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Karosh Taha

1. Im Bauch der Königin

Im Bauch der Königin

Gesprochen von
5

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Loris Kubeng + weitere

Spieldauer

6 Stunden und 44 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

14.10.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Downloaddatei

Anzahl Dateien

36

Verlag

DuMont Buchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783832160449

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

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Spieldauer

6 Stunden und 44 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

14.10.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Downloaddatei

Anzahl Dateien

36

Verlag

DuMont Buchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783832160449

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
Amsterdamer Str. 192
50735 Köln
Deutschland
Email: info@dumont-buchverlag.de
Url: www.dumont-buchverlag.de
Telephone: +49 221 2241854

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  • Kata_____Lović

    aus Bremen

    5/5

    13.02.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Im Bauch der Königin von…

    Im Bauch der Königin von Karosh Taha ist ein Wenderoman. Es gibt zwei Vorderseiten, zwei Geschichten, die in der Mitte zusammen treffen. Im Bauch der Königin entblättert sich eine ganze Welt. Es kommt eine Gemeinschaft zum Vorschein, in der die Menschen Gutes und Schlechtes tun, dabei sich und andere verletzen. Sie können nicht anders, sie handeln aus Überlebensdrang, Stolz und Liebe. Im Epizentrum dieser Welt läuft Shahira, mit roten Lippen, lackierten Fingernägeln, kurzen Röcken und einer Sinnlichkeit, die ihr selbst nicht bewusst zu sein scheint. Sie ist eine "Ungehaltene" alleinstehende Frau, das ist ihr bewusst. Shahira wird von den Frauen gemieden, von den Männern angeschmachtet. Im Bauch der Königin ist eine Liebeserklärung an die Frauen. Neben Shahira ist da noch Amals Mutter, die ebenso stark wie Shahira ihre Kinder alleine aufzieht. Sie ist eine "Wartende". Auch Raffiq's Mutter steht vor dem Problem, zu einer "Wartenden" oder "Ungehaltenen" zu werden. Die Tochter Amal ist kämpferisch und sucht, Sanye ist fürchterlich erwachsen und vernünftig, Jana, das "Alman-Mädchen" fügt sich der Rolle der asexuellen besten Freundin gut. Im Bauch der Königin ist eine Liebeserklärung an die Männer. An Väter, die im Irak|Kurdistan wer waren, studiert haben, Architekten sind und in Deutschland Hilfsarbeiten ausführen, die deutsche Sprache gebrochen sprechen. An Männer die zurück wollen, als sich die Chance bietet, Kurdistan aufbauen und auf den Widerstand ihrer Frauen und Kinder stoßen. An Väter, die ihre Familien verlassen und Söhne, die den starken Müttern entwachsen. Younis ist bewunderter Außenseiter, wie seine Mutter Shahira, Raffiq beobachtet, sucht, unterstützt. Die Rezensionen der Feuilletons irritieren, sie sind voll von "Zwischenwelten" "Zerrissenheit" "Parallelgesellschaft" "zwischen den Kulturen" . Dina Netz von Deutschlandfunk Kultur schreibt gar, dass die Autorin beweisen müsse, über andere Themen und Figuren zu schreiben. Das muss sie ganz und gar nicht. Karosh Taha kann Geschichten erzählen, universelle Geschichten, die Sprache ist poetisch und klar, die Romanform innovativ.

  • begine

    aus Lemwerder

    4/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Zwischen Irak und Ruhrpott

    Die Autorin Karosh Taha ist Zaxo im Irak geboren und kam mit 10 Jahren ins Ruhrgebiet. In ihrem Roman „Im Bauch der Königin“ zeichnet sie die verschiedenen Ansichten der kurdischen Frauen in Deutschland. Da geht es die kurdische Kultur und die freizügigere Perspektive. Man erfährt von den Frauen, die von ihren Männern verlassen wurden und ihr Leben meisterten. Die Kinder sind dann immer die Leidtragenden. Karosh Taha schreibt mit eigenwilliger Sprache einen interessanten Roman mit Ernsthaftigkeit und leisem Humor.

  • helena

    aus Potsdam

    4/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Zwei Erzählungen über Migration, Frau-Sein, Identitätsfindung und abwesende Väter innerhalb einer kurdischen Community

    Hier liegen zwei Erzählungen vor. Mit welcher man beginnt, ist egal. Ich begann mit der Geschichte um Amal. Amal ist eine junge Frau, die sich schon früh nicht in die „Mädchenrolle“ fügen wollte und ihren eigenen „wilden“ Weg geht. Kurze Haare, schnell mal eine Prügelei, „wie ein Bursche, völlig außer Kontrolle“. Viele Freundschaften hat sie nicht, nur Younas. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrem jüngsten Bruder Baran allein, irgendwo im Ruhrpott. Ihr Vater, der sie immer unterstützt hatte, zog, als sie 9 Jahre alt war, nach Kurdistan zurück. Dort konnte er wieder als Architekt tätig sein, während er in Deutschland nur ein Lagerarbeiter mit unzureichenden Deutschkenntnissen war. Amal vermisst ihren Vater jeden Tag. Nach dem Abi fliegt sie zu ihm, nach Zaxo in das autonome Kurdistan im Nordirak. Die zweite Erzählung dreht sich um Raffik. Hier tauchen wieder Amal, Younas und vor allem Shahira, die Mutter von Younas auf. Raffik steht ebenfalls kurz vor dem Abi. Seine Freundin, die er liebt oder auch nicht, möchte danach in die USA. Sein Vater möchte wieder zurück nach Kurdistan, aus den gleichen Gründen wie Amals Vater. Raffiq soll jedoch mitkommen... Amals Geschichte ist als innerer Monolog konzipiert, gleich eines Bewusstseinsstroms. Die Sätze, poetisch gar, sind oft recht lang. Ich war ihr sehr nah und wurde sehr berührt, so kamen mir mehrfach die Tränen. Die Erzählung um Raffiq ist ebenfalls in der Ich-Perspektive geschrieben. Der Schreibstil ist hier dennoch etwas anders, so sind die Sätze etwas kürzer und nüchterner. Ich blieb distanzierter und da Raffiq als Hauptfigur etwas blass blieb, fragte ich mich anfangs, wer oder was steht hier eigentlich im Mittelpunkt und worum genau geht es eigentlich? Zudem war ich anfangs etwas verwirrt, weil ich dachte, hier werde eine andere Perspektive der gleichen Geschehnisse dargestellt. Es war aber tatsächlich eine ganz eigenständige Geschichte. Zwar trifft man die gleichen Figuren, die auch etliche Gleichheiten aufweisen, sie befinden sich jedoch teils in anderen Konstellationen und haben teilweise andere Persönlichkeiten. Es dauerte daher ein wenig, bis ich mich einlas und mich diese Geschichte ebenfalls gefangen nahm. Beide Geschichten ergänzen sich sehr gut, da sie gleiche Thematiken beinhalten und im selben Milieu angesiedelt sind. Sie spielen in einer kurdischen Community einer westdeutschen Stadt sowie teils auch im autonomen kurdischen Gebiet in Nordirak. Sehr berührend wird hier über Identitätsfindung von jungen aber auch älteren Migranten gesprochen. Die Rolle der Frau wird eindrücklich und nahbar reflektiert. Es geht aber auch um die Erwartungen der Anderen, um Familiendynamiken und die Beziehung zu den Eltern, besonders zu den oft nicht greifbaren bzw. abwesenden Vätern. Sicherlich nicht neu, für mich aber immer wieder wichtig zu lesen, ist die hier beschriebene Situation von Migranten. Die spezifischen Schwierigkeiten der ersten Generation (innerhalb der Geschichten geht es um den gebildeten Mittelstand) sowie die Situation ihrer Kinder wird überzeugend beleuchtet. Gleichzeitig erhält man auch einen Einblick in die kurdische Kultur, ihre Normen, Werte und Moral, was mir sehr gut gefiel. Ebenfalls gut gefiel mir die Bezugnahme auf Sheherazade sowie die merkliche Lust am Geschichtenerzählen. Leider konnte mich, die mehr oder weniger auch im Mittelpunkt stehende Figur Shahira irgendwie nicht so ganz überzeugen. Sie schien mir unnahbar, etwas unverständlich und auch recht widersprüchlich in ihren Handlungen. Das Großartige, dass sie darstellen sollte, kam bei mir nicht an. Für mich machte es mehr Sinn, sie vielleicht eher als Symbol für die weibliche Sinnlichkeit an sich zu sehen, wenngleich es so wahrscheinlich nicht intendiert war. Insgesamt sollte man die beiden Geschichten langsam oder zweimal lesen, um Feinheiten nicht zu übersehen und Andeutungen nicht zu überlesen. Beide Geschichten konnten mich fesseln und berühren. Sie beschäftigten mich, reizten zu Diskussionen, Nachfragen und Nachforschungen. So soll es sein!

  • https://lieslos.blog/

    4/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Interessante und berührende Einblicke in fremde Welten.

    Rezension zu „Im Bauch der Königin“ von Karosh Taha. Die Autorin kann wunderbar erzählen und hatte hier darüber hinaus eine originelle Idee. Man kann das Buch umdrehen und von beiden Seiten beginnen, zu lesen. Meines Erachtens spielt es dabei keine Rolle, wo man anfängt. Das interessante schwarze Cover mit den Augen ist von vorne, wie von hinten zu sehen. Es ist sozusagen ein Wendebuch. Man könnte sagen, ein und die selbe Geschichte wird dadurch aus zwei Perspektiven und auf zwei Arten erzählt bzw. zwei Geschichten werden auf diese Weise zusammengeführt und verbunden. Es gibt, von der einen Seite her begonnen, die Geschichte von Younes und seiner provokativ und freizügig lebenden, alleinerziehenden Mutter Shahira, was von der jüdischen Gemeinschaft ablehnend beäugt wird. Von der anderen Seite her liest man von Younes‘ rebellischer Freundin Amal, die mit Raffiq zusammen Younes verprügelt hat und bei den Anderen nicht besonders gut angesehen ist. Bemerkenswert ist, dass der Erzählton in beiden Geschichten unterschiedlich ist. Amal erzählt eher intuitiv und rhythmisch, Raffiq eher sortiert und gesetzt. Der Leser taucht in eine kurdisch-deutsche Gemeinschaft im Ruhrpott ein und lernt unterschiedliche Familien und Personen in diesem Wohnviertel kennen. Amals Vater geht aus beruflichen Gründen nach Kurdistan zurück, worunter das Mädchen sehr leidet. Sie trauert und sehnt sich nach ihm und besucht ihn eines Tages. Zu erfahren, dass er dort eine neue Familie hat, ist ein Schock für sie. Raffiq ist Younes bester Freund. Auch sein Vater spielt mit dem Gedanken, nach Kurdistan zurückzukehren, um dort wieder als Architekt arbeiten zu können. Eine Idee, die Raffiq nicht gut heißen will und kann, weil er sich in Deutschland zu Hause fühlt. Younes leidet unter der Ächtung seiner Mutter und unter den Folgen, die es für ihn hat. Er, der Hurensohn, sie, die femme fatale. Die beiden Jugendlichen Raffiq und Amal sind bezüglich Shahira sehr zwiespältig. Einerseits sind sie fasziniert von der unkonventionell lebenden Frau, andererseits lehnen sie sie und ihr Verhalten ab und fühlen sie sich von ihr abgestoßen. Es geht in diesem Buch um so Vieles und dieses Viele wird von Karosh Taha interessant, spannend, berührend und differenziert in verdichteter Form dargestellt. Es geht um unkonventionelles Verhalten, das von der Norm abweicht und nicht den Erwartungen entspricht. Es geht um die Beurteilung und Bestrafung von Verstößen gegen die Regeln einer Gemeinschaft. Es geht um die unterschiedliche Bewertung ein und des selben Verhaltens bei Mann und Frau. Es geht um die verschiedenen Sichtweisen, je nachdem, ob man durch die männliche oder weibliche Brille blickt. Es geht um Klischees, Geschlechterbilder und Rollendenken. Und es geht um Konflikte Jugendlicher mit ihren Eltern: mit unkonventionellen Müttern, abwesenden oder verlassenden Vätern. Viele tiefgründige Themen werden hier am Beispiel einer kurdischen community aufgegriffen, aber sie haben in allen Gemeinschaften eine grundlegende Bedeutung. Daneben sind aber auch viele Themen beinhaltet, die eher spezifisch für Menschen mit Migrationshintergrund sind. Da geht es um den Wunsch, in die alte Heimat zurückzukehren oder um das Lebensgefühl in der neuen Heimat, in der man sich mehr oder weniger gut integriert fühlt. „Im Bauch der Königin“ ist ein sehr interessantes und berührendes Buch, das einen Sog ausübt und nachhallt. Der Leser bekommt einen guten Einblick in Strukturen von Familien, deren erste Generation ausgewandert ist und deren zweite Generation nun eine neue Identität „zwischen den Stühlen“, Halt und Sicherheit finden muss. Man erfährt von den auftretenden Konflikten, was die Folgen daraus sein können/sind und wie damit umgegangen werden kann/wird. „Im Bauch der Königin“ ist ein sehr vielschichtiger, tiefgründiger, differenzierter und intensiver Roman, der in einer eindrücklichen und emotional berührenden, manchmal fast märchenhaften Sprache geschrieben ist und den ich sehr gerne weiterempfehle.

  • Miss.mesmerized

    3/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Karosh Taha - Im Bauch der Königin

    Eine Stadt irgendwo im Westen der Republik. Amal ist nicht das Mädchen, wie man es von ihr erwartet; von klein auf verbringt sie mehr Zeit mit den Jungs, kleidet sich wie sie und schneidet sich radikal die Haare ab. Immer wieder kommt es zu Konflikten, die sie gerne auch mit Gewalt löst. Ihr Vater steht trotzdem zu ihr, bis er eines Tages nach Kurdistan verschwindet und die Mutter mit den beiden Kindern allein zurücklässt. Das Verhältnis zwischen Amal und ihr wird schwieriger, die Mutter zieht sich ob der Schmach des Verlassenwerdens zurück und versteckt sich unter dem Kopftuch, während Amal fasziniert von Shahira, der Mutter ihres Freundes Younus, ist. Doch im Viertel zerreißt man sich das Maul über die Frau, die sich in kurzen Röcken und figurbetont kleidet. Auch Raffiq fühlt sich von ihr angezogen, auch wenn er als Jugendlicher eigentlich Amals Freund ist. Alle drei Heranwachsende, Amal, Younus und Raffiq teilen noch etwas anderes: das Aufwachsen in einem Land, das die Eltern zum Teil enttäuscht hat, in dem sie nicht angekommen sind, wo das Leben wie von der Stopptaste angehalten verläuft. Für ihre Kinder sehen sie die Zukunft in der Heimat, Kurdistan, doch diese haben andere Pläne. In ihrem zweiten Roman fängt Karosh Taha die Lebenswelt vieler Migranten lebhaft und vielschichtig ein. Die Identitäten, die geradezu gespalten scheinen zwischen dem kurdischen und deutschen Ich; die Sitten und Kulturen der beiden Länder, die sich oftmals diametral entgegengesetzt stehen; die Familien, die alle verschieden sind und doch die gleichen Sorgen und Rückschläge teilen; Vorurteile, die es nicht nur von den Mitgliedern der anderen Kultur, sondern ganz stark auch innerhalb der eigenen Community gibt. Trotz des spannenden und komplexen Themas konnte mich das Buch nicht wirklich packen. Im ersten Teil erzählt Amal aus ihrer Sicht, im zweiten wird sie von Raffiq abgelöst, aber so richtig wollen sie nicht ineinandergreifen. Hin und wieder erscheint der Text auch als regelrechter Stream of Consciousness, mit unzähligen Schleifen und Wiederholungen, was jedoch mehr zu einer hohen Redundanz denn zu einem Erkenntnisgewinn führt und bisweilen fast langatmig wird. Amal kommt als Figur noch differenzierter daher, wie sie kämpft um die Aufmerksamkeit des Vaters, mit der Rollenerwartung an sie als Mädchen hadert, die beiden Rollenmodelle Mutter und Shahira immer wieder abwägt und letztlich bei einem Besuch in Kurdistan, doch auch nur erkennt, wer sie nicht ist, aber nicht, wer sie ist. Raffiq ist mir in seiner Schwärmerei für Shahira und der tatsächlich doch oberflächlich geführten Auseinandersetzung mit den Eltern thematisch zu eng. Younus hätte sicher auch eine interessante Perspektive und Einblicke geboten, wird jedoch nur in der Außensicht durch die anderen präsentiert. Ein schwer zu greifender Text, der mich leider emotional nicht berührt hat, obwohl gerade Protagonistin das Potenzial gehabt hätte, ihre spezifische Situation begreifbar zu machen.

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