Der neue Geniestreich von Bestsellerautor Andreas Eschbach!
Ein mitreißender Tech-Thriller, eine Satire auf die Medienwelt und die Frage, wie schnell aus einem Leben ein Albtraum wird.
Ein gnadenloses Spiel und du kennst die Regeln nicht.
Finn ist gerade erst mit seiner Familie umgezogen und trotzdem hat sich nichts an seinem Leben geändert: Für seinen Vater ist er immer noch zu introvertiert, sein Bruder und er haben sich nichts zu sagen, seine Mutter und Schwester finden ihn zu wenig umweltbewusst. Schöne Scheiße!
Doch als er von der Schule nach Hause kommt und in ihrer Wohnung fremde Möbel und Menschen vorfindet, wünscht er sich schnell sein langweiliges Leben zurück. Nichts stimmt mehr in der Stadt, keine Straßennamen, keine Gebäude. Nach und nach erkennt Finn, dass ein gnadenloses Spiel mit ihm gespielt wird. Ihm bleibt keine Wahl als mitzuspielen ... oder?
Rasant, bewegend und psychologisch raffiniert: Eschbach über die Frage, was wirklich zählt.
Weitere Titel von Andreas Eschbach bei Arena:
Gliss. Tödliche Weite
Aquamarin (1)
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Perfect Copy
Das Mars-Projekt (1-5)
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Urplötzlich in der Truman Show
Miro76 aus Wels am 03.11.2023
Bewertungsnummer: 2060549
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Finn musste mit seinen Eltern übersiedeln, weil der Vater einen neuen Job antreten durfte. Er ist noch nicht richtig heimisch, fühlt sich in der Schule nicht wohl und seinen besten Freund Navid vermisst er sehr. In seiner Freizeit flüchtet er sich in Bücher, was den Eltern gar nicht behagt, denn ihre Leben spielen sich in den sozialen Netzwerken und am Fernseher ab. Finn scheint hier etwas aus der Zeit gefallen zu sein.
Als er an einem Freitag aus der Schule kommt, erwartet ihn eine böse Überraschung. Er sperrt die Wohnung auf, die er am Morgen verlassen hatte und findet darin nichts wieder. Die Wände sind anders gestrichen, völlig andere Möbel und es leben andere Leute darin. Auch die Nachbarin scheint ihn nicht wiederzukennen.
Finn ist völlig verwirrt und lässt sich tatsächlich einreden, sich verlaufen zu haben, denn in dieser tristen Vorstadt sehen alle Straßen irgendwie gleich aus.
Ein perfides Spiel beginnt, das Finn komplett um den Verstand bringen soll, während sich die Zuschauer im Fernsehstudio und vor den Glotzen zuhause köstlich amüsieren sollten.
Doch der Sender hat die Rechnung ohne Lea gemacht, die versehentlich von diesem Projekt erfahren hat und Finn unter erheblichem Aufwand zu Hilfe eilt. Gemeinsam versuchen sie den Spieß umzudrehen und die Verantwortlichen in eine Falle zu locken, denn dieses Spiel will Finn auf keinen Fall mitspielen.
Andreas Eschbach hat mir ZAP ein Gedankenexperiment erschaffen, dass diesen ganzen Irrsinn Reality-TV persifliert und treibt es auf die Spitze. Wir bekommen anfangs einen guten Einblick in die Gesellschaft, die den Nährboden für diesen Wahnsinn bietet. Mit der Absurdität, die der Fernsehsender hier veranstaltet, will uns der Autor vielleicht zeigen, wie weit die digitale Welt uns alle treiben kann.
Stilistisch ist es einfach gehalten. Rückblenden werden und mit << Rewind << angezeigt und genauso gibt es ein >> Fast Vorward >>. So lässt sich das Buch schnell weglesen, ist nicht all zu anspruchsvoll und unterhält hervorragend. Es ist rasant und spannend und ganz im Sinne von Jugendliteratur passiert nicht wirklich was Schreckliches und der Held findet seinen Weg.
Außerdem ist es irgendwie auch eine Ode an die analoge Welt!
Mir hat's gefallen!
Uff - krausem, äußerst krausem
Daniela aus Hörselberg-Hainich am 27.10.2023
Bewertungsnummer: 2053895
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Das Buch startet mit einem komplett verbimmelten Jungen, der scheinbar mitten in der Nacht von seinem Wecker geweckt wird. – Es stellt sich heraus, dass dieser Junge Geschwister hat, die nicht besonders nett zu ihm sind. Außerdem hat dieser Junge einen Umzug in diese Stadt hinter sich. Er kämpft also nicht nur mit seiner Familie, sondern auch mit einem ganzen Gebäude voller neuer Mitschüler.
Zunächst einmal lernt man den Protagonisten etwas genauer kennen. Er scheint ein ruhiger Beamter zu sein. Nicht sehr interessiert an Social Media, Fernsehen und Internet. Für ihn ist es das Höchste, wenn er einfach ein gutes Buch lesen kann. – Das macht ihn nicht nur zum Außenseiter bei seinen Altersgenossen, sondern auch zum Sonderling in der eigenen Familie. Wobei ich sagen muss, dass ich die Eltern schon hier nicht verstanden habe. Lesen ist ja nun kein Hobby, wofür man sich als Eltern schämen muss.
Der Schulalltag scheint noch normal zu verlaufen, aber als es dann los geht und er in der scheinbar falschen Wohnung steht, seine Familie und Freunde komplett verschwunden zu sein scheinen und ihm nicht einmal der Postbote helfen kann, dachte ich, dass ich im falschen Film bin. Dazu kam noch diese Nebenhandlung von einem Mädchen, welches in ihrem Zimmer eingesperrt wird, nicht in die Schule darf und das auch noch vom eigenen Vater veranlasst wird. – Ich wollte abbrechen, ich sags, wie es ist.
Als das Mädchen dann Finn anrempelt, ihn aus dem Bereich der Kameras lotst und ihn aufklärt, ist auch mir ein Licht aufgegangen und ich konnte den Jungen komplett verstehen, dass er dem Fernsehsender und seinen Eltern eins auswischen wollte. – Seine Eltern haben ihn an ein experimentelles Fernsehformat gekauft. Nur, weil sie der Meinung sind, dass er zu ruhig ist und vermarktet gehört, wie sie es mit ihm als Baby schon getan haben. – Die Handlung entwickelt sich zu einem Katz- und Mauspiel zwischen dem Fernsehsender und Finn. Außerdem wird ein alter Freund von Finn in die Handlung gebracht, der so eine Art Computercrack zu sein scheint und auf seine Art den Sender und den Ablauf stört.
Es kommt Leben in die Handlung, weil es jetzt auch Rückblenden gibt und der Leser in die ganzen Vorbereitungen für die Show mit einbezogen wird. Wie die erste Idee auftauchte, wie sie auf Finn gekommen sind, was da alles wie vorbereitet werden musste. – Ich habe da im Endeffekt nur rausgelesen, dass der Vater sein eigenes Kind für seine Karriere schlicht und ergreifend verkauft hat und es verheizen lässt. Ich selber habe beim Lesen zwischen Wut und Hoffnung geschwankt. Ich wollte mit der Familie freiwillig nichts mehr zu tun haben, wusste aber, dass ich als Kind noch irgendwie abhängig von meinen Eltern bin. Es war zum Haareraufen.
Das Ende war dann jedenfalls anders, als ich es mir so ausgedacht hätte, aber auch nicht von schlechten Eltern. Finn kommt zu seiner Rache, es bleibt aber ziemlich offen, wie das dann mit seiner Familie war. – Eins wird aber klar: Finn hat Freunde, auch wenn er gern Bücher liest. Wenige Freunde, aber dafür welche, die in größter Not für ihn da sind und ihm helfen.
Das Buch war anders, als das, was ich erwartet habe. Es lebt nicht von Spladder oder wilder Verfolgung, sondern von Gefühlen. Ich war als Leser im Schicksal des Protagonisten gefangen und habe mit ihm gelitten und überlegt, was ich an seiner Stelle gemacht hätte. – Er war im Gesamten gesehen, recht ruhig. Die anfängliche Verzweiflung, die er gehabt haben musste, kam nicht gut genug rüber. Irgendwie fand ich den Jungen so schicksalsergeben. Es wirkte fast so, als hätte man ihm über die Jahre schon klar gemacht, dass Kämpfen nichts nutzt, weil es am Ende eh kommt, wie es kommen soll.
Von der Gestaltung her muss ich mal die Überschriften der einzelnen Leseabschnitte erwähnen. Es hat eine ganze Weile gebraucht, bis ich begriffen hatte, worauf der Autor da hinaus wollte. Zumal sie sich immer mal wieder auch geglichen haben. Aber mit diesen Überschriften macht der Autor zeitliche Abläufe klar. - Die waren zwischendrin ja mal wirklich richtig abenteuerlich durcheinander.
Der Erzählstil war einfach, allerdings habe ich eine geraume Weile gebraucht, bis ich mitbekommen habe, wo die Reise mit diesem Buch hingehen soll. Als sich mir das dann eröffnet hatt, hatte ich eine Story, die anders war als erwartet aber auf ihre eigenen Weise komplett spannend und gefühlsbeladen.
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