Produktbild: Mittsommertage
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Ulrich Woelk

1. Mittsommertage

Mittsommertage Roman

Gesprochen von
12

24,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Silke Buchholz

Spieldauer

8 Stunden und 7 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

13.07.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

13

Verlag

C.H. Beck

Sprache

Deutsch

EAN

9783406811401

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Silke Buchholz

Spieldauer

8 Stunden und 7 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

13.07.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

13

Verlag

C.H. Beck

Sprache

Deutsch

EAN

9783406811401

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  • Anna

    5/5

    25.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mitsommertage, die ins Dilemma führen

    Die Art und Weise wie Woelk seine Figuren ins Dilemma stürzen lässt, hat mich schon in seinem Buch „Der Sommer meiner Mutter“ fasziniert. Es ist ein langsames Abgleiten, gespickt mit vielen Alltagssituationen, in die sich außergewöhnliche Begebenheiten einschleichen. So geht es auch Philosophieprofessorin Ruth Lember. Mit einem Hundebiss bei der morgendlichen Joggingrunde beginnt eine für sie lebensverändernde Woche. Es ist die Zeit, als die Maskenpflicht anfängt zu fallen, als Klimaaktivisten sich auf die Straßen Berlins kleben und als eines Tages ein Mann aus Ruths Vergangenheit auftaucht, mit dem sie ein Geheimnis verbindet, das enorme Sprengkraft beinhaltet. Ulrich Woelk hat viele Themen in seinen neuen Roman gepackt. Allen voran die Klimakrise. Aber auch Ruths in die Jahre gekommene kinderlose Ehe, das Verhältnis zu ihrer Stieftochter und natürlich ihre akademische Laufbahn, die mit dem Ruf in den Ethikrat gekrönt werden soll. Es geht um Moral, um Schuld, um Grenzüberschreitungen, Naivität und letztendlich um Liebe. Woelk schreibt schnörkellos und präzise. Ruth Lembers Verhalten konnte ich zu jedem Zeitpunkt nachempfinden. Sie wirkt authentisch und kommt sympathisch rüber. Mich hat sie fasziniert, und noch mehr hat mich fasziniert, wie ihr die Kontrolle über ihr Leben entgleitet. Salopp ausgedrückt könnte man sagen: blöd gelaufen. So ist es manchmal im Leben, auch Ruth erkennt das und bleibt verstört zurück. Das Buch das nachdenklich macht und zum Diskutieren anregt. Lesenswert ist es allemal.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    08.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Gestern und das Jetzt

    “Mittsommertage” ist mein zweites Buch von Ulrich Woelk. Schon mit “Der Sommer meiner Mutter” begeisterte mich Woelk. Aber hier in “Mittsommertage” gelingt ihm dieses Begeistern noch etwas intensiver. Für Ruth Lember, eine Professorin in Berlin, beginnt eine Wandlung, eine Reise. Sie wird von einem Hund gebissen, aber dies ist nur der Auftakt von beginnenden Ereignissen, eine spannende und interessante Fahrt beginnt. “Mittsommertage” ist aber nicht nur ein Roman über eine Frau, dieses Buch ist ein Blick auf ein Paar, auf eine Familie. Ein Blick auf die Interaktionen in diesem Gespann. Ein Blick auf das Heute und ein Blick auf das Gestern. Durch diese Blicke zurück ist dieses Buch aber auch eine spannende und interessante Zeitreise. Denn das Gestern und das Jetzt haben natürlich Verbindungen, nicht nur in der Gruppe miteinander verbundener Menschen, sondern auch in gesellschaftlichen Geschehnissen. Dieses Buch zeigt sehr schön, was das Leben mit den Menschen macht, was Älter werden bedeutet. Aber gleichzeitig zeigt es auch dass die Vergangenheit nicht vergangen ist und ein kleiner Teil Vergangenheit weiter im Jetzt besteht. Ebenso wie auch früheres Denken, frühere Ziele zwar in der Vergangenheit ruhen, aber deshalb nicht zwangsläufig auch begraben sein müssen. „Mittsommertage“ ist so ein Buch zum Sinnieren, zur Reflexion, ein Buch für eine interessante Reise. Ich finde bei den Büchern von Ulrich Woelk nicht diese in der deutschen Literatur so oft aufzufindende Distanz, dieses mich so oft verwirrende Kühle. Und dies gefällt mir ungemein! Denn die Bücher von Ulrich Woelk berühren mich. Ein Autor, den ich definitiv im Auge behalten werde. Denn “Der Sommer meiner Mutter” und “Mittsommertage” berühren und begeistern mich, “Mittsommertage” noch etwas mehr. Von daher bin ich natürlich neugierig auf weitere Bücher von Ulrich Woelk. Mal schauen, was die kommende Lesezeit noch alles vor meine Augen führen wird. Denn diese 5 Sterne Reise hier war bezaubernd für mich.

  • Bewertung

    5/5

    20.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klug und vielschichtig!

    Mittsommertage ist ein hoch aktueller, gut unterhaltender Roman, in dem Woelk sich der ganzen Palette brisanter Gegenwartsthemen bedient. Klimawandel, Ukraine Krieg, veränderte Rollenbilder, Gendersprache, Bildungsmisere sowie manch andere gesellschaftlichen Veränderungen fließen geschickt in die Handlung ein, ohne zu überfrachten. Eine Woche im Leben einer klugen, vielseitig interessanten Frau, die plötzlich eingeholt wird durch ihre Vergangenheit und heute als Ethikprofessorin einmal mehr in der Konfrontation steht mit den Idealen ihres eigenen Ichs. Ein fein gearbeiteter kluger Roman, sehr ehrlich und authentisch!

  • Bewertung

    5/5

    01.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In den Stürmen des Lebens sich selbst treu bleiben, eine ausdrucksstarke Erzählung zum Reflektieren

    In dem neuen Roman von Ulrich Woelk geht es um eine beruflich erfolgreiche Frau, die plötzlich an einem Wendepunkt ihres bisherigen Lebens steht. Es fängt an mit einem Hund, der ihr ohne irgendeinen Grund in die Wade beisst. Dies löst bei ihr einige Reaktionen aus. Zum einen die Wut über die Hundehalterin, als auch über sich selbst, weil sie so nett war und darauf verzichtet hat, die Hundehalterin anzuzeigen. Sie denkt, dass sie immer zu viel Verständnis für andere hat. Das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen und seinen vielen Facetten scheint ihr zu entgleiten. Sie fragt sich, was aus ihr nur geworden ist. Wie sieht es mit ihrer Ehe aus, wo sind ihre Träume geblieben, wo wäre sie jetzt, wenn sie sich in der ein oder anderen Lebenssituation anders entschieden hätte? Ulrich Woelk schafft es, Abgründe auszuloten und unsere inneren Widersprüche sichtbar zu machen. In seinem Roman "Mittsommertage" lädt er dazu ein, über sein eigenes Leben zu reflektieren ohne es zu bewerten. Sein Schreibstil, die Wahl seiner Worte ist vortrefflich. Die Worte scheinen nur so aus seiner Feder zu fließen. Ich habe schon einige seiner Bücher gelesen und bin jedes Mal wieder begeistert darüber, wie gut er sich ausdrücken kann. Auch das Schriftbild ist sehr lesefreundlich, ganz abgesehen davon, dass man es bei einem Umfang von 280 Seiten auch an einem regnerischen Wochenende durchlesen kann, Lassen Sie sich darauf ein! Es lohnt sich.

  • Bewertung

    5/5

    15.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gegenwartsroman trifft auf Klimaethik

    "Es stimmte, dass sie, so gut es ging, immer versucht hatte, auf der Seite des wenn schon nicht gleich Wahren, so doch Richtigen oder besser Aufrichtigen oder vielleicht einfach nur des Guten zu stehen [...]." Doch was ist das Richtige, das Aufrichtige, das Wahre? Als Professorin für angewandte Ethik noch dazu mit dem Schwerpunkt der Tier- und Klimaethik ist das für Ruth gar nicht so einfach festzulegen. Wenn auf dem Weg durch Berlin Klimakleber der Letzen Generation Staus verursachen und für Unmut sorgen, ist das dann der notwendige Widerstand gegen ein umweltschädliches System oder doch ein illegitimer Eingriff? "Mittsommertage" erzählt eine Woche aus Ruths Leben aus der Perspektive der Protagonistin. Die Woche scheint eine gute zu sein: Ruth wird als Mitglied in den deutschen Ethikrat aufgenommen, das Gremium, das den Bundestag in ethisch schwierigen Entscheidungen berät. Ihr Mann Ben wartet auf das Ergebnis eines wichtigen Architekturwettbewerbs. Doch gleich am Montagmorgen wird Ruth beim Joggen ins Bein gebissen und ein Mann beobachtet sie erschreckend eindringlich in einer ihrer Vorlesungen. Ob die Woche so enden wird, wir Ruth sich das zu Beginn vorgestellt hat? Ulrich Woelk bleibt mit "Mittsommertage" seinem Themensprektrum treu. Wie schon in anderen Romanen verhandelt er nicht nur den gegenwärtigen Klimaprotest und das letzte Aufbäumen der Corona-Krise 2022. Er wirft auch einen Blick in die deutsche Vergangenheit, auf ostdeutschen Totalitarismus und die westdeutsche Anti-Atombewegung. Dem studierten Philosophen gelingt es dabei hervorragend, Denkprozesse beim Leser auszulösen ohne bevormundend zu wirken. Die Frage nach dem legitimen Klimaprotest in einer Welt, in der ein Grenzwert nach dem anderen überschritten wird, drängt sich bald auf. Ebenso, welche Verantwortung der Einzelne mit seinem alltäglichen Konsum trägt. Aber auch juristische Fragen werden zumindest angerissen. Woelk gelingt es dabei, durch das Nebeneinanderstellen einzelner Szenen Überschneidungen aufzuzeigen und Fragen aufzuwerfen, ohne dass er mit dem Zeigefinger darauf verweist. Die Diskurse, die das intellektuelle Paar Ruth und Ben hin und wieder führt, lassen sich als Folie verstehen, vor der der Leser zu eigenen Schlussfolgerungen gelangen kann - ein literarisches Kunststück, das großen Spaß beim Lesen bereitet.

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