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Wir doch nicht

5

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

66264

Erscheinungsdatum

25.09.2023

Verlag

Katapult-Verlag

Seitenzahl

220 (Printausgabe)

Dateigröße

2208 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783948923730

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

66264

Erscheinungsdatum

25.09.2023

Verlag

Katapult-Verlag

Seitenzahl

220 (Printausgabe)

Dateigröße

2208 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783948923730

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  • Eva

    5/5

    08.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Dystopie in Hamburg - das totalitäre Regime regiert

    Wir doch nicht zeigt beängstigend, verstörend, realistisch und beklemmend nachvollziehbar, wie aus einer Demokratie durch bestimmte Sätze, tolerierte Meinungsäußerungen und fast unmerkliche Werteverschiebungen ein totalitäres, patriarchales Regime wird. Schleichend, so dass niemand aufbegehrt. Ach, wir werden doch nicht alles mit uns machen lassen, was die SfDD vorhat. Wir doch nicht! Aber nicht aufzufallen statt nicht-konforme Meinungen kundzutun ist einfacher, und einer ganzen Generation anerzogen. Mathilda ist 37, Corona hat sie als Kind erlebt. Ihre Welt ist also gar nicht weit von unserer entfernt. Die rechtsnationale Parteil ist an der Regierung. Frauen dürfen nicht mehr arbeiten, viele Fächer sind aus den Universitäten verschwunden. Verhütung ist illegal, auf Abtreibung steht lebenslange Haft. Schulbücher für Biologie und Geschichte wurden ausgetauscht, Smartphones dürfen von Frauen nur für private Nachrichten benutzt werden. Das Internet ist stark limitiert, Frauen sind zu Müttern, Gebärmaschinen und Dienerinnen der Männer degradiert. Lgbtq+, people of colour, non-binär? Stigmatisiert. Die Grenzen sind jetzt zu, auswandern geht nicht mehr. Nora Burgard-Arp entwirft mitten in Hamburg eine entsetzliche Dystopie, und das Schlimme daran ist, dass das gar nicht so unrealistisch ist. Das Szenario scheint nur ein paar dramatische Stellschrauben entfernt zu sein, und genau das macht diesen Roman nervenaufreibend relevant. Der Körper der Frau wurde enteignet, und so wird der Körper Mathildas sinnbildlich zum Spiegel ihrer Seele, der Unterdrückung und der Machtansprüche. Wir doch nicht stellt sehr unbequeme Fragen: Wie hoch ist der Preis, den wir für eine sogenannte unpolitische Haltung zahlen? Dafür, uns nicht einzumischen? Ist Solidariät möglich, wenn das eigene Leben in Gefahr ist? Können wir es uns erlauben, keine Meinung zu haben? Zu schweigen? Gibt es einen Weg zurück in die Freiheit? Dieser Roman ist ein Warnruf, ein Weckruf, eine feministische aber vor allem humanistische Kampfschrift. Schwer zu ertragen aber ungeheuer wirkungsvoll. Wo auch immer ich davon erzähltem wurden meine Zuhörer*innen sehr wütend. Lest dieses Buch!

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    27.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    So krass!

    WIR DOCH NICHT Nora Burgard-Arp TW: Schwangerschaftsabbruch Hamburg in der Zukunft: Die Partei SfDD („Sieg für Deutschland und die Deutschen“) hat die Macht übernommen und die bereits drakonischen Gesetze der vorherigen Regierung noch weiter verschärft. „Kontrollierte Rückführungen“ von Migranten gibt es nicht mehr - entscheidend ist nun allein die „deutsche Abstammung statt Pass“. Wer nicht in dieses Schema passt, muss das Land verlassen. Frauen werden auf ihre Rolle als Mütter reduziert: Sie haben zu gebären, berufliche Perspektiven gibt es für sie nicht. Verhütung ist verboten, Abtreibung wird mit lebenslanger Haft bestraft. Der Staat überwacht jeden Schritt - Handys werden abgehört, die Kontrolle ist allumfassend. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind untersagt, und die Männer bestimmen über das Land. Mathilda, 37 Jahre alt, lebt mit ihrem Mann Finn in Hamburg. Sie kennt ihn seit der Schulzeit - damals waren sie bereits ein Paar. Ihre Mutter hatte sie vor ihm gewarnt, doch Mathilda ignorierte alle Bedenken. Auch von Republikflucht wollte sie nichts hören - Deutschland verlassen? Für sie kam das nie infrage. Als ihre Mutter eines Tages verschwand, reagierte sie mit Wut und Unverständnis. Doch in letzter Zeit schleichen sich Zweifel ein: Hatte ihre Mutter vielleicht doch recht? Finn ist längst nicht mehr liebevoll, und Mathilda weigert sich vom Staat zur „Gebärmaschine“ degradieren zu lassen. Als sie unerwartet schwanger wird, trifft sie eine radikale Entscheidung: Finn darf nichts erfahren. Sie will die Schwangerschaft beenden und nimmt einen Kleiderbügel zur Hilfe. Doch ihre inneren Verletzungen entzünden sich und es gibt niemanden, den sich Mathilda anvertrauen kann. Was für eine Geschichte! Dieses intensive Buch mit seinem packenden Schreibstil hat mich von der ersten Seite an mitgerissen - ich konnte es nicht aus der Hand legen. Diese (viel zu realistische) Dystopie sollte gerade jetzt ganz viel Aufmerksamkeit erhalten - damit wir unsere Demokratie weiterhin schützen und unterstützen. Ein weiteres Highlight ist die liebevolle Gestaltung des Buches mit kleinen Illustrationen an jedem Kapitelende, die die düstere Atmosphäre perfekt unterstreicht. Fazit: Krass und eindringlich! Große Leseempfehlung. BITTE LEST DIESES BUCH! 5/5

  • Bewertung

    5/5

    24.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieses Buch ist so wichtig!

    Mathilda lebt in einer Zeit neuer politischer Umbrüche in Hamburg. Eine aufstrebende Partei setzt sich für traditionelle Werte ein, die das Patriarchat neu stärkt. Als diese Partei an die Macht gelangt, ist eine der ersten Gesetzesänderungen auf ihrer Agenda, Empfängnisverhütung und Schwangerschaftsabbruch per lebenslanger Haftstrafe zu verbieten. Die Entscheidungsgewalt über ihren Körper versucht sich die Mittdreißigerin Mathilda im Badezimmer mit einem Kleiderbügel zurückzuholen. Sie weiß, dass sie für das, was sie tut, im Gefängnis landen kann, zumal sie auch schon unter besonderer Beobachtung der örtlichen Behörden steht – denn in ihrem Alter noch kein Kind zu haben steht den Werten der neuen Regierung gegenüber. Mathildas Mutter hat das Land längst verlassen, und mittlerweile wünscht Mathilda sich, sie hätte ihre Warnungen nicht achtlos beiseiteschieben sollen. Für ihren Mann Finn entwickelt Mathilda zunehmend Abscheu, denn er sieht in der Kontrolle der Frauen und Kinder, welche die neue Regierung anstrebt, eine Karrieremöglichkeit. Um seine beruflichen Ziele zu erreichen, steht ihm die Kinderlosigkeit allerdings im Weg. Doch dann entzünden sich Mathildas innere Verletzungen, und sie zieht ungewollte Aufmerksamkeit auf sich, die sie das Leben kosten kann. In den USA ist am 25. Juni 2022 mit dem Kippen des Urteils Roe v. Wade das seit 1973 bestehende Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch in vielen Bundesstaaten stark eingeschränkt worden. Aktueller könnte dieses Buch daher nicht sein. “Wir doch nicht” schreit in einer wichtigen literarische Sprache, denn Freiheit nutzt sich ab, wenn sie nicht genutzt wird – also lest dieses Buch und gebt es weiter!

  • Sabrina Tschorn - Aus Liebe zum Lesen Literaturblog

    5/5

    05.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufrüttelnd

    Was passiert, wenn wir rechte Fundamentalisten an die Macht kommen lassen? Genau dieses Szenario hat Nora Burgard-Arp zum Schauplatz ihres Romans „Wir doch nicht“ aus dem unabhängigen Katapult-Verlag gemacht. Mathilda lebt in nicht allzu ferner Zukunft in Hamburg. Nachdem die LfD (Ähnlichkeiten zu bekannten Parteien bewusst gewählt) und deren Nachfolgepartei Deutschland um Jahrhunderte zurückgeworfen hat, wird das Leben für alle, die nicht zur Kategorie weiße Männer gezählt werden, zum Alptraum. Nach und nach wird sich Mathilda dessen bewusst und mit ihrer vorgeschriebenen Rolle immer unzufriedener. Was ein bisschen wie „ A Handmaids Tale“ anmutet, ist keine Adaption desgleichen, sondern vielmehr eine weitere Dystopie, die sich als gar nicht so unwahrscheinlich entpuppt und entsprechend beängstigend ist. Was mir sehr gut gefällt, ist die Darstellung der teils auch sehr subtilen Unterdrückungen – so entsteht beim Lesen ein immer mulmigeres Gefühl. Die Charaktere, allen voran die Protagonistin, sind mir ein bisschen zu blass geblieben und konnten mich nicht ganz überzeugen. Dafür war vielleicht ein bisschen wenig Zeit auf gut 200 Seiten und während ich Zeitsprünge und Rückblenden für ein stilistisch wertvolles Mittel halte, waren es mir hier vor allem zu Beginn zu viele und zu abrupte, sodass ich einige Zeit gebraucht habe, um in den Text zu kommen. Nichtsdestotrotz hat Nora Burgard-Arp einen wichtigen und spannenden Roman geschrieben, der eindringlich zeigt, was passiert, wenn wir uns dem Machtstreben und der Propaganda rechtsextremer Gruppen nicht lautstark entgegensetzen. 4,5/5

  • Flying Bookworm

    4/5

    22.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wichtiges Thema

    ***TW: Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch*** Ich finde es unfassbar traurig das es überhaupt nötig ist so ein Thema als Buch zu verfassen. Das die Geschehnisse im Buch tatsächlich gar nicht weit hergeholt sind und teilweise sogar schon so geschehen (siehe Amerika). Ich fand das Buch unangenehm zu lesen. Ich fand es beängstigend. Und es hat mich wütend gemacht. So unendlich wütend und fast schon hilflos. Aber genau das habe ich auch erwartet bei der Thematik. Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass es anderen Leser*innen da anders ergeht. Und doch muss es ja Menschen geben die glauben das Frauen weniger Wert sind, das sie nur zum Gebären gut sind.... Mathilda lebt in einer sehr Nahen Zukunft, in der Frauen in Deutschland so gut wie keine Rechte mehr haben. Sie werden bis aufs letzte kontrolliert und sind den Männern hilflos ausgeliefert. Ihre einzige Aufgabe: Kinder bekommen und aufziehen. Doch Mathilda möchte das nicht. Nicht so, nicht in diesem Umfeld. Sie tut alles in ihrer Macht stehende um zu verhindern Schwanger zu werden, doch es kommt wie es nun mal kommen muss. In ihrer Verzweiflung befestigt sich aber ein Gedanke: SIE hat die Macht darüber zu entscheiden ob sie ein Kind möchte oder nicht, niemand sonst. Und so beschließt sie die Schwangerschaft selbstständig zu beenden, koste es was es wolle. So beginnt ihr Kampf gegen dieses neue System... Das Buch beginnt direkt bei dem Selbsterzeugten Abbruch. Immer wieder gibt es Rückblenden die zu diesem Augenblick geführt haben. Die Atmosphäre im Buch ist sehr erdrückend, kalt und lieblos. Als Leserin hatte ich das Gefühl in Mathildas Kopf zu stecken, ihre ganze Bandbreite an Gefühlen selber zu erleben. Durch ihre Erinnerung bekommt man mit wie es zu diesem neuen System kommen konnte, wie eine Spirale entstand, bei der es irgendwann kein Entrinnen mehr gab. Man erlebt den neuen Alltag und wie die Frauen dominiert und klein gehalten werden. Man bekommt aber auch mit das es durchaus auch Hoffnung gibt und wie Mathilda über sich hinauswächst und sich ändert. Die Geschichte wird auf knappen 200 Seiten erzählt, es ist also kein allzu ausschweifender Roman, eher ein kleiner Auszug eines Lebens. Eine mögliche Handlung von so vielen verschiedenen Schicksalen. Umso intensiver empfand ich dieses Buch, welches auch gar nicht mehr Inhalt gebraucht hat. Es ist auf den Punkt geschrieben und regt definitiv zum nachdenken an. Es hallt nach. Besonders hervorheben möchte ich auch noch die tolle Aufmachung des Buches, allem voran die wunderschönen Illustrationen von Iris Ott.

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