A bold new interpretation of why technology has all too often benefited elites - and how we must reshape the path of innovation to create true shared prosperity.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Hans-Peter Büttgenbach
aus Langenfeld
3/5
11.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Kontingenzansatz der Technologie
Differenzierte Darstellung der Diskussion um Technologieanwendung mit - und das ist selten - einem bibliografischen Essay, der sehr gut die benutzten Quellen erläutert. Inhaltlich kommen die Autoren aber über eine Art Kontingenztheorie der Technologiewirkungen - es kommt immer drauf an - kaum hinaus, betont wird durchgängig das Konzept der Gegenmacht. Die politischen Gestaltungsvorschläge von A. und J. sind meist altbacken.
Bewertung
aus Breitenfurt
5/5
19.11.2023
eBook (ePUB)
endlich eine differenzierte Erklärung was in der derzeitigen IT-Technologie schief läuft
Die Autoren beantworten die Frage, wem Innovationen jeweils zugute gekommen ist. Sie untersuchen nicht nur bekannte Beispiele wie Dampfmaschinen und Elektrizität, sondern auch die vielen Produktivitätsfortschritte in der Landwirtschaft seit einigen Tausend Jahren.
Die Antwort ist, dass das ganz davon abhängt, wie die jeweilige Technologie eingesetzt wird.
Ob und unter welchen Umständen technische Produktivitätsfortschritte mit 'dem Volk' geteilt werden oder ob die Ungleichheit erhöht wird, das ist jeweils eine bewusste Entscheidung - in der Geschichte der technischen Fortschritte wurde typischerweise leider meist die Ungleichheit erhöht.
Produktivitätssteigerungen können auch neue Jobs erzeugen, aber nicht zwingend. Nur wenn durch die Produktivitätssteigerungen eine Konkurrenz um Arbeitskräfte entsteht verbessert sich die Lage der Arbeitskräfte. Dieses Abwandern der Arbeitskräfte dorthin, wo sie besser bezahlt werden, wurde traditionell oft juristisch verhindert (Leibeigene, Sklaven). Ergebnis der Produktivitätssteigerungen war dann ein Anwachsen der Ungleichheit.
Dass der technische Fortschritt in den letzten 200 Jahren auch zur Verbesserung des Lebensstandards 'des Volks' geführt hat, das wurde hart erkämpft - Stichwort Organisation der Arbeiter, Gründung von Gewerkschaften, etc.
Nun zu den modernen Informationstechnologien:
Die Autoren unterscheiden zwischen IT-Anwendungen die für Arbeitskräfte nützlich sind und ihnen ermöglichen, ihre Aufgaben effektiver zu erledigen (wie Navis, Taschenrechner, Textverarbeitung, Spread-sheets, etc.) und anderen Entwicklungen, die dem Ziel dienen, die Arbeit von Menschen vollständig zu übernehmen.
Der derzeitige Trend geht leider primär zur zweiten Gruppe, weil diese Anwendungen durch das Einsparen von Arbeitsplätzen schnelle Gewinnsteigerung versprechen. Auch wenn es um die Zukunft von AI geht so steht derzeit das Einsparen von Arbeitskräften im Vordergrund, siehe die vielen Beispiele von Entlassungen, die mit AI begründet werden. Natürlich wird auch an unterstützender AI gearbeitet, zB bei Diagnostik, aber das große Geld geht in die Ersetzung von Arbeitskräften.
Deutlich wird dies in der Zielsetzung, 'autonome Intelligenzen' zu implementieren. Autonom bedeutet, dass es nicht darum geht, Menschen zu unterstützen, sondern zu ersetzen. Als Beispiel: Das große Endziel bei IT im Auto ist nicht, das Autofahren weniger anstrengend, dafür aber sicherer zu machen, sondern die Fahrer komplett zu ersetzen - darin besteht der schnellste Automatisierungsgewinn, speziell im Bereich Taxis und LKW-Fernverkehr.
Noch ein Beispiel: Self-Checkout Kassen - eine erfahrene Kassiererin ist um ein vielfaches schneller und die Geräte sind sauteuer. Trotzdem finde ich mehr und mehr solche, für mich lästigen und nervigen, Installationen.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.