Produktbild: Im Fallen lernt die Feder fliegen

Im Fallen lernt die Feder fliegen »Eine Hommage an die heilende Kraft des Erzählens.« SRF — Roman

14

15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.07.2023

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

19/11,4/2,5 cm

Gewicht

240 g

Farbe

Kaffee / Hellblau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20992-3

Beschreibung

Rezension

»Usama Al Shahmani hat ein feinsinniges, weises, poetisches Buch geschaffen, dem das Hin und Her zwischen Arabisch und Deutsch eingeschrieben ist.« ("NZZ am Sonntag")
»Usama Al Shahmani gelingt es, vielschichtig von der großen inneren Anstrengung von Flüchtlingen bei ihren Integrationsbemühungen zu erzählen und dabei immer ein Fenster zur Hoffnung offenzulassen. Und letztlich überwindet er selbst die Mühsal des Exils durch das Verschmelzen der arabischen mit der westlichen Kultur im Erzählen.« ("TAZ")
»Al Shahmani schreibt Aidas Geschichte in einer zarten Sprache nieder, Spiegel seiner an Poesie und Bildern reichen Muttersprache. Dieses Buch ist keine Geschichte aus ›Tausendundeiner Nacht‹, es ist eine Geschichte der Liebe zum eigenen Leben, wo immer es auch gelebt werden kann oder muss.« ("Tagblatt St. Gallen")
»Al Shahmani dramatisiert nichts, beschönigt nichts, erklärt nichts, und doch reicht all das aus, um die Tragik vieler Leben im 21. Jahrhundert zu ergründen.« ("Literaturkritik")
»Wie viel Poesie, Tiefe und Hoffnung auch im zweiten Roman von Usama Al Shahmani stecken, verrät schon dieser wunderschöne Titel.« ("Freundin")
»Mit einem feinen Gespür zeigt Usama Al Shahmani die schwierige Selbstsuche einer Migrantin auf. Er schildert Aidas Geschichte mit einer eigenen Bildsprache und vielen präzisen Beobachtungen zu kultureller Differenz und interkultureller Identität. Beeindruckend ist Al Shahmanis Erzählung von einer selbstbewussten jungen Frau, die sich ihre Identität nicht von außen aufzwingen lässt und eine neue Heimat in der Literatur entdeckt.« ("Viceversa Literatur")
»Usama Al Shahmani hat einen fesselnden Roman über das Schweigen und die Kraft der Erinnerung geschrieben, die manchmal selbst Heimatverlust und Entwurzelung zu überwinden vermag.« ("Qantara Kultur")
»Al Shahmanis Roman betört mit seiner sprachlichen Schönheit. Ein passender Roman zur Debatte um Begriffe wie Heimat, Kultur, Integration sowie dem politischen Umgang mit Migration. Es ist aber ebenso ein anschauliches Beispiel dafür, wie geschundene Seelen irgendwann auch wieder so etwas wie Frieden finden können.« ("Thurgau Kultur")
»Ein emphatisches Buch voller Menschlichkeit und Schmerz. Ein Buch, das hilft zu verstehen, mit wie viel Schwierigkeit Integration verbunden ist, die nicht auf Schaltknopf funktionieren kann.« ("Literaturblog Sabine Ibing")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.07.2023

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

19/11,4/2,5 cm

Gewicht

240 g

Farbe

Kaffee / Hellblau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20992-3

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
Siemensstr. 16
35463 Fernwald
DE
mail@unionsverlag.ch

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck oHG
Neptunstraße 20
8032 Zürich
CH
produktsicherheit@beck.de

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Die leise Kraft des Neuanfangs

SanPacoli (Mitglied der Book Circle Community) am 11.11.2025

Bewertungsnummer: 2652178

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im Fallen lernt die Feder fliegen ist ein wunderschön geschriebenes Buch, das mich tief berührt hat. Die Sprache ist poetisch und bilderreich – jede Seite wirkt fast wie ein kleines Kunstwerk. Besonders beeindruckt hat mich die Tiefe der Charaktere und die Art, wie Usama Al Shahmani Themen wie Migration, Loslassen, Identität und Selbstfindung miteinander verwebt. Das Buch ist berührend, stellenweise herzzerreissend und bleibt noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis. Schon der Titel hat mich fasziniert – und das Werk selbst hat meine Erwartungen mehr als erfüllt.

Die leise Kraft des Neuanfangs

SanPacoli (Mitglied der Book Circle Community) am 11.11.2025
Bewertungsnummer: 2652178
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im Fallen lernt die Feder fliegen ist ein wunderschön geschriebenes Buch, das mich tief berührt hat. Die Sprache ist poetisch und bilderreich – jede Seite wirkt fast wie ein kleines Kunstwerk. Besonders beeindruckt hat mich die Tiefe der Charaktere und die Art, wie Usama Al Shahmani Themen wie Migration, Loslassen, Identität und Selbstfindung miteinander verwebt. Das Buch ist berührend, stellenweise herzzerreissend und bleibt noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis. Schon der Titel hat mich fasziniert – und das Werk selbst hat meine Erwartungen mehr als erfüllt.

Federn und Wurzeln

Almut Scheller-Mahmoud aus 21109 Hamburg am 22.08.2023

Bewertungsnummer: 2005604

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Usama Al Shahmani ist Iraker und lebt nach seiner Flucht in der Schweiz. Er kennt also die Szenerie seines Romans aus eigenem Erleben, auch wenn die zwei Schwestern, Aida und Nosche, natürlich ganz andere Lebensläufe und Charaktere haben. Die jüngere der Schwestern, Aida, beschreibt in der Ich-Form ihr gemeinsames Leben und ihr alleiniges Leben nach dem Unfalltod ihrer Schwester – ein Leben, das von einem Flüchtlingslager in Ghom im Iran in die Schweiz, in den Irak und zurück in die Schweiz führt. Es ist ein zerrissenes Leben, ein Leben der Entwurzelung und der Entfremdung, einer Entfremdung auch von den eigenen Eltern, die trotz mehrjährigen Aufenthaltes in der Schweiz dort nie Fuß gefasst haben, nicht Fuß fassen wollten und ihr Dorf im Irak glorifizierten. Für sie war eine Rückkehr mit den beiden Mädchen der einzige Weg ihre vermeintliche Identität zu erhalten. Doch für Aida und Nosche waren der Irak und besonders das Dorf keine Heimat, dort gab es keine Geborgenheit für sie, keine Zugehörigkeit, dort gab es Zwang und Anpassung an die traditionellen Verhaltensweisen eines orientalischen Dorfes. Daran änderte auch die neue politische Lage im Land nichts: der Diktator war fort, die Amerikaner waren im Land und durch deren sog. „Nation Buildung“ wuchsen die Gräben im Land, wurde die Kluft zwischen den Schiiten und den Sunniten immer heftiger, so dass letztendlich daraus eine neue Unterdrückung entstand, die des IS. Für beide Mädchen war die Situation im Dorf unerträglich, inakzeptabel, besonders wenn man zuvor viele Jahre eine andere Gesellschaftsform erlebt hatte, die natürlich auch Diskriminierungen kannte, aber doch Wege offen hielt zur Selbstbestimmung, zu persönlicher Freiheit, zur Schaffung eines eigenen Selbstbildes. So planten sie mutig mit Hilfe eines väterlichen irakischen Freundes aus der Schweiz ihre Flucht über Istanbul, das übliche Procedere mit gefälschten Pässen und Identitäten, mit intensiven Befragungen im Sehnsuchtsland Schweiz, in dem sie ihre Zukunft sahen. Bedauerlicherweise hatte die Ältere, Nosche, einen tödlichen Fahrradunfall und wurde auf Wunsch der Eltern, die sich nach der Flucht der Mädchen getrennt hatten, in den Irak überführt und dort im Familiengrab bestattet. Aida jedoch gelingt ihr Schweizer Leben, sie bekam gültige Aufenthaltspapiere, eine Lehrstelle und später einen Job in einer universitären Bibliothek. Sie hatte einen Schweizer Freund und man könnte also behaupten, sie sei voll integriert. Aber was ist Integration? Sie ist wie eine Waage und eine Wiege zugleich. Zuviel Faktoren der unterschiedlichen Kulturen müssen aufgesogen, abgestoßen, ausgeglichen werden, so dass eben diese Integration nicht allen gelingt. Viele fühlen sich entwurzelt und Entwurzelung ist lt. Simone Weil eine gefährliche Komponente der menschlichen Gesellschaft. Aida ist und bleibt Irakerin und ist doch zugleich Schweizerin. Ist also nicht aus einem Guss wie die meisten ihrer neuen Landsleute, die behäbig vor sich hin leben, im immer gleichen Rhythmus. Vielleicht liegt es an der Zweisprachigkeit, der vertrauten arabische Muttersprache, die verknüpft ist mit dem so fremden Vaterland. Der Autor schreibt einen schönen Satz zur Sprache: Muttersprache – die Mutter, das erste Zuhause, in dem das Herz schlägt. Al Shahmani gelingt es eindrucksvoll, uns ein anderes Leben zu präsentieren, eines, dass wir uns aus zweiter Hand erlesen, und dass uns die innere Zerrissenheit von geflüchteten Menschen sehr nahe bringt. Vielleicht sollten wir diese Nähe zulassen und in unseren immer noch sicheren Alltag integrieren. „Jeder Mensch braucht vielfache Wurzeln. Fast sein gesamtes moralisches, intellektuelles und spirituelles Leben muss er durch jene Lebensräume vermittelt bekommen, zu denen er von Natur aus gehört“. (Simone Weil).

Federn und Wurzeln

Almut Scheller-Mahmoud aus 21109 Hamburg am 22.08.2023
Bewertungsnummer: 2005604
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Usama Al Shahmani ist Iraker und lebt nach seiner Flucht in der Schweiz. Er kennt also die Szenerie seines Romans aus eigenem Erleben, auch wenn die zwei Schwestern, Aida und Nosche, natürlich ganz andere Lebensläufe und Charaktere haben. Die jüngere der Schwestern, Aida, beschreibt in der Ich-Form ihr gemeinsames Leben und ihr alleiniges Leben nach dem Unfalltod ihrer Schwester – ein Leben, das von einem Flüchtlingslager in Ghom im Iran in die Schweiz, in den Irak und zurück in die Schweiz führt. Es ist ein zerrissenes Leben, ein Leben der Entwurzelung und der Entfremdung, einer Entfremdung auch von den eigenen Eltern, die trotz mehrjährigen Aufenthaltes in der Schweiz dort nie Fuß gefasst haben, nicht Fuß fassen wollten und ihr Dorf im Irak glorifizierten. Für sie war eine Rückkehr mit den beiden Mädchen der einzige Weg ihre vermeintliche Identität zu erhalten. Doch für Aida und Nosche waren der Irak und besonders das Dorf keine Heimat, dort gab es keine Geborgenheit für sie, keine Zugehörigkeit, dort gab es Zwang und Anpassung an die traditionellen Verhaltensweisen eines orientalischen Dorfes. Daran änderte auch die neue politische Lage im Land nichts: der Diktator war fort, die Amerikaner waren im Land und durch deren sog. „Nation Buildung“ wuchsen die Gräben im Land, wurde die Kluft zwischen den Schiiten und den Sunniten immer heftiger, so dass letztendlich daraus eine neue Unterdrückung entstand, die des IS. Für beide Mädchen war die Situation im Dorf unerträglich, inakzeptabel, besonders wenn man zuvor viele Jahre eine andere Gesellschaftsform erlebt hatte, die natürlich auch Diskriminierungen kannte, aber doch Wege offen hielt zur Selbstbestimmung, zu persönlicher Freiheit, zur Schaffung eines eigenen Selbstbildes. So planten sie mutig mit Hilfe eines väterlichen irakischen Freundes aus der Schweiz ihre Flucht über Istanbul, das übliche Procedere mit gefälschten Pässen und Identitäten, mit intensiven Befragungen im Sehnsuchtsland Schweiz, in dem sie ihre Zukunft sahen. Bedauerlicherweise hatte die Ältere, Nosche, einen tödlichen Fahrradunfall und wurde auf Wunsch der Eltern, die sich nach der Flucht der Mädchen getrennt hatten, in den Irak überführt und dort im Familiengrab bestattet. Aida jedoch gelingt ihr Schweizer Leben, sie bekam gültige Aufenthaltspapiere, eine Lehrstelle und später einen Job in einer universitären Bibliothek. Sie hatte einen Schweizer Freund und man könnte also behaupten, sie sei voll integriert. Aber was ist Integration? Sie ist wie eine Waage und eine Wiege zugleich. Zuviel Faktoren der unterschiedlichen Kulturen müssen aufgesogen, abgestoßen, ausgeglichen werden, so dass eben diese Integration nicht allen gelingt. Viele fühlen sich entwurzelt und Entwurzelung ist lt. Simone Weil eine gefährliche Komponente der menschlichen Gesellschaft. Aida ist und bleibt Irakerin und ist doch zugleich Schweizerin. Ist also nicht aus einem Guss wie die meisten ihrer neuen Landsleute, die behäbig vor sich hin leben, im immer gleichen Rhythmus. Vielleicht liegt es an der Zweisprachigkeit, der vertrauten arabische Muttersprache, die verknüpft ist mit dem so fremden Vaterland. Der Autor schreibt einen schönen Satz zur Sprache: Muttersprache – die Mutter, das erste Zuhause, in dem das Herz schlägt. Al Shahmani gelingt es eindrucksvoll, uns ein anderes Leben zu präsentieren, eines, dass wir uns aus zweiter Hand erlesen, und dass uns die innere Zerrissenheit von geflüchteten Menschen sehr nahe bringt. Vielleicht sollten wir diese Nähe zulassen und in unseren immer noch sicheren Alltag integrieren. „Jeder Mensch braucht vielfache Wurzeln. Fast sein gesamtes moralisches, intellektuelles und spirituelles Leben muss er durch jene Lebensräume vermittelt bekommen, zu denen er von Natur aus gehört“. (Simone Weil).

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