Vergebung ist etwas für diejenigen, die noch einen heilen Flecken in ihrer Seele besitzen. Das Schicksal hat dunkle Pläne für Bradley Lenville. Von einem Moment auf den anderen sind seine Eltern tot und sein neues Zuhause ist das Kinderheim von Metalhain. Ein finsteres Loch, am Rande der Gesellschaft. Nur zwei Dinge lassen ihn dieses neunjährige Martyrium überstehen: Die Frage, wer seine Eltern ermordet hat, und der Wunsch, sich an seinen Peinigern zu rächen. Endlich in Freiheit geht er auf die Jagd nach Antworten. Doch der Preis der Wahrheit wiegt schwer, denn alle Spuren führen zu einem Geheimnis um seine Eltern.
Kundinnen und Kunden meinen
3.5/5.0
Bewertung
4/5
27.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Rachestory mit Dampf
Die Geschichte des Painmakers beginnt energiegeladen und spannend.
Wir lernen den Protagonisten kennen und folgen seinem Weg der Rache. Dieser ist recht derbe, die Schreibweise ist jedoch nie übertrieben brutal. Ich hätte mir hier sogar noch mehr Wums gewünscht.
Besonders die Rückblicke in die Jugend des Protagonisten sind gelungen. Es kommt eine beklemmende Atmosphäre auf und man entwickelt selbst eine starke Abneigung gegen die Peiniger und Figuren, die dem Prota zusetzen. Umso befriedigender sind hier die Szenen der Abrechnung, die dann zudem nicht immer vorhersagbar ablaufen, sondern teils überraschen.
Die Charaktere bleiben dabei jedoch recht flach. Das führt dazu, dass man als Leser einige Entscheidungen nicht nachvollziehen kann. Aber gut, so sind Emotionen nunmal.
Was aber teils stört, sind verwirrende Aktionszenen. Vielleicht liegt es an mir, doch ich konnte den Beschreibungen oft nicht folgen. Hier schlichen sich zudem Logik und Abfolgefehler ein, die den Szenen die Qualität raubten, leider.
Das Ende ist ok, aber überrascht nicht. Ein solider Steampunk Roman, der sich gut lesen lässt, wenn man nicht zu genau hinschaut.
Leseempfehlung gegeben!
MeenzerBuuchMeedsche
3/5
19.02.2024
Buch (Taschenbuch)
spannendes Steampunk Abenteuer
Mir ist dieses unsagbar schöne Cover praktisch entgegengesprungen. Und da auch der Klappentext meine Neugierde wecken konnte, musste ich einfach das Buch von Andreas Hagemann lesen.
Die vorherrschende Atmosphäre ist düster. Verdammt düster. Ich mag das sehr. Bereits das erste Kapitel konnte mich einnehmen, versprach es doch einiges an Spannung.
Der Schreibstil ist gut, jedoch hätte ich mir eine bildhaftere Darstellung gewünscht. Zu gerne hätte ich mehr von dieser Steampunk Welt erfahren, damit ich mir die Handlungsorte noch besser hätte vorstellen können. Ebenso hätte es generell ausführlicher sein können, damit mein Kopfkino noch mehr hätte rattern können.
So wirkte der Protagonist stets etwas distanziert auf mich. Für meinen Geschmack hätte er gerne mehr Tiefe vertragen können. Dann hätte ich eventuell auch seine Handlungsentscheidungen besser nachvollziehen können. Einerseits wollte er bedacht vorgehen und war in meinen Augen ein Planer, der gerne vorbereitet ist. Andererseits ging er manchmal so kopflos und unbesonnen an Sachen heran, dass ich seine Ausführungen nicht nachvollziehen konnte. Dass man nicht immer rational handelt ist mir bewusst, aber dann hätte ich seinen inneren Twist mit sich selbst gerne stärker gespürt.
Dass dies super kritisch ist, ist mir bewusst. Aber nun einmal mein persönliches Empfinden.
Alles in allem wurde mir eine spannende und gut durchdachte Story geboten. Den Verlauf habe ich so nicht kommen sehen, daher war die Überraschung am Ende geglückt.
Da ich gut unterhalten wurde, vergebe ich drei Sterne. Für Steampunk Fans gibt es eine Leseempfehlung.
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