A message in a bottle launches a quest for the recovery of shipwrecked crew in this Jules Verne classic—now with an arresting new look!
When Lord and Lady Glenarvan catch a shark during a sailing trip, they are surprised to find a message in a bottle within its belly, sent by Captain Grant of the shipwrecked Britannia. Unfortunately, the water-damaged note is mostly unreadable, giving any would-be rescuers only a latitude and no longitude to work with.
Eager to help the castaways, the couple urges the British government to launch a rescue expedition but are refused. So they take it upon themselves to search for Grant with the help of Mary and Robert—Captain Grant’s children—and the crew of the Duncan. Thus, the group sets off, determined to find the shipwrecked crew, even if it means sailing across the entire thirty-seventh latitude—and facing whatever dangers lie in their path.
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Eine Reise zwischen Irrtum und Entdeckung
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 08.04.2026
Bewertungsnummer: 3103375
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Da es sich bei diesem Roman um einen Klassiker von Jules Verne handelt, verzichte ich darauf, das Cover zu bewerten – zumal es sich ohnehin nicht um das Original handelt.
Ein Haifisch wird gefangen – in seinem Bauch findet sich eine halb zerstörte Flaschenpost. Sie enthält Hinweise auf den verschollenen Kapitän Grant. Da nur ein Breitengrad (37° Süd) lesbar ist, beschließt Lord Glenarvan gemeinsam mit seiner Frau Helena, einem Teil seiner Gefolgschaft sowie dem zerstreuten Geografen Paganel, zusammen mit Grants Kindern eine Rettungsexpedition zu starten.
Ihre Reise mit der Yacht Duncan führt sie zunächst nach Südamerika, da dort Grants Aufenthaltsort vermutet wird. Doch aus der anfänglich ruhigen Überfahrt entwickelt sich schnell ein gefährliches Abenteuer, das die Gruppe mehrfach in Lebensgefahr bringt und sie schließlich auf weitere Kontinente führt.
In Search of the Castaways ist mein vierter Roman von Jules Verne, und ich habe mich mit der Bewertung etwas schwergetan. Am liebsten hätte ich 3,5 Sterne vergeben. Unweigerlich vergleiche ich den Roman mit Journey to the Center of the Earth, der mir deutlich besser gefallen hat.
Dennoch bringt dieser Roman eine positive Veränderung im Vergleich zu den zuvor von mir gelesenen Werken mit sich: Die weiblichen Figuren nehmen eine etwas größere Rolle ein. In früheren Romanen waren Frauen deutlich unterrepräsentiert. Man merkt zwar, dass Verne seine Geschichten stark an technischen Beschreibungen ausrichtet und damit eher eine männliche Leserschaft seiner Zeit anspricht, jedoch wirkt er dabei nie explizit frauenfeindlich.
Der Roman beginnt mit der Entdeckung der Flaschenpost, die Lord Glenarvan zufällig liest. Daraufhin wird eine Anzeige in einer Zeitung geschaltet, um mögliche Angehörige zu informieren. Kurz darauf erscheinen die Kinder von Kapitän Grant auf dem Anwesen. Helena Glenarvan zeigt Mitgefühl und überzeugt ihren Mann, eine Expedition zur Rettung ihres Vaters zu organisieren.
Die geräumige Yacht Duncan dient als Transportmittel für die zunächst angenehme Reise. Kurz nach dem Auslaufen taucht jedoch unerwartet ein Fremder an Bord auf: der Geograf Paganel. Niemand kennt ihn, und es stellt sich heraus, dass er aus Zerstreutheit das falsche Schiff bestiegen hat. Da er seine ursprüngliche Reise ohnehin nicht wie geplant fortsetzen kann, schließt er sich kurzerhand der Expedition an.
Mit dieser Figur gelingt es Jules Verne, nicht nur geografisches und naturkundliches Wissen in die Handlung einzubinden, sondern auch eine humorvolle Komponente zu schaffen. Paganel sorgt immer wieder für amüsante Momente.
Der Roman ist insgesamt leicht zu lesen und deutlich weniger sperrig als From the Earth to the Moon. Spannung entsteht durch das hohe Erzähltempo und die wechselnden Schauplätze. Allerdings wirken die zahlreichen Zufälle, die die Handlung vorantreiben, stellenweise etwas konstruiert und mindern für mich die Glaubwürdigkeit.
Die Figuren bleiben größtenteils funktional angelegt: Paganel übernimmt die humorvolle Rolle, während Robert Grant für überraschende Wendungen sorgt.
Insgesamt ist In Search of the Castaways ein unterhaltsamer und klassischer Abenteuerroman, der vor allem durch sein Tempo, die wechselnden Schauplätze und die Figur des Paganel überzeugt. Auch wenn die Handlung stellenweise zu stark von Zufällen lebt und die Figuren eher funktional bleiben, bietet der Roman dennoch viel Lesespaß und einen guten Einblick in Jules Vernes typischen Erzählstil.
Im Vergleich zu seinen bekanntesten Werken fehlt ihm zwar etwas die Originalität und Tiefe, dennoch ist er ein solider Vertreter seiner Abenteuerliteratur. Für Leserinnen und Leser, die eine leicht zugängliche, episodische Reisegeschichte schätzen, ist das Buch definitiv empfehlenswert – auch wenn es nicht ganz an seine stärksten Romane heranreicht.
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