Vor über 1000 Jahren landen die Wikinger schwer bewaffnet mit ihren Schiffen auf Holy Island. Es ist der Beginn einer sagenumwobenen, spannenden und blutigen Zeit unserer Geschichte. Auf ihren Beutezügen machen die Nordmänner die Weltmeere unsicher und verbreiten Angst und Schrecken: Ivar der Knochenlose überfällt York, Ragnar Lodbrok plündert Paris und Sven Gabelbart erobert England. Doch die Wikinger sind auch Händler und große Entdecker: Hrafna-Flóki gibt Island seinen Namen, Erik der Rote besiedelt Grönland, Harald der Harte reist bis nach Konstantinopel und Leif Eriksson entdeckt Amerika – lange vor Kolumbus.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Alexander
5/5
15.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wikinger - die Lieblinge vieler jungen Leser
Sandbrook beginnt mit einer umfassenden Einführung in die Welt der Wikinger, einschließlich ihrer Herkunft, ihrer Gesellschaftsstruktur und ihrer technologischen Innovationen. Er beleuchtet ihre Lebensweise, ihre Religion und ihre Kunst, um dem Leser ein Verständnis für die Menschen zu vermitteln, die die Küsten Europas und darüber hinaus unsicher machten. Dann führt er die Leser durch die entscheidenden Ereignisse und Expansionen der Wikinger, von ihren ersten Raubzügen in England und Frankreich bis hin zu ihren Entdeckungsreisen nach Island, Grönland und sogar Nordamerika.
Sandbrook untersucht auch die Gründe für den Erfolg der Wikinger, darunter ihre Schiffe, ihre Navigationsfähigkeiten und ihre Handelsnetzwerke. Er wirft auch einen Blick auf die kulturellen und politischen Auswirkungen der Wikinger auf Europa und darüber hinaus und zeigt, wie ihr Erbe bis heute spürbar ist.
lesenmitausblick
5/5
06.10.2023
Hörbuch (Audio)
Spannend und sehr informativ erzählt
Kennt ihr die Bücher bzw. Hörbücher der Reihe Weltgeschichte(n) von Dominic Sandbrook? Eines spannender als das andere! Meine geschichtlich sehr interessierte Kollegin und Expertin auf diesem Gebiet, die liebe Susann Ruschke, hat sich das neueste Werk des Autors angehört und kann es nur weiterempfehlen. Aber lest selbst:
"Heute liegt mir als mp3-CD aus dem Audio-Verlag aus der Reihe:Weltgeschichte(n) von Dominic
Sandbrook „Eroberer der Meere – Die Wikinger“ vor. Sie erschien 2023 nach der deutschsprachigen
Ausgabe des gleichnamigen Buches, das beim cbj Verlag München erschien.
Der britische Historiker, Autor, Kolumnist und Fernsehsprecher Sandbrook hat in dieser Reihe
weitere interessante Bücher veröffentlicht, die von seinem umfangreichen und stets fundiertem
Geschichtswissen zeugen. Für Leser ab 10 Jahren angedacht, empfinde ich viele Passagen als sehr
blutrünstig. Detailliert werden Morde und Folterungen beschrieben, so dass ich es eher erst ab 13
Jahren zum Anhören vorschlagen würde. Die CD – Hülle ist in Art der Buchcover zur Reihe
gestaltet und gibt einen Eindruck von den typischen Langschiffen der Nordmänner.
Peter Lontzek liest mit angenehmer, tiefer Erzählstimme, die er zum Teil dem Inhalt entsprechend
verstellt und damit die Bilder in unserem Kopf noch verstärkt. Er hat eine ruhige, getragene
Erzählweise und das immerhin für fast 10 Stunden. Wir sprechen hier von 177 Tracks, in denen die 5
Kapitel vorgelesen werden. Daher ist es also weder möglich, den Inhalt in der Gesamtheit zu
erfassen, noch sich die vielen Namen, Orte und Geschehnisse zu merken. Ich denke, das kann auch
nicht das Ziel sein. Unser Wissen aus der Schulzeit wird aufgefrischt, zeitlich und räumlich
geordnet bzw. bestimmte Erzählungen überhaupt erst mit den Nordmännern in Verbindung
gebracht. Anregungen zum vertiefenden Weiterforschen in anderen Medien ergeben sich an
verschiedenen Stellen - Problem dabei ist, dass man die korrekte Schreibung von Eigennamen oft
nur erraten kann.
Fakt ist, dass `Wikinger`,was eher plündern bedeutet, gar keine Menschengruppe, sondern einen
Lebensstil bezeichnet. Wer kennt nicht das Bild von axtschwingenden Kriegern auf bunt bemalten
Langschiffen mit Drachenkopf im Zusammenhang mit Wikingern?! Wer hat noch nie von Odin
gehört oder Siegfried, dem Drachentöter?! Es bleiben interessante Passagen und viele bekannte
Sagen im Gedächtnis, wie zum Beispiel der Mythos von der Weltesche Yggdrasil, von seltsamen
Kreaturen wie Zwerge, Elfen, Untoten usw. Interessant ist die Geschichte der Nordmänner allemal,
weil es eben nicht nur um Eroberungen, sondern auch große Entdeckungen, Alltagsleben und
Handelsbeziehungen geht, wie heutige Bodenfunde uns verraten. Namen wie Ivar der Knochenlose,
Sigurd Schlangenauge oder Sven Gabelbart machen neugierig auf mehr Informationen. Dominic
Sandbrook schlägt einen Bogen vom 6. bis zum 11. Jahrhundert. Von Nordeuropa nach
Konstantinopel einerseits und an die Küste Amerikas andererseits. Und wir fragen uns, warum sich
Seefahrer „V`s“ in die Zähne schnitzten und rot einfärbten?! Und was ist eigentlich übrig geblieben
von den selbstbewussten und starken Nordmännern? Aktuell erschüttern uns die Ereignisse in der
ehemaligen Kiewer Rus, einst von Nordmännern gegründet als Handelsplatz. Bis heute sind
Weißrussland, Ukraine und Russland zerstritten, ohne jegliche Rückbesinnung auf ihre
gemeinsamen Wurzeln. Welche Spuren hinterließen die Nordmänner in Europa, wo sie von Karl
dem Großen als lästig beschrieben wurden? Was geschah bei der letzten Schlacht um York, die den
endgültigen Untergang einleitete? Meine Empfehlung: Bitte Zeit nehmen und selber hören! Es lohnt
sich!"(S. Ruschke)
Bewertung
Book Circle Community
3/5
24.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Erobern, plündern, morden ...
… viel mehr bleibt nicht übrig von der Lektüre über die Wikinger. Da haben mir die Azteken besser gefallen. Nach wie vor in meinen Augen kein Buch ab 10. Zu viele Namen, zu viel sie kamen, haben alles geplündert und gemordet, Sklaven gemacht und sind weitergezogen. Ja, mag sein, dass die Geschichte so war, aber hmm … historische Romane von Erwachsenen haben dann doch mehr Tiefe, mehr Erzählung. Hier hatte ich das Gefühl, hat man einfach die Jahreszahlen genommen, den Wikinger dazu und wo der gerade überall geplündert hat. Das war nicht so meins.
Der Einstieg hat mir gefallen, da wurde der nordische Götterpantheon dargestellt, genauso wie im Laufe des Buches beschrieben wird, wo die Wikinger überall waren - nämlich so ziemlich überall auf der Welt. Grönland, sogar Teile Kanadas, dann aber auch weit im Süden bis zum heutigen Istanbul, Irland, England und Island sowieso. Also wieder jede Menge gelernt. Aber wie bei den Azteken fehlten mir Karte, Glossar (z.B. der beschriebenen “berühmten” Wikinger) und auch Quellenangaben. Mal schauen, ob ich Kleopatra überhaupt noch in die Hand nehme.
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