Zerrissenheit des jungen Mannes. Sie hat bei mir definitiv nicht nur die Lust aufs Meer und Leuchttürme geweckt auch werde ich sicherlich noch einmal, die zwei bekanntesten Werke des Autors lesen. Nun mit einem ganz anderen Blick. Bestens recherchiert und in eine sehr lesenswerte Geschichte verpackt, die sich sehr flüssig lesen lässt - von der ersten Seite bis zum Schluss "Hoffentlich würde er lange genug leben, um seine Träume in die Tat umsetzen zu können" - Einige konnte er sicherlich verwirklichen. Kompliment Gerne hätte ich noch mehr von seine letzten Jahre erfahren

  • mama2009

    aus Niederwürschnitz

    5/5

    06.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Aus dem Leben eines Schriftstellers

    Meine Meinung und Fazit: Bekannter Autor, Lebensgeschichte und dann aus der Feder von der Autorin Sabine Weiss - da wusste ich, dass das Buch gelesen werden muss. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Das Buch spielt größtenteils in Edinburgh, Ende des 19. Jahrhunderts und neben dem Leben von Robert Louis Stevenson erfährt man vieles über die damalige Zeit, die Umstände und wie das Leben der Menschen in unterschiedlichen Schichten war. Louis wächst in einer liebevollen Umgebung auf, ihm fehlt es an nichts, doch er kann trotzdem nicht seinen Weg gehen. Moral aber zum großen Teil auch die gesellschaftlichen Erwartungen pressen ihn in einen vorgefertigten, vorgeplanten Weg. Es wird keine Rücksicht Individualität genommen, kein Raum für eigene Entfaltung und leider ist er nie gut, zumindest war dies mein Eindruck beim Lesen. Aber er ist doch seinen Weg gegangen, wie gut für uns. Zusätzlich hat mir das Hintergrundwissen zum Bau von Leuchttürme gefallen und ich werde diese mit boch mehr Hochachtung betrachten und vielleicht bald mal auf einer Schottlandreise entdecken?! Eine klare Leseempfehlung und zum Schluss noch meine Lieblingsstellen: Kapitel 12 »Sollten wir nicht besser abschütteln, was unsere Eltern uns beigebracht haben, und unsere eigenen moralischen Maßstäbe entwickeln?« Kapitel 16 »Dann erklärst du es ihm eben noch einmal. Manchmal dauert der Lernprozess etwas. Man muss immer danach streben, sein bestes Selbst zu werden. Auch wenn es dauert oder der Lernprozess schmerzhaft ist.« Kapitel 32 »Warum sollte man überhaupt die Fähigkeiten und Neigungen unterdrücken, die man hatte? Warum sollte man nicht seinen Leidenschaften nachgehen, das Leben auskosten?« Mein Dank geht an das Team von lesejury.de für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an die Autorin für diese Zeitreise.

  • Quilly

    aus Am Wattenmeer

    5/5

    06.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ingenieurskunst versus…

    Ingenieurskunst versus Erzählkunst Sabine Weiss verbindet in ihrem historischen Roman „Die Leuchttürme der Stevensons“, einen Teil der Entstehungsgeschichte der Leuchttürme an der schottischen Küste und die Lebensgeschichte des jungen Robert Louis Stevenson, der in seinem späteren Leben unter anderem die Werke „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ und „Die Schatzinsel“ schreiben wird. Der Bogen gelingt ihr dadurch, dass der Schriftsteller als ein Mitglied der schottischen Leuchtturmbauerdynastie der Stevensons im 19. Jahrhundert geboren wurde und zunächst dieses Handwerk erlernte. Sabine Weiss gelingt es, mit ihrem mitreißenden Schreibstil, den Leser in eine andere Welt zu entführen und Sehnsucht nach der schottischen Küste zu wecken. Als Leserin wollte ich am liebsten gleich meine Koffer packen und mir die Leuchttürme in der sturmumtosten See anschauen. Aber der Roman bietet nicht nur viel Wissen um die Entstehung der Leuchttürme, sondern auch einen Einblick in das Leben dieser Zeit. Mit der realen Figur R. L. Stevenson, der zerrissen ist, zwischen dem Wunsch, der Familie zu Liebe der Tradition zu folgen und ebenfalls ein erfolgreicher Leuchtturmbauer zu werden und dem inneren Drang, Schriftsteller zu werden, wird dem Leser viel Lokalkolorit der Zeit geboten, aber auch menschliches Elend und innere Zerrissenheit werden nicht nur nebenbei behandelt. Insgesamt also ein vielschichtiges Buch, dass allerdings – wie es aber auch bei der Dicke des Buches nicht anders zu erwarten ist – nicht immer so tief ins Detail geht, wie man es als Leser an der einen oder anderen Stelle vielleicht gerne hätte. Dennoch finde ich das Buch sehr empfehlenswert, insbesondere wer Leuchttürme und stürmische Küsten liebt und gerne Bücher liest, die eine Mischung aus Informationen, Geschichtchen und Dramen des 19. Jahrhunderts bieten und sich dabei vielleicht zurücklehnen und denken möchte, „haben wir es heute doch gut“, dem kann ich nur raten, dieses Buch unbedingt zu lesen.

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