Wider den Triumph repressiver Egalität Zur Anatomie gekränkter Herrschaft
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
28.03.2024
Verlag
BoD – Books on DemandSeitenzahl
158
Maße (L/B/H)
19/12/1,2 cm
Gewicht
175 g
Auflage
2
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7578-5267-2
Ihre Ablehnung des libertären Gedankens fassen Amlinger und Nachtwey so zusammen: Bei den Libertären «begegnet uns ein atomares, gleichzeitig unbeschränktes Individuum, das auf (fast) nichts und niemand Rücksicht nimmt außer auf sich selbst». Beispielhaft wird die libertäre Aussage zitiert, friedliche Menschen, die sich nur um ihre Angelegenheiten kümmern, würden keine Rechte anderer verletzen.
Sind friedliche Menschen etwa unfähig, eine Gemeinschaft zu bilden, bleiben sie «atomar»? Und inwiefern könnten friedliche Menschen dazu tendieren, rücksichtslos zu sein? Wenigstens müsste man zugeben, dass dieses «unbeschränkte Individuum», soweit es friedlich ist, Rücksicht nimmt auf Mitmenschen, die andre Ansichten, andre Ideen, andre Lebensgewohnheiten, andre Religionen haben, indem es sie in Ruhe ihrer Wege ziehen lässt. Friedliche Menschen beschränken sich auf das, was sie mit freiwilliger Kooperation zu erreichen in der Lage sind.
Die Koppelung des friedlichen (libertären) Menschen mit einem autoritären Charakter ist zentrales Anliegen von Amlinger und Nachtwey. Was wäre dann der von ihnen empfohlene Charakter? Könnte denn von einem unfriedlichen Menschen erwartet werden, dass er voll Rücksicht gegenüber den Mitmenschen ist? Das vorliegende Buch zeigt im Einzelnen auf, wie Amlinger und Nachtwey sich bei ihrer Analyse in Eigenwidersprüche verwickeln und an welchen Punkten sie faktische Fehler machen.
«Der typische Libertäre weiß, dass auch seine Freiheit bedroht ist, wenn die Freiheit anderer eingeschränkt wird. [...] Stefan Blankertz, ein typischer, ja urtypischer und, wie ich persönlich bezeugen kann, äußerst gutherziger Libertärer, weiß sich zu wehren, wie das vorliegende Buch beweist.» (Robert Grözinger im Geleitwort.)
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