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Die fernen Orte des Versagens

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.09.2023

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

346

Maße (L/B/H)

21,6/14,3/3,6 cm

Gewicht

569 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7518-0937-5

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.09.2023

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

346

Maße (L/B/H)

21,6/14,3/3,6 cm

Gewicht

569 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7518-0937-5

Herstelleradresse

Matthes & Seitz Verlag
Großbeerenstraße 57A
10965 Berlin
DE

Email: [email protected]

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Erzählungen über das Erzählen

Bewertung am 05.01.2024

Bewertungsnummer: 2102559

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Erzählen selbst lebt davon, dass Welten erschaffen werden – Orte, Figuren, Handlungen, die sich vor unserem inneren Auge abzeichnen. Und je weiter sich das Erzählte von unserer bekannten Realität entfernt, umso anspruchsvoller wird es, diesen Effekt noch zu erzeugen. Genau das schafft Frank Witzel mit seinen Erzählungen jedoch meisterhaft. Sie sind wahnwitzig und irritierend, aber ohne jeglichen Verdacht, aus Unsinn entsprungen zu sein. “Die fernen Orte des Versagens” besteht im besten Sinne des Erzählens aus erschaffener Wirklichkeit. Einen offensichtlichen Zusammenhang der Geschichten, ein sinnstiftendes Element oder gar Pointen darf man nicht erwarten, weshalb auch die Gefahr besteht, beim Lesen zeitweise den Anschluss zu verlieren. Eine Gemeinsamkeit führt dann aber doch wie ein roter Faden durch das Buch: Witzels Erzählungen verhandeln das Erzählen selbst. Immer wieder tauchen Binnenerzählungen oder unzuverlässige Erzählfiguren auf, in “Ein Pilzsammler” wird mit der Motivation des Protagonisten ein zentrales Handlungselement vollständig ausgeblendet. Witzels Texte werden durch diese fast schon wie Experimente anmutenden Besonderheiten noch einmal kunstvoller, sie laden dazu ein, sich eingehender mit ihnen zu beschäftigen und sie zu untersuchen. “Die fernen Orte des Versagens” eignet sich damit möglicherweise nicht als entspannte Abendlektüre, zählt aber zum Eindrucksvollsten, was die deutsche Literatur gegenwärtig zu bieten hat.

Erzählungen über das Erzählen

Bewertung am 05.01.2024
Bewertungsnummer: 2102559
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Erzählen selbst lebt davon, dass Welten erschaffen werden – Orte, Figuren, Handlungen, die sich vor unserem inneren Auge abzeichnen. Und je weiter sich das Erzählte von unserer bekannten Realität entfernt, umso anspruchsvoller wird es, diesen Effekt noch zu erzeugen. Genau das schafft Frank Witzel mit seinen Erzählungen jedoch meisterhaft. Sie sind wahnwitzig und irritierend, aber ohne jeglichen Verdacht, aus Unsinn entsprungen zu sein. “Die fernen Orte des Versagens” besteht im besten Sinne des Erzählens aus erschaffener Wirklichkeit. Einen offensichtlichen Zusammenhang der Geschichten, ein sinnstiftendes Element oder gar Pointen darf man nicht erwarten, weshalb auch die Gefahr besteht, beim Lesen zeitweise den Anschluss zu verlieren. Eine Gemeinsamkeit führt dann aber doch wie ein roter Faden durch das Buch: Witzels Erzählungen verhandeln das Erzählen selbst. Immer wieder tauchen Binnenerzählungen oder unzuverlässige Erzählfiguren auf, in “Ein Pilzsammler” wird mit der Motivation des Protagonisten ein zentrales Handlungselement vollständig ausgeblendet. Witzels Texte werden durch diese fast schon wie Experimente anmutenden Besonderheiten noch einmal kunstvoller, sie laden dazu ein, sich eingehender mit ihnen zu beschäftigen und sie zu untersuchen. “Die fernen Orte des Versagens” eignet sich damit möglicherweise nicht als entspannte Abendlektüre, zählt aber zum Eindrucksvollsten, was die deutsche Literatur gegenwärtig zu bieten hat.

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von Frank Witzel

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