"Seine unberechenbare mörderische Wut ist wie eine nukle-are Apokalypse, die alles zerstört."
Hauptmann Bojko
Kiew, Ukraine
Ein teuflischer Serienkiller
Eine strahlenverseuchte Landschaft
Ein dunkles Geheimnis, eiskalt und tödlich
Ermittler, am Rande des Wahns
Ukraine, kurz nach Ausbruch des russischen Angriffskrieges.
Polizeihauptmann Felix Bojko wird zu einem Tatort in die ukrainische Geisterstadt Pripyat gerufen und mit einer grausam verstümmelten Leiche konfrontiert. Es ist Janik, der Sohn des russischen Ex-Ministers Kanyukov. Da Kanyukov den ukrainischen Ermittlungsbehörden misstraut, schickt er den russischen Polizisten Alexej Markow in die Ukraine, um den Täter ausfindig zu machen.
Hauptmann Bojko wird von Mo Celta begleitet, die an einem Austauschprogramm der EU-Ermittlungsbehörden in Kiew teil-nimmt und in der Ukraine ihre Schwester sucht.
Als die Kommissare einem Cold-Case auf die Spur kommen, ermitteln sie mit Hochdruck, jedoch aus unterschiedlichen Gründen. Sie stehen dabei einem wahnsinnigen Mörder gegen-über, der am Ort seiner Verbrechen stets eine präparierte Schwalbe hinterlässt.
Astrid Korten hat mit Tod der Schwalben, Band 3 der Serie OVERKILL, einen atemberaubenden Thriller in einer zerrütteten Ukraine geschrieben, in der sich bewaffnete Konflikte, ein wirt-schaftlicher Zusammenbruch und ökologische Forderungen ver-mischen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
5/5
05.09.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannung pur!
"Overkill - Tod der Schwalben" ist der dritte Teil der Overkill Reihe, rund um die Ermittlerin Mo Celta. Dieser lässt sich auch hervorragend lesen, wenn man die ersten beiden Bände nicht kennt.
Ich bin im Rahmen einer Leserunde auf dieses Buch aufmerksam geworden. Das Cover hat mich mit seiner düsteren Atmosphäre sofort neugierig gemacht. Die darauf abgebildete Schwalbe spielt auch in der Geschichte eine tragende Rolle.
Astrid Korten hat einen unfassbar lebendigen Schreibstil. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, mitten in den Ermittlungen zu dem Mordfall zu stecken. Die Charaktere sind so gut ausgearbeitet, dass man meint, man kennt die Persönlichkeit jedes einzelnen.
Ich habe wirklich bis zum Schluss mitgefiebert und versucht zu ermitteln, wer denn nun der verantwortliche für diese schreckliche Tat ist.
Das ganze Setting rund um Tschernobyl hat die Geschichte noch düsterer werden lassen. Es ist erschreckend, dass die Begebenheiten größtenteils real sind.
Für mich als 30-jährige, die das alles nicht miterlebt hat, ist die ganze Situation, trotz vieler Dokumentationen und Schulstunden zu den Thema, immer noch unvorstellbar und beklemmend.
Ich bin begeistert von der intensiven Recherche zu diesem Thema und kann wirklich nur meinen Hut ziehen!
Auch, wenn ich ab und an Probleme mit den Begrifflichkeiten und Namen hatte, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Spannung bis zur letzten Seite - eine absolute Empfehlung!
5 von 5
Martin Schult
aus Borken
5/5
01.09.2023
Buch (Taschenbuch)
Packender Thriller in düsterer Atmosphäre
Nach dem Unglück von Tschernobyl im Jahre 1986 hat sich die nahegelegene Stadt Pripyat zu einer Geisterstadt entwickelt. Hierher wird Polizeihauptmann Felix Bojko geschickt, um den Mord an den Sohn des russischen Ex-Ministers Kanyukov aufzuklären. Seine Leiche wurde grausam entstellt und die Ermittlungen führen in die Vergangenheit. Gleichzeitig beauftragt der Ex-Minister den Polizisten Alexej Markow den Mörder seines Sohnes zu finden und ihn zu töten. Markow nimmt den zweifelhaften Job an, da ihm viel Geld versprochen wird, womit er seiner Tochter eine notwendige Operation ermöglichen kann. Es beginnt die Jagd nach einem Phantom, das sich in den Trümmern der Vergangenheit verschanzt hat und noch lange nicht sein Ziel erreicht hat...
Die Autorin Astrid Korten konnte mich mit ihren Thrillern bisher immer begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in ihr neues Werk gestartet bin. Sie erzählt die Geschichte in einem bildreichen und intensiven Schreibstil, der mich in die apokalyptische Welt aus Krieg und Spätfolgen des AKW-Unfalls der Ukraine entführte. Es gelingt Astrid Korten dabei hervorragend für eine zur Story passende bedrückende Atmosphäre zu sorgen, die die Geschehnisse sehr authentisch wirken lässt. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der Leiche des Minister-Sohnes gut aufgebaut und über die anschließenden Ermittlungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine immer komplexer werdende Geschichte, die mit vielen überraschenden Wendungen aufwartet und durchaus auch die Konzentration des Lesers einfordert. Die Hintergrundinformationen zur Ukraine wirken sehr gut recherchiert und lassen den Thriller aus der Masse des Genres hervorheben. Das Ganze konnte mich bis zum fulminanten Finale fesseln, welches mit einer für mich überraschenden Auflösung für eine gelungene Abrundung sorgt.
Insgesamt ist "Overkill - Tod der Schwalben" ein unglaublich packender Thriller, der mich bis zur letzten Seite in den Bann gezogen hat. Gerade das besondere Szenario, sowie die ausgeklügelte Geschichte tragen zum Gelingen des Buches bei. Ich empfehle es daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.
haberlei
aus Wien
5/5
31.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Das aktuelle alltägliche…
Das aktuelle alltägliche Grauen „Overkill – Tod der Schwalben“ von Astrid Korten ist der dritte Band der Reihe mit Hauptkommissarin Mo Celta als Protagonistin. Worum geht es? In der Ukraine wird eine grausam zugerichtete Leiche gefunden. Es handelt sich um den Sohn des Ex-Ministers Kanyukov. Sowohl die ukrainische Polizei, Hauptmann Felix Bojko und die deutsche Austausch-Kommissarin Mo Celta, als auch der russischer Polizist Alexander Markow, der vom Vater des Ermordeten angeheuert wurde, begeben sich unabhängig voneinander in die verbotene Zone Tschernobyl, um den Mörder zu fangen. Und immer wieder finden sie präparierte Tiere, vorrangig Schwalben – quasi die Signatur des Mörders. Das Cover versinnbildlicht durch Stacheldraht die gesperrte Zone, die Schwalbe im Mittelpunkt unterstreicht deren Bedeutung im Roman. Der Thriller erschien 2023. Die Handlung spielt knapp nach Ausbruch des russischen Angriffskrieges. Die Kapitel sind mit Ortsangaben übertitelt, exakte Zeitangaben sind nicht vorhanden; die angenehm kurzen Kapitel sind auch noch thematisch in Abschnitten zusammengefasst. Dass ich die ersten beiden Bände dieser Reihe noch nicht kannte, hatte keinerlei Belang. Es steht wohl jeder Roman für sich. Das Buch liest sich flüssig vom Schreibstil her, vom Inhalt her benötigt man des Öfteren Pausen, um das Gelesene sickern zu lassen. Denn nicht nur die fiktiven grausamen Morde schockieren, sondern was mich vor allem betroffen machte, sind die Zustände in der heutigen Ukraine. Die Recherchen der Autorin sind beachtenswert, sowohl was die Gegenwart anbelangt, als auch die detaillierten Beschreibungen des Reaktorunfalls 1986 und dessen Folgen. Ich persönlich hätte mir auch eine Landkarte der Ukraine, insbesondere des Gebietes rund um Tschernobyl, gewünscht, um besser nachvollziehen zu können, in welchen Regionen sich die Protagonisten in etwa bewegt haben. Es ist der Autorin auf faszinierende Weise gelungen, die Fakten mit fiktiven Ereignissen zu verweben. Das Buch ist vom Beginn bis zum dramatischen Ende aufwühlend und packend. Nicht nur die Spannung beginnt ab der ersten Seite und hält bis zur letzten an, auch das Grauen zieht sich durch den gesamten Roman. Wobei es für mich nicht einmal so sehr die doch recht detailliert beschriebenen übel zugerichteten Mordopfer waren, die mich am meisten schockierten, denn letztlich waren es fiktive Morde. Sondern was ich als so erschreckend, so beklemmend empfand, waren die Schilderungen der Realität, dass nach wie vor Menschen an den Folgen der Strahlenbelastung erkranken und sterben, behinderte Kinder zur Welt kommen, des Weiteren die Zustände in dem radioaktiv verseuchten (Sperr-)Gebiet, wo tatsächlich wieder Menschen unter unzumutbaren Lebensbedingungen hausen, und dass kontaminierte Waren von dort in alle Welt gelangen. Und nicht nur das. Generell machen die Lebensumstände der Menschen, ob in Russland oder in der Ukraine, betroffen. Wie unfrei sie sind, wie Korruption vorherrscht, wie schlecht die Ausrüstung der Soldaten ist, u.v.a.m. Im Prinzip sind es zwei sich erst gegen Ende vereinigende Handlungsstränge, einerseits der offiziell ermittelnde Hauptmann Bojko mit Mo Celta, andererseits Alexej, der über geheime Wege und mit Hilfe von Insidern ins Sperrgebiet gelangt. Zu welchen Erkenntnissen sie auch gelangen, als Leser verfügt man immer wieder über einen Wissensvorsprung. Durch die stetigen Perspektiven- und Ortswechsel wird die Spannung zusätzlich erhöht. Cliffhanger, dramatische Szenen tun ihr Übriges dazu, dass man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen möchte. Zudem ist so vieles rätselhaft – die Symbolik der Schwalben, die Zusammenhänge der aktuellen Mordfälle mit jenem alten Mordfall, der am Tag des Reaktorunfalls geschah. Die Spannung steigert sich von Abschnitt zu Abschnitt, bis in einem dramatischen Showdown die wahren Begebenheiten ans Licht kommen. Die Charaktere der handelnden Personen sind sehr ausführlich und daher gut vorstellbar dargestellt. Sowohl Bojko als auch Alexej sind außergewöhnliche Menschen, schicksalsbehaftet, geprägt durch ihre Herkunft, ihren Werdegang, ihre familiäre Situation. Beide beweisen Stärke und Mut, indem sie in dem verseuchten Territorium tätig sind, sie wirken ehrenhaft und verlässlich, zeigen aber durchaus auch Schwächen; wirken dadurch authentisch und lebendig. Mo Celta wirkt kompetent, engagiert und strebsam, ist jedoch eher eine Nebenfigur. „Overkill – Tod der Schwalben“ ist für mich der beste Thriller, den ich je gelesen habe, nicht der bestialischen Morde wegen, sondern aufgrund des höchst aktuellen Umfelds, in dem die Ereignisse spielen und der Art und Weise, wie umfassend darüber berichtet wird. Dieses Buch lässt einen nicht unberührt, macht nachdenklich und dankbar, dass man woanders leben darf. Eine unbedingte Leseempfehlung und selbstverständlich 5 Sterne!
Bewertung
aus Netzschkau
5/5
21.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Schwierige Suche nach der Wahrheit
Im dritten Band der „Overkill“-Reihe ermittelt Mo Celta im Rahmen eines EU-Austauschprogrammes in der Ukraine, gemeinsam mit ihrem ukrainischen Kollegen Felix Bojko. Ein grausamer Mordfall führt sie nach Pripyat, eine verlassene Stadt, die durch das Reaktorunglück in Tschernobyl traurige Berühmtheit erlangte.
Als Kind lebte der Moskauer Polizeileutnant Alexej Markow in Pripyat. Nun kämpft er mit gesundheitlichen Folgen des Reaktorunglücks. Auch seine inoffiziellen Wege führen in die gesperrte Zone, auch sein Interesse gilt dem Mordopfer aus Pribyat...
Eine schwierige Suche nach der Wahrheit beginnt. Nach und nach wird immer deutlicher, dass ein Verbrechen, welches am Tag des Reaktorunglücks geschah, eine wichtige Rolle spielt. Doch erst zum Ende des Buches wurde mir klar, wie alles zusammenhängt.
Ein fesselnder Erzählstil und das gekonnte Vernetzen der unterschiedlichen Handlungsstränge sorgten für spannende Lesestunden. Die Charaktere, ihre Eigenheiten, Nöte und ihre Gedankenwelt sind anschaulich beschrieben, oft fühlte ich mich beim Lesen mit hineingenommen in die Realität der handelnden Personen, in ihr Familienleben oder auch in die Landschaft der gesperrten Zone. Die Autorin hat intensiv in der und über die Ukraine recherchiert, so dass zahlreiche Details aus der Realität geschickt in die Handlung eingewoben sind.
Mich hat das Buch betroffen gemacht, denn mir wurde neu bewusst, wie viel Leid die Menschen in der Ukraine schon erlebten. Weder die Menschen, die unter den Folgen des Reaktorunglücks 1986 leiden noch diejenigen, die jetzt Opfer von Gier, Machtstreben und dem daraus resultierenden russischen Angriffskrieg sind, sollten in Vergessenheit geraten. Aber das Buch hat mir auch eine spannende Lesezeit beschert. Daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.
rewareni
aus wien
5/5
10.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Rache
Mo Celta nimmt an einem Austauschprogramm der EU Ermittlungsbehörde teil und wird dabei Polizeihauptmann Felix Bojko in der Ukraine zur Seite stehen. Dass sie dabei auch hofft, ihre verschwundene Schwester Elisa zu finden, kommt ihr dabei gerade recht. Eine grausam verstümmelte Leiche eines junge Mannes ist der Beginn einer brutalen Mordserie, der nicht nur die beiden Polizisten, sondern auch den russischen Kollegen Alexej Markow beinahe an ihre seelischen und auch körperlichen Grenzen bringt. Der Mörder spielt ein besonderes Katz- und Mausspiel mit allen und seine präparierten Schwalben am Tatort gibt jedem Rätsel auf, bis zu dem Zeitpunkt, wo die grausame Wahrheit für die Taten ans Licht kommt.
Im dritten Band aus der Thriller Reihe ,, Overkill- Tod der Schwalben“ bereitet die Autorin Astrid Korten dem Leser ein ,,grausames“ Lesevergnügen, wo man nicht nur einmal den Atem, ob der brutalen, erschütternden und berührenden Handlung, anhalten muss.
Auch wenn man die beiden vorherigen Bände nicht kennt, kann man problemlos in den dritten Teil einsteigen. Hauptkommissarin Mo Celta spielt in dem Roman kaum eine Rolle was zwar etwas schade ist, aber dafür ist die Geschichte ja so ergreifend, dass es kaum auffällt.
Wie gewohnt von der Autorin hat sie auch hier nicht nur gut und intensiv recherchiert, sondern hat ein Thema aufgegriffen, das aktueller nicht sein kann.
Angefangen von den Ängsten und Sorgen der Menschen in der Ukraine, die nicht nur Jahrzehntelang nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl unter Krankheiten, Verseuchung und Armut leben, sondern auch die Angst vor einem russischen Angriff auf ihre Heimat.
Eingebettet darin ist eine spannende Geschichte die zeigt, was aus Menschen werden kann, wenn ihnen nicht nur die Familie genommen wird, sondern auch jede Hoffnung auf Gerechtigkeit. Manche Szenen sind dabei recht brutal und grausam beschrieben und im Gegenzug findet man dann wieder erschütternde und berührende Momente.
Durch die Autorin erfährt man dabei auch immer wieder Dinge, die nicht nur unglaublich, sondern auch sehr interessant sind, so werden unter anderem Reisegruppen erwähnt, deren Ziel es ist einen Ausflug in die verseuchten Zonen zu machen, wo es eigentlich ein Hohn gegenüber den Menschen ist, die dort leben und noch immer unter den Spätfolgen zu leiden haben.
Astrid Korten ist es in dem Roman wieder einmal gelungen nicht nur einen spannenden Thriller zu schreiben, wo man immer wieder überrascht wird, sondern auch auch ein Thema aufzugreifen, wo man nicht die Augen davor verschließen sollte und man erkennt, dass Menschen in ihrem Streben nach Macht, Reichtum und Selbstüberschätzung den Tod von anderen ohne mit der Wimper zu zucken in Kauf nehmen.
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