Produktbild: Die Königin und der Kalligraph

Die Königin und der Kalligraph Kurzgeschichten. Übersetzt von Gerhard Meier, mit einem Nachwort von Rafik Schami

3

26,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.04.2024

Verlag

Manesse

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,3/13,2/2,8 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Messing

Originaltitel

La Reine et la Calligraphe

Übersetzt von

Gerhard Meier

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2561-5

Beschreibung

Rezension

»Dieses kostbare Geschichtenbuch aus der Vergangenheit könnte im Nahen Osten Wege weisen.« ("Deutschlandfunk Büchermarkt")
»Ein humorvolles und zutiefst weises Buch.« ("Tagesspiegel, Denis Scheck")
»Abadis Episoden zeichnen ein humanistisches Bild, das zwar der Vergangenheit angehört, aber den Funken Hoffnung für eine gleichberechtigte Gesellschaft weiterträgt.« ("Babette Caesar, Schwäbische Zeitung")
»Wunderbare Geschichten aus einer Vergangenheit, die für uns heute eine Utopie ist.« ("Das Magazin")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.04.2024

Verlag

Manesse

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,3/13,2/2,8 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Messing

Originaltitel

La Reine et la Calligraphe

Übersetzt von

Gerhard Meier

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2561-5

Herstelleradresse

Manesse Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

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Feinfühliges Portrait einer verschwundenen jüdischen Welt in Syrien

MarcoL aus Füssen am 29.08.2024

Bewertungsnummer: 2279041

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Moussa Abadi entführt uns in eine Welt, die aus Tausend und Einer Nacht entfallen sein könnte. Seine Erzählungen nehmen uns mit nach Damaskus in die Jahre um 1920, teilen Kindheitserinnerungen aus dem Gettho, in dem er aufwuchs. Damals lebten Christen, Juden, Muslime neben einander, wenn auch nicht ohne der ein oder anderen Streiterei, aber immerhin mit dem nötigen Respekt. Die Straßen waren bunt, laut, voller hinreißender Abenteuer und Geschichten, allesamt festgehaltene Augenblicke aus dem jüdischen Leben der Region. Abadi beschreibt dies mal mit spitzer Feder, mal mit einem Zwinkern, und immer in einer feinen, poetischen Sprache, die einen sofort mitnimmt, die sengende Sonne auf den staubigen Straßen spüren lässt, oder den kühlen Schatten in einem Palast. Es sind aber nicht nur die oberflächlichen Geschichten, die eine Sehnsucht nach einem einfachen Leben hervorrufen mögen. Der Autor stilisiert geschickt das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, und auch der immerwährende Konflikt, dem die Juden ausgesetzt sind, kommt nicht zu kurz. Einige Erzählungen in dem Buch haben mir es besonders angetan. Eine Königin, die vermeintlich als Kind aus einfachen Verhältnissen verschwunden, ihr Glück fand und in Saus und Braus zurückkehrte, mit ihrem Reichtum nur so um sich warf, viel Gutes tat und dennoch ihre „Einfachheit“ nicht versteckte. Auch wenn sich bald alles als Schwindelei entpuppte, ließ man sie gewähren, schließlich war sie großzügig. Legenden aus dem Ghetto, von Reichen und Armen, oder einem Sohn, der es im weit entfernten Kontinent über dem großen Meer zu Wohlstand brachte. Ein Reichtum, der schneller zerbrechen konnte als man dachte. Aber letztendlich bleiben diese Erzählungen nur Geschichten, das Ghetto ein Rückzugsort innerhalb der jüdischen Gemeinde, ein Hort gegen die Anfeindungen von außen, die, wie wir alle wissen, um den Planeten tobten und immer noch toben und verbrennen, was nicht unter dem Mantel der Toleranz und Nächstenliebe bestand hat. Das Buch ist eine Hommage an das Leben, an die Achtung der religiösen Diversität. Die Sprache ist wunderbar, poetisch, mitreißend. Ein langes Nachwort von Rafik Schami rundet den Band perfekt ab. Mit präzisen historischen Details, Beschreibungen der jüdischen Gemeinde, sowie einer Biographie des Autors, der dieses Werk 1994 in Frankreich veröffentlichte, und nun als deutsche Übersetzung vorliegt. Rafik Schamik sagt über Moussa Abadi: Ein leiser Held und großer Erzähler.

Feinfühliges Portrait einer verschwundenen jüdischen Welt in Syrien

MarcoL aus Füssen am 29.08.2024
Bewertungsnummer: 2279041
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Moussa Abadi entführt uns in eine Welt, die aus Tausend und Einer Nacht entfallen sein könnte. Seine Erzählungen nehmen uns mit nach Damaskus in die Jahre um 1920, teilen Kindheitserinnerungen aus dem Gettho, in dem er aufwuchs. Damals lebten Christen, Juden, Muslime neben einander, wenn auch nicht ohne der ein oder anderen Streiterei, aber immerhin mit dem nötigen Respekt. Die Straßen waren bunt, laut, voller hinreißender Abenteuer und Geschichten, allesamt festgehaltene Augenblicke aus dem jüdischen Leben der Region. Abadi beschreibt dies mal mit spitzer Feder, mal mit einem Zwinkern, und immer in einer feinen, poetischen Sprache, die einen sofort mitnimmt, die sengende Sonne auf den staubigen Straßen spüren lässt, oder den kühlen Schatten in einem Palast. Es sind aber nicht nur die oberflächlichen Geschichten, die eine Sehnsucht nach einem einfachen Leben hervorrufen mögen. Der Autor stilisiert geschickt das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, und auch der immerwährende Konflikt, dem die Juden ausgesetzt sind, kommt nicht zu kurz. Einige Erzählungen in dem Buch haben mir es besonders angetan. Eine Königin, die vermeintlich als Kind aus einfachen Verhältnissen verschwunden, ihr Glück fand und in Saus und Braus zurückkehrte, mit ihrem Reichtum nur so um sich warf, viel Gutes tat und dennoch ihre „Einfachheit“ nicht versteckte. Auch wenn sich bald alles als Schwindelei entpuppte, ließ man sie gewähren, schließlich war sie großzügig. Legenden aus dem Ghetto, von Reichen und Armen, oder einem Sohn, der es im weit entfernten Kontinent über dem großen Meer zu Wohlstand brachte. Ein Reichtum, der schneller zerbrechen konnte als man dachte. Aber letztendlich bleiben diese Erzählungen nur Geschichten, das Ghetto ein Rückzugsort innerhalb der jüdischen Gemeinde, ein Hort gegen die Anfeindungen von außen, die, wie wir alle wissen, um den Planeten tobten und immer noch toben und verbrennen, was nicht unter dem Mantel der Toleranz und Nächstenliebe bestand hat. Das Buch ist eine Hommage an das Leben, an die Achtung der religiösen Diversität. Die Sprache ist wunderbar, poetisch, mitreißend. Ein langes Nachwort von Rafik Schami rundet den Band perfekt ab. Mit präzisen historischen Details, Beschreibungen der jüdischen Gemeinde, sowie einer Biographie des Autors, der dieses Werk 1994 in Frankreich veröffentlichte, und nun als deutsche Übersetzung vorliegt. Rafik Schamik sagt über Moussa Abadi: Ein leiser Held und großer Erzähler.

Feinfühliges Portrait einer…

MarcoL aus Füssen am 29.08.2024

Bewertungsnummer: 2880823

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Feinfühliges Portrait einer verschwundenen jüdischen Welt in Syrien Moussa Abadi entführt uns in eine Welt, die aus Tausend und Einer Nacht entfallen sein könnte. Seine Erzählungen nehmen uns mit nach Damaskus in die Jahre um 1920, teilen Kindheitserinnerungen aus dem Gettho, in dem er aufwuchs. Damals lebten Christen, Juden, Muslime neben einander, wenn auch nicht ohne der ein oder anderen Streiterei, aber immerhin mit dem nötigen Respekt. Die Straßen waren bunt, laut, voller hinreißender Abenteuer und Geschichten, allesamt festgehaltene Augenblicke aus dem jüdischen Leben der Region. Abadi beschreibt dies mal mit spitzer Feder, mal mit einem Zwinkern, und immer in einer feinen, poetischen Sprache, die einen sofort mitnimmt, die sengende Sonne auf den staubigen Straßen spüren lässt, oder den kühlen Schatten in einem Palast. Es sind aber nicht nur die oberflächlichen Geschichten, die eine Sehnsucht nach einem einfachen Leben hervorrufen mögen. Der Autor stilisiert geschickt das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, und auch der immerwährende Konflikt, dem die Juden ausgesetzt sind, kommt nicht zu kurz. Einige Erzählungen in dem Buch haben mir es besonders angetan. Eine Königin, die vermeintlich als Kind aus einfachen Verhältnissen verschwunden, ihr Glück fand und in Saus und Braus zurückkehrte, mit ihrem Reichtum nur so um sich warf, viel Gutes tat und dennoch ihre „Einfachheit“ nicht versteckte. Auch wenn sich bald alles als Schwindelei entpuppte, ließ man sie gewähren, schließlich war sie großzügig. Legenden aus dem Ghetto, von Reichen und Armen, oder einem Sohn, der es im weit entfernten Kontinent über dem großen Meer zu Wohlstand brachte. Ein Reichtum, der schneller zerbrechen konnte als man dachte. Aber letztendlich bleiben diese Erzählungen nur Geschichten, das Ghetto ein Rückzugsort innerhalb der jüdischen Gemeinde, ein Hort gegen die Anfeindungen von außen, die, wie wir alle wissen, um den Planeten tobten und immer noch toben und verbrennen, was nicht unter dem Mantel der Toleranz und Nächstenliebe bestand hat. Das Buch ist eine Hommage an das Leben, an die Achtung der religiösen Diversität. Die Sprache ist wunderbar, poetisch, mitreißend. Ein langes Nachwort von Rafik Schami rundet den Band perfekt ab. Mit präzisen historischen Details, Beschreibungen der jüdischen Gemeinde, sowie einer Biographie des Autors, der dieses Werk 1994 in Frankreich veröffentlichte, und nun als deutsche Übersetzung vorliegt. Rafik Schamik sagt über Moussa Abadi: Ein leiser Held und großer Erzähler.

Feinfühliges Portrait einer…

MarcoL aus Füssen am 29.08.2024
Bewertungsnummer: 2880823
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Feinfühliges Portrait einer verschwundenen jüdischen Welt in Syrien Moussa Abadi entführt uns in eine Welt, die aus Tausend und Einer Nacht entfallen sein könnte. Seine Erzählungen nehmen uns mit nach Damaskus in die Jahre um 1920, teilen Kindheitserinnerungen aus dem Gettho, in dem er aufwuchs. Damals lebten Christen, Juden, Muslime neben einander, wenn auch nicht ohne der ein oder anderen Streiterei, aber immerhin mit dem nötigen Respekt. Die Straßen waren bunt, laut, voller hinreißender Abenteuer und Geschichten, allesamt festgehaltene Augenblicke aus dem jüdischen Leben der Region. Abadi beschreibt dies mal mit spitzer Feder, mal mit einem Zwinkern, und immer in einer feinen, poetischen Sprache, die einen sofort mitnimmt, die sengende Sonne auf den staubigen Straßen spüren lässt, oder den kühlen Schatten in einem Palast. Es sind aber nicht nur die oberflächlichen Geschichten, die eine Sehnsucht nach einem einfachen Leben hervorrufen mögen. Der Autor stilisiert geschickt das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, und auch der immerwährende Konflikt, dem die Juden ausgesetzt sind, kommt nicht zu kurz. Einige Erzählungen in dem Buch haben mir es besonders angetan. Eine Königin, die vermeintlich als Kind aus einfachen Verhältnissen verschwunden, ihr Glück fand und in Saus und Braus zurückkehrte, mit ihrem Reichtum nur so um sich warf, viel Gutes tat und dennoch ihre „Einfachheit“ nicht versteckte. Auch wenn sich bald alles als Schwindelei entpuppte, ließ man sie gewähren, schließlich war sie großzügig. Legenden aus dem Ghetto, von Reichen und Armen, oder einem Sohn, der es im weit entfernten Kontinent über dem großen Meer zu Wohlstand brachte. Ein Reichtum, der schneller zerbrechen konnte als man dachte. Aber letztendlich bleiben diese Erzählungen nur Geschichten, das Ghetto ein Rückzugsort innerhalb der jüdischen Gemeinde, ein Hort gegen die Anfeindungen von außen, die, wie wir alle wissen, um den Planeten tobten und immer noch toben und verbrennen, was nicht unter dem Mantel der Toleranz und Nächstenliebe bestand hat. Das Buch ist eine Hommage an das Leben, an die Achtung der religiösen Diversität. Die Sprache ist wunderbar, poetisch, mitreißend. Ein langes Nachwort von Rafik Schami rundet den Band perfekt ab. Mit präzisen historischen Details, Beschreibungen der jüdischen Gemeinde, sowie einer Biographie des Autors, der dieses Werk 1994 in Frankreich veröffentlichte, und nun als deutsche Übersetzung vorliegt. Rafik Schamik sagt über Moussa Abadi: Ein leiser Held und großer Erzähler.

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