Hoffnung für Verzweifelte
Wie wir als erste Generation die Erde zu einem besseren Ort machen | Faktenbasierte und optimistische Lösungsansätze für den Klimawandel
Viele junge Menschen weltweit haben das Gefühl, dass sie um ihr Leben und ihre Zukunft kämpfen müssen: Wenn sie keine Hitzewelle erwischt, dann eben eine Dürre. Oder der Anstieg des Meeresspiegels, eine Hungersnot oder ein übermächtiger Hurrikan. Hannah Ritchie ist selbst jung und kennt dieses Gefühl. Doch sie argumentiert: Wir werden nicht zur letzten Generation gehören, sondern zur ersten. Zur ersten Generation, die die Umwelt in einem viel besseren Zustand übergeben wird, als sie sie vorgefunden hat. Ihre Botschaft macht Mut und basiert auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
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Jeder, der die Welt retten will, sollte dieses Buch lesen
Sursulapitschi (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 22.01.2026
Bewertungsnummer: 3019309
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wir stecken mitten in einem selbstverschuldeten Klimawandel, der nicht mehr aufzuhalten ist, denken viele, eigentlich alle, oder? Dr. Hannah Ritchie erforscht ihn, untersucht alle Aspekte und sieht nicht ganz so schwarz, das ist erstaunlich. Sie behauptet sogar, wir können die Erde noch retten, wir müssen nur den Fokus auf die richtigen Maßnahmen lenken.
Erst einmal sagt sie, wir sehen die Situation generell viel zu schwarz, weil schlechte Nachrichten die besseren Schlagzeilen bringen und weil Prognosen nicht berücksichtigen, dass man Maßnahmen ergreift. Ich habe im Kopf, dass die Wälder durch sauren Regen sterben und dass man wegen des Ozonlochs nicht in die Sonne gehen sollte. Dass das längst nicht mehr so ist, weil die Welt was dagegen getan hat, ist nicht bei mir angekommen.
Dann untersucht sie jeden einzelnen Punkt, der das Klima schädigt, berechnet den Wirkungsgrad und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen. Beispielsweise ist Plastik nicht grundsätzlich zu verdammen. Es ist sinnvoller, Nahrungsmittel durch Plastikverpackungen länger haltbar zu machen, als dass man sie herstellt und sie schnell vergammeln oder mit Konservierungsmitteln versetzt werden. Das leuchtet ein.
Palmöl ist ein sehr ergiebiges Öl, das platzsparend erzeugt werden kann. Für Sojaöl muss sehr viel mehr Regenwald sterben. Wir könnten Anbauflächen für Ölherstellung sparen, wenn wir Öl nur als Nahrungsmittel benutzen und nicht für Biokraftsoff. Guck an!
Wenn wir wirklich etwas für die Umwelt tun wollen sagt sie, sollten wir unseren Fleischkonsum überdenken. Dabei muss nicht jeder Vegetarier werden, aber es würde schon helfen, auf Rind- und Lammfleisch zu verzichten. Mal ehrlich, das ist nicht schwer.
All solche Dinge rechnet sie uns vor, vergleicht, entlarvt Umweltmythen und gibt Ratschläge. Jeder, der die Welt retten will, sollte dieses Buch lesen!
Hannah Ritchie macht uns tatsächlich Hoffnung, was die Klimakrise angeht. Was sie nicht berücksichtigt ist die Zerstörung, die sinnlose Kriege bewirken und wie umweltschädigend irre Diktatoren agieren. Das stand wohl 2024, als sie das Buch geschrieben hat, noch nicht so zentral im Fokus. Und das sind auch Faktoren, die man weder untersuchen noch berechnen kann.
Sie hat gerade ein neues Buch geschrieben, indem sie Tipps gibt, wie man mit Klimaskeptikern umgehen kann. Das lese ich als Nächstes!
Wichtiges Buch. Viele…
Thomas aus München am 25.02.2024
Bewertungsnummer: 2840496
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wichtiges Buch. Viele Informationen, trotzdem leicht verdaulich, angenehm zu lesen - bzw. zu hören, ich habe das Original (gibt´s bereits) als Hörbuch. "Nicht das Ende der Welt" ... so würde der Titel lauten, wenn man den Originaltitel einfach übersetzt hätte, und der passt aus meiner Sicht perfekt zum Inhalt. Das Buch macht durchaus Hoffnung, aber es ist nicht nur was für Verzweifelte, sondern für alle, die offen sind für den Gedanken, dass wir global gesehen auf einem besseren Weg sind als angenommen. Hannah Ritchie verbreitet aber nicht einfach nur Optimismus. Ihre Ansichten basieren auf einem sehr umfangreichen Datenmaterial. Sie denkt differenziert, bezieht Aspekte mit ein, an die man erst mal nicht unbedingt denkt. Sie schaut sehr genau hin, wenn nötig, auch weit in die Vergangenheit. Und ihre Schlussfolgerungen sind konkret und greifbar. Sie liest das Hörbuch selbst. Wenn man da reinhört (probehören reicht schon), merkt man schnell, wie authentisch sie ist. Man spürt eine tiefe Leidenschaft für Sinn und Verstand und Wahrheit. Ich persönlich finde auch ihren schottischen Akzent sehr sympathisch - war eine kleine Überraschung am Anfang, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Aus meiner Sicht gehört das Buch weltweit an die Schulen, als Informationsquelle und - mindestens genauso wichtig - als Lektüre zum Thema differenziertes Denken. Das Gegenteil von Social Media.
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