Kurz vor Kriegsende versenkt SS-Offizier Grohmann mit Kamerad Kopetzky etliche Kisten mit englischen »Blüten« im Toplitzsee. Mit dem Geld baut sich der ehemalige Nazi im Nachkriegsdeutschland eine Karriere in der Wirtschaft auf. Auch sein Kumpel profitiert von diesem »Neuanfang«. Da kommt ihnen Reporter Wolfgang Löhde auf die Spur.
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5.0/5.0
Armin K.
aus Stuttgart
5/5
01.10.2011
Film (DVD)
Guter Film mit Gert Fröbe
Man merkt diesem Film sein Alter an - nicht nur ist er in Schwarz-Weiß (was aber kein großes Manko ist, sondern vermutlich eher der Atmosphäre zugute kommt), sondern vielmehr nimmt er den historischen Hintergrund ohne heikle Thematisierung unangenehmer Details der damals noch jungen Vergangenheit nur als Aufhänger für eine Kriminalgeschichte.
Das Thema der Geldfälschung durch die SS unter Zuhilfenahme dazu gezwungener KZ-Häftlinge als Experten ist ja nur begrenzt bekannt und auch in neuer Zeit erst wieder durch den Film "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky wieder aufgegriffen worden. Im vorliegenden Film versuchen die Kriminellen Grohmann (Gert Fröbe) und Kopetzky (Werner Peters) mit allen Mitteln die Nachforschungen des Reporters Löhde (Joachim Hansen) zu verhindern, der kurz davor steht, von der SS in den letzten Kriegstagen im Toplitzsee versenkte Kisten mit Falschgeld und belastenden Dokumenten zu bergen. Dies hätte insbesondere für den mittlerweile als angesehener Geschäftsmann mit neuer Identität lebenden Grohmann äußerst negative Auswirkungen. Der Film ist stark dem damaligen Zeitgeist mit entsprechenden Klischees im Stile der Heimatfilme verhaftet, doch das gehört nun einmal dazu. Der Film lebt vor allem durch den Antagonismus zwischen dem jungen heldenhaften Reporter, der seine Freundin schützt und dem skrupellosen Alt-Nazi, der um seine neue Existenz fürchtet und möglichst alle Spuren verwischen will, wobei er auch zu rabiaten Methoden wie Paketbomben und Entführungsversuchen greift, die aus heutiger Sicht aber etwas naiv inszeniert wirken. Dennoch ist der Film allein schon wegen Gert Fröbe, einem der besten deutschen Schauspieler schlechthin schon sehenswert. Bildqualität und Ton sind akzeptabel, wenn man das Alter des Films berücksichtigt. Mit nicht einmal 80 Minuten ist er allerdings recht kurz und man hätte sich doch gewünscht, dass Fröbe mehr Zeit und Gestaltungsraum für das Ausleben seiner Ganovenrolle bekommt.
Insgesamt ist der Film primär für Freunde dieser Epoche und Gert Fröbes jedoch sehr zu empfehlen.
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