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Deals mit Diktaturen Eine andere Geschichte der Bundesrepublik

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2024

Abbildungen

mit 10 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

622

Maße (L/B/H)

21,7/14,3/4,6 cm

Gewicht

830 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81339-9

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Produktdetails

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2024

Abbildungen

mit 10 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

622

Maße (L/B/H)

21,7/14,3/4,6 cm

Gewicht

830 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-81339-9

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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Wer glaubte nach dem Zusammenb…

LichtundSchatten am 03.04.2024

Bewertungsnummer: 2851216

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer glaubte nach dem Zusammenbruch des Kommunismus gäbe es einen internationalen Run auf Demokratien, sah sich rasch tief enttäuscht. Schon immer war es notwendig, mit Staatsformen Handel zu treiben, die der Demokratie wenig ähnelten. In diesem Buch erfahren wir, wie Deutschland in diesem Zusammenhang agierte und auch heute noch handelt. „Bei seinen Auslandsaufenthalten traf der Altkanzler Gerhard Schröder Assad in Syrien, die Machthaber Irans, und bei seinem Chinabesucht kritisierte er Merkel, weil sie die Unterdrückung Tibets moniert hatte.“ Bei mir stellte sich schon immer die Frage, warum bei einer Beteiligung der Grünen an der Regierung Kriege geführt werden und weshalb SPD-Obere deutsche Wirtschaftsinteressen besonders männerbündisch vertreten, dabei aber Menschenrechte ignorieren. Die Annäherung an Russland bzw. der Handel mit diesem riesigen, rohstoffreichen Land nahm schon unter Kohl Fahrt auf und sollte bis Merkel so weiter gehen. Die danach einsetzenden Sanktionen waren/sind stumpfe Waffen, die „….leicht in einer globalisierten Welt zu umgehen sind.“ Stattdessen musste Deutschland teurer in anderen Autokratien einkaufen (z.B. Aserbaidschan), um noch weniger auf Menschenrechte achten zu können (Bergkarabach/Arzach-Konflikt). Frank Bösch beschreibt in diesem lesenswerten Buch die Geschichte der BRD von Adenauer bis heute und skizziert die unterschiedlichen Ausgangs- bzw. Weltlagen ganz hervorragend und verständlich. „Autokratische Herrschaft und Menschenrechtsverletzungen in antikommunistischen Staaten wurden in den ersten beiden Nachkriegsjahrzehnten selten thematisiert. Politiker, Diplomaten, Experten und Journalisten äußerten sogar oft Verständnis für das Regieren mit „starker Hand“, da die südlichen Staaten noch nicht reif für die Demokratie seien und dort andere kulturelle Grundlagen beständen.“ Hier ergab sich sogar eine Art selbst-entlastende Zusammenarbeit und oft waren dabei noch ehemalige Mitarbeiter der NS-Zeit beteiligt. In den 60ern gab es zum ersten Mal migrantische Proteste in Deutschland, die vor allem aus dem Studentenbereich unterstützt wurden. „Die Migranten sprachen von KZs, Vernichtungslagern oder dem Faschismus in ihren Heimatstaaten. Dies verband den Folter in der Ferne mit der deutschen Geschichte.“ In den 70er Jahren intensivierte sich der Kontakt bzw. Austausch mit Diktaturen, trotz des Mehr Demokratie wagen von Brandt. Heute kommen jene Diktaturen zum Zug (für einen Handelsaustausch oder Gaslieferungen), die weniger im Rampenlicht stehen. „Die wirtschaftliche Stärke der Bundesrepublik ist weiterhin ein potentielles Faustpfand, um für Menschenrechte einzutreten.“ (S. 501)

Wer glaubte nach dem Zusammenb…

LichtundSchatten am 03.04.2024
Bewertungsnummer: 2851216
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer glaubte nach dem Zusammenbruch des Kommunismus gäbe es einen internationalen Run auf Demokratien, sah sich rasch tief enttäuscht. Schon immer war es notwendig, mit Staatsformen Handel zu treiben, die der Demokratie wenig ähnelten. In diesem Buch erfahren wir, wie Deutschland in diesem Zusammenhang agierte und auch heute noch handelt. „Bei seinen Auslandsaufenthalten traf der Altkanzler Gerhard Schröder Assad in Syrien, die Machthaber Irans, und bei seinem Chinabesucht kritisierte er Merkel, weil sie die Unterdrückung Tibets moniert hatte.“ Bei mir stellte sich schon immer die Frage, warum bei einer Beteiligung der Grünen an der Regierung Kriege geführt werden und weshalb SPD-Obere deutsche Wirtschaftsinteressen besonders männerbündisch vertreten, dabei aber Menschenrechte ignorieren. Die Annäherung an Russland bzw. der Handel mit diesem riesigen, rohstoffreichen Land nahm schon unter Kohl Fahrt auf und sollte bis Merkel so weiter gehen. Die danach einsetzenden Sanktionen waren/sind stumpfe Waffen, die „….leicht in einer globalisierten Welt zu umgehen sind.“ Stattdessen musste Deutschland teurer in anderen Autokratien einkaufen (z.B. Aserbaidschan), um noch weniger auf Menschenrechte achten zu können (Bergkarabach/Arzach-Konflikt). Frank Bösch beschreibt in diesem lesenswerten Buch die Geschichte der BRD von Adenauer bis heute und skizziert die unterschiedlichen Ausgangs- bzw. Weltlagen ganz hervorragend und verständlich. „Autokratische Herrschaft und Menschenrechtsverletzungen in antikommunistischen Staaten wurden in den ersten beiden Nachkriegsjahrzehnten selten thematisiert. Politiker, Diplomaten, Experten und Journalisten äußerten sogar oft Verständnis für das Regieren mit „starker Hand“, da die südlichen Staaten noch nicht reif für die Demokratie seien und dort andere kulturelle Grundlagen beständen.“ Hier ergab sich sogar eine Art selbst-entlastende Zusammenarbeit und oft waren dabei noch ehemalige Mitarbeiter der NS-Zeit beteiligt. In den 60ern gab es zum ersten Mal migrantische Proteste in Deutschland, die vor allem aus dem Studentenbereich unterstützt wurden. „Die Migranten sprachen von KZs, Vernichtungslagern oder dem Faschismus in ihren Heimatstaaten. Dies verband den Folter in der Ferne mit der deutschen Geschichte.“ In den 70er Jahren intensivierte sich der Kontakt bzw. Austausch mit Diktaturen, trotz des Mehr Demokratie wagen von Brandt. Heute kommen jene Diktaturen zum Zug (für einen Handelsaustausch oder Gaslieferungen), die weniger im Rampenlicht stehen. „Die wirtschaftliche Stärke der Bundesrepublik ist weiterhin ein potentielles Faustpfand, um für Menschenrechte einzutreten.“ (S. 501)

Bundesdeutsche Außenpolitik

Heidrun aus Klingenberg am 25.06.2024

Bewertungsnummer: 2230692

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor beschäftigt sich mit der bundesdeutschen Außenpolitik von Kriegsende bis in die neunziger Jahre. In den einzelnen Kapiteln widmet er sich bestimmter Länder. Es gibt auch ein Kapitel zu dem Wirken von Amnesty international. Er schreibt meiner Meinung nach objektiv und vorurteilsfrei. Das Buch ist leicht verständlich und lässt sich gut lesen. Etwas Vorwissen sollte man aber haben, sonst wird man wahrscheinlich von den vielen Personen erschlagen.

Bundesdeutsche Außenpolitik

Heidrun aus Klingenberg am 25.06.2024
Bewertungsnummer: 2230692
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor beschäftigt sich mit der bundesdeutschen Außenpolitik von Kriegsende bis in die neunziger Jahre. In den einzelnen Kapiteln widmet er sich bestimmter Länder. Es gibt auch ein Kapitel zu dem Wirken von Amnesty international. Er schreibt meiner Meinung nach objektiv und vorurteilsfrei. Das Buch ist leicht verständlich und lässt sich gut lesen. Etwas Vorwissen sollte man aber haben, sonst wird man wahrscheinlich von den vielen Personen erschlagen.

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Deals mit Diktaturen

von Frank Bösch

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  • Produktbild: Deals mit Diktaturen
  • Einleitung
    Mit Diktaturen umgehen

    1. Jubel, Handel und Zensur:
    Iran und autokratische Partner in der Ära Adenauer

    2.Eingeschränkte Nähe:
    Francos Spanien und Salazars Portugal

    3. Abgrenzung und erste Kontakte:
    Die sozialistischen Diktaturen

    4. Nieder mit dem Schah:
    Migrantische Proteste in den 1960ern

    5. Breiter Protest:
    Griechenlands Diktatur (1967-1974)

    6. Entführungen und Sanktionen:
    Der Umgang mit Südkoreas Diktatur (1967-1987)

    7. Die deutsche Sektion von Amnesty International

    8. Solidarität und Flüchtlingshilfe für Chilenen unter Pinochet

    9. Grenzen der Menschenrechte
    Lateinamerika und Afrika

    10. Öl und Terrorismus
    Gaddafis Libyen

    11. Neue Annäherungen:
    Aporien der Ostpolitik

    12. Partnerschaft und kritische Kooperationen:
    China unter Deng

    13. Ausblick:
    Die Deutschen und die Diktaturen in einer globalisierten Welt

    Umkämpfte Partner:
    Ein Fazit

    Dank

    Anhang