Produktbild: Aprikosenzeit, dunkel

Aprikosenzeit, dunkel Roman

Aus der Reihe welt bewegt
6

23,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2023

Verlag

Orlanda Verlag GmbH

Seitenzahl

360

Maße (L/B/H)

20,4/13,3/3 cm

Gewicht

464 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949545-41-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2023

Verlag

Orlanda Verlag GmbH

Seitenzahl

360

Maße (L/B/H)

20,4/13,3/3 cm

Gewicht

464 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949545-41-2

Herstelleradresse

Orlanda Buchverlag GmbH
Karl-Liebknecht-Str. 36
04107 Leipzig
DE

Email: mail@orlanda.de

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  • Bewertung

    5/5

    03.02.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Aktuelle Vergangenheit

    Wen interessiert schon Bergkarabach? Mich. Jetzt. Es musste einfach so sein, dass dieser Debütroman von Corinna Kulenkamp just zu der Zeit erschienen ist, in der sich die schreckliche Geschichte dieses Landes zu wiederholen scheint. Ein toller Roman, der dem Leser die Region näher bringt. Danke dafür.

  • LG

    5/5

    11.01.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Geheimtipp

    "Aprikosenzeit, dunkel" von Corinna Kulenkamp ist ein fesselnder Roman, der mich von Anfang bis Ende begeistert hat. Der Coming-of-Age-Roman handelt von Karine, einer Frau mit armenisch-Deutscher Familiengeschichte, die nach Rassismuserfahrungen in Deutschland den Weg zurück zu ihren armenischen Wurzeln sucht. Die authentische Darstellung von Karines inneren Konflikten und ihre Suche nach Identität machen den Roman besonders ansprechend. Kulenkamp beschreibt einfühlsam Karines emotionale Reise, angefangen bei ihrer Beziehung zu einem Mitstudenten in München bis hin zu ihrer spontanen Entscheidung, nach Armenien zu gehen. Diese wird zu einem Wendepunkt in Karines Leben. Die Leserin begleitet sie in ein Land, das durch Korruption und patriarchale Strukturen geprägt ist, was differenziert beschrieben wird. Die Verknüpfung von Karines persönlicher Geschichte mit der politischen und gesellschaftlichen Realität in Deutschland und Armenien hat mir besonders gut gefallen. "Aprikosenzeit, dunkel" bietet damit nicht nur eine packende Geschichte, sondern auch einen tiefen Einblick in die Geschichte der Armenier*innen. Die Multiperspektivität, gepaart mit Kulenkamps authentischem und leicht zugänglichem Schreibstil aus der Sicht der jungen Protagonistin, macht das Buch zu einem Must-read. Es ist erstaunlich, dass es bisher nicht häufiger besprochen wurde - es ist für mich ein literarischer Geheimtipp! Ich bin gespannt auf weitere Romane aus dem Orlanda Verlag und von der Autorin.

  • drawe

    aus Landau

    4/5

    10.02.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Armenien - zurück zu den Wurzeln

    Karine ist Deutsch-Armenierin, hat ihr Studium gerade abgeschlossen und muss sich neu orientieren. Daher entschließt sie sich, nach Armenien, dem Land ihrer Vorfahren mütterlicherseits, zu gehen, auch wenn dieses „neue“ Armenien im Osten nicht die eigentliche Heimat ihrer Mutter ist. Sie arbeitet in einer NGO, die von Exilarmeniern finanziert wird, und so lernt sie sehr schnell das Land und seine Eigenarten kennen. Sie fremdelt zunächst, aber im Lauf der Zeit verwächst sie mit dem Land und findet dort ihre Heimat. Karine trifft auf ein Land, das stark geprägt ist von der sowjetischen Vergangenheit. Nach wie vor bestimmen mächtige russische Oligarchen das politische und wirtschaftliche Leben und verhindern jede demokratische Partizipation und auch jeden wirtschaftlichen Aufschwung. Korruption, Nepotismus und patriarchalische Strukturen beherrschen das Land. Und noch eines kommt dazu: der fehlende Mittelpunkt. Sehr schön beschreibt die Autorin einen Ausflug nahe an die türkische Grenze und den Blick über das Sperrgebiet hinweg nach Ani, der ehemaligen Königsstadt der Armenier. Ani gibt es nicht mehr, die mächtige Kathedrale zerfällt zur Ruine, Ani ist unerreichbar und liegt fern im Dunst. Ein schönes Bild! Karine und der Leser erkennen: Das moderne Armenien kann nur ideell anschließen an seine glanzvolle Vergangenheit, und Armenien fehlt der Identifikationsfaktor eines gemeinsamen historischen Mittelpunkts; diesen Mittelpunkt kann der moderne Präsidentenpalast in Jerewan nicht bieten. Es ist natürlich schwierig, dem Leser die Strukturen eines Landes ausschließlich durch die Handlung näherzubringen. Die Autorin versucht es durch Dialoge, die jedoch vor allem zu Beginn recht hölzern und sehr bemüht wirken. Das und anderes wird jedoch schnell wettgemacht durch die eindringliche Schilderung der politischen und auch gesellschaftlichen Umbruchsituation, in die Karine hineingerät. Durch kurze, kursiv gesetzte Zwischentexte wird der furchtbare Genozid zu Beginn des I. Weltkrieges wieder in die Gegenwart gehoben. Mir persönlich hat es gefallen, wie geschickt die Autorin die Mitschuld Deutschlands als Nachfolgestaat des Kaiserreichs in die Handlung hineinflicht. Der Roman rückt das ferne Armenien nah an seine Leser heran und weckt Verständnis für seine schwierige und so konfliktreiche Lage. Durch die momentanen Ereignisse in der armenischen Enklave Bergkarabach erhält der Roman eine traurige Aktualität. Ein wichtiges Buch, das neugierig macht auf weitere Bücher der Autorin.

  • dracoma

    aus LANDAU

    4/5

    10.02.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Mein Lese-Eindruck: Karine…

    Mein Lese-Eindruck: Karine ist Deutsch-Armenierin, hat ihr Studium gerade abgeschlossen und muss sich neu orientieren. Daher entschließt sie sich, nach Armenien, dem Land ihrer Vorfahren mütterlicherseits, zu gehen, auch wenn dieses „neue“ Armenien im Osten nicht die eigentliche Heimat ihrer Mutter ist. Sie arbeitet in einer NGO, die von Exilarmeniern finanziert wird, und so lernt sie sehr schnell das Land und seine Eigenarten kennen. Sie fremdelt zunächst, aber im Lauf der Zeit verwächst sie mit dem Land und findet dort ihre Heimat. Karine trifft auf ein Land, das stark geprägt ist von der sowjetischen Vergangenheit. Nach wie vor bestimmen mächtige russische Oligarchen das politische und wirtschaftliche Leben und verhindern jede demokratische Partizipation und auch jeden wirtschaftlichen Aufschwung. Korruption, Nepotismus und patriarchalische Strukturen beherrschen das Land. Und noch eines kommt dazu: der fehlende Mittelpunkt. Sehr schön beschreibt die Autorin einen Ausflug nahe an die türkische Grenze und den Blick über das Sperrgebiet hinweg nach Ani, der ehemaligen Königsstadt der Armenier. Ani gibt es nicht mehr, die mächtige Kathedrale zerfällt zur Ruine, Ani ist unerreichbar und liegt fern im Dunst. Ein schönes Bild! Karine und der Leser erkennen: Das moderne Armenien kann nur ideell anschließen an seine glanzvolle Vergangenheit, und Armenien fehlt der Identifikationsfaktor eines gemeinsamen historischen Mittelpunkts; diesen Mittelpunkt kann der moderne Präsidentenpalast in Jerewan nicht bieten. Es ist natürlich schwierig, dem Leser die Strukturen eines Landes ausschließlich durch die Handlung näherzubringen. Die Autorin versucht es durch Dialoge, die jedoch vor allem zu Beginn recht hölzern und sehr bemüht wirken. Das und anderes wird jedoch schnell wettgemacht durch die eindringliche Schilderung der politischen und auch gesellschaftlichen Umbruchsituation, in die Karine hineingerät. Durch kurze, kursiv gesetzte Zwischentexte wird der furchtbare Genozid zu Beginn des I. Weltkrieges wieder in die Gegenwart gehoben. Mir persönlich hat es gefallen, wie geschickt die Autorin die Mitschuld Deutschlands als Nachfolgestaat des Kaiserreichs in die Handlung hineinflicht. Der Roman rückt das ferne Armenien nah an seine Leser heran und weckt Verständnis für seine schwierige und so konfliktreiche Lage. Durch die momentanen Ereignisse in der armenischen Enklave Bergkarabach erhält der Roman eine traurige Aktualität. Ein wichtiges Buch, das neugierig macht auf weitere Bücher der Autorin.

  • Bewertung

    aus Buchen

    4/5

    02.01.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Armenien, damals und heute

    Es beginnt mit Erinnerungen an die Wüste. Ein Kapitel, dass die Eindrücke einer Überlebenden des Genozids 1915 vermittelt. Das leitet die Kapitel um Karine ein. Aber zwischen deren Kapiteln kehrt man immer wieder in diese Vergangenheit zurück. In Deutschland aufgewachsen, doch mit armenischen Wurzeln geht die Protagonistin Karine in die Heimat ihrer Mutter, um für eine NGO zu arbeiten . An ihrer Seite erlebt der Leser eine andere Welt. Die Hitze, die graue Stadt, Eintönigkeit, dann Ararat, den berühmten Berg. Sprachlich spielt die Autorin noch nicht in der ersten Liga, aber es gibt Ansätze. Man spürt die Emotionen. Es ist ein interessanter Roman, der deutlich macht, wie schwierig es ist, mit dem Thema Völkermord offen umzugehen. Das Buch steht natürlich auch ein wenig im Schatten jüngster Ereignisse in Bergkarabach. Corinna Kulenkamp hat da einen vielversprechendes Debüt vorgelegt.

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