Produktbild: Europa
Artikelbild von Europa
Timothy Garton Ash

1. Europa

Europa Eine persönliche Geschichte

Gesprochen von
1

33,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Patrick Twinem

Spieldauer

15 Stunden und 3 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

26.06.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

17

Verlag

Hierax Medien

Sprache

Deutsch

EAN

9783863526306

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Patrick Twinem

Spieldauer

15 Stunden und 3 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

26.06.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

17

Verlag

Hierax Medien

Sprache

Deutsch

EAN

9783863526306

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(0)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(1)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Inmitten einer Zeit, in der…

Claudio Cavigni aus Berlin am 16.04.2023

Bewertungsnummer: 2799283

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Inmitten einer Zeit, in der die Weltordnung durchgerüttelt wird, in der die europäischen Institutionen im Krisenmodus verharren und angesichts von illiberalen und antidemokratischen Fliehkräften in einigen europäischen Nationen sind publizistische Leuchttürme nötig. Der renommierte Historiker Timothy Garton Ash, ein Homo Europaeus, als 59. Karlspreisträger somit in einer Reihe mit Winston Churchill, Robert Schuman und Henry Kissinger, hätte mit seiner „persönlichen Geschichte“ einen großen Beitrag leisten können, mit großen historischen Lehren und Visionen für die Zukunft. Aus seinem Buch ist eine Erzählung geworden, umfangreich aber kursorisch, detailreich aber mit wenigen Neuigkeiten. Er geleitet durch die Jahre seit der Landung seines Vaters als britischer Soldat in der Normandie bis in die Gegenwart. Vielleicht sind Dichte und Fülle der Geschehnisse der Grund, dass manche historischen Ereignisse mit komplexen Folgen nur in wenigen Sätzen zusammengefasst werden. Bei vielen Passagen wären seine tieferen Gedanken, Analysen oder Interpretationen interessant gewesen; Ash könnte dies inzwischen völlig frei von politischer Verdächtigung oder der Gefahr von Inanspruchnahme durch die Falschen tun. Stattdessen reihen sich eine Vielzahl von anekdotischen Begegnungen mit Personen der Zeitgeschichten – wobei der leise Verdacht entsteht, der Autor ist nicht ganz frei von Eitelkeiten – aber auch mit einfachen Menschen, in oftmals eindrucksvollen Episoden, deren Schicksal symbolisch oder bedeutsam für die Erzählung der Geschichte Europas ist. So webt Ash einen „Kaleidoteppich“ (eine wundervolle Wortschöpfung Ashs) der Geschichte Europas. Man sieht sich aber dieses Stück Stoff an und weiß nicht, wofür es gut ist und was man nun damit machen soll. Ein Beispiel? Er bekennt sich zum Liberalismus und sieht dessen heutige Ausprägung kritisch. Er diagnostiziert ihm „Hybris“ und konstatiert, dass der Liberalismus die Hälfte der Menschen im Hinblick auf die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Situation aus dem Blick verloren habe. „Liberalismus beinhaltet Gleichheit“, und hier hätte man gerne seine Ideen und Visionen zu einem Liberalismus gelesen, der auch die untere Hälfte zu erreichen versucht. Ein großer Historiker und Autor widmet sich einem anspruchsvollen Thema, spürbar seinem Lebensthema. Aber er lässt eine Schlussfolgerung, seine Interpretation oder eine Orientierung für die Zukunft offen. Bezeichnenderweise verlegt er sein Abschlusskapitel symbolisch an den mystischen Ort des Orakels von Delphi: Ein verschwommenes Bild, benebelt von der Wucht der Erwartung. Und am Ende vielleicht sogar ein kluger Schluss.

Inmitten einer Zeit, in der…

Claudio Cavigni aus Berlin am 16.04.2023
Bewertungsnummer: 2799283
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Inmitten einer Zeit, in der die Weltordnung durchgerüttelt wird, in der die europäischen Institutionen im Krisenmodus verharren und angesichts von illiberalen und antidemokratischen Fliehkräften in einigen europäischen Nationen sind publizistische Leuchttürme nötig. Der renommierte Historiker Timothy Garton Ash, ein Homo Europaeus, als 59. Karlspreisträger somit in einer Reihe mit Winston Churchill, Robert Schuman und Henry Kissinger, hätte mit seiner „persönlichen Geschichte“ einen großen Beitrag leisten können, mit großen historischen Lehren und Visionen für die Zukunft. Aus seinem Buch ist eine Erzählung geworden, umfangreich aber kursorisch, detailreich aber mit wenigen Neuigkeiten. Er geleitet durch die Jahre seit der Landung seines Vaters als britischer Soldat in der Normandie bis in die Gegenwart. Vielleicht sind Dichte und Fülle der Geschehnisse der Grund, dass manche historischen Ereignisse mit komplexen Folgen nur in wenigen Sätzen zusammengefasst werden. Bei vielen Passagen wären seine tieferen Gedanken, Analysen oder Interpretationen interessant gewesen; Ash könnte dies inzwischen völlig frei von politischer Verdächtigung oder der Gefahr von Inanspruchnahme durch die Falschen tun. Stattdessen reihen sich eine Vielzahl von anekdotischen Begegnungen mit Personen der Zeitgeschichten – wobei der leise Verdacht entsteht, der Autor ist nicht ganz frei von Eitelkeiten – aber auch mit einfachen Menschen, in oftmals eindrucksvollen Episoden, deren Schicksal symbolisch oder bedeutsam für die Erzählung der Geschichte Europas ist. So webt Ash einen „Kaleidoteppich“ (eine wundervolle Wortschöpfung Ashs) der Geschichte Europas. Man sieht sich aber dieses Stück Stoff an und weiß nicht, wofür es gut ist und was man nun damit machen soll. Ein Beispiel? Er bekennt sich zum Liberalismus und sieht dessen heutige Ausprägung kritisch. Er diagnostiziert ihm „Hybris“ und konstatiert, dass der Liberalismus die Hälfte der Menschen im Hinblick auf die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Situation aus dem Blick verloren habe. „Liberalismus beinhaltet Gleichheit“, und hier hätte man gerne seine Ideen und Visionen zu einem Liberalismus gelesen, der auch die untere Hälfte zu erreichen versucht. Ein großer Historiker und Autor widmet sich einem anspruchsvollen Thema, spürbar seinem Lebensthema. Aber er lässt eine Schlussfolgerung, seine Interpretation oder eine Orientierung für die Zukunft offen. Bezeichnenderweise verlegt er sein Abschlusskapitel symbolisch an den mystischen Ort des Orakels von Delphi: Ein verschwommenes Bild, benebelt von der Wucht der Erwartung. Und am Ende vielleicht sogar ein kluger Schluss.

Kundinnen und Kunden meinen

Europa

von Timothy Garton Ash

0 Bewertungen filtern

  • Produktbild: Europa