In den regnerischen Gassen Hamburgs fristet Tim ein unauffälliges Leben als Bestatter. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist der Tod. Als ein Kollege ausfällt, übernimmt Tim seine Aufträge. Auf der Liste stehen sechs Namen, darunter Laura. Doch als er die junge Tagesmutter ins Jenseits bringen möchte, verliebt er sich in sie. Die Konsequenzen dieser verbotenen Liebe drohen nicht nur seine eigene Existenz zu gefährden, sondern auch das Gleichgewicht zwischen Leben und Tod. Seine geheimnisvolle Chefin setzt ihm ein Ultimatum und so steht er zum ersten Mal vor der Entscheidung, was stärker ist – die Liebe oder der Tod?
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Christiane
aus Bremen
5/5
14.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Ende April 2022 ist mein…
Ende April 2022 ist mein Ehemann nach fünf Jahren Krebs gestorben. In dieser Zeit habe ich mich zu verschiedenen Zeiten intensiv mit dem Sterben und dem Thema Tod beschäftigt. Marisa Winther hat ihrem Tod den Namen Tim gegeben und ihn als Bestatter getarnt. Sie erzählt, wie Tim Laura kennenlernt, sich in sie verliebt und Gewissensbisse bekommt. Er mag sie nicht mitnehmen. Sie ist so voller Leben. Er verliebt sich in sie. Mit modernen Worten und einem federleichten Erzählstil führt Marisa Winther mich an der Seite von Tim durch seinen Berufsalltag. Ich lerne ihn als sympathischen und nachdenklichen Protagonisten kennen. Währenddessen erinnere ich mich daran, wie mein Ehemann seinem Tod drei mal von der Schippe gesprungen ist. Dreimal waren es erfahrene und hochdekorierte Chirurgenhände, die für uns kostenfrei gearbeitet haben, weil sie es konnten und wollten. Diesen Chirurgen hat mein Mann je eine persönliche Dankeskarte geschrieben. Er wäre sonst bereits zwei Jahre früher gestorben. Den Tod meines Mannes habe ich als menschlich empfunden. Vielleicht hatte sein Tod ebenfalls Gewissensbisse und war eventuell der Meinung, die Zeit sei noch nicht reif für ihn. Seinem Tod war ich dankbar, dass es am Ende dann ganz schnell ging. Ich habe ihn als menschlich empfunden. Marisa Winther erzählt ihre Geschichte mit einem sauberen Spannungsbogen. Einmal mit dem Lesen gestartet, ist es kaum noch möglich, das eBook wieder aus der Hand zu legen. Immer will ich wissen, wie es denn nun weitergeht. Und so habe ich die ca. 181 Seiten in zwei Abschnitten gelesen. Mit “Laura und der Tod” hat die Autorin Marisa Winther eine fesselnde Erzählung auf den Büchermarkt gebracht, die sich mit dem Sterben beschäftigt und den Tod von einer menschlichen Seite zeigt. Von mir bekommt sie dafür eine uneingeschränkte Leseempfehlung und fünf verdiente Lesesterne.
Ella
aus Hof
5/5
09.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Was denke ich im Angesicht…
Was denke ich im Angesicht des Todes? Es ist eine gewinnende Geschichte über das Leben über Liebe und das Leben, wenn der Tod näher rückt. Marisa Winther hat einen fesselnden und poetischen Roman vorgelegt. Tim, der Protagonist, führt ein unauffälliges Leben. Er trägt das Geheimnis in sich - denn eigentlich ist er der Tod. Seit 450 Jahren übt er den Beruf als Bestatter aus und hat gleichzeitig den Auftrag, Seelen mitzunehmen. Der Tod ist eher eine sanfte Mann. Wir begleiten Tim bei seiner Arbeit. Tim ist ein sehr sympathischer und einfühlsamer Tod. Er trgt Hoodie und Sneaker, man kann ihn wirklich gernhaben. Er ist ein Typ mit dem man schöne Stunden verbringen kann. Gleichzeitig steht er vor einer unerfüllbaren Entscheidung, da er sich unsterblich in Laura verliebt hat. Tom führt Menschen ins Jenseits. Als ein Kollege ausfällt übernimmt Tim seine Aufträge. Aber gleich sein Erster bringt ihn aus dem Konzept. Es ist Laura - sie hat keine Angst vor Tim dem Tod. Tim schafft es nicht, Laura mitzunehmen. Ebenso die nächsten Fünf, die er aufsucht, sorgen dafür, sich über seine Aufgabe Gedanken macht. Marisa Winthers 'Laura und der Tod' ist ein berührendes Werk, das zum Nachdenken über das eigene Leben ermutigt, es unterhält nicht nur. Die Geschichte ist tatsächlich nur sehr kurz, was eigentlich schade ist. Es ist eine Geschichte, in der man gerne länger verweilt hätte. Der Schreibstil ist angenehm. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet und gut vorstellbar. Gerne gebe ich eine 5Sterne-Empfehlung
Bewertung
5/5
02.09.2023
Buch (Taschenbuch)
Liebe überwindet alle Grenzen - auch den Tod
Tim ist der Tod. Seine Aufgabe ist es die Seelen der Menschen, die gestorben sind, wegzubringen. Eine Seele davon gehört Laura. Hier kommt das Problem: Er verliebt sich in sie, will/ kann sie nicht ins Jenseits bringen und lässt sie am Leben. Hier beginnt er seine Entscheidungen zu hinterfragen: „Haben all diese Personen den Tod wirklich verdient?“.
Das Buch ist leicht und locker geschrieben und trotzdem fehlt es ihm nicht an Tiefgang. Es ist alles recht offen formuliert und auch die Geschichte an sich ist eher offen. So bleibt viel Platz für Interpretation und eigene Ideen.
Es ist sehr spannend zu lesen, wie die Menschen reagieren, wenn sie erfahren, dass sie sterben werden und wie die zweiten Chancen genutzt werden.
Da das Buch nun wirklich recht schlank ist, liegt der Fokus nicht auf runde und vielschichtige Figuren, sondern eher auf der Idee an sich. Der Leser kann selbst aktiv nachdenken und überlegen wie er zum Thema Tod und Leben steht.
Die Geschichte ist kurzweilig, aber trotzdem tiefgründig und regt zum Nachdenken an.
MissSophi
5/5
26.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Wenn der Tod dir persönlich begegnet kann das alles verändern
Tim ist Bestatter von Beruf – aber eigentlich hat er eine andere Berufung. Er ist nämlich der Tod. Nein, nicht DER Tod, denn es gibt mehrere, aber er ist einer von ihnen. Und dabei ist er noch ein sehr netter und sympathischer Genosse seines Faches, denn er sucht die Menschen auf, kurz bevor er sie in den Tod begleitet.
Und so begegnet er Laura. Was zunächst nur ein Name auf einer Liste seiner nächsten Kunden erschien, wird auf einmal ein Mensch aus Fleisch und Blut. Und Laura ist so ganz anders, als er es gewohnt war. Dann merkt er, wie sie ihm nicht mehr aus dem Kopf geht und auf einmal hat er Probleme seinen Job zu erledigen.
In diesem Buch begegnen wir verschiedenen Menschen und dürfen ein bisschen Mäuschen spielen und einen kurzen Einblick in ihr Leben nehmen. Menschen, denen Tim die Botschaft überbringt, dass das ihr letzter Tag sei. Und ob es dann tatsächlich ihr letzter Tag auf Erden ist, werdet ihr selbst herausfinden müssen.
Auf jeden Fall ist das ein wunderschönes Buch über das Leben und die damit verbundenen Chancen. Aber eben auch über den Tod. Ein Thema, welches gerne ausgeklammert wird. Aber er gehört nun einmal zum Leben. Es gibt niemanden, der um ihn herumkommt.
Ein wundervolles Buch, welches den Leser dazu anregt, über sich selbst nachzudenken. Ist es das Leben, was ich leben möchte? Wäre ich bereit, wenn der Tod sich mir ankündigen würde?
Und eine tolle Geschichte über die Liebe, die den Tod überdauert. Eine klare Leseempfehlung. Ich war etwas traurig, als es fertiggelesen war. Denn der Wechsel zwischen den Lebensgeschichten und der rote Faden von Laura und Tim haben mich sehr begeistert
Bewertung
5/5
25.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Liebe oder Beruf?
Was ist wenn der Tod seinen Beruf aus persönlichen Gründer nicht mehr ausüben kann? Berufsunfähigkeitsrente oder? Spannende Frage oder?
Wer steht nicht manchmal vor der spannenden Frage, für was er sich entscheiden soll. Soll ich mehr Arbeiten, mehr Zeit hier investieren, um meiner Familie etwas bieten zu können bzw. wenigstens erst mal richtig Fuß im Job fassen oder kürzer treten um meine Ehe, Partnerschaft nicht zu gefährden? Das schöne Wort Work-Life-Balance hat sich durchgesetzt. Das diese Frage immer mal aufploppt ist gut. Wir machen dann so ein Stück Bestandsaufnahme unseres Lebens. Einige Männer und Frauen machen das in dem Buch hier an ihrem letzten Tag. Nach dem der Tod ihnen angekündigt hat, dass es ihr letzter Tag ist, gehen sie in sich und schauen auf ihr Leben. Manche bereinigen noch was bei Mitmenschen und gehen fast lächelnd mit dem Tod. Andere sind noch nicht bereit. Spannend. Was ist aber wenn der Tod seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, weil ihm die Entscheidung wen er mitnimmt überfordert? Was ist wenn der Tod sich verliebt hat? Spannende Fragen. Marisa Winther geht diesen und vielen weiteren in einer sehr berührenden, super gut geschrieben Geschichte nach. Es ist ein faszinierender Roman geworden.
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