Produktbild: Eigentum

Eigentum Roman

164

13,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

10217

Erscheinungsdatum

04.09.2023

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

2506 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446278837

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

10217

Erscheinungsdatum

04.09.2023

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

2506 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446278837

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  • Bewertung

    aus Quickborn

    5/5

    26.09.2023

    eBook (ePUB)

    Liebevoller Nachruf auf eine glühende Anhängerin der rhetorischen Trias

    Wolf Haas, mir eher bekannt durch seine niveauvollen Brenner-Krimis, gedenkt mit diesem Roman seiner Mutter, die mit 95 Jahren in einem Altersheim verstorben ist. Mit ihren Worten formt er ein so plastisches Bild von ihr und ihrem Leben, von den Umständen und Zeitläuften, dass man das Buch, einmal begonnen, kaum noch aus der Hand legen mag. Marianne Haas, eine Tochter aus einfachsten Verhältnissen, mit vielen Geschwistern und keiner Chance auf höhere Bildung, entwickelt sich trotz aller Widrigkeiten zu einer lebenstüchtigen, schlauen und hartnäckigen Frau und Mutter. Sie übersteht den Krieg und arbeitet acht Jahre lang in der Schweiz, um ihren Eltern Geld für ein im Bau befindliches Haus senden zu können. Als sie in jenem Haus dann selbst wohnen möchte, bekommt sie die kleinste Stube mit Küche für sich und ihre Familie. Kein Dank, nirgends, kein Geld, keine Freude. Haas erinnert sich in diesem Roman also an alles und jedes, was seine Mutter, mit bemerkenswerter Vehemenz und Energie, von sich gegeben hat und wie er es damals und heute bewertet. Gut kann ich mir vorstellen, wie er und sein Bruder das eine oder andere Mal die Augen verdrehten oder das Weite suchten, wenn die Tiraden der Mutter auf sie niedergingen. Obwohl man beim Lesen ja weiß, dass die Mutter sterben wird, das sagt Haas gleich zu Beginn, ist es kein trauriges Buch, es macht nachdenklich, aber immer wieder musste ich schmunzeln, laut auflachen und manchen Satz zur Erbauung gleich ein zweites Mal lesen. Genau: Lesen lesen lesen – sparen sparen sparen – schreiben schreiben schreiben… Wolf Haas hat es mit dem Denken denken denken, an einer Stelle im Buch beantragt sein Hirn Sabbatical. Ich kann das verstehen, wenn es immer nur denkt, braucht es auch mal Ruhe, selbst wenn es einem Wolf Haas gehört. Und Niedergeschlagenheit findet keinen Platz, egal wie trüb die Aussichten sind. Mir hat dieser Roman sehr gefallen, besonders die im österreichisch gefärbten Dialekt geschriebenen Gespräche mit der Mutter, ihre Erinnerungen, zeugen von viel Liebe und Warmherzigkeit. „Bist bes auf mi, Mutti?“ – „Des hättma, finito, Ende der Diskussion." Ich kann dieses Buch sehr empfehlen.

  • Juma

    5/5

    26.09.2023

    eBook (ePUB)

    Liebevoller Nachruf auf eine…

    Liebevoller Nachruf auf eine glühende Anhängerin der rhetorischen Trias Wolf Haas, mir eher bekannt durch seine niveauvollen Brenner-Krimis, gedenkt mit diesem Roman seiner Mutter, die mit 95 Jahren in einem Altersheim verstorben ist. Mit ihren Worten formt er ein so plastisches Bild von ihr und ihrem Leben, von den Umständen und Zeitläuften, dass man das Buch, einmal begonnen, kaum noch aus der Hand legen mag. Marianne Haas, eine Tochter aus einfachsten Verhältnissen, mit vielen Geschwistern und keiner Chance auf höhere Bildung, entwickelt sich trotz aller Widrigkeiten zu einer lebenstüchtigen, schlauen und hartnäckigen Frau und Mutter. Sie übersteht den Krieg und arbeitet acht Jahre lang in der Schweiz, um ihren Eltern Geld für ein im Bau befindliches Haus senden zu können. Als sie in jenem Haus dann selbst wohnen möchte, bekommt sie die kleinste Stube mit Küche für sich und ihre Familie. Kein Dank, nirgends, kein Geld, keine Freude. Haas erinnert sich in diesem Roman also an alles und jedes, was seine Mutter, mit bemerkenswerter Vehemenz und Energie, von sich gegeben hat und wie er es damals und heute bewertet. Gut kann ich mir vorstellen, wie er und sein Bruder das eine oder andere Mal die Augen verdrehten oder das Weite suchten, wenn die Tiraden der Mutter auf sie niedergingen. Obwohl man beim Lesen ja weiß, dass die Mutter sterben wird, das sagt Haas gleich zu Beginn, ist es kein trauriges Buch, es macht nachdenklich, aber immer wieder musste ich schmunzeln, laut auflachen und manchen Satz zur Erbauung gleich ein zweites Mal lesen. Genau: Lesen lesen lesen – sparen sparen sparen – schreiben schreiben schreiben… Wolf Haas hat es mit dem Denken denken denken, an einer Stelle im Buch beantragt sein Hirn Sabbatical. Ich kann das verstehen, wenn es immer nur denkt, braucht es auch mal Ruhe, selbst wenn es einem Wolf Haas gehört. Und Niedergeschlagenheit findet keinen Platz, egal wie trüb die Aussichten sind. Mir hat dieser Roman sehr gefallen, besonders die im österreichisch gefärbten Dialekt geschriebenen Gespräche mit der Mutter, ihre Erinnerungen, zeugen von viel Liebe und Warmherzigkeit. „Bist bes auf mi, Mutti?“ – „Des hättma, finito, Ende der Diskussion." Ich kann dieses Buch sehr empfehlen.

  • Bewertung

    5/5

    19.09.2023

    eBook (ePUB)

    Es ist schon wieder was passiert.

    Wolf Haas hat einen neuen Roman geschrieben. Das heißt für mich nicht nur Pflichtlektüre, sondern Geburtstags- und Weihnachtsgeschenk in Einem. Pure Freude quasi. Die folgende Rezension KANN daher nicht objektiv sein, weil ich dem Autor seit den ersten von ihm gelesenen Zeilen sprichwörtlich zu Füßen liege. Aber ich gebe mein Bestes: „Eigentum“ spielt während der letzten drei Lebenstage der Mutter des Autors. Er begleitet sie am Sterbebett, beide wartend auf den Tod, und trotzdem noch so viel zu sagen. Nicht zu seiner Mutter, sondern zu uns. Beziehungsweise zu sich selbst. Vor allem so viel aufzuschreiben. Haas möchte über das Leben seiner Mutter schreiben. Er schreibt, während sie stirbt. Ein literarischer Wettlauf mit dem Tod sozusagen. Ich weiß nicht, ob Teile dieses Buchs autobiographisch sind, aber es würde mich wundern, wenn es nicht so wäre. Es ist eine Liebeserklärung und gleichzeitig eine Kampfansage an die eigene Mutter (Empfinden wir nicht alle ein bisschen so?). Man spürt beim Lesen viel Bewunderung und Respekt für diese Frau. Was sie geleistet hat und wie sie ihr ganzes Leben lang gearbeitet und gespart hat, um sich irgendwann ein kleines Eigenheim leisten zu können. Gleichzeitig schwingt aber mindestens genauso viel Verwunderung und Genervtheit über Mutters Eigenheiten mit. Mit jedem Satz scheint Wolf Haas sich seine Mutter von der Seele zu schreiben. Ernüchternd authentisch. Einfühlsam. Heilend. Das ist dieses Manifest. Geschrieben mit der für den Autor sowas von einzigartigen sprachlichen Finesse und Kreativität. Hier wird kein Beistrich dem Zufall überlassen. Alles ist Ausdruck und Kunstform. Dabei wirkt jeder Text von Wolf Haas so, als wäre er so nebenbei dahin geschrieben worden. Als hätte sich der Autor eine Nacht lang vor seinen PC gesetzt und mal eben 200 Seiten runter getippt. Dabei brütet er wohl über jedem Satz stundenlang, damit er so perfekt ist und sich irgendwann in das Gesamtkonzept seines Buchs optimal einfügt. Wolf Haas ist eben ein wahrer Künstler <3

  • romys

    aus Alsbach-Haehnlein

    5/5

    18.09.2023

    eBook (ePUB)

    In seinem neuen Roman…

    In seinem neuen Roman "Eigentum" beschäftigt sich der österreichische Schriftsteller Wolf Haas mit den Erinnerungen seiner vierundneunzigjährigen Mutter Marianne, die nun im Sterben liegt. Bereits das schlichte Cover mit dem prägnanten Stempel lässt schmunzeln und macht neugierig auf den Inhalt. Es sind die Jahre rund um den 2. Weltkrieg über die wir viel aus der mütterlichen Vita erfahren. In ihren wiederkehrenden Erzählungen werden jedoch so um die 80 Prozent zensuriert sein, vermutet der Sohn. Was verbirgt Marianne? Eines aber tritt deutlich zutage: Aus Mariannes Lebensprojekt, dem Erwerb von eigenem Grund und Boden, ist nicht viel geworden. Zwei Inflationen waren schuld daran dass sie es trotz sehr viel Arbeit und stetigem Sparen zeitlebens auf gerade einmal zwei Quadratmeter Grundbesitz bringt. Und so seufzt die Mutter unablässig über den verlorenen Traum, über die bösen Leute und eben immer wieder über die Inflation. Es ist der ganz besondere Stil des Autors samt seiner scharfen Beobachtungsgabe, die diese 157 Seiten so lesenswert machen. Aus den Erinnerungen der Mutter, niedergeschrieben in einem milden und deshalb leicht verständlichen Dialekt, hört mancher Leser nicht nur deren Stimme heraus. Die Begebenheiten lassen an die Erzählungen im eigenen Familienkreis denken. Diesem Vertrauten aber tritt nun der Autor entgegen mit seinen pointierten, witzig-bissigen Kommentaren, die dann und wann auch ins Satirische gehen. Ein herrliches Lesevergnügen! Nie aber überschreitet Wolf Haas in seinen Formulierungen und Aussagen die schmale Grenze zum Despektierlichen. Und obwohl er die penetrante und nervige Art der Mutter manchmal nur schwer aushält spürt man viel Nähe und die Liebe eines Sohnes zwischen den Zeilen. Auch in dieser Gefühlslage wird sich mancher Leser (und manche Leserin) wiedererkennen. Viereinhalb Sterne gibt es von mir und eine Leseempfehlung nicht nur für die Nachkriegskinder mit ihren alten Eltern sondern für alle die sich an literarischem Esprit erfreuen.

  • Bewertung

    5/5

    26.08.2023

    eBook (ePUB)

    Kann man vom Leben schreiben?

    Ja man kann. Das beweist Wolf Haas hier ganz eindeutig. Er schreibt auf weniger als 200 Seiten quasi als externe Festplatte der Erinnerungen seiner Mutter über deren Leben. „Schlecht geht es uns.“ Das hat der Autor von seiner Mutter immer wieder gepredigt bekommen. Doch drei Tage vor ihrem Tod, geht es der Mutter plötzlich gut. Und das möchte sie ihrem längst verstorbenen Vater erzählen. Mit dem Nokia Handy soll der Sohn den Opa anrufen, und ihm sagen, dass es der Mutter gut geht. Das Telefon dazu findet sich passender Weise auf dem Cover. Marianne Haas sah sich als ewiges Opfer. Ihr Lebensprojekt war es Eigentum - und zwar Wohnungseigentum - zu erwerben, was ihr jedoch aufgrund der Inflation niemals gelang. Nur am Ende kann sie die zwei Quadratmeter ihrer Ruhestätte ihr Eigen nennen. Wolf Haas bleibt seinem gewohnten Schreibstil treu. Der Wechsel zwischen den beiden Ich-Erzählern (Sohn und Mutter) erfolgt sprunghaft, ohne jede Vorwarnung. Die kurzen Sätze vermissen oftmals das Verb, besonders wenn die Reihe des Erzählens an der Mutter ist. Gerade zum Ende hin werden Begebenheiten mehrmals erzählt, so als ob sich die betagte Mutter nicht mehr erinnern könnte, sie schon beschrieben zu haben. Mit viel Witz werden hier die Eigenarten der alten Frau beschrieben. In den Aussagen des Autors kennen wir uns wieder und jeder aus der Generation des Autors kennt ähnliche Erzählungen der eigenen Eltern. Humor ist, wenn man trotzdem lacht, auch wenn der Anlass an sich ein Trauriger ist.

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