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Recht besinnlich Der juristische Adventskalender. 24 weihnachtliche Rechtsfälle

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.09.2023

Verlag

Yes Publishing

Seitenzahl

104

Maße (L/B/H)

21,2/16,2/1,5 cm

Gewicht

318 g

Farbe

Marine / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96905-250-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.09.2023

Verlag

Yes Publishing

Seitenzahl

104

Maße (L/B/H)

21,2/16,2/1,5 cm

Gewicht

318 g

Farbe

Marine / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96905-250-1

Herstelleradresse

Yes Publishing
Nymphenburger Straße 86
80636 München
DE

Email: [email protected]

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Kurzweiliger Zeitvertreib für alle, die es nicht so ganz genau nehmen

Thorsten Bohnert am 15.11.2023

Bewertungsnummer: 2069390

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn ein Christian Solmecke ein Buch schreibt, hat man Erwartungen. Kennt man ihn vom YT-Kanal seiner Kanzlei weiß man, daß es unterhaltend, teils spitzfindig aber durchaus nicht trocken und im Endergebnis zumeist objektiv aber immer informativ ist; ein Lernfaktor ist deutlich vorhanden. Den erwartete ich also auch in diesem Buch. Doch ich wurde schon bei der Fragestellung zur ersten Geschichte enttäuscht. Denn es geht um die Schafhirten zu Christi Geburt, die - angerufen von Engeln - mutmaßlich ihren Arbeitsplatz verließen und nach Betlehem eilten. Herr Solmecke benutzt hier nun das heutige, deutsche Recht um die damalige, römische Angelegenheit einzuordnen. Das ist, als würde man eine mittelalterliche Küche als "schmutzig" bezeichnen, weil sie nicht mit einem modernen Putzmittel gewischt wurde - eine unangemessene Übertragung unserer heutigen Standards, die weder zielführend noch logisch ist. Und bei einem Juristen darf Logik und zielführende Argumentation erwartet werden. Hätte Herr Solmecke hier mit dem römischen Recht argumentiert, wie es damals gültig war... Nun, sagen wir mal, das wird viel spannender und unterhaltsamer! Jenachdem ob die Schafhirten Freie, Sklaven oder gar römische Bürger waren. Später dann noch als lakonisch zu bezeichnende Verwechslungen von Begrifflichkeiten: Ein "kann" mit einem "darf" verwechseln steht einem Juristen nicht gut zu Gericht. Natürlich kann man die Bilder einer Betriebsfeier online hochladen. So lange man die Bilder und einen Internetzugang hat, ist das kein Problem. Aber darf man das einfach so? Die Frage nach dem Dürfen wurde dann zwar im Gegensatz zur Frage ob des Könnens beantwortet, aber nie gestellt. Alles in allem ist dieser kleine juristische Seitenhieb auf die (Vor)Weihnachtszeit aber recht unterhaltsam, ohne echte Längen. Mit kurzweiligen Fallbeispielen und geschickt platzierten Sprüngen zwischen den Themen. Für alle, die keine Basisgrundlagen des römischen Rechts zur Zeit Christi kennen (oder nicht kennen wollen) eindeutig eine Kauf- und Geschenksempfehlung. Alle (semiprofessionellen) Historiker, die nicht so sehr auf historische Korrektheit achten und einfach nur unterhalten werden wollen: Greifen Sie zu! Alle anderen, die auf historische Korrektheit und - unterhaltsame - zeitgenössische Einordnung hoffen, diese irgendwie erwarten, sollten dann aber lieber doch zu etwas anderem greifen, zum Beispiel Ian Mortimer.

Kurzweiliger Zeitvertreib für alle, die es nicht so ganz genau nehmen

Thorsten Bohnert am 15.11.2023
Bewertungsnummer: 2069390
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn ein Christian Solmecke ein Buch schreibt, hat man Erwartungen. Kennt man ihn vom YT-Kanal seiner Kanzlei weiß man, daß es unterhaltend, teils spitzfindig aber durchaus nicht trocken und im Endergebnis zumeist objektiv aber immer informativ ist; ein Lernfaktor ist deutlich vorhanden. Den erwartete ich also auch in diesem Buch. Doch ich wurde schon bei der Fragestellung zur ersten Geschichte enttäuscht. Denn es geht um die Schafhirten zu Christi Geburt, die - angerufen von Engeln - mutmaßlich ihren Arbeitsplatz verließen und nach Betlehem eilten. Herr Solmecke benutzt hier nun das heutige, deutsche Recht um die damalige, römische Angelegenheit einzuordnen. Das ist, als würde man eine mittelalterliche Küche als "schmutzig" bezeichnen, weil sie nicht mit einem modernen Putzmittel gewischt wurde - eine unangemessene Übertragung unserer heutigen Standards, die weder zielführend noch logisch ist. Und bei einem Juristen darf Logik und zielführende Argumentation erwartet werden. Hätte Herr Solmecke hier mit dem römischen Recht argumentiert, wie es damals gültig war... Nun, sagen wir mal, das wird viel spannender und unterhaltsamer! Jenachdem ob die Schafhirten Freie, Sklaven oder gar römische Bürger waren. Später dann noch als lakonisch zu bezeichnende Verwechslungen von Begrifflichkeiten: Ein "kann" mit einem "darf" verwechseln steht einem Juristen nicht gut zu Gericht. Natürlich kann man die Bilder einer Betriebsfeier online hochladen. So lange man die Bilder und einen Internetzugang hat, ist das kein Problem. Aber darf man das einfach so? Die Frage nach dem Dürfen wurde dann zwar im Gegensatz zur Frage ob des Könnens beantwortet, aber nie gestellt. Alles in allem ist dieser kleine juristische Seitenhieb auf die (Vor)Weihnachtszeit aber recht unterhaltsam, ohne echte Längen. Mit kurzweiligen Fallbeispielen und geschickt platzierten Sprüngen zwischen den Themen. Für alle, die keine Basisgrundlagen des römischen Rechts zur Zeit Christi kennen (oder nicht kennen wollen) eindeutig eine Kauf- und Geschenksempfehlung. Alle (semiprofessionellen) Historiker, die nicht so sehr auf historische Korrektheit achten und einfach nur unterhalten werden wollen: Greifen Sie zu! Alle anderen, die auf historische Korrektheit und - unterhaltsame - zeitgenössische Einordnung hoffen, diese irgendwie erwarten, sollten dann aber lieber doch zu etwas anderem greifen, zum Beispiel Ian Mortimer.

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Recht besinnlich

von Christian Solmecke

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