Leon Hertz und die Sache mit der Traurigkeit
Ist das noch normal, oder schon depri light? — Roman über zwei Jungen, den Umgang mit Trauer und einem Appell füreinander einzustehen: über erste Liebe und Mobbing – ab 12 Jahren
13 ¾, heimlich verliebt und Stimmungstiefs, die genau dann anklopfen, wenn er es gar nicht gebrauchen kann – für Leon Hertz ist das Leben nicht einfach. Immerhin bekommt er bei seinem Referat zum Thema Tod und Trauer Unterstützung: Der stille Rouven hilft ihm bei seinen Recherchen über ein rätselhaftes Holzkreuz an der Ampel.
Leon merkt bald, dass auch Rouven Traurigkeit kennt und sie einiges gemeinsam haben. Aber etwas scheint ihrer Freundschaft im Weg zu stehen …
(K)eine Außenseiter-Geschichte – dieses Jugendbuch ab 12 Jahren erzählt einfühlsam und außergewöhnlich von einem „gewöhnlichen“ Teenager auf der Suche nach der eigenen Identität
Plädoyer für das Hinsehen und gegen das Wegschauen - Dieses Buch für Freundschaft einzustehen und sich gegen Mobbing zu stellen !
Diese Geschichte beschäftigt sich mit dem sensiblen Thema Tod und Trauer . Zugleich ist sie eine Hommage an Toleranz, Akzeptanz und die Vielfalt von Lebenswegen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Elchdame
5/5
21.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leons Blick auf die Welt – anders, ehrlich, eigen
Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Woran das lag, kann ich gar nicht genau sagen – vielleicht einfach daran, dass er anders ist als das, was ich sonst lese. Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass die Geschichte aus der Sicht von Leon, einem 13-jährigen Jungen, erzählt wird – und sich das auch sprachlich bemerkbar macht.
Doch schon nach ein paar Seiten war ich ganz drin in der Geschichte – und von da an hat sie mich nicht mehr losgelassen. Ich war mitten im Geschehen.
Leon ist, wie bereits im Klappentext erwähnt, 13¾ Jahre alt und depressiv. Oder, wie er selbst sagt: „depri light“, weil er selbst das mit der Depression angeblich nicht richtig hinbekommt. Er ist kein fröhlicher Typ und hat nur wenige Kontakte.
Im Ethikunterricht behandelt seine Klasse das Thema Tod, und Leons persönliche Auseinandersetzung damit zieht sich auf kluge, manchmal berührende Weise durch das ganze Buch. Trotz dieses ernsten Themas ist die Geschichte überraschend humorvoll – ich musste oft laut lachen.
Gleichzeitig erlebt Leon zum ersten Mal echte Freundschaft, was ihn Stück für Stück über sich hinauswachsen lässt.
Sehr gelungen fand ich auch die kleinen Illustrationen zu Beginn jedes Kapitels, die jeweils zum Inhalt passen und die Stimmung oder ein zentrales Motiv visuell einfangen. Sie fügen sich unaufdringlich, aber wirkungsvoll in das Gesamtbild des Buches ein.
Mit seinen 224 Seiten ist das Buch eher kurz, aber es bleibt lange im Kopf: eine gelungene Mischung aus Witz und Tiefgang.
Bewertung
5/5
07.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wertvolles Buch, dessen Inhalt noch lange nachhallt und die Seele wärmt.
Volker Surmann hat mit LEON HERTZ UND DIE SACHE MIT DER TRAURIGKEIT eine berührende Coming-of-Age-Geschichte über den Tod, die Trauer, Depressionen und Schwermut, Mobbing, Toleranz, die Vielfalt des Lebens, Alleinsein und Freundschaft geschrieben.
Dabei hebt der einfühlsame Roman nie den erhobenen Zeigefinger, will weder belehren noch bevormunden, sondern lässt uns all das selbst und unverblümt miterleben und zu unseren eigenen Schlüssen kommen. Und daneben ist Leons abenteuerliche Suche auch noch spannend, witzig, unterhaltsam und genau so sehr beschwingt wie pointiert und frisch fabuliert.
CK
aus Raum Stuttgart
5/5
11.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfühlsames Jugendbuch über…
Einfühlsames Jugendbuch über Traurigkeit, Tod, Mobbing und Anderssein Auf das Buch "Leon Hertz und die Sache mit der Traurigkeit" von Volker Surmann bin ich aufgrund des Titels und des interessant gestalteten Covers aufmerksam geworden. Das Buch bietet eine sehr einfühlsam geschriebene Geschichte über Traurigkeit, Angst und Alleinsein, auch die Themen Mobbing und Homosexualität kommen vor. Gleichzeitig ist es aber auch eine Geschichte über Freundschaft und Mut. Die Hauptperson Leon fand ich wirklich authentisch und sympathisch dargestellt, auch Rouven und Edda mochte ich sehr. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, es ist leicht zu lesen und auch spannend geschrieben. Besonders das Ende fand ich sehr gelungen. Das Buch ist insgesamt sehr stimmig und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung für Jugendliche ab ca. 12/13 Jahren, aber auch Erwachsene können das Buch gut lesen. Sicherlich wäre es insbesondere in Bezug auf die Themen Mobbing und Ausgrenzung auch gut als Schullektüre geeignet, um einen Einstieg ins Gespräch über diese Themen zu haben. "Ich heulte schon ein bisschen, als ich über den Friedhof lief, aber so richtig losgeflammt habe ich erst an Lukas' Grab. Später grübele ich, wieso ich unbedingt dorthin wollte. Vielleicht, weil ich meine Traurigkeit an einen Ort bringen wollte, wo sie niemanden verwirrt. Es sah mich zwar keiner an Lukas' Grab, aber wenn, wäre es auch egal gewesen. Niemand verurteilt einen auf einem Friedhof für Tränen. Dort gehören sie zum Leben dazu. Das gefällt mir."
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
11.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfühlsames Jugendbuch über Traurigkeit, Tod, Mobbing und Anderssein
Auf das Buch “Leon Hertz und die Sache mit der Traurigkeit” von Volker Surmann bin ich aufgrund des Titels und des interessant gestalteten Covers aufmerksam geworden.
Das Buch bietet eine sehr einfühlsam geschriebene Geschichte über Traurigkeit, Angst und Alleinsein, auch die Themen Mobbing und Homosexualität kommen vor. Gleichzeitig ist es aber auch eine Geschichte über Freundschaft und Mut.
Die Hauptperson Leon fand ich wirklich authentisch und sympathisch dargestellt, auch Rouven und Edda mochte ich sehr.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, es ist leicht zu lesen und auch spannend geschrieben. Besonders das Ende fand ich sehr gelungen.
Das Buch ist insgesamt sehr stimmig und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung für Jugendliche ab ca. 12/13 Jahren, aber auch Erwachsene können das Buch gut lesen.
Sicherlich wäre es insbesondere in Bezug auf die Themen Mobbing und Ausgrenzung auch gut als Schullektüre geeignet, um einen Einstieg ins Gespräch über diese Themen zu haben.
“Ich heulte schon ein bisschen, als ich über den Friedhof lief, aber so richtig losgeflammt habe ich erst an Lukas’ Grab. Später grübele ich, wieso ich unbedingt dorthin wollte. Vielleicht, weil ich meine Traurigkeit an einen Ort bringen wollte, wo sie niemanden verwirrt. Es sah mich zwar keiner an Lukas’ Grab, aber wenn, wäre es auch egal gewesen. Niemand verurteilt einen auf einem Friedhof für Tränen. Dort gehören sie zum Leben dazu. Das gefällt mir.”
Nicole
aus Nürnberg
5/5
01.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herzensbuch
Meine Meinung zum Jugendbuch:
Leon Hertz
und die Sache mit der Traurigkeit
Inhalt in meinen Worten:
Leon will ein Referat halten, das ging aber erst einmal gründlich schief, und er wollte sich nochmal mit der Thematik mit dem Kreuz am Wegesrand beschäftigen, mit den Blumen die dort regelmäßig aufgestellt werden, mit dem was er dann aber alles erfährt, hätte er wahrscheinlich so nie gerechnet. Das er einen Freund findet, der ein bisschen anders ist, das er am Ende den Mut bekommt, jemanden anzusprechen, der ihm wichtig ist, das er vielleicht sogar durch sein Referat Erschütterungen auslösen kann, mit denen so auch niemand rechnen konnte und vielleicht auch wollte. Letztlich ist es ein Lebensbejahendes Buch, ein Buch das zeigt, wie wertvoll Leben ist, auch wenn es traurig, schwer, mit Mobbing behaftet und vor allem mit dem Tod endet. Lasst euch auf diese Geschichte ein, es hinterlässt Spuren, aber es zeigt auch, wie wertvoll Freundschaften sind, wie wertvoll es ist, für andere aufzustehen, wie wertvoll es ist, anders zu sein! Denn wir ticken vielleicht alle auf den ersten groben Blick gleich, doch eigentlich sind wir alle besondere Menschen, und das zeichnet Leon in seiner Geschichte richtig schön hervor.
Wie ich das Gelesene empfand:
WOW! Erst einmal bin ich geplättet von Leons Geschichte, der Einstieg war schon dramatisch, doch was dann folgte, war ein Feuerwerk an Emotionen, an Gefühlen die ich nicht geahnt hatte das sie aufploppen werden, es ist eine Geschichte die tiefer geht als manch anderes was ich gelesen habe und das für ein Kinderbuch. Respekt!
Die Geschichte:
Leon erzählt mir hier seine Geschichte, die laut Nachwort wohl wirklich passiert ist, jedoch mit anderen Namen und anderen Orten, sie ist aber passiert. Der Aufhänger ist ein Lastfahrerunfall mit einem 23 jährigen Radfahrer, der dabei um das Leben gekommen ist. Was das mit Menschen macht, nicht nur mit denen, die einen geliebten Menschen verloren haben, sondern auch mit denen, die verantwortlich sind, aber vor Gericht frei gesprochen werden, weil es eben ein tragischer Unfall war. Es ist eine Geschichte die viele Facetten beleuchtet, doch nicht nur das, es ist eine Findungsgeschichte, wer man ist, wie man ist, warum man so ist. Das es ok ist anders zu sein, das es sogar wertvoll ist, offen zu sein, man jedoch abwägen muss, wem man etwas von der Geschichte erzählt, die da so in einem schlummert. Denn wir alle haben Geschichten.
Ich fand es berührend, wie Leon für sein Referat, das er ein zweites Mal halten darf, so viel auf sich nimmt, hinter die Geschichten schaut, nachforscht, und am Ende für seinen Freund einsteht, der nur ein Freund-Freund ist, aber immerhin für ihn einsteht, und wie tief manche Freundschaften gehen können, selbst ohne viele Worte, sondern einfach weil man gemeinsam etwas erlebt. Das hat mich tief berührt.
Was ich zudem extrem wichtig fand, das am Ende klar gemacht wird, wenn eines der Themen euch trifft, holt euch Hilfe, schaut nicht weg, helft, und wenn ihr nicht wisst wie, dann gibt es Anlaufstellen!
Die Themen:
Mobbing, Homosexualität, Tod, Unfall, das Schulleben, die vielen Facetten vom Kind zum Erwachsenen zu wachsen, und vor allem Freundschaft. Es ist eine Geschichte die Trigger-Potential in sich trägt, aber nicht triggern will, sondern helfen will, Mut machen will, Hoffnung schenken möchte, das so viel mehr als nur ein Kinderbuch allein schaffen kann, und doch kommen hier viele Steine in das Rollen. Wer mit dem Thema SVV ein wenig zu tun hat, sollte dennoch mit Bedacht lesen, sich Hilfe holen, gerade auch wenn das alles damit zusammenhängt, weil man gemobbt wird.
Es ist so vieles in diesem Buch versteckt, in nicht einmal so vielen Seiten, und doch lässt mich dieses Buch absolut nicht kalt zurück, sondern traf mitten in mein Herz!
Spannung:
Eigentlich geht es ja nur um ein Referat, doch was da alles dahinter steckt, warum es zu diesem Referat kam, was da noch alles dazugehört, warum Blumen mehr sagen als Worte, warum ein Grablicht mehr ist, als nur eine Kerze, warum Freundschaft in ihren vielen Facetten bunter ist als Alleinsein! Es ist unheimlich spannend, wie die Geschichte endet, wie viel dahinter steckte, und ja ich konnte das Buch irgendwann nicht mehr aus meinen Händen legen, weil die Geschichte viel zu tief ging um einfach eine Pause einzulegen.
Empfehlung:
Als Schullektüre würde ich dieses Buch sehr empfehlen, wo Kinder die dieses Buch lesen, direkt miteinander sprechen können, sich unterstützen können, sich helfen lassen können durch Lehrer oder Pädagogen, es ist kein stilles Buch, dieses Buch schreit und legt Nervenbahnen frei!
Bewertung:
Fünf Sterne für ein Buch das mir so tief unter die Haut ging, das ich einfach berührt, emotional wachgerüttelt und gestärkt wurde!
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