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Timothy Snyder

1. Bloodlands

Bloodlands Schall&Wahn

Gesprochen von
2

22,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Stefan Kaminski

Spieldauer

20 Stunden

Erscheinungsdatum

01.11.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Random House Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783837167108

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Stefan Kaminski

Spieldauer

20 Stunden

Erscheinungsdatum

01.11.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Random House Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783837167108

Herstelleradresse

Random House Audio
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: [email protected]

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Warum dieses Buch weh tut und trotzdem wichtig ist

Alrik Gerlach aus NordWestMecklenburg am 16.11.2025

Bewertungsnummer: 2655557

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch schlägt einem nicht leise eine Tür auf, es tritt sie ein. Timothy Snyder hat mit Bloodlands ein Entrücken in jene finstere Landschaft geschrieben, die geografisch Europa ist und historisch zu den dunkelsten Kapiteln gehört. Keine trockene Chronik, sondern ein Sog aus Fakten, Gnadenlosigkeit und Menschlichkeit — ohne Pathos, dafür mit messerscharfer Klarheit. Während man liest, rückt die Karte näher, die Namen der Orte werden Gesichter, und plötzlich ist Geschichte kein abstraktes Lehrstück mehr, sondern ein Feld, auf dem Entscheidungen, Ideologien und Grausamkeiten sich begegnen. Was beeindruckt: Snyder verwebt unterschiedliche Täter- und Opfergeschichten, zeigt Überschneidungen statt Trennwände, und macht damit eins sichtbar, das zu lange getrennt gedacht wurde. Seine Sprache ist präzise, manchmal knapp, aber nie kalt; kleine Beobachtungen sitzen wie Nadelstiche. Besonders stark sind Passagen, in denen persönliche Schicksale die statistische Größe durchbrechen — das trifft mehr als jede Schlagzeile. Wer jetzt ein reines Propagandawerk befürchtet, liegt falsch. Snyder bleibt kritisch, analytisch und liefert Zusammenhänge statt vereinfachter Antworten. Und ja: Beim Lesen läuft einem öfter ein kalter Schauer über den Rücken — nicht weil er Effekthascherei betreibt, sondern weil die Wahrheit so unfassbar ist. Nach der Lektüre bleibt ein Gefühl: Verstehen ist nicht dasselbe wie Vergeben, aber es ist die Basis dafür, die Gegenwart zu begreifen. Für alle, die sich für Geschichte, Politik oder einfach scharfes Erzählen interessieren: Hier liegt ein Buch, das man nicht nur lesen, sondern mitdenken muss. Stark, unbequem, notwendig — ein Buch, das hängenbleibt.

Warum dieses Buch weh tut und trotzdem wichtig ist

Alrik Gerlach aus NordWestMecklenburg am 16.11.2025
Bewertungsnummer: 2655557
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch schlägt einem nicht leise eine Tür auf, es tritt sie ein. Timothy Snyder hat mit Bloodlands ein Entrücken in jene finstere Landschaft geschrieben, die geografisch Europa ist und historisch zu den dunkelsten Kapiteln gehört. Keine trockene Chronik, sondern ein Sog aus Fakten, Gnadenlosigkeit und Menschlichkeit — ohne Pathos, dafür mit messerscharfer Klarheit. Während man liest, rückt die Karte näher, die Namen der Orte werden Gesichter, und plötzlich ist Geschichte kein abstraktes Lehrstück mehr, sondern ein Feld, auf dem Entscheidungen, Ideologien und Grausamkeiten sich begegnen. Was beeindruckt: Snyder verwebt unterschiedliche Täter- und Opfergeschichten, zeigt Überschneidungen statt Trennwände, und macht damit eins sichtbar, das zu lange getrennt gedacht wurde. Seine Sprache ist präzise, manchmal knapp, aber nie kalt; kleine Beobachtungen sitzen wie Nadelstiche. Besonders stark sind Passagen, in denen persönliche Schicksale die statistische Größe durchbrechen — das trifft mehr als jede Schlagzeile. Wer jetzt ein reines Propagandawerk befürchtet, liegt falsch. Snyder bleibt kritisch, analytisch und liefert Zusammenhänge statt vereinfachter Antworten. Und ja: Beim Lesen läuft einem öfter ein kalter Schauer über den Rücken — nicht weil er Effekthascherei betreibt, sondern weil die Wahrheit so unfassbar ist. Nach der Lektüre bleibt ein Gefühl: Verstehen ist nicht dasselbe wie Vergeben, aber es ist die Basis dafür, die Gegenwart zu begreifen. Für alle, die sich für Geschichte, Politik oder einfach scharfes Erzählen interessieren: Hier liegt ein Buch, das man nicht nur lesen, sondern mitdenken muss. Stark, unbequem, notwendig — ein Buch, das hängenbleibt.

spannender Mix zwischen Geschichte und deren journalistischer Aufbereitung

Bewertung aus Innsbruck am 12.04.2023

Bewertungsnummer: 1920387

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich las das Buch in der englischen Originalfassung, und konnte beinahe nicht davon lassen. Snyder bewirkt, die/den historisch interessierten Leser*in nicht nur mit den (bedauerlichen und schrecklichen) Ereignissen der Zwischenkriegszeit, sondern auch mit seiner "Sprachgewalt" zu fesseln. Letztere ist zugegebenermaßen etwas übertrieben bewertet, aber Snyder versteht, historische Ereignisse und deren Resultate und Effekte auf den Leser zu übertragen und ihm verständlich zu machen. Bravo vor allem dafür, dass die Aktivitäten der Soviet-Union/Stalins präsent gemacht werden! Snyder vermeidet gekonnt eine Aufrechnung der Verbrechen Stalins und Hitlers und deren Regime - er vermittelt zwar die Inhalte und der Abwicklung der mass killings, jedoch unterlässt er die Wertung, "wer der Bösere/Teuflischere/Verbrecherische war". Sukkus: Jedes, egal wessen Opfer, war eines zuviel. DIES vermittelt Snyder's Analyse perfekt.

spannender Mix zwischen Geschichte und deren journalistischer Aufbereitung

Bewertung aus Innsbruck am 12.04.2023
Bewertungsnummer: 1920387
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich las das Buch in der englischen Originalfassung, und konnte beinahe nicht davon lassen. Snyder bewirkt, die/den historisch interessierten Leser*in nicht nur mit den (bedauerlichen und schrecklichen) Ereignissen der Zwischenkriegszeit, sondern auch mit seiner "Sprachgewalt" zu fesseln. Letztere ist zugegebenermaßen etwas übertrieben bewertet, aber Snyder versteht, historische Ereignisse und deren Resultate und Effekte auf den Leser zu übertragen und ihm verständlich zu machen. Bravo vor allem dafür, dass die Aktivitäten der Soviet-Union/Stalins präsent gemacht werden! Snyder vermeidet gekonnt eine Aufrechnung der Verbrechen Stalins und Hitlers und deren Regime - er vermittelt zwar die Inhalte und der Abwicklung der mass killings, jedoch unterlässt er die Wertung, "wer der Bösere/Teuflischere/Verbrecherische war". Sukkus: Jedes, egal wessen Opfer, war eines zuviel. DIES vermittelt Snyder's Analyse perfekt.

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