Sie geht ganz, ganz leise, denn sie fürchtet, dass Mutters Lächeln zerbricht, wenn auch nur ein falscher Laut in dieKüche dringt, denn Mutter kann auch anders. Ein zerbrochener Kochlöffel zeugt davon.Tröstlich scheint ihm nun der Klang der Glocken, der sich mit dem Rauschen des Kornfeldes zu einem lautenBrausen, gleich einer letzten Symphonie vermischt und in einem aufbrausenden Stakkato endet. Mit letzterAnstrengung bricht aus dem Mund des Sterbenden der verzweifelte Aufschrei: „Oh Gott!“Dann fällt sein Gesicht auf die Seite. Wand an Wand lag ich als Kind mit Maden undSchmeißfliegen, die mit ihren schillernden Flügeln denLeichnam verließen, und von tausenden Kleinstlebewe-sen abgelöst wurden. Das ist furchtbar, denkt sie, aberauch spannend: Das große Fressen ist meistens nachetwa zwei Jahren beendet.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Hans
5/5
06.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Dramatische Szenen gleich im ersten Kapitel
Schon das Cover, geschaffen von der Künstlerin und Autorin selbst, lässt den Leser eintauchen in die Geschichte eines westfälischen Bauernhofes, in dem, verborgen in einer Vorratshöhle, ein altes Skelett gefunden wird. Die Ermittler, Elisa Fuchs und Max Teufel, seit ‚Fuchsteufelsmord‘ ein Liebespaar, unterstützen die Sonderkomission ‚Remisenmord‘ aus Münster. Es ist wie ein Stich ins Wespennest. Alles kommt ans Tageslicht, die bösen Nachwirkungen, gesponnen aus gekränkter Liebe, Eifersucht und der Lust, andere zu quälen.
Bemerkenswert sind die präzisen Recherchen, die bis in die Nachkriegszeit gehen und schließlich einen Cold Case aufdecken. Hinzu kommen aktuelle Anschläge. Die Psyche des Verdächtigen wird hervorragend herausgearbeitet. Spannung bis zum Schluss.
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