Produktbild: Karl May im Kreuzfeuer

Karl May im Kreuzfeuer

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.06.2023

Verlag

Evangelische Verlagsanstalt

Seitenzahl

168

Maße (L/B/H)

18,6/12,3/1,6 cm

Gewicht

206 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-374-07422-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.06.2023

Verlag

Evangelische Verlagsanstalt

Seitenzahl

168

Maße (L/B/H)

18,6/12,3/1,6 cm

Gewicht

206 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-374-07422-8

Herstelleradresse

Evangelische Verlagsanstalt
Blumenstrasse 76
04155 Leipzig
DE
vertrieb@eva-leipzig.de

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  • LichtundSchatten

    5/5

    08.03.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Natürlich gehört für mich das…

    Natürlich gehört für mich das Museum in Radebeul zum Pflichtprogramm eines Lesers von Jugend an, einer, der Karl May immer noch verehrt für so viel wunderbare Unterhaltung, Spannung und kulturelle Bereicherung. Nie werde ich das vergessen und habe mich in diesem Buch festgelesen und spannende Unterhaltung bzw. Aufklärung gefunden. Alles zum Thema Karl May interessiert mich so wie sich Old Shatterhand für die Belange von Winnetou einsetzte. Wenn Anselm Grün Abenteuerromane schreiben würde, ginge er in die Richtung Karl Mays, ich bin sicher. Allerdings würde er Das Spiel aus Gut und Böse so toleranzschummrig betreiben wie alle, die heute vor maximaler Toleranz nicht mehr die Wahrheit aussprechen. Karl May wollte aufklären bzw. erklären, was Christentum ist und was Islam, er hatte hier einen festen Standpunkt, der heute nicht mehr anzutreffen ist in einem Land, das Cancel Culture und Hochmoralik vertritt, in dem es sogar verboten ist, als Indianer verkleidet zum Fasching zu gehen. Ernst Bloch sagte, es gäbe nur Karl May und Hegel, alles dazwischen sei eine unreine Mischung. So viele junge und auch ältere Leser verehren jenen kreativen Geist, dessen letzte Worte am frühen Abend des 30. März 1912 waren: „Sieg, großer Sieg! Ich sehe alles rosenrot.“ Karl May hatte bis zum Schluss um seine Reputation gekämpft und sah aber seinen Sieg klar vor Augen. Kein anderer dürfte heute höhere Auflagen sein eigen nennen, wenige haben solche ungeheueren Zahlen erreicht. Was mich heute besonders interessiert, ist sein Spätwerk, dessen Romane auf einer Ebene verfasst sind, die mich in Erstaunen versetzt, ebenso wie sein letzter Vortrag in Wien am 22.3.1912, Thema: „Empor ins Reich der Edelmenschen.“  May plädierte für eine Welt des Friedens, eine Abkehr von der Ichsucht und von Gewalt sowie für eine Anstrengung jedes einzelnen im Sinne menschlich-christlicher Vervollkommnung. Sein Weg von einem bitterarmen Kind aus Ernsttal in die große, weite Gedankenwelt glich einem Traumflug, befeuert in der zweiten Hälfte des 19. Jh. durch neue Druckverfahren und die damals entstehenden Unterhaltungsmagazine wie Gartenlaube oder Familienblatt. Karl May löste sich durch Kreativität vom überkommenen Sitten- und Ständebild, um sich ein eigenes Universum zu schaffen, in dem er die Rolle des Erziehers, Ermöglichers und positiven Denkers spielte.

  • Diamondine

    aus Königsberg

    5/5

    28.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Über die Kritik an einem großartigen Fantasten und seinen Werken – hervorragend recherchiert und humorvoll dargeboten

    Karl Mays Werke haben nicht nur meine Kindheit begleitet, sondern vor allem die meines im vorigen Jahr verstorbenen Vaters. Mein Vater hatte alle – wirklich alle – Romane von Karl May, und damit meine ich nicht nur die bekannten Werke, die im Wilden Westen spielen. Viele davon standen mit Goldschnitt im Regal und wurden immer wieder andächtig gelesen. Nachdem Karl Mays Romane mich als Kind begeistert hatten, habe ich mich ihnen als Erwachsene mit Kindern erneut wieder zugewandt und da stieß ich immer wieder auf harsche Kritik an diesem unglaublich kreativen Mann, der Bücher in Mengen geschrieben hat, von denen andere Autoren nur träumen können. Thomas Kramer greift diese Kritiken in seinem Buch auf und erreicht mich als Leserin in jeder Weise. Thomas Kramer hat bereits vor mehr als 10 Jahren eine Biografie über den wunderbaren sächsischen Fantasten verfasst und greift in diesem Werk alte und neue Vorwürfe gegen Karl May auf. Seine Argumentation ist schlüssig und nachvollziehbar sowie hervorragend recherchiert. So fußen einige Behauptungen von Mays Kritikern tatsächlich nicht auf Mays Büchern, sondern deren Verfilmungen, die oft vom Kontext der Bücher abweichen. So oder so sollte bei aller Kritik bedacht werden, dass Karl May bereits 1912 verstorben ist, sein Gedankengut also auch geprägt war vom damaligen Zeitgeist. Bei aller Argumentation bleibt bei Thomas Kramer der Humor nicht auf der Strecke, was das Lesen dieses Büchleins zu einer kleinen Freude macht. Wann immer May kontrovers diskutiert wird, habe ich jetzt ein kleines Büchlein, das ich jedem herzlich gerne jedem empfehlen werde, der sich den Kopf darüber zerbricht, ob man Winnetou und Co. denn gefahrlos lesen könne, ohne ein fragliches Weltbild seines Autors aufoktroyiert zu bekommen. Herzlichen Dank, Thomas Kramer und EVA-Leipzig-Verlag, für diese wunderbare Stellungnahme!

  • Jedida

    aus Unfinden

    5/5

    28.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Über die Kritik an einem…

    Über die Kritik an einem großartigen Fantasten und seinen Werken – hervorragend recherchiert und humorvoll dargeboten Karl Mays Werke haben nicht nur meine Kindheit begleitet, sondern vor allem die meines im vorigen Jahr verstorbenen Vaters. Mein Vater hatte alle – wirklich alle – Romane von Karl May, und damit meine ich nicht nur die bekannten Werke, die im Wilden Westen spielen. Viele davon standen mit Goldschnitt im Regal und wurden immer wieder andächtig gelesen. Nachdem Karl Mays Romane mich als Kind begeistert hatten, habe ich mich ihnen als Erwachsene mit Kindern erneut wieder zugewandt und da stieß ich immer wieder auf harsche Kritik an diesem unglaublich kreativen Mann, der Bücher in Mengen geschrieben hat, von denen andere Autoren nur träumen können. Thomas Kramer greift diese Kritiken in seinem Buch auf und erreicht mich als Leserin in jeder Weise. Thomas Kramer hat bereits vor mehr als 10 Jahren eine Biografie über den wunderbaren sächsischen Fantasten verfasst und greift in diesem Werk alte und neue Vorwürfe gegen Karl May auf. Seine Argumentation ist schlüssig und nachvollziehbar sowie hervorragend recherchiert. So fußen einige Behauptungen von Mays Kritikern tatsächlich nicht auf Mays Büchern, sondern deren Verfilmungen, die oft vom Kontext der Bücher abweichen. So oder so sollte bei aller Kritik bedacht werden, dass Karl May bereits 1912 verstorben ist, sein Gedankengut also auch geprägt war vom damaligen Zeitgeist. Bei aller Argumentation bleibt bei Thomas Kramer der Humor nicht auf der Strecke, was das Lesen dieses Büchleins zu einer kleinen Freude macht. Wann immer May kontrovers diskutiert wird, habe ich jetzt ein kleines Büchlein, das ich jedem herzlich gerne jedem empfehlen werde, der sich den Kopf darüber zerbricht, ob man Winnetou und Co. denn gefahrlos lesen könne, ohne ein fragliches Weltbild seines Autors aufoktroyiert zu bekommen. Herzlichen Dank, Thomas Kramer und EVA-Leipzig-Verlag, für diese wunderbare Stellungnahme!

  • Buchgespenst

    5/5

    27.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Brillante und unterhaltsame Aufarbeitung Karl-May-Debatte

    Im Sommer 2022 war es mal wieder soweit: Bis dahin bereits auf eine Fan-Gemeinde und Forschungsprojekte beschränkt, wurde Karl May wieder ins Licht der Öffentlichkeit geholt, nach so vielen Jahren des Vergessens, hatte plötzlich jeder eine Meinung zu ihm – und selten eine gute. Fachleute kamen zu Wort, die die Vorwürfe von Rassismus und Antisemitismus untermauern sollten. Vorwürfe, die so alt sind wie der Streit um Karl May selbst, der mit den Prozessen gegen ihn begann. Thomas Kramer legt mit diesem Buch eine fundierte Auseinandersetzung mit der hitzigen Debatte vor und geht einem Vorwurf nach dem anderen detailliert und erfreulich unaufgeregt nach. Das Ergebnis ist eine sachliche, informative und dabei äußerst unterhaltsame Lektüre, die Fans und Gegnern des Autors einen tiefen Einblick in Werk, Text-, Forschungs- und nicht zuletzt Zeitgeschichte gibt. Dieses Buch ist die perfekte Antwort, auf den gellenden Aufschrei, der 2022 die Medien durchzitterte. Besonders gefiel mir, dass Thomas Kramer den aggressiven Ton aus der Debatte nimmt, sachlich bleibt und jedes Argument ernsthaft auf Stichhaltigkeit untersucht. Man merkt mit jeder Zeile, dass er weiß, wovon er spricht und dass er sich mit Textforschung auskennt – so stützt er sich als seriöser Forscher zum Beispiel auf die historisch-kritische Ausgabe von Karl Mays Werk, wenn es um Belege aus dem Primärtext geht und nicht auf die die gängigen Populär-Publikationen, die unterschiedliche Stadien der Bearbeitung aufweisen (können). Bei seiner Analyse beschränkt sich Thomas Kramer nicht nur darauf, im Primärtext die Vorwürfe im Einzelnen zu belegen oder zu widerlegen, sondern er zieht den gesamten zeitlichen Kontext heran - von Karl May bis zum 3. Reich. Zeitgenossen, Politik und Kultur werden genau beleuchtet und die Ergebnisse lassen den Leser in vielerlei Hinsicht staunen. Sehr detailliert setzt sich Thomas Kramer mit dem Interview Jürgen Zimmerers auseinander und kommt dabei zu bemerkenswerten Schlüssen. Nicht zuletzt der humorvolle Ton, der die perfekte Antwort auf die aggressive Pauschalität der Debatte ist, macht dieses Buch zu einem köstlichen Leseerlebnis, das dazu anregt wieder mal zu einem Original-Werk Karl Mays zu greifen und auch einen Blick auf weitere Fachliteratur zu Autor und Werk zu werfen. Dieses Buch ist für Fans und Gegner des Autors gleichermaßen informativ und unterhaltsam. Wer wissen will, was an den erhobenen Vorwürfen wirklich dran ist, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

  • Bewertung

    aus Glauchau

    5/5

    26.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Gekonnte Analyse

    „...War er, oder war er nicht? Die Frage, ob Karl May Antisemit war, beschäftigt seit Langem Freunde, Bewunderer und – neuerdings natürlich wieder – seine Kritiker und Feinde...2 Mit diesen Worten beginnt der Autor seine Ausführungen. Er nimmt sich Punkt für Punkt die Vorwürfe vor, die gegen Karl May gerichtet sind und analysiert daraufhin nicht nur dessen Werke. Er zeigt, dass man andere Zeitgenosse genauso beschuldigen könne und belegt dies durch entsprechende Zitate. Das Buch zeichnet sich nicht nur durch seinen unaufgeregten und sachlichen Schriftstil aus, sondern auch durch die umfangreiche Recherche, die dem vorausgegangen sein muss. Ab und an blitzen ein feiner Humor oder eine Spur Sarkasmus auf. Ausgangspunkt für das Entstehen des Buches waren vor allem die Vorwürfe von Jürgen Zimmerer im NEUEN DEUTSCHLAND. Spannend fand ich die Belege dafür, von wem May in seiner Zeit und für seine Bücher abgeschrieben hat. Da er die Gegenden, in denen seine Helden sich aufhielten, zuvor nicht besucht hat, brauchte er logischerweise Informationen darüber. Reiseberichte waren das Mittel der Wahl. Auch die Parallelen der Orienttromane des Autors zu Hauffs Märchen sind nicht von der Hand zu weisen. Gerade beim Thema Antisemitismus erstaunen die Zitate aus den Schriften von Karl Marx. Seine Auseinandersetzung mit dem internationalen Finanzkapital ist dafür prädestiniert. Der Autor zeigt, dass May ein Kind seiner Zeit war. Das bedeutet, dass seine deutschen Protagonisten über eine entsprechende Allgemeinbildung verfügten. „… Ein allumfassendes akademisches Wissen ist unverzichtbarer Teil des Superhelden – Mindset des 19. Jahrhunderts. Solches Wissen und die Fähigkeit, hochintelligente deduktive Schlüsse zu ziehen, erlauben Meisterdetektiv Sherlock Holmes ähnliche intellektuelle Höchstleistungen wie Old Shatterhand oder Kara ben Nemsi...“ Natürlich kommt auch die Verwendung der heute geächteten Begriffe wie Neger und Indianer zur Sprache. Hier wird ebenfalls der Vergleich zu anderen Autoren gleicher Zeit gezogen. Das Buch endet mit der Biografie von Karl May. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es enthält eine Menge an vergleichenden Faktenwissen und widerlegt dabei viele der gegen May gerichteten Vorwürfe.

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