• Produktbild: Hund, Wolf, Schakal
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Hund, Wolf, Schakal Roman

22

15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19631

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.02.2024

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,9/12,5/2,2 cm

Gewicht

238 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70881-9

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19631

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.02.2024

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,9/12,5/2,2 cm

Gewicht

238 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70881-9

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    5/5

    08.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Meisterwerk

    Vom harten Thema bis zum Schreibstil, ein hervorragendes Buch! Das Buch ist heftig und trifft man stark. Ich werde auf jeden Fall, dem Autor folgen und jedes anderes Buch von ihm lesen.

  • Gesellschaftliche Betrachterin

    aus Großraum Halle (Saale)

    5/5

    20.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Foot Locker war damals schon die Bank, die immer gewann

    Ein Roman im Herz von Neukölln, nahezu frei von deutschem Ritual. Die Ausnahme ist, als Frau Uta Maybach mit sommersprossigem Dekolleté sich zart um Nima kümmert. Ihr Auftritt passt nicht in die Welt der Kanacken (ein häufig verwendeter Begriff im Roman), und so ist man als Leserin froh, dass sich die kurze Beziehung von Nima und Tochter Jo Maybach nach wenigen Buchseiten in der Bedeutungslosigkeit verflüchtigt. Deutsche Randfiguren, ebenso wie Frau Winkler, die mit dem aufgedrängten Lohn von einer Mark fürs Einkaufstasche tragen, den Stolz von Nima und seinem Bruder Saam beschädigt oder Gastwirt Uwe, der die Kneipe „Weiße Rose“ betreibt und sich erst kurz vor seinem medizinisch diagnostizierten Tod auf eine Chance zur Lebensfreude besinnt. Die Hauptfigur ist Saam, der mit seinem Vater, der als soldatischer Befehlshaber während der iranischen Revolution erst auf der richtigen und dann auf der falschen Seite stand, nach Berlin geflohen ist. Saam wächst heran vom Kind zum Verbrecher. Ein Begriff nach deutschen Maßstäben, denn wächst man als Perser im unwandelbaren Umfeld arabischer Clans heran, muss man sich zeigen, muss man was bieten und muss man auch zustechen. Saam zeigt die Härte, die ihm charakterlich nicht innewohnt. Der Autor Behzad Karim Khani versteht es mit den vielen kleinen Episoden, aus denen sich der Roman „Hund Wolf Schakal“ zusammensetzt, die Leserin den Menschen Saam mit dem Herzen sehen zu lassen.

  • CK

    aus Raum Stuttgart

    5/5

    28.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn man aus einer Welt…

    Wenn man aus einer Welt kommt, die einen nicht will … Behzad Karim Khanis Debütroman „Hund Wolf Schakal“ habe ich erst nach seinem wirklich großartigen Roman „Als wir Schwäne waren“ gelesen, aber auch bei diesem Buch hat mich von der ersten Seite an sein Schreibstil und seine beeindruckende Sprache begeistert. Auch wenn das Buch vom Thema her natürlich sehr bedrückend und heftig ist. Nachdem im Grauen der Iranischen Revolution ihre Mutter getötet wird, fliehen der elfjährige Saam und sein kleiner Bruder Nima mit ihrem Vater Jamshid nach Deutschland. Der Vater hat es nicht einfach hier, bekommt nur einen Job als Taxifahrer und kommt nicht zurecht im neuen Leben in Neukölln - zu sehr quälen ihn die Geister der Vergangenheit. Saam übernimmt mehr oder weniger die Rolle des Familienoberhaupts, möchte sich Respekt verschaffen und wächst in kriminelle Strukturen hinenin. Bis er eines Tages zu weit geht … Das Schicksal dieser beiden Brüder kann einen nicht kalt lassen. Ein bedrückendes Buch, das noch lange in mir nachwirken wird. Und ich hoffe sehr, dass es bald wieder ein neues Buch von Behzad Karim Khani geben wird! "Es gab Prothesen, aber eine Prothese war für ihn wie eine Perücke. Eine Lebenslüge. Jamshid trug keine. Und er ließ seine Mutter auch nicht die Hose an der Seite kürzen, wo jetzt kein Bein mehr da war. Er faltete es und steckte es mit Sicherheitsnadeln ab, als erwartete er, dass das fehlende Bein irgendwann wieder nachwuchs. Drei Paar Schuhe hatte er gekauft seit dem Attentat. Den rechten trug er, die linken bewahrte er auf." "Es war gut, dass sie gingen, dachte er. Der Pass würde sie nach Istanbul bringen, da würde er eine Telefonnummer wählen, und jemand würde sich um sie kümmern. Jemand der wissen würde, der vielleicht sogar jetzt schon wusste, wie die Reise weiterging. Welche Route sie nehmen müssten, welches Land sie akzeptieren würde. Schweden, die Sowjetunion, Jugoslawien oder Deutschland. Er selbst hatte keine Präferenz. Er rannte vor etwas weg, nicht zu etwas hin." "Es ist nicht einfach, Geschenke anzunehmen, wenn man nichts hat. Armut macht jedes Geschenk zu Almosen, jede Großzügigkeit zu Mitleid. Macht den Beschenkten zum Bedürftigen, den Schenkenden zum Gönner. In jeder Gabe steckt ein Vertrag über oben und unten. Mit dem Annehmen unterschreibt man ihn. Wenn die Geschenke gebraucht sind, also aussortiert wurden und sonst auf den Müll kämen, berühren Sie die Würde." "Elend war nichts, was ich in Öffnungs- oder Sprechzeiten fassen ließ oder irgendwann endete. Jeden Morgen wartete es draußen, zog ein, sobald der Mann in Uniform die Tür öffnete, und blieb bis sie wieder hinter ihm geschlossen wurde." "Saam hatte die Logik von Gewalt verstanden. Die strenge Schule Jamshids, die Kälte mmNarwans, sein spartanisches Verhältnis zum eigenen Körper als einem Ort des Aushaltens und der Disziplinierung. Er hatte gelernt, dass derjenige, der nicht am Thron sägte, noch unter dem stand, der ist tat. Er hatte verstanden. Dieses Mal wirklich. Er konnte der nächste König sein, und wenn nicht, zumindest der nächste Terror, die nächste Furcht." "Wenn man aus einer Welt kommt, die einen nicht will, ist man ihr auch nichts schuldig. Keine Loyalität. Keine Erklärung. Man muss nicht einmal den Namen annehmen, den man bekommen hatte."

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    28.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn man aus einer Welt kommt, die einen nicht will …

    Behzad Karim Khanis Debütroman „Hund Wolf Schakal“ habe ich erst nach seinem wirklich großartigen Roman „Als wir Schwäne waren“ gelesen, aber auch bei diesem Buch hat mich von der ersten Seite an sein Schreibstil und seine beeindruckende Sprache begeistert. Auch wenn das Buch vom Thema her natürlich sehr bedrückend und heftig ist.   Nachdem im Grauen der Iranischen Revolution ihre Mutter getötet wird, fliehen der elfjährige Saam und sein kleiner Bruder Nima mit ihrem Vater Jamshid nach Deutschland. Der Vater hat es nicht einfach hier, bekommt nur einen Job als Taxifahrer und kommt nicht zurecht im neuen Leben in Neukölln - zu sehr quälen ihn die Geister  der Vergangenheit. Saam übernimmt mehr oder weniger die Rolle des Familienoberhaupts, möchte sich Respekt verschaffen und wächst in kriminelle Strukturen hinenin. Bis er eines Tages zu weit geht …  Das Schicksal dieser beiden Brüder kann einen nicht kalt lassen. Ein bedrückendes Buch, das noch lange in mir nachwirken wird.  Und ich hoffe sehr, dass es bald wieder ein neues Buch von Behzad Karim Khani geben wird!   “Es gab Prothesen, aber eine Prothese war für ihn wie eine Perücke. Eine Lebenslüge. Jamshid trug keine. Und er ließ seine Mutter auch nicht die Hose an der Seite kürzen, wo jetzt kein Bein mehr da war. Er faltete es und steckte es mit Sicherheitsnadeln ab, als erwartete er, dass das fehlende Bein irgendwann wieder nachwuchs. Drei Paar Schuhe hatte er gekauft seit dem Attentat. Den rechten trug er, die linken bewahrte er auf.”   “Es war gut, dass sie gingen, dachte er. Der Pass würde sie nach Istanbul bringen, da würde er eine Telefonnummer wählen, und jemand würde sich um sie kümmern. Jemand der wissen würde, der vielleicht sogar jetzt schon wusste, wie die Reise weiterging. Welche Route sie nehmen müssten, welches Land sie akzeptieren würde. Schweden, die Sowjetunion, Jugoslawien oder Deutschland. Er selbst hatte keine Präferenz. Er rannte vor etwas weg, nicht zu etwas hin.”   “Es ist nicht einfach, Geschenke anzunehmen, wenn man nichts hat. Armut macht jedes Geschenk zu Almosen, jede Großzügigkeit zu Mitleid. Macht den Beschenkten zum Bedürftigen, den Schenkenden zum Gönner. In jeder Gabe steckt ein Vertrag über oben und unten. Mit dem Annehmen unterschreibt man ihn. Wenn die Geschenke gebraucht sind, also aussortiert wurden und sonst auf den Müll kämen, berühren Sie die Würde.”   “Elend war nichts, was ich in Öffnungs- oder Sprechzeiten fassen ließ oder irgendwann endete. Jeden Morgen wartete es draußen, zog ein, sobald der Mann in Uniform die Tür öffnete, und blieb bis sie wieder hinter ihm geschlossen wurde.”   “Saam hatte die Logik von Gewalt verstanden. Die strenge Schule Jamshids, die Kälte mmNarwans, sein spartanisches Verhältnis zum eigenen Körper als einem Ort des Aushaltens und der Disziplinierung. Er hatte gelernt, dass derjenige, der nicht am Thron sägte, noch unter dem stand, der ist tat. Er hatte verstanden. Dieses Mal wirklich. Er konnte der nächste König sein, und wenn nicht, zumindest der nächste Terror, die nächste Furcht.”   “Wenn man aus einer Welt kommt, die einen nicht will, ist man ihr auch nichts schuldig. Keine Loyalität. Keine Erklärung. Man muss nicht einmal den Namen annehmen, den man bekommen hatte.”

  • Michel

    aus Lönneberga

    4/5

    18.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Guter Lesestoff, authentisch und bittersüß

    Herausragender Debütroman! Die Sprache ist authentisch, der Schreibstil teils hart, teils bittersüß, wenn es um die Beschreibung der kleinen Familie geht, um die sich die Erzählung dreht. Das Ende fand ich persönlich ein wenig banal, hier hätte ich mehr Wumms erwartet.

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