Produktbild: Unberechenbar

Unberechenbar Roman

7

14,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.07.2024

Verlag

btb

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,3/11,6/2,6 cm

Gewicht

288 g

Farbe

Eisblau / Aubergine

Originaltitel

Wayward

Übersetzt von

Andrea O'Brien

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77411-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.07.2024

Verlag

btb

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,3/11,6/2,6 cm

Gewicht

288 g

Farbe

Eisblau / Aubergine

Originaltitel

Wayward

Übersetzt von

Andrea O'Brien

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77411-1

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • MarieOn

    3/5

    09.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Unerträgliche Protagonistin

    Sam ist dreiundfünfzig und in der Perimenopause. Jede Nacht um drei Uhr erwacht sie schweißgebadet, mit Herzrasen. Gedanken jagen sich, einer so unnötig wie der andere. Sie lebt mit Mann und Tochter in einem Randbezirk von New York. Es gab Zeiten, da konnte sie ihren Mann zum Lachen bringen, jetzt allerdings, sitzt er ihr jeden Morgen beim Frühstück gegenüber und daddelt in seinem Handy. Ihre geliebte, aber ehrgeizige Tochter fliegt zwischen Fußballtraining, Referaten und Zukunftsvisionen hin und her. Sams Mom ist zwei Fahrstunden weit weggezogen. Sam vermisst sie, telefonieren ist nicht das gleiche, wie ihr gegenüberzusitzen und in den Arm genommen zu werden. Mit ihren zahllosen Ängsten vor der amerikanischen Politik, der Klimaapokalypse, den Waffengesetzen und ganz allgemein, mit der Dummheit der Menschen, fühlt sie sich allein. Sam hat ein Faible für alte naturbelassene Häuser, die ihre Geschichten erzählen, deshalb fährt sie manchmal Umwege und streunert um ein schönes Objekt herum. Und dann folgt sie einem Inserat und macht einen Besichtigungstermin. Das Innenleben des Hauses ist heruntergekommen, aber Sams Auge für Details, erkennt sofort, dass es ein Schatzkästchen ist. Ohne lange zu überlegen, unterschreibt sie den Kaufvertrag und weiß, dass sie ihren Mann verlassen muss. Der Gedanke, ein Kleinod zu besitzen, das ihr ganz allein gehört, lässt sie wieder träumen, spornt sie zu Höchstleistungen an und schon bald hat sie das notwendigste erledigt. Ihr Traum ist einzugsbereit. Fazit: Dana Spiotta hat eine Protagonistin erschaffen, die stark mit sich selbst beschäftigt ist. Ich mag die Idee, dass eine Frau mittleren Alters noch einmal ganz allein, von vorn anfangen will, sogar wenn sie hormonell getrieben scheint. Allerdings fand ich den Charakter so extrem dargestellt, dass ich zwischenzeitlich dachte, ich hätte es mit einer Borderliner*in zu tun. Sie wird naiv dargestellt, unzufrieden. Sie scheint sich besser zu fühlen, wenn sie über alternde Geschlechtsgenossinnen abzieht, deren Durchschnittlichkeit, farbloses Haar und die alternden Hälse moniert. Sie ist wankelmütig, neurotisch, kontrollsüchtig, bevormundend, übergriffig und übernimmt keine Verantwortung. Wenn das die Generation 70er – Jahre ist, hat die Autorin ein düsteres Bild gezeichnet, fast schon ein Klischee erschaffen. Mir ist klar, dass Protagonist*innen menschlich gezeichnet werden sollten, diese allerdings hat mich mit voller Kraft negativ berührt. Ich bin froh, dass ich sie nicht näher kennenlernen muss.

  • Bewertung

    5/5

    27.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Unberechenbar"

    "Unberechenbar" von Dana Spiotta ist ein schonungsloser und spannender Roman über das Älterwerden, Freiheit, Veränderung und die Mitte des Lebens aus der Sicht einer starken und selbstsicheren Protagonistin. Obwohl ich selbst noch einige Jahre von dieser Phase meines Lebens entfernt bin, konnte ich mich gut in Sam, aber auch in Ally, Sams jugendliche Tochter, hineinfühlen. Es war interessant die Welt aus deren Augen zu betrachten und Dana Spiottas direkter und offener Schreibstil hat es mir ermöglicht die Beweggründe der Protagonistin zu verstehen. Noch dazu produziert der Kjona-Verlag seine Bücher einwandfrei nachhaltig. Ich kann "Unberechenbar" nur weiterempfehlen - ganz großes Kino!

  • yellowdog

    5/5

    23.01.2023

    eBook (ePUB)

    Erstklassig

    Dana Spiottas neues Buch Unberechenbar ist erstklassige US-amerikanische Literatur im besten Sinne und ganz zeitgemäß, da die Handlung kurz nachdem Trump Präsident wurde einsetzt. Zunächst steht Sam im Mittelpunkt, die an diesem Zeitpunkt ihres Lebens in eine Art Midlifekrise gerät und ihren Mann verlässt. Sie zieht aus, ihre 17jährige Tochter Ally bleibt zu Hause. Ally ist es dann, die die zweite Perspektive im Buch einnimmt. Ihr Part hat aber wesentlich geringeren Umfang. Dana Spiotta gelingt es gut, den schwer fassbaren Zustand ihrer Protagonistinnen zu beschreiben. Das Buch ist gelungen und weckt Interesse an den früheren Romanen der Autorin. Die Autorin gehört zu einer Generation US-Amerikanischer Schriftsteller, die mir persönlich sehr wichtig sind.

  • Lust_auf_literatur

    4/5

    30.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unterhaltsam und amerikanisch

    |> Der Titel des Romans ist Programm. Unberechenbar ist nicht nur die Hauptfigur Sam, unberechenbar entwickelt sich auch die Story und ich werde mehrmals überrascht. Das macht diesen Roman in meinen Augen sehr unterhaltsam und auch besonders. Über den Inhalt wissen wahrscheinlich mittlerweile alle Interessierten Bescheid, da verschiedene wunderbare und geschliffene Rezensionen in den letzten Tagen die Runde machten. |> Ich fand es äußerst amüsant, die Entwicklung von Sam mitzuverfolgen und mochte das lebendige Gesellschaftsporträt der amerikanischen Stadt Syracuse. Es fasziniert mich wie stark Sam in misogynen Denkweisen gefangen ist und wie abwertend sie über ihre Altersgenossinnen (und eigentlich auch über sich selbst) denkt. Mit dem älter werden findet in ihr ein Emanzipationsprozess statt und die Momente, in denen Sam wütend die Sau raus lässt, haben mir am besten gefallen. Einige Handlungsstränge sind zugegebenermaßen ein wenig klischeebehafted. So überrascht mich der Ausgang der heimlichen „Beziehung“ von Sams Tochter natürlich nicht, aber das unterstreicht für mich noch den sehr amerikanischen Charakter des Romans. In dem bunten Strauss von Themen bleibe ich an folgende Zitaten hängen: |> „Unsere Körper werden älter und hässlicher, bis wir endlich Freiheit finden“ |> „Mütter mussten nun mal pragmatisch handeln, nicht ideologisch.“ |> „Es liegt etwas Menschliches - Anrührendes - im gealterten Körper, in seiner aufrichtigen Beziehung zu Verfall und Zeit.“ |> Den Schluss fand ich merkwürdig bewegend, friedvoll, ohne konkret benennen zu können warum… Der Roman ist schafft es vielleicht nicht ganz zum Lesehighlight für mich, aber er ist definitiv unterhaltsam und lesenswert!

  • Bewertung

    4/5

    28.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Menopause in New York

    Sam ist 53 Jahre alt, ihr Leben verläuft in geregelten Weißen akademisch geprägten Vorstadtbahnen. Sie hat einen freundlichen Mann, eine heranwachsende Tochter, einen netten Nebenjob und ein Haus sowieso. Doch schaut sie distanziert-abgeneigt auf sich und die Frauen um sie herum. Sie langweilen sie, die postsexuellen Weißen Frauen in Hillary-Clinton-Hosenanzügen, die Sauvignon Blanc schlürfen, die Personal Trainer engagieren und Schönheitsoperationen in Betracht ziehen. Die einzige Aufregung ist die verhaltene Beunruhigung, dass Trump an die Macht kommt, und nicht Hillary, eine Frau, wie sie. In Sam brodelt es nicht nur körperlich, sie ist unruhig, schlaflos, ihr ist heiß und kalt. Mitten in der Kriminalitätsgeprägten Innenstadt kauft sie ein zerfallenes Haus und in einer Kettenreaktion verlässt sie Mann und Tochter. Es ist doch erstaunlich, dass Frauenfiguren ab 50 als sexuelle und lebenshungrige Wesen selten untragisch geschildert werden. Deshalb feier ich jeden Roman, der diese Lücke schließt. Wer bis jetzt noch nicht an »Vladimir« von Julia May Jonas dachte, möge dies nun tun. Denn auch »Unberechenbar« ist ein amerikanischer Unterhaltungsroman, der viele gesellschaftlich wichtige Themen anreißt, der aus der Perspektive einer alternden Weißen Frau geschrieben ist, die sich einerseits befreit, andererseits in den Stereotypen stecken zu bleiben droht und deren Ernsthaftigkeit durch eine ordentliche Prise Humor gebrochen wird. Liebe Vladimir-Begeisterte, ihr werdet auch »Unberechenbar« mögen.

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