Die Almohaden in al-Andalus und ihr Umgang mit den jüdischen und christlichen Minderheiten
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Produktdetails
Format
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Nein
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Erscheinungsdatum
05.10.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
481 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346949554
Als die Almohaden 1148 vom bergigen Hinterland Marokkos bis nach Córdoba im heutigen Spanien vorgedrungen waren, änderte sich das Leben der dort lebenden Juden und der wenigen nach 1126 in al-Andalus verbliebenen Christen über Nacht.
Zwar war die Toleranz, die Juden und Christen während der Zeit des Kalifats von Córdoba (929-1031) gegenüber geübt worden war, bereits ab 1086 durch die ersten Vorstöße der Almoraviden und schließlich 1126 mit der Verschleppung und Vertreibung der christlichen Mozaraber durch eben jene Almoraviden in Unterdrückung umgeschlagen. Allerdings verschlechterte sich die Position der Juden mit dem Einzug der berberischen Almohaden bis auf eine existenzbedrohende Lage. Unter den Almoraviden waren die Juden al-Andalusiens immerhin nach islamischem Recht als Schutzbefohlene (Dhimma) anerkannt gewesen, und gegen die Zahlung der Dschizya war ihnen die Ausübung ihrer Religion gewährt worden; nun schlossen die almohadischen Invasoren Synagogen und Kirchen - Juden und Christen wurden, wenn sie nicht den Märtyrertod erleiden wollten, zur Annahme des Islams oder zur Auswanderung gezwungen.
Auch Maimonides, der einflussreichste Rabbiner, jüdische Rechtsgelehrte, Arzt und Philosoph des späten 12. Jahrhunderts, war Zeitzeuge jener Entwicklung im islamischen al-Andalus. Geboren 1135 oder 1138 in Córdoba, verbrachten er und seine Familie nach 1148 insgesamt 17 Jahre (womöglich als scheinbekehrte Muslime) unter almohadischer Herrschaft, ehe sie über Palästina nach Ägypten auswanderten, um ihren Glauben wieder in Freiheit ausüben zu können.
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