Frank führt ein außergewöhnliches Leben. Er wacht in fremden Städten auf, in fremden Betten, neben fremden Frauen. Nach wenigen Wochen springt er weiter und muss alles zurücklassen. Jede Person, jeden Besitz und jede Hoffnung auf Vertrautheit muss er zwangsläufig verlieren. Frank bleiben nur seine Erfahrung und die Theorie eines Physikers, die sein Schicksal zu erklären scheint. Dies ist die Geschichte des einsamsten Menschen der Welt, der nur eines finden will: eine Gemeinschaft von Weggefährten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
05.12.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein tolles Buch, das zum Nachdenken anregt
Die Geschichte von Frank, der durch eine Viele-Welten-Ausprägung seines Lebens springt, hat mir von Anfang an gefallen.
Alle paar Tage oder Wochen springt er weiter und ist gezwungen, sich neu zu arrangieren. Dabei hat er spannende Strategien entwickelt, um sich möglichst schnell wieder zurechtzufinden. Dabei erlebt er von verschiedenen Jobs über unterschiedliche Familienkonstellationen bis hin zu Obdachlosigkeit verschiedene Lebensweisen, die Einsamkeit als stete Begleiterin. Bis Begegnungen dazu führen, dass er sich näher mit den Sprüngen und den Ausprägungen beschäftigt, um so etwas wie Verbundenheit und eine Gemeinschaft zu finden und vor allem zu halten. Dabei spielen unterschiedliche Theorien aus Wissenschaft und Philosophie eine Rolle. Hier merkt man, dass der Autor Wissenschaftler ist.
Ralph Neumüller hat ein tolles Gespür für Dynamik, verweilt an einer Stelle, um ins Detail zu gehen und schreitet dann wieder voran, um uns an einem Sprung teilhaben zu lassen oder mit uns in die Strudlhofgasse zu spazieren. Überhaupt ist die Geschichte auch eine Liebeserklärung an Wien, dessen Gebäude und Stadtteile in ihren Varianten beschrieben werden.
Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich sich die Welten entwickelt haben und welche Folgen das für die politische und gesellschaftliche Lage hatte. Stellenweise hätte ich mir ein bisschen mehr Emotion gewünscht, um mich noch besser einfühlen zu können. Besonders begeistert haben mich auf jeden Fall das titelgebende „Stoffuniversum“ und das Ende, das mich nachdenklich, aber mit einem Lächeln zurückgelassen hat.
Bewertung
5/5
21.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Tolles Buch
Ich habe es sehr genossen das Buch zu lesen, es ist toll geschrieben, spannende u unterhaltsame Ideen, immer wieder Schmunzler zwischendurch und es regt zum Nachdenken über unsere Welt an, ich kann es absolut empfehlen!!
Bewertung
5/5
21.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Springer
Ein Satz, ein super Buch das mich begeisterte. Von einer Welt in die andere springen, an verschiedenen Orten auf zu wachen ist aber manchmal nicht so gut. Frank hat die Gabe, sobald er einschläft, ist er beim aufwachen wieder woanders, und muss sich wieder erst zurecht finden. Beruflich und privat. Manchmal in Krisengebieten oder Länder mit Hungersnot. Das Buch mich fazziniert. Meine Freundin war auch sehr begeistert. Topp
Bewertung
5/5
15.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Hervorragend
Hervorragendes Buch. Intellektuell, durchaus spannend, phantasievoll, sprachlich 1A mit einer Menge an Wissenschaft. Dieser empfehlenswerte Roman ist nicht nur für SciFi Liebhaber äußerst lesenswert.
Bewertung
4/5
01.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Sehr guter Stoff, der nachdenklich stimmt
Neumüller schreibt hier einen wirklich sehr interessanten Science-Fiction-Roman. Das Konzept, dass es Springer gibt, die durch verschiedenen Parallelwelten, die alle einen geeinsamen Ursprung haben, springen und immer wieder in einem neuen Ich aufwachen hat mir richtig gut gefallen. Das Worldbuilding und die verschiedenen Welten waren für mich ein richtiges Highlight! Zu sehen, was möglich ist, wenn man Gier und Einzelinteressen überwinden könnte und die wirklich fundamentalen Probleme der Moderne angehen würde, stimmt einen nachdenklich und melancholisch, auf der anderen Seite gibt es Hoffung, dass eine bessere Welt möglich ist und wir trotz all den Missständen in dieser Welt lange nicht im Worst-Case-Szenario leben.
Sprachlich war der Roman gut, ebenso die Charaktere. Mit einigen kleineren Logikfragen und ein zwei Entscheidungen gegen Ende hin kämpfe ich noch, aber insgesamt wurde hier ein richtig gutes Buch abgeliefert, was mich streckenweise sehr an Bücher wie "Blumen für Algernon" oder die Werke von Ursula K. Le Guin.
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