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Sie sagt. Er sagt. Ein Theaterstück

27

13,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

37804

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.02.2024

Verlag

btb

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

18,7/12,8/1,5 cm

Gewicht

170 g

Farbe

Lichtgrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77466-1

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

37804

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.02.2024

Verlag

btb

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

18,7/12,8/1,5 cm

Gewicht

170 g

Farbe

Lichtgrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77466-1

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • peedee

    Book Circle Community

    5/5

    27.10.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Wer sagt die Wahrheit?

    Wenn eine prominente Frau öffentlich verkündet, das Opfer einer Vergewaltigung geworden zu sein, schlägt dies hohe Wellen. Katharina Schlüter, erfolgreiche TV-Moderatorin, behauptet, von ihrem ehemaligen Geliebten missbraucht worden zu sein. Er bestreitet dies vehement. In der Gerichtsverhandlung steht Aussage gegen Aussage. Wer hat Recht? Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover, das im gleichen Stil auch seine anderen Bücher schmückt – gefällt mir. Wenn aus einem „Schäferstündchen“ zu zweit plötzlich ein Missbrauchsfall wird, der in der Presse ausgeschlachtet wird: Jede und jeder weiss etwas dazu zu berichten. Doch effektiv wissen nur die beiden, was in jener Nacht passiert ist… Wurde sie wirklich vergewaltigt? Oder will sie sich einfach an ihm rächen und hängt ihm die Vergewaltigung an? Weshalb? Sagt sie die Wahrheit? Und warum äussert er sich nicht dazu? Weil es stimmt? Oder weil es unter seinem Niveau ist, auf falsche Anschuldigungen zu antworten? Wie reagieren die Ehepartner der beiden darauf? Für mich war es das erste Buch des Autors, wird aber bestimmt nicht das letzte gewesen sein. Diese Erzählung wurde für den ZDF mit grossem Staraufgebot verfilmt; ich kenne diese nicht, habe nun aber Lust darauf bekommen. Die Geschichte war aufgrund der geringen Seitenzahl ziemlich schnell ausgelesen. Ich hatte das Gefühl, mit im Gerichtssaal zu sitzen und der Verhandlung beizuwohnen: Ich hörte die eine Aussage und dachte „ja, das stimmt, das könnte so gewesen sein“ und dann hörte ich die Gegenpartei und dachte wiederum „ja, auch das könnte genau so gewesen sein“. Ich schwankte somit bis zuletzt, denn es gab immer wieder ein Für und Wider den Angeklagten. Der Ausgang der Geschichte war überraschend – mehr verrate ich aber nicht! Von mir gibt es 5 Sterne.

  • Bücherleser26

    5/5

    15.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Die Suche nach der Wahrheit!

    Katharina Schlüter führt mit Christian Thiede eine Affäre, bis zu dem Tag, an dem sich die beiden trennen. Monate später begegnen sie sich zufällig wieder. Drei Tage danach geht bei der Polizei eine Anzeige ein: Thiede habe sie vergewaltigt. Es kommt zu einem Gerichtsprozess, in dem beide Seiten ihre Sicht der Dinge darlegen, Sachverständige befragt, Beweismittel präsentiert und Zeugen vernommen werden. Bis zum Schluss steht Aussage gegen Aussage, die Frage nach der endgültigen Wahrheit scheint schwierig. Als sich das Gericht zur Beratung zurückziehen will, erleben die Anwesenden eine weitere überraschende Wendung. Schirachs Theaterstück verspricht fesselnde Spannung, der Gerichtsprozess ist anschaulich und hochinteressant geschrieben, was den Leser von Seite zu Seite mehr verzweifeln lässt. Wir erleben immer wieder Wendungen und neue Erkenntnisse, die unser vermeintliches Urteil auf den Kopf stellen und zum Nachdenken anregen. Der Autor konfrontiert uns mit wichtigen gesellschaftlichen Fragen: Was ist Wahrheit? Wie funktioniert objektive Justiz? Und wem schenken wir unser Vertrauen? Schirach ist ein Meister der Gesellschaftskritik und hat mit > Sie sagt. Er sagt. < ein Pflichtwerk geschrieben, das jeder gelesen haben muss!

  • Bewertung

    5/5

    03.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Inszenierung zum Nachdenken

    Worum geht’s? Katharina Schlüter ist als Nebenklägerin vor Gericht. Christian Thiede soll sie vergewaltigt haben. Hier steht Wort gegen Wort: Hat er das wirklich getan? Oder will sie sich nur an ihm rächen, weil er sie verlassen hat? Meine Meinung: Von Ferdinand von Schirach habe ich schon wirklich viel gehört und der Autor stand ganz oben auf meiner Wunschliste. Wie ihr wisst, kann das dazu führen, dass auch die Erwartungen dementsprechend hoch sind. Und was soll ich sagen? Mit seinem Theaterstück „Sie sagt. Er sagt.“ hat er meine Erwartungen mehr als erfüllt. Der Schreibstil ist – klar, Theaterstück – wie ein Skript aufgebaut. Ich war aber erstaunlich schnell drin und direkt mitten im Gerichtssaal. Dort haben wir dann die verschiedenen Charaktere, welche auch im Buch kurz in den Rollen aufgelistet sind, kennengelernt. Den meisten Wortteil neben der Vorsitzenden und den Zeugen hatten Rechtsanwalt Biegel und die Staatsanwältin sowie Katharina Schlüter. Wobei ich gemerkt habe, dass meine Sympathien sich im Laufe des Prozesses, den wir hier verfolgen durften, mehrmals verschoben haben, je mehr ich über den Fall erfahren durfte. Der Fall an sich war wirklich spannend. Ein bisschen #MeToo. Eine unglückliche Liebe. Zerbrochene Ehen. Zerbrochene Herzen und mögliche Rachemotive. Ein Fall, wie er direkt aus dem Leben stammen könnte. Ich fand es spannend, wie die Anwälte hier agiert haben. Wie taktiert wurde. Und wie die Vorsitzende die Sitzung geleitet hat. Besonders die Plädoyers fand ich sehr interessant, weil sie auch mich nochmals zum nachdenken und überdenken gebracht haben. Hier einen Einblick zu bekommen, war unheimlich spannend. Und obwohl Theaterstück, war es trotzdem so atmosphärisch und lebendig, das hätte ich nie für möglich gehalten! Das Buch ist sehr dünn und daher schnell gelesen, aber es hat unheimlich viel Tiefe und Inhalt, auch zwischen den Zeilen, dass ich auf jeden Fall mehr von dem Autor lesen möchte! Wir haben zwar ein offenes Ende, da die Sitzung wegen neuer Beweise vertagt werden musste, aber das regt umso mehr zum weiter Nachdenken an. Darüber, wie schnell man unschuldig schuldig sein kann. Oder als Opfer verkannt. Ein wirklich spannendes Buch mit Tiefgang, das ich vorbehaltlos empfehlen kann! Fazit: Das Theaterstück „Sie sagt. Er sagt.“ von Ferdinand von Schirach hat mich mehr als beeindruckt. Wir erhalten Einblick in die Justiz, in einen Fall einer möglichen Vergewaltigung, bei der alles möglich sein kann. Ich war hin- und hergerissen und wusste am Ende noch nicht, wie ich als Richter urteilen würde. Schuldig? Nicht schuldig? Hier ist wirklich alles möglich und auch zwischen den Zeilen war noch so viel zu lesen. Ich bin wirklich absolut begeistert. 5 Sterne von mir und ich will definitiv mehr Bücher von dem Autor lesen!

  • Azyria Sun

    5/5

    03.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Inszenierung zum Nachdenken…

    Inszenierung zum Nachdenken Worum geht’s? Katharina Schlüter ist als Nebenklägerin vor Gericht. Christian Thiede soll sie vergewaltigt haben. Hier steht Wort gegen Wort: Hat er das wirklich getan? Oder will sie sich nur an ihm rächen, weil er sie verlassen hat? Meine Meinung: Von Ferdinand von Schirach habe ich schon wirklich viel gehört und der Autor stand ganz oben auf meiner Wunschliste. Wie ihr wisst, kann das dazu führen, dass auch die Erwartungen dementsprechend hoch sind. Und was soll ich sagen? Mit seinem Theaterstück „Sie sagt. Er sagt.“ hat er meine Erwartungen mehr als erfüllt. Der Schreibstil ist – klar, Theaterstück – wie ein Skript aufgebaut. Ich war aber erstaunlich schnell drin und direkt mitten im Gerichtssaal. Dort haben wir dann die verschiedenen Charaktere, welche auch im Buch kurz in den Rollen aufgelistet sind, kennengelernt. Den meisten Wortteil neben der Vorsitzenden und den Zeugen hatten Rechtsanwalt Biegel und die Staatsanwältin sowie Katharina Schlüter. Wobei ich gemerkt habe, dass meine Sympathien sich im Laufe des Prozesses, den wir hier verfolgen durften, mehrmals verschoben haben, je mehr ich über den Fall erfahren durfte. Der Fall an sich war wirklich spannend. Ein bisschen #MeToo. Eine unglückliche Liebe. Zerbrochene Ehen. Zerbrochene Herzen und mögliche Rachemotive. Ein Fall, wie er direkt aus dem Leben stammen könnte. Ich fand es spannend, wie die Anwälte hier agiert haben. Wie taktiert wurde. Und wie die Vorsitzende die Sitzung geleitet hat. Besonders die Plädoyers fand ich sehr interessant, weil sie auch mich nochmals zum nachdenken und überdenken gebracht haben. Hier einen Einblick zu bekommen, war unheimlich spannend. Und obwohl Theaterstück, war es trotzdem so atmosphärisch und lebendig, das hätte ich nie für möglich gehalten! Das Buch ist sehr dünn und daher schnell gelesen, aber es hat unheimlich viel Tiefe und Inhalt, auch zwischen den Zeilen, dass ich auf jeden Fall mehr von dem Autor lesen möchte! Wir haben zwar ein offenes Ende, da die Sitzung wegen neuer Beweise vertagt werden musste, aber das regt umso mehr zum weiter Nachdenken an. Darüber, wie schnell man unschuldig schuldig sein kann. Oder als Opfer verkannt. Ein wirklich spannendes Buch mit Tiefgang, das ich vorbehaltlos empfehlen kann! Fazit: Das Theaterstück „Sie sagt. Er sagt.“ von Ferdinand von Schirach hat mich mehr als beeindruckt. Wir erhalten Einblick in die Justiz, in einen Fall einer möglichen Vergewaltigung, bei der alles möglich sein kann. Ich war hin- und hergerissen und wusste am Ende noch nicht, wie ich als Richter urteilen würde. Schuldig? Nicht schuldig? Hier ist wirklich alles möglich und auch zwischen den Zeilen war noch so viel zu lesen. Ich bin wirklich absolut begeistert. 5 Sterne von mir und ich will definitiv mehr Bücher von dem Autor lesen!

  • sommerlese

    5/5

    20.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Hervorragend inszeniert und spannend wie ein Krimi.

    Ferdinand von Schirachs Theaterstück "Sie sagt. Er sagt." erscheint im btb Verlag. Katharina Schlüter wurde bekannt als erfolgreiche TV-Moderatorin. Sie behauptet, ihr ehemaliger Geliebter habe sie missbraucht. Was zunächst einvernehmlich begann, endete in einer Vergewaltigung. : Der daraus resultierende Strafprozess ist die Handlung dieses Stückes. Es steht Aussage gegen Aussage, was dem Fall eine besondere Dramatik verleiht. Denn es geht hier nicht nur um Schuldzuweisung, sondern auch um das berufliche und private Schicksal zweier Menschen und auch um die Werte, die wir in unserer Gesellschaft anerkennen. In diesem Stück nimmt man hautnah an der Gerichtverhandlung des (vermeintlichen) Straftatbestandes von sexueller Gewalt eines Mannes gegen eine Frau teil. Der Beschuldigte ist der frühere Geliebte vom Katharina, auch in der Realität gehören die Täter oft zum engeren Personenkreis des Opfers. Bei der Gerichtsverhandlung steht Aussage gegen Aussage, die Frau erklärt in Einzelheiten die Tatvorgänge. Diese Aussagen fallen ihr schwer, doch sie stellt sich dieser Aufgabe, um die Tat zur Anklage zu bringen. Sie berichtet aus ihrem Leben und über die Beziehung zu ihrem Ex-Geliebten. Von ihm erfährt man keinen Kommentar, denn er macht von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, was ihm juristisch zusteht, ihn aber im Laufe der Verhandlung zunehmend verdächtig macht und ihn als Schuldigen darstehen lässt. Schirach legt seinem Buch den üblichen Ablauf einer Gerichtsverhandlung zugrunde. Der Prozess beginnt mit der Beweisaufnahme, die folgenden Befragungen und Aussagen zu wissenschaftlichen Studien werden durch die Anklage und die Verteidigung zu ihren Gunsten genutzt. Gleichwohl bildet man sich beim Verfolgen der Verhandlung eine eigene Meinung. Dieses Stück ist aufgrund der Gerichtsverhandlung wirklich spannend zu verfolgen, es ist ein Fall, den viele Frauen ganz sicher anders sehen als Männer. Und über dem Ganzen steht die Frage, wer hier die Wahrheit sagt und ob der Mann triebgesteuert handelte oder ob es eventuell auch ein Racheakt der Frau sein könnte. Der trockene Befragungsstil wirkt authentisch und wird nur durch die streitbaren Äußerungen von Katharinas Verteidigers unterbrochen und durch neue Fakten, die die Lage in einem anderen Licht erscheinen lassen. Wer sich für das Ende ein klärendes Gerichtsurteil erwartet, wird wie im wahren Leben enttäuscht. Das Ende des Stücks lässt den Leser wie im wahren Leben ohne Gerichtsurteil zurück. Vertagung wegen neuer Erkenntnisse aufgrund eines überraschenden Beweismittels, da darf man sich ausmalen, wie es enden könnte. Und es zeigt sich, dass ein Rechtsurteil nicht unbedingt für Gerechtigkeit sorgt, denn die Tat an sich ist ein Verbrechen, das Menschenleben entscheidend beeinflusst und verändert, wenn nicht sogar zerstört. Ein sehr interessantes, immer wieder aktuelles geschlechtsspezifisches Problem, dass sich spannend und mit emotionaler Anteilnahme lesen lässt. Die Frage nach der Wahrheit steht genauso im Raum, wie die Betroffenheit und die Folgen der Beteiligten.

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