Schwarzwald, 1940: Amrei ist gerade erst 14 Jahre alt, als Vater und Bruder in den Zweiten Weltkrieg ziehen und sie zurücklassen. Notgedrungen kümmert sie sich um Haus und Hof, ihren kleinen Neffen und eine demenzkranke Frau. Unbemerkt beherbergt sie auch einen entflohenen britischen Kriegsgefangenen, der ihr das Leben rettet und dem sie anschließend zur Flucht verhilft. Nach Kriegsende beschließt Amrei, eine Reitpension zu eröffnen. Unter den ersten Gästen ist Tom, der sich stark zu der burschikosen und doch so reizvollen Frau hingezogen fühlt. Und dann taucht ein weiterer, unverhoffter Besucher auf. Während Amrei eine Entscheidung treffen muss, trachtet jemand nach dem Leben ihres Neffen …
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01.03.2026
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Eine starke Frau
„…Wie willst du im Leben etwas erreichen, wenn du immer sofort aufgibst, sobald dir der Wind ins Gesicht bläst?…“
Mit diesen Satz war Amrei aufgewachsen. Ihr hatte der Wind mit 14 Jahren das erste Mal ins Gesicht geblasen.
Die Autorin hat einen vielschichtigen historischen Roman geschrieben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet. Er gibt die Zeitverhältnisse gut wieder und zeigt die herbe Romantik der Nachkriegszeit.
Im Dezember 1940 wird Amreis Bruder zum Militär eingezogen. Jetzt steht die 14jährige mit dem Hof, ihrer Großmutter und der Schwägerin, die aus der Stadt stammt und mit Landwirtschaft nichts am Hut hat, allein da.
Ein britischer Kriegsgefangener versteckt sich in ihrem Stall. Sie gibt ihm eine Decke und Essen. Er kümmert sich um Tiere und rettet ihr das Leben, als sich ein Nachbar an ihr vergreifen will.
Nach dem Tode der Großmutter nimmt sie eine Freundin der Großmutter auf dem Hof auf. Sie leidet ein leichter Demenz und kommt nicht mehr allein zurecht. Für den Hof aber wird sie zum Segen.
Amrei bringt den Hof durch den Krieg. Dabei merkt sie, wie sie sich ändert. Sie wird hart und bitter. Sie hat gelernt, sich zu behaupten. Das wird im Dorf kritisch gesehen. Nur ihre Fachkenntnis im Umgang mit Pferden wird gern in Anspruch genommen.
Einige Jahre vergehen. Der Vater ist gefallen. Vom Bruder fehlt jede Nachricht. Amrei entscheidet sich, eine Reitpension zu eröffnen, da sich die Pferdezucht nicht rentiert. Einer der ersten Pensionsgäste ist Tom. Er fühlt sich zu der spröden und abweisenden Amrei hingezogen. Hat er eine Chance?
Wenige Tage später steht ihr Bruder Michael auf den Hof. Er ist mit ihrem Vorhaben nicht einverstanden. Außerdem ist er ein gebrochener Mann. Wird Amrei sich durchsetzen?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Hier wird deutlich, was der Krieg für die Frauen bedeutet hat. .
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