Produktbild: Weiße Flecken

Weiße Flecken Roman

8

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.01.2024

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

5694 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783104918044

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

24.01.2024

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

5694 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783104918044

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Kata_____Lović

    aus Bremen

    5/5

    04.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    »Seit meiner Ankunft wurde…

    »Seit meiner Ankunft wurde ich jeden Tag ein Stück eißer« |41 Eine junge Deutsche reist nach Togo. Sie hat den Auftrag dort zu forschen, zu Fluchtgründen und Migration. Anstatt auf Antworten zu den Anderen trifft sie auf Fragen, Irritationen und Spuren von Weißen, die sie stoßen auf sich selbst und ihr eigenes Weißsein. Begegnungen mit Menschen, Gegenständen und Orten bilden sich in ihr zu Geschichten, die trotz der Einordnungsversuche lose bleiben. »Immer häufiger fragte ich mich, gab es ein richtiges, ein falsches Zuhören? Wie viele Arten des Zuhörens gab es? Und welche davon beherrschte ich? Manchmal erwischte ich mich dabei, bereits im Hören die Geschichte mit anderen Erzählungen abzugleichen. Wer erzählte sie mir und warum?« |71 Ihre Gedanken und Assoziationen verschieben die Orientierung und Bezugspunkte. Da kommt ihr Onkel in Erinnerung, der in Nigeria arbeitete und rassistische Bilder evoziert, das Kreisen ihrer Freundin um die Leerstelle ihres Vaters, der nach Kanada ging "weil die Scheißglatzen ihn so verprügelt haben, dass er im Krankenhaus lag" (|129) schiebt sich ein. Ihre Gedanken drehen sich um eine neue Bekannte, deren Vater aus Ghana ist, die Mutter aus den Niederlanden, die in Europa Schwarz und in Westafrika Weiß gelesen wird, um das Verhalten eines Weißen Deutschen im Freiwilligendienst, um die Gespräche mit einer togolesischen Familie, die um ihrer Abschiebung zu entgehen, "freiwillig" nach Togo zurückkehrte, um den Bibliothekar, der stets auf Abstand zu Weißen bedacht ist, um die Afroamerikanischen Tourist:innen auf Spurensuche, um die Menschenschauen der Deutschen Vergangenheit, Antiquitätenhandel und um Schwarze Deutsche Biographien, die unvollständig überliefert wurden. Fast obsessiv drehen sich ihre Gedanken um die kolonialen Spuren in ihrer eigenen Familie, weniger um ihren Weißen Ururgroßvater, der als Kolonialist in Panama lebte, denn um ihre Urgroßmutter, sein Kind kolonialer Herkunft, Weiß und Schwarz gelesen, uneindeutig, die als Einzige mit ihm nach Hamburg kam und in Deutschland blieb. Diese lückenhaften kolonialen Spuren, die Leerstellen und das Schweigen sucht die Figur zu füllen, zur gleichen Zeit weiß sie um die Grenzen ihrer Perspektive und sie hinterfragt ihre widerstreitenden Motive. Rachel Dolezal fällt ihr ein oder die in Deutschland verbreitete Phantasierung von jüdischen Wurzeln, welche sie der internationalen Vermischung und Verwebung aller Identitäten gegenüber stellt, die eindeutige Zugehörigkeiten verwischen. . »Weiße Flecken« ist ein suchender Text, der den Motiven der Erkundung einer Deutschen auf koloniale Spuren nachgeht, sich dabei immer wieder an Grenzen stößt. Auch wenn die Figur sich mehr dem zurücktreten und zuhören gewidmet hätte, kann Kohärenz im Kontext dieser Geschichte nicht entsteht. So springt »Weiße Flecken« in Zeiten, Orten und auch in den Perspektiven auf die Weiße Hauptfigur und schwankt zwischen phantasierten Zusammenhängen, losen Identifikationen und dem darauf stoßen, dass Leerstellen bleiben, auch wenn sie mit aller Kraft gefüllt werden wollen. Romane, die sich mit dem Deutschen kolonialen Erbe auf persönlicher Ebene, den lückenhaften Informationen und dem eigenen Weißsein literarisch auseinandersetzen, sind noch rar. Auch das macht »Weiße Flecken« lesenswert.

  • Bewertung

    5/5

    04.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Romane, die sich mit dem Deutschen kolonialen Erbe auf persönlicher Ebene, den lückenhaften Informationen und dem eigenen Weißsein literarisch auseinandersetzen, sind noch rar.

    »Seit meiner Ankunft wurde ich jeden Tag ein Stück eißer« |41 Eine junge Deutsche reist nach Togo. Sie hat den Auftrag dort zu forschen, zu Fluchtgründen und Migration. Anstatt auf Antworten zu den Anderen trifft sie auf Fragen, Irritationen und Spuren von Weißen, die sie stoßen auf sich selbst und ihr eigenes Weißsein. Begegnungen mit Menschen, Gegenständen und Orten bilden sich in ihr zu Geschichten, die trotz der Einordnungsversuche lose bleiben. »Immer häufiger fragte ich mich, gab es ein richtiges, ein falsches Zuhören? Wie viele Arten des Zuhörens gab es? Und welche davon beherrschte ich? Manchmal erwischte ich mich dabei, bereits im Hören die Geschichte mit anderen Erzählungen abzugleichen. Wer erzählte sie mir und warum?« |71 Ihre Gedanken und Assoziationen verschieben die Orientierung und Bezugspunkte. Da kommt ihr Onkel in Erinnerung, der in Nigeria arbeitete und rassistische Bilder evoziert, das Kreisen ihrer Freundin um die Leerstelle ihres Vaters, der nach Kanada ging "weil die Scheißglatzen ihn so verprügelt haben, dass er im Krankenhaus lag" (|129) schiebt sich ein. Ihre Gedanken drehen sich um eine neue Bekannte, deren Vater aus Ghana ist, die Mutter aus den Niederlanden, die in Europa Schwarz und in Westafrika Weiß gelesen wird, um das Verhalten eines Weißen Deutschen im Freiwilligendienst, um die Gespräche mit einer togolesischen Familie, die um ihrer Abschiebung zu entgehen, "freiwillig" nach Togo zurückkehrte, um den Bibliothekar, der stets auf Abstand zu Weißen bedacht ist, um die Afroamerikanischen Tourist:innen auf Spurensuche, um die Menschenschauen der Deutschen Vergangenheit, Antiquitätenhandel und um Schwarze Deutsche Biographien, die unvollständig überliefert wurden. Fast obsessiv drehen sich ihre Gedanken um die kolonialen Spuren in ihrer eigenen Familie, weniger um ihren Weißen Ururgroßvater, der als Kolonialist in Panama lebte, denn um ihre Urgroßmutter, sein Kind kolonialer Herkunft, Weiß und Schwarz gelesen, uneindeutig, die als Einzige mit ihm nach Hamburg kam und in Deutschland blieb. Diese lückenhaften kolonialen Spuren, die Leerstellen und das Schweigen sucht die Figur zu füllen, zur gleichen Zeit weiß sie um die Grenzen ihrer Perspektive und sie hinterfragt ihre widerstreitenden Motive. Rachel Dolezal fällt ihr ein oder die in Deutschland verbreitete Phantasierung von jüdischen Wurzeln, welche sie der internationalen Vermischung und Verwebung aller Identitäten gegenüber stellt, die eindeutige Zugehörigkeiten verwischen. . »Weiße Flecken« ist ein suchender Text, der den Motiven der Erkundung einer Deutschen auf koloniale Spuren nachgeht, sich dabei immer wieder an Grenzen stößt. Auch wenn die Figur sich mehr dem zurücktreten und zuhören gewidmet hätte, kann Kohärenz im Kontext dieser Geschichte nicht entsteht. So springt »Weiße Flecken« in Zeiten, Orten und auch in den Perspektiven auf die Weiße Hauptfigur und schwankt zwischen phantasierten Zusammenhängen, losen Identifikationen und dem darauf stoßen, dass Leerstellen bleiben, auch wenn sie mit aller Kraft gefüllt werden wollen.

  • Bewertung

    5/5

    24.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klug und nachdenklich

    Durch einen Zufall erhält Ellen die Möglichkeit innerhalb eines Forschungsauftrags nach Togo zu reisen und dort zu Flucht, Migration und die Folgen der deutschen Kolonialherrschaft zu recherchieren. Neben den Menschen und ihren Geschichten vor Ort, trifft die junge Frau während ihrer Studien dabei auch auf ihre eigene Familiengeschichte und beginnt immer mehr Fragen zu stellen… Mit „Weißen Flecken“ ist Lene Albrecht eine spannende und bewegende Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, seinem Kolonialismus und dessen Auswirkung bis in unsere eigenen Familiengeschichte gelungen. In drei Teilen, wobei ein Großteil davon in Togo spielt, begleiten wir die Protagonistin auf ihrer schwierigen Suche nach den richtigen Fragen. Und wir lernen dabei einiges über ein viel zu unbekanntes Kapitel deutscher Geschichte. Meiner Meinung nach ist „Weiße Flecken“ keine leichte Lektüre für nebenbei. Es ist ein Buch, das Aufmerksamkeit fordert für die verworrene Familiengeschichte, in dessen Zentrum Ellens‘ Ur-Oma Benedetta steht, die einst aus Panama mit ihrem deutschen Vater eingereist war. Die Nachforschungen und lückenhafte Nacherzählung der Familiengeschichte, sind dabei sehr gelungen und faszinierend. Fazit: Eine Erzählung voll kluger, nachdenklicher Fragen zu Herkunft, Kolonialismus, Rassismus und der eigenen Familiengeschichte. In eindrucksvoller, fast poetischer Sprache verfasst, ist „Weiße Flecken“ keine schnelle Lektüre für zwischendurch aber eine unbedingte Leseempfehlung, für alle die sich auf diese Art von Erzählungen einlassen wollen.

  • Sarah

    aus Chemnitz

    4/5

    25.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf der Suche nach den wurzeln

    Eine junge Frau fliegt in Vertretung für einen ausgefallenen Kollegen nach Togo um vor Ort die Menschen nach ihrer Geschichte zu befragen und zu Migration zu forschen. Sie wird nicht nur mit der Geschichte fremder Menschen konfrontiert, sondern stößt auch auf ihre eigenen Wurzeln und bleibt mit vielen Fragen zurück. Fragen die sich auch nach ihrer Rückkehr nicht gänzlich beantworten lassen, sodass viele weiße Flecken bestehen bleiben. Lene Albrechts Roman lebt von diesen Leerstellen. Sie versucht die Rekonstruktion der Familiengeschichte, scheitert jedoch an dem generationsübergreifenden Schweigen. Die Erzählung ist fragmentarisch, folgt keinem roten Faden und springt immer wieder in der Zeit. Während es im ersten Teil hauptsächlich um die Vergangenheit Togos geht, erfolgt übergangslos im zweiten Teil die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Anhand von Erzählungen und Recherchen versucht sich die Autorin ein Bild zu machen und den Lesenden zu vermitteln. Das erzählte erscheint chaotisch, man wird immer wieder aus dem Lesefluss gerissen, um sich neu einzufinden und während dies einige Andere als störend empfunden haben, zeigt es mir, welch Unordnung dahingehend in der Protagonistin herrscht. Es wird behauptet, dass man sich nicht selbst verstehen kann, wenn man seine Geschichte nicht kennt und genau dies kommt hier wunderbar hervor. Auf der Suche nach Identität und Zugehörigkeit, kommen nach jeder beantworteten Frage zehn neue hinzu. Dies kann frustrierend sein, auch für die Lesenden, aber genau so ist das Leben. Es ist eine Momentaufnahme, ein Versuch des Verstehens und wer sich von ein bisschen Durcheinander nicht aus der Ruhe bringen lässt, macht hiermit sicher nichts falsch.

  • Jürg K.

    4/5

    04.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Deutsche Kolonialzeit, eindrücklich

    Ellen reist nach Togo für einen Forschungsauftrag. Es handelt sich um den Auftrag zu Flucht- und Migrationsursachen zu erforschen. Hier trifft sie auf drei Menschen, die ihr ihre Geschichte erzählen. Da ist eine Schneiderin, ein Mann vom Waisenhaus und ein Bibliothekar. Er macht sie auf die Europäerinnen und Europäer, die wie Gespenster das Land bevölkern. Sie beginnt an ihrer Rolle zu zweifeln. Dieses Buch ist kein leichter Stoff um so nebenbei zu Lesen. Es ist eine spannende und sehr bewegende Auseinandersetzung mit der früheren deutschen Geschichte des Kolonialismus und deren Auswirkungen. Beim Lesen habe ich einiges über diese Zeit erfahren. Mich hat das Lesen sehr in den Bann gezogen. Dieses Buch ist voller kluger und nachdenklicher Fragen zu Herkunft, Kolonialismus, Rassismus und der Familiengeschichte in den Vordergrund stellt. Dieses Buch hat mich nach dem Ende doch etwas sprachlos und Nachdenklich zurück gelassen. Ich glaube dieses Buch sollten viele Leute lesen.

Kundinnen und Kunden meinen

5

3

4

3

3

1

2

0

1

1

Bewertungen (8)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Weiße Flecken