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Jenifer Becker

1. Zeiten der Langeweile

Zeiten der Langeweile

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Viola Müller

Spieldauer

6 Stunden und 41 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Altersempfehlung

ab 18 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

24.08.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

9

Verlag

ABOD Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783987853456

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Viola Müller

Spieldauer

6 Stunden und 41 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Altersempfehlung

ab 18 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

24.08.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

9

Verlag

ABOD Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783987853456

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  • Bewertung

    5/5

    22.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ganz nah am Innenleben der Protagonistin

    Ein wunderbares Buch, das mich komplett überrascht hat! Jennifer Becket schreibt mit so viel Gefühl und Tiefe, dass man sofort in die Geschichte hineingezogen wird. Die Figuren sind lebendig und nahbar, ihre Gedanken und Emotionen wirken absolut authentisch. Besonders gefallen hat mir, wie feinfühlig Themen wie Sehnsucht, Selbstfindung und kleine Alltagsmomente miteinander verknüpft werden. Es ist ein Roman, der nachhallt und einem lange im Gedächtnis bleibt – definitiv eine Empfehlung für alle, die etwas Besonderes lesen möchten!

  • Bewertung

    5/5

    17.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Digital Detox

    In Jenifer Beckers Debütroman mit dem mich total ansprechenden Cover, beschließt die 30-jährige Berlinerin Mila, die Protagonistin des Romans, ihre Social-Media-Präsenz zurückzufahren. Nach und nach mündet das Minimieren der Social-Media-Zeit zu einem schon radikalen Verschwinden aus der digitalen, modernen Welt. Das zu Beginn fast schon körperliche Schmerzen bereitende Löschen der eigenen Timeline, das Abwenden von Social Media, womöglich hin zu mehr Freiheit, dreht sich in ein beinahe fanatischen persönlichen Kampf mit der digitalen Welt bis zur völligen Isolation und dem Mittelpunkt ihres neuen Alltags. Die Autorin dieses Romans schafft es aktuelle Geschehnisse und Kontroversen aufzugreifen und einzubauen. Ein modernes Buch, geschrieben in einem für mich sehr ansprechenden Schreibstil. Thema topaktuell, daher für mich empfehlenswertes Buch

  • Denise

    5/5

    10.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Achterbahn Fahrt

    Jenifer Becker - Zeiten der Langeweile Mila, dreißig, geht offline. Zu groß ist plötzlich die Angst vor der öffentlichen Sichtbarkeit. Jede gelöschte Spur im Netz ist ein Akt der Befreiung, gleichzeitig gelingt es Mila nicht, sich einzureden, dass die neue Yogaroutine erfüllender ist als der morgendliche Smartphonecheck. Die nostalgisch wiederentdeckte Langeweile wird schnell zu tiefer Einsamkeit. Sie teilt ihr Leben nicht mehr, aber niemand teilt es jetzt so richtig mit ihr, seit ihr Lebensstil mehr Gemeinsamkeiten mit dem von Emily Dickinson als dem ihrer alten Freundinnen hat. Doch der Drang, den schwerelosen Zustand vollkommenen Verschwindens zu erreichen, wird immer zwanghafter. Ein Leseerlebnis mit vielen Aufs und Abs. Der Roman von Jenifer Becker rüttelt wach, tut weh und lässt einen verzweifeln. Gleichzeitig unterhält er gut und regt zur Reflexion an. Gut gelungen ist die nahbare Darstellung der Protagonistin. Zu Anfang tauchen die Leser:innen gut in die Lebensrealität ein, Handlungen und Gedankenstränge sind nachvollziehbar dargestellt. Mit vielen Meinungen kann man mitgehen. Im Verlauf wird der gesamte Umgang mit der Internetabstinenz deutlich abgedrehter. Sie verstört und schreckt die Lesenden zunehmend ab. Zugegeben mich konnte das Buch nicht überzeugen und ich war froh, als ich mich durchgekämpft hatte. Nichts desto trotz kann man es als Gesamtwerk auf eine bestimmte Art als gelungen betrachten. Denn wenn man den Roman als überspitzes Kunstwerk mit der Intention einer übergeordneten Kritik betrachtet, ist es definitiv mehr als gelungen.

  • Manu

    Book Circle Community

    5/5

    29.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarische Hassliebe

    Mila möchte ihre Spuren im digitalen Äther löschen und wünscht sich einen kompletten Internet Detox, um endlich zur langersehnten Ruhe zu kommen. Der Weg dorthin entwickelt sich dann doch etwas anders als erwartet. Mehr sei hier als Einstieg nicht gesagt, denn darum geht’s. Was sich dann über die Seiten hinweg entwickelt, ist literarisch schlichtweg genial - aber ich habe es gehasst! Alles beginnt mit dem Wunsch nach Ruhe und innerem Frieden und ein paar Reizworten wie «Social Media Omnipräsenz» und «Informationsflut». Schon sehr bald zeigt sich aber, dass Jenifer Beckers Debüt weder eine Kritik an den sozialen Medien noch ein Aussteiger:innen-Roman ist. Stattdessen zeichnet die Autorin ein feinfühliges, hochauthentisches Portrait eines psychischen Zerfalls und stellt es in ein Bühnenbild des gesellschaftlichen Versagens. Aus Erzählerperspektive erlebt die Leserschaft hautnah mit, wie ein Mensch in einen psychischen Abwärtsstrudel gerät und wie das Umfeld unfähig ist, darauf zu reagieren. Für mich war jede Seite dieses Buches eine Qual, weil mir das Wichtigste fehlte, was ich mir an einem Buch wünsche: Ein emotionales Leseerlebnis durch das Abtauchen in eine Geschichte. Stattdessen wurde mir mit jedem Satz die Realität um die Ohren gehauen und ich musste auf eindrücklich realistische Art und Weise miterleben, wie ein psychisch kranker Mensch auf den Abgrund zusteuert und wie sein Umfeld hilflos daneben steht – vielleicht auch stehen muss. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Werk. Für den Aufbau, die Sprache, die Erzählperspektiven und die Gesellschaftskritik dahinter. Und gleichzeitig bin ich froh, dass es vorbei ist. Zeiten der Langeweile ist schwere Kost, die den Finger gnadenlos in die offenen Wunden des gesellschaftlichen Versagens legt.

  • MarieOn

    5/5

    09.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Digitaler Fußabdruck

    Die Ich-Erzählerin Mila Meyring, 34 Jahre, promovierte Kulturwissenschaftlerin wünscht sich ein Real Life Reset. Als mein Bruder nach meinen Beweggründen fragte, sagte ich, ich wolle online nicht mehr gesehen werden, Leute nicht mehr online sehen, mich nicht mehr darüber abfucken, warum Nicki mein Selfie nicht geliked hatte, jemand ein Buch publizierte, heiratete, ein Kind bekam, auf die Malediven flog oder darüber, dass ich meine Skin-Care-Routine nicht einhielt. S. 13 Trotz Tinder, Okcupid und Co. hat Mila sich schon länger nicht mehr daten lassen, seit Nicki und sie nicht mehr zusammen sind. Ihre Accounts bei Facebook, Instagram und TicTok hat sie längst gelöscht. Sie entwickelt die Angst in einem digitalen Inferno gelyncht zu werden. Ebenso hat sie Angst die Kontrolle zu verlieren, in ihrer Real Time Life Balance zu kurz zu kommen und auch das Urteil anderer fürchtet sie zunehmend. Nach und nach schaltet Mila alles ab, was sie beeinflussen könnte. Das Fenster zur Welt schließt sich. Es erstaunt sie, dass sie scheinbar nicht vermisst wird. Einzig zu vier Menschen hält sie noch Kontakt. Sie schreiben sich SMS, oder Email, um sich zu verabreden, telefonieren aber selten. Ein wenig verunsichert ist Mila schon, dass sie von Putin und der Ukraine kaum etwas mitbekommt, Einen atomaren Krieg kann sie sich vorstellen. Die Anbieter von Satellitenfernsehen hat sie gekündigt, einen Blick in den viralen Äther erlaubt sie sich nur noch selten. Die Erhöhung der Nebenkosten lässt sie schier verzweifeln, denn sie hat ihren Job gekündigt, weil die ihr Mitarbeiterinnenprofil ins Netz gestellt haben. Mila versucht ihre digitalen Fußabdrücke zu löschen und stresst sich dabei zunehmend. Ihre Befürchtungen nehmen schizoide Züge an und führen zu irrationalen Vermeidungsstrategien. Sie steigert sich rein, alles dreht sich nur noch um sie, Selbstbezogenheit breitet sich aus. Die Kontrolle, die sie glaubte im viralen Dasein zu verlieren, verliert sie jetzt offline über sich selbst, ihren Körper, ihren Geist. Mila wird zum einsamen mentalen Wrack. Fazit: Eine intelligent geschriebene Geschichte über unsere digitale Gegenwart, mit erfrischenden Abstechern in die Popkultur Berlins, in der Mila aufgewachsen ist. Ich kam mir vor wie die Protagonistin eines Drop-out-Channels oder das verhüllte Gesicht eines NosurfPRStunts. S 170 Der Roman ist in drei Teile gegliedert, wärend derer, Milas Obsession sich der Welt zu entziehen sich steigert. Die Wahrnehmung der Protagonistin hat mich mitgerissen. Milas Selbstbezogenheit war zwischenzeitlich nervig, aber das liegt eher daran, dass ich das von mir selbst kenne und tut der Intention der Geschichte keinen Abbruch. Der Haupttenor der Geschichte war für mich: “Sobald du dich dafür interessierst was andere über dich denken, fangen deine Probleme an.”

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