Klima-Bullshit-Bingo (SPIEGEL-Bestseller)
Scheinargumente von Klimawandel- und Wissenschaftsleugnern enttarnt — "Klimaschutz zerstört die Wirtschaft!", und andere Stammtischparolen widerlegt
Jan Hegenberg entlarvt in seinem neuen Buch »Klima-Bullshit-Bingo« die gängigsten Scheinargumente gegen Klimaschutz! Ein unterhaltsames Nachschlagewerk, das fundierte Antworten auf Vorwände wie »Deutschland alleine kann die Welt nicht retten!«, »Ja, aber China« und »Die Experten sind sich nicht einig« liefert. Dieses Buch rüstet für jede Stammtischdiskussion und zeigt, wie Klimaschutz wirklich funktioniert.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
LottiLu
5/5
28.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Argumentieren leicht gemacht
Das Buch ist niedrigschwellig geschrieben und sehr lesenswert! Die einzelnen Kapitel dieses Buches sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Jan Hegenberg liefert humorvoll und mit einer Schippe Sarkasmus wissenschaftliche Studien, Fakten und Gegenargumente gegen die typischen Behauptungen von Klimawandel-Skeptikern.
Jan Hegenberg liefert mit diesem Buch das perfekte Werkzeug für aktuelle Diskussionen zum Thema Klimaschutz.
Franzi
aus Wolfsburg
5/5
04.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Tolles Buch
Das Buch ist super leicht geschrieben und dadurch gut zu verstehen.
Klimaschutz ist viel einfacher als man denkt und geht uns alle an!
Die Themen sind gut gewählt und verständlich auf den Punkt gebracht.
Absolut lesenswert!
BK
2/5
27.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch, das schon im Titel den Spott über Andersdenkende kultiviert, ist eher (. )
Schon der Titel verrät ein Problem: Wer abweichende Argumente vorsorglich als „Bullshit“ und „Stammtischparolen“ abqualifiziert, legt die Messlatte für eine sachliche Auseinandersetzung denkbar niedrig. Jan Hegenberg möchte Irrtümer widerlegen. Doch die entscheidende Frage lautet: Widerlegt er tatsächlich die Einwände oder vor allem ihre bequemsten Zuspitzungen?
Niemand muss den menschengemachten Klimawandel bestreiten, um die deutsche Klimapolitik kritisch zu betrachten. Die Existenz eines Problems beweist schließlich noch lange nicht die Zweckmäßigkeit jeder politischen Maßnahme, die mit seiner Lösung begründet wird.
Besonders deutlich wird das am Verhältnis von Klimaschutz und Wirtschaft. Die Behauptung, Klimaschutz zerstöre grundsätzlich die Wirtschaft, ist genauso pauschal wie die gegenteilige Versicherung, Klimaschutz sei wirtschaftlich immer ein Gewinn. Entscheidend sind Kosten, technologische Alternativen, internationale Wettbewerbsbedingungen und die tatsächliche Wirksamkeit einzelner Maßnahmen.
Auch der Hinweis auf China ist nicht schon deshalb unsinnig, weil er gelegentlich als Ausrede für Untätigkeit dient. Internationale Emissionsverteilung, industrielle Standortentscheidungen und die Verlagerung energieintensiver Produktion sind legitime Fragen. Wer sie mit einem flotten Spruch erledigt, hat noch keine überzeugende Wirtschaftspolitik vorgelegt.
Ein weiteres Problem liegt in der Vermischung von Wissenschaft und Politik. Naturwissenschaft kann erklären, weshalb sich das Klima verändert. Sie kann aber nicht allein entscheiden, welche Eingriffe in Wirtschaft und Gesellschaft verhältnismäßig sind. Das erfordert ökonomische Abwägungen, politische Entscheidungen und demokratischen Streit.
Gerade eine marktwirtschaftliche Perspektive fragt deshalb nach Wettbewerb, Innovation, technologischer Offenheit und der Wirkung von Preissignalen. Nicht jede staatliche Regulierung ist sinnvoll, nur weil sie ein ökologisches Ziel verfolgt.
Hegenbergs Ansatz hat durchaus einen berechtigten Ausgangspunkt: Falsche Tatsachenbehauptungen verdienen Widerspruch. Aber die eigentliche intellektuelle Leistung beginnt dort, wo man auch die stärksten Argumente seiner Kritiker ernst nimmt, statt sich an den schwächsten abzuarbeiten.
Ein Buch, das schon im Titel den Spott über Andersdenkende kultiviert, muss sich deshalb fragen lassen, ob es den offenen Erkenntnisgewinn sucht oder vor allem die eigene Leserschaft in ihren Überzeugungen bestärken möchte.
Mein Fazit: Klimaschutz verdient eine ernsthafte Debatte über Wirksamkeit, Wohlstand und Freiheit. Wer politische Zielkonflikte zu einem Bingo-Spiel erklärt, macht die Auseinandersetzung vielleicht unterhaltsamer, aber nicht automatisch klüger. Die Widerlegung einer Stammtischparole ist noch lange kein Beweis für eine vernünftige Politik.
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