Produktbild: Als wir Schwestern waren

Als wir Schwestern waren Roman

2

14,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.08.2024

Verlag

btb

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,3/11,6/2,7 cm

Gewicht

294 g

Farbe

Moosgrün

Originaltitel

When we were sisters

Übersetzt von

Yvonne Eglinger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77452-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.08.2024

Verlag

btb

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,3/11,6/2,7 cm

Gewicht

294 g

Farbe

Moosgrün

Originaltitel

When we were sisters

Übersetzt von

Yvonne Eglinger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77452-4

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Eine außergewöhnliche Stimme

MarieOn am 19.08.2024

Bewertungsnummer: 2271027

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Noreen, die Chefin des Spielplatzes und älteste, Aisha, die Stille und Kausar, die Jüngste, das sind die drei Schwestern, die schon früh die Mutter verloren haben und jetzt noch den geliebten Vater. Er wurde auf der Straße erschossen. Nun sitzen viele Tanten im Wohnzimmer und weinen. Kausar liebt es zu weinen. Ich weinte, begeistert von diesem Weinen, und die Erwachsenen, die mich sahen, weinten umso mehr, und so weinte ich auch umso mehr, weil ich wusste, dass ich gut darin war und niemand mich im Weinen schlagen, mich über-weinen konnte. S. 17 Sie beratschlagten lange, wohin mit den Mädchen? Wenn es Jungen wären, dann würde sich jemand finden, der sie aufnahm, aber Mädchen. Am nächsten Tag kam Onkel … Der pakistanische Bruder ihrer Mutter. Er hatte eine Gorra geheiratet, die zum Islam konvertierte, aber das interessierte seine Mutter und Cousinen nicht Maschallah. Dann ließ sie sich scheiden und behielt Häuschen mit Garten und die zwei Söhne. Der Onkel … nimmt die Mädchen mit in seine Wohnung. Wer sich um ein Waisenkind kümmert, dem ist der Eintritt ins Dschanna sicher und das kann nie schaden. Sie bekommen ein Zimmer in der Nachbarwohnung, die sie sich mit einem muslimischen Paar teilen. Sie nennen die beiden Tante und Meemoo. Weil Onkel … oft vergisst den Mädchen den Kühlschrank aufzufüllen, kocht Tante für sie, von dem Geld, das Meemoo verdient, aber dann verlangt Onkel …, dass die Mädchen sich von den beiden fernhalten und weil das schwierig ist, droht Onkel … Kausar, dass er Meemoo anzeigt, weil er Sex mit Kausar hatte: Was denkst du, wem sie glauben werden, dir oder mir? Kurz vor Erhalt ihrer Greencard ziehen Tante und Meemoo aus. Sie nehmen weinend Abschied und schwören, dass sie sich wieder treffen werden. Fazit: Fatimah Asghar hat ganze Arbeit geleistet. Sie nimmt ihre Leser:innen mit in ein Amerika der 90er – Jahre. Ihre Hauptprotagonistin und beide Schwestern verlieren alles und werden in eine fremde Welt gestoßen, in der es keine Stabilität gibt. Menschen, die ihnen ans Herz wachsen verschwinden wieder. Der Onkel ist weder zuverlässig noch vertrauenswürdig. Er hat die Mädchen aus reinem Eigennutz aufgenommen, das Verhältnis zwischen ihnen bleibt lieblos. Die einzige Konstante ist die schwesterliche Verbundenheit und der Zusammenhalt. Allerdings trägt jede von ihnen ihren Verlust anders, leidet anders darunter. Die Sprache ist außergewöhnlich. Die Autorin beherrscht die Kunst, Gefühle zu transportieren und für die Leser spürbar zu machen. Ich war stellenweise erschüttert und wütend, obwohl die Geschichte fiktiv ist. Die Ich-Erzählung aus Sicht Kausars, führt ganz nah an die Situation heran. Das Ende ist rührend und versöhnlich. Eine runde Geschichte, die ich zu gerne weiterempfehle.

Eine außergewöhnliche Stimme

MarieOn am 19.08.2024
Bewertungsnummer: 2271027
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Noreen, die Chefin des Spielplatzes und älteste, Aisha, die Stille und Kausar, die Jüngste, das sind die drei Schwestern, die schon früh die Mutter verloren haben und jetzt noch den geliebten Vater. Er wurde auf der Straße erschossen. Nun sitzen viele Tanten im Wohnzimmer und weinen. Kausar liebt es zu weinen. Ich weinte, begeistert von diesem Weinen, und die Erwachsenen, die mich sahen, weinten umso mehr, und so weinte ich auch umso mehr, weil ich wusste, dass ich gut darin war und niemand mich im Weinen schlagen, mich über-weinen konnte. S. 17 Sie beratschlagten lange, wohin mit den Mädchen? Wenn es Jungen wären, dann würde sich jemand finden, der sie aufnahm, aber Mädchen. Am nächsten Tag kam Onkel … Der pakistanische Bruder ihrer Mutter. Er hatte eine Gorra geheiratet, die zum Islam konvertierte, aber das interessierte seine Mutter und Cousinen nicht Maschallah. Dann ließ sie sich scheiden und behielt Häuschen mit Garten und die zwei Söhne. Der Onkel … nimmt die Mädchen mit in seine Wohnung. Wer sich um ein Waisenkind kümmert, dem ist der Eintritt ins Dschanna sicher und das kann nie schaden. Sie bekommen ein Zimmer in der Nachbarwohnung, die sie sich mit einem muslimischen Paar teilen. Sie nennen die beiden Tante und Meemoo. Weil Onkel … oft vergisst den Mädchen den Kühlschrank aufzufüllen, kocht Tante für sie, von dem Geld, das Meemoo verdient, aber dann verlangt Onkel …, dass die Mädchen sich von den beiden fernhalten und weil das schwierig ist, droht Onkel … Kausar, dass er Meemoo anzeigt, weil er Sex mit Kausar hatte: Was denkst du, wem sie glauben werden, dir oder mir? Kurz vor Erhalt ihrer Greencard ziehen Tante und Meemoo aus. Sie nehmen weinend Abschied und schwören, dass sie sich wieder treffen werden. Fazit: Fatimah Asghar hat ganze Arbeit geleistet. Sie nimmt ihre Leser:innen mit in ein Amerika der 90er – Jahre. Ihre Hauptprotagonistin und beide Schwestern verlieren alles und werden in eine fremde Welt gestoßen, in der es keine Stabilität gibt. Menschen, die ihnen ans Herz wachsen verschwinden wieder. Der Onkel ist weder zuverlässig noch vertrauenswürdig. Er hat die Mädchen aus reinem Eigennutz aufgenommen, das Verhältnis zwischen ihnen bleibt lieblos. Die einzige Konstante ist die schwesterliche Verbundenheit und der Zusammenhalt. Allerdings trägt jede von ihnen ihren Verlust anders, leidet anders darunter. Die Sprache ist außergewöhnlich. Die Autorin beherrscht die Kunst, Gefühle zu transportieren und für die Leser spürbar zu machen. Ich war stellenweise erschüttert und wütend, obwohl die Geschichte fiktiv ist. Die Ich-Erzählung aus Sicht Kausars, führt ganz nah an die Situation heran. Das Ende ist rührend und versöhnlich. Eine runde Geschichte, die ich zu gerne weiterempfehle.

Viele Aspekte wurden mir nicht differenziert genug beleuchtet!

Christin von Hertzklecks am 12.02.2025

Bewertungsnummer: 2410346

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Fatimah Asghar überraschte mich mit einem poetischen, ungewöhnlichen Schreibstil. Gedankenfetzen reihen sich aneinander, hart, schmerzlich, anfangs konfus. Die Autorin bindet die drei Schwestern in das zentrale Thema Verlust, einhergehende Ängste und Hilflosigkeit ein und spinnt daraus eine Geschichte über Liebe und Zusammenhalt. Aber! Wo fand die Auseinandersetzung mit der Religion und Kultur statt? Wo erforschen sie ihre muslimische Identität und suchen nach ihren Wurzeln? Viele Aspekte wurden mir nicht differenziert genug beleuchtet und waren mir zu dünn. In anderen Büchern habe ich so viel mehr für mich mitnehmen können, habe die Religion und Kultur auf ganz neue Weise kennenlernen dürfen, ohne dass diese irgendwelche Klischees bedient haben. Fazit: »Als wir Schwestern waren« von Fatimah Asghar erzählt in Gedankenfetzen von dem Aufwachsen dreier Mädchen, die unter Verlust, Schmerz und Vernachlässigung leiden. Leider wurde die Religion und Kultur nicht genug differenziert, sondern eher Klischees und Vorurteile bedient. Zwischen 2,5 und 3 Sternen!

Viele Aspekte wurden mir nicht differenziert genug beleuchtet!

Christin von Hertzklecks am 12.02.2025
Bewertungsnummer: 2410346
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Fatimah Asghar überraschte mich mit einem poetischen, ungewöhnlichen Schreibstil. Gedankenfetzen reihen sich aneinander, hart, schmerzlich, anfangs konfus. Die Autorin bindet die drei Schwestern in das zentrale Thema Verlust, einhergehende Ängste und Hilflosigkeit ein und spinnt daraus eine Geschichte über Liebe und Zusammenhalt. Aber! Wo fand die Auseinandersetzung mit der Religion und Kultur statt? Wo erforschen sie ihre muslimische Identität und suchen nach ihren Wurzeln? Viele Aspekte wurden mir nicht differenziert genug beleuchtet und waren mir zu dünn. In anderen Büchern habe ich so viel mehr für mich mitnehmen können, habe die Religion und Kultur auf ganz neue Weise kennenlernen dürfen, ohne dass diese irgendwelche Klischees bedient haben. Fazit: »Als wir Schwestern waren« von Fatimah Asghar erzählt in Gedankenfetzen von dem Aufwachsen dreier Mädchen, die unter Verlust, Schmerz und Vernachlässigung leiden. Leider wurde die Religion und Kultur nicht genug differenziert, sondern eher Klischees und Vorurteile bedient. Zwischen 2,5 und 3 Sternen!

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Als wir Schwestern waren

von Fatimah Asghar

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